Gestern Mittwoch, 4. November 2026
US-Wähler lehnen laut Semafor Rechenzentren ab: In über 30 Orten stimmen sie für Moratorien, Verbote oder Auflagen. In Texas bringen die Siege der Demokraten laut The Information Unsicherheit für KI-Rechenzentren.
Shield AI meldet den ersten vollmassstäblichen X-BAT-Prototyp, Flugtests folgen in Kansas. Mitgründer Tseng kündigt laut Breaking Defense bald Bestellungen in Europa an.
Die Regierung (GB) kündigt ein Gesetz und eine Aufsichtsstelle für Gesichtserkennung der Polizei an. Das Home Office will laut Guardian Live-Gesichtserkennung gegen irreguläre Migration einsetzen. Westaustralien (AU) meldet nach seinem Test 122 Festnahmen. Michigan (US) will laut Bild Häftlinge per KI nach Gewaltrisiko einstufen.
Das FLI wertet die Midterms als Erfolg der «pro-human»-Bewegung.
Google will laut Bloomberg 15 Milliarden Dollar in Malaysia investieren. Microsoft gab laut The Information 5 Milliarden Dollar weniger aus. Apple senkt laut Bloomberg interne KI-Budgets. Chinesische Kunden erhalten laut Bloomberg nur 1 Prozent der bestellten RTX-Chips.
Canva streicht laut Daily Mail 1271 Stellen. Nexus Mods verlangt laut The Verge bei neuen Mods eine Angabe zu KI.
OpenAI übernimmt Pierre Computer Company. Anthropic bestimmt laut eigenen Angaben mit Claude die 3D-Struktur eines Vault-Partikels. Moonshot AI veröffentlicht laut eigener Mitteilung die Gewichte von Kimi K3.1 Pro.
Weiteres: Google schaltet laut TechCrunch KI für Schüler nächstes Jahr ab, ausser die Schulen schalten sie ein. Ein Gericht in Brasilien verbietet Meta laut Le Figaro vorläufig KI-Training mit Presseinhalten. Fal verdoppelt laut Bloomberg seine Bewertung. Laut Nau.ch nutzen 42 Prozent der Befragten in der Schweiz KI-Chatbots bei Symptomen. ChatGPT erstellt animierte GIFs.
Meldungen
Alphabets Isomorphic Labs verhandelt laut Bloomberg über 5 Milliarden Dollar bei 50 Milliarden Bewertung
Isomorphic Labs, ein Ableger von Google DeepMind, verhandelt laut Bloomberg über rund 5 Milliarden Dollar frisches Kapital. Das Unternehmen nutzt KI für die Entwicklung von Medikamenten. Die Runde würde es mit rund 50 Milliarden Dollar bewerten. Bloomberg beruft sich auf Personen, die mit der Sache vertraut sind. Die Finanzierung ist nicht abgeschlossen, Einzelheiten können sich ändern.
Qualcomm setzt laut The Verge auf Rechenzentren, Smartphone-Absatz sinkt um rund 20 Prozent
Qualcomm will laut The Verge sein Geschäft mit KI-Rechenzentren ausbauen. Der Smartphone-Absatz sinkt laut The Verge um rund 20 Prozent gegenüber 2025. Den Plan legte Qualcomm bei der Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal 2026 vor. Für das erste Quartal 2027 erwartet das Unternehmen rund 650 Millionen Dollar Umsatz mit Rechenzentren. Bis Ende 2027 sollen es laut The Verge 5 Milliarden Dollar werden, bis 2029 15 Milliarden. Der Gesamtumsatz 2026 betrug laut The Verge 10,4 Milliarden Dollar. Partnerschaften bestehen laut The Verge unter anderem mit Amazon und Meta.
Nothing-Chef Pei kündigt für Dezember ein erstes KI-natives Produkt an
Nothing-Chef Carl Pei kündigt auf X für Dezember das erste KI-native Produkt des Unternehmens an. Laut Pei ist es ein Werkzeug ohne neuen Bildschirm, das nicht als App hätte entstehen können. Pei nennt es laut TechCrunch ein Produktivitätswerkzeug. Was es ist, bleibt unklar. Ein genaues Erscheinungsdatum nennt Nothing nicht.
Microsoft gab laut The Information 5 Milliarden Dollar weniger für Rechenzentren aus
Microsoft gab im dritten Quartal rund 5 Milliarden Dollar weniger für Investitionen aus als geplant. Das berichtet The Information exklusiv. Die Ursache war laut dem Bericht, dass Rechenzentrumskapazität, die Microsoft mieten wollte, nicht rechtzeitig bereit stand. Der Titel nennt Verzögerungen beim Cloud-Anbieter Iren. Microsoft hatte die Abweichung vergangene Woche genannt.
Westaustralien (AU): Test mit Live-Gesichtserkennung scannt 1,4 Millionen Gesichter, 122 Festnahmen
Westaustralien (AU) beendet seinen Test mit Live-Gesichtserkennung. Das berichtet Biometric Update nach einer Mitteilung der Regierung (AU). In fünf Monaten scannten 100 Kameras an 43 Orten 1'380'882 Gesichter. Das System löste 292 Alarme aus, davon neun falsche. Es erkannte 146 registrierte Sexualstraftäter und führte zu 122 Festnahmen. Die Regierung (AU) nennt eine Rate falscher Treffer von 0,00065 Prozent. Biometric Update rechnet vor, dass damit rund 45 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates gescannt wurden. Es fragt, ob das verhältnismässig ist.
Pro-KI-Super-PAC «Leading the Future» bewirkt laut Wired bei den Midterms wenig
Das Super-PAC-Netzwerk «Leading the Future» hat bei den US-Zwischenwahlen laut Wired kaum etwas bewirkt. Das Netzwerk wird von grossen Namen aus dem Silicon Valley unterstützt. Es hatte rund 100 Millionen Dollar und trat gegen KI-Regulierung auf. Ein Super-PAC ist ein politischer Spendenverband, der Wahlkampagnen unterstützt.
Anthropic: Mit Claude erste 3D-Struktur eines Vault-Partikels aus Bakterien bestimmt
Anthropics Biologie-Team hat mit Claude nach eigenen Angaben die erste 3D-Struktur eines Vault-Partikels aus Bakterien bestimmt. Vaults sind fassförmige Proteinkomplexe, deren Funktion unbekannt ist. Bisher kannte man sie nur aus Zellen von Tieren und Pflanzen. Claude beschleunigte einzelne Schritte laut Anthropic stark. Die Strukturbestimmung von Hand hätte Wochen bis Monate gedauert, hier dauerte sie Tage. Claude machte laut Anthropic auch einfache Fehler. Die Ergebnisse stehen in einem Preprint, der bei bioRxiv eingereicht ist.
Apple senkt laut Bloomberg interne Budgets für KI-Nutzung seiner Entwickler
Apple senkt laut Bloomberg die internen Budgets für die Nutzung von KI-Modellen. Das Tageslimit für einige Entwickler fiel im vergangenen Monat von 300 auf 200 Dollar. Weitere Kürzungen auf bis zu 100 Dollar pro Tag sind für einige Teams geplant. Bloomberg beruft sich auf Personen mit Kenntnis der Änderung. Apple will KI zugleich ins Zentrum seines Geschäfts rücken.
FLI wertet US-Zwischenwahlen als Erfolg der «pro-human»-Bewegung und verlangt KI-Regeln
Das Future of Life Institute (FLI), eine Organisation, die vor Risiken der KI warnt, deutet die US-Zwischenwahlen als Erfolg. Das teilt es auf X mit. Michael Kleinman, Leiter der US-Politik des FLI, sagt, Wählerinnen und Wähler wollten Leitplanken für KI und Rechenschaft. Max Tegmark schreibt auf X, KI sei erstmals ein grosses Wahlkampfthema gewesen.
«Die Pro-Mensch-Bewegung gewinnt.»
«The pro-human movement is winning.»
ChatGPT erstellt animierte GIFs mit dem neuen Bildmodell Images 2.6
OpenAI führt in ChatGPT eine Funktion für animierte GIFs ein. Sie startet mit dem neuen Bildmodell Images 2.6. Nutzer erstellen GIFs per Textbeschreibung oder aus einem hochgeladenen Foto. Sie können Geschwindigkeit und Einzelbilder anpassen. Das berichten The Verge und The Decoder. Für die Programmierschnittstelle nennt OpenAI zwei neue Modelle, GPT-Image-2.6 Flare und Sunburst. Flare erzeugt Bilder bei niedriger Qualität laut OpenAI in bis zu sechs Sekunden. Sunburst liefert laut OpenAI höhere Qualität und mehr Konsistenz bei Änderungen. Bilder entstehen laut OpenAI 50 Prozent schneller. Nutzer erzeugen laut OpenAI vier Milliarden Bilder pro Woche.
Helsing übergibt Bundeswehr laut FAZ den Quellcode der Software MissionOSBw
Das Münchner Rüstungs-Start-up Helsing hat der Bundeswehr den Quellcode seiner Software MissionOSBw übergeben. Das berichtet die FAZ unter Berufung auf eine Mitteilung des Unternehmens. Die Software bildet den Kern des Beschaffungsvorhabens CFSN. Damit kann der Staat künftige Waffensysteme laut Helsing unabhängig von einzelnen Herstellern weiterentwickeln. Die Software steuert laut Helsing Sensorik, Kommunikation, Missionsplanung, Waffensteuerung und Effektoren. Den Auftrag erhielten Helsing und ein Konsortium aus Hensoldt, Rohde & Schwarz, MBDA und Diehl Defence. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte die Beschaffung im Juli gebilligt.
Moonshot AI veröffentlicht die Modellgewichte von Kimi K3.1 Pro
Moonshot AI gibt die Modellgewichte von Kimi K3.1 Pro frei. Das teilt die Firma auf X mit. Mit den Gewichten, den gelernten Parametern des Modells, können andere das Modell selbst betreiben. Moonshot hatte das Modell am 23. Oktober vorgestellt und die Gewichte bis zum 4. November angekündigt. Der Index von Artificial Analysis stufte Kimi K3.1 Pro am 28. Oktober auf Rang neun ein.
OpenAI übernimmt Pierre Computer Company für den Coding-Agenten Codex
OpenAI übernimmt die Firma Pierre Computer Company. Das teilt OpenAI mit. Pierre entwickelt Code Storage und Open-Source-Werkzeuge. Der KI-Coding-Agent Codex nutzt die Bibliotheken «Trees» und «Diffs» der Firma bereits. OpenAI will mit dem Pierre-Team die Git-Abläufe an die Arbeit mit Coding-Agenten anpassen. Git ist eine Software zur Versionsverwaltung von Code. Den Kaufpreis nennen die Quellen nicht.
Shield AI meldet ersten vollmassstäblichen X-BAT-Prototyp nach einem Jahr, Flugtests in Kansas
Das US-Rüstungs-KI-Unternehmen Shield AI hat nach eigenen Angaben den ersten vollmassstäblichen Prototyp seines autonomen Kampfflugzeugs X-BAT gebaut. Es soll senkrecht starten und landen. Der Prototyp ist auf dem Weg von Frisco in Texas zur Flugtestanlage in Newton in Kansas. Vor einem Jahr stellte die Firma das Design vor. Mitgründer Ryan Tseng kündigt laut Breaking Defense bald Bestellungen und Partnerschaften in Europa an. Zu Stückzahlen äussert er sich nicht.
Grossbritannien: Regierung kündigt Gesetz und Aufsichtsstelle für Gesichtserkennung der Polizei an
Die Regierung (GB) will ein neues Gesetz und eine unabhängige Aufsichtsstelle für die Gesichtserkennung der Polizei schaffen. Das berichtet Biometric Update nach einer Mitteilung des Innenministeriums (GB). Die Stelle soll Einsätze stoppen dürfen. Einsätze müssen geheimdienstlich begründet und verhältnismässig sein. Die Polizei muss mit unabhängigen Tests belegen, dass die Technik niemanden nach Alter, Geschlecht oder Herkunft benachteiligt. Big Brother Watch nennt die vorgesehenen Verhaltensregeln unzureichend. Die Organisation kritisiert eine Verfünffachung der Live-Kameras im Land.
Wähler in den USA lehnen laut Semafor Rechenzentren ab, über 30 Orte beschränken sie
US-Wähler haben bei den Zwischenwahlen Rechenzentren fast überall abgelehnt, wo sie zur Abstimmung standen. Das berichtet Semafor. In mehr als 30 Orten in neun Bundesstaaten stimmten sie für Moratorien, Verbote und andere Auflagen. Laut The Verge lehnten 76 Prozent der von NBC News am Wahltag Befragten Rechenzentren in ihrer Gemeinde ab. In zwölf Bundesstaaten fordert laut The Information der siegreiche oder führende Gouverneurskandidat eine Pause beim Ausbau. Banken und Vermögensverwalter, die den Ausbau finanzieren, behandeln lokalen Widerstand laut Semafor bereits als Kreditrisiko.
Grossbritannien: Home Office will laut Guardian Gesichtserkennung gegen irreguläre Migration einsetzen
Das Home Office (GB) bereitet den Einsatz von Live-Gesichtserkennung an Verkehrsknoten und Veranstaltungen vor. Das berichtet The Guardian unter Berufung auf Regierungsdokumente. Die Kameras sollen der allgemeinen Durchsetzung des Migrationsrechts dienen, auch bei Verstössen ohne Straftat. Auf Fahndungslisten könnten demnach Menschen landen, die ihr Visum überzogen haben. Es ist laut Guardian Teil des grössten Vorgehens gegen irreguläre Migration in der britischen Geschichte.
Nigeria: Im Entwurf des Wählerregisters finden sich laut Semafor KI-generierte Daten und Fotos
Im Entwurf des nigerianischen Wählerregisters wurden KI-generierte Wählerdaten und Ausweisfotos entdeckt. Das berichtet Semafor. Die Wahlbehörde steht demnach unter Druck, rund zehn Wochen vor der Präsidentschaftswahl im Januar. Interessengruppen, Technologieanalysten und frühere Mitarbeitende der Behörde verlangen eine unabhängige Untersuchung.
Michigan (US) testet laut Bild KI zur Einschätzung des Gewaltrisikos von Häftlingen
Der Bundesstaat Michigan (US) will Häftlinge mit KI-Software nach ihrem Gewaltrisiko in fünf Sicherheitsstufen einteilen. Das berichtet Bild. Die Software stammt von der gemeinnützigen Organisation Recidiviz, die aus einem Datenprojekt bei Google entstand. Die Justizvollzugsbehörde erhofft sich eine um rund 30 Prozent genauere Einschätzung. Das Pilotprojekt startet demnach im Dezember in mehreren Männergefängnissen. Experten warnen laut Bild vor falschen Daten und Vorurteilen in der Software.
OpenAI: KI-Pipeline bestätigt laut eigenen Angaben 948 Linux-Kernel-Lücken mit Exploit
OpenAI hat laut eigener Mitteilung eine automatische Pipeline zum Finden, Prüfen und Beheben von Sicherheitslücken gebaut. In einem Durchlauf bestätigte sie 948 Lücken im Linux-Kern, die einem lokalen Nutzer Root-Rechte geben können. Dazu erzeugte sie Korrekturen. Die API-Kosten betrugen laut OpenAI 1,2 Millionen Dollar. Die Pipeline analysierte 2'308 Kandidaten und reproduzierte 1'724 Lücken. Menschliche Forscher prüften die Ergebnisse. OpenAI meldet die Funde und arbeitet mit Partnern der Initiative Patch the Planet an weiteren Meldungen und Korrekturen. Das Cyber-Modell hinter der Pipeline ist laut OpenAI noch nicht erschienen.
Texas: Siege der Demokraten bringen laut The Information Unsicherheit für KI-Rechenzentren
Texas wählt laut The Information erstmals seit Jahrzehnten Demokraten zum Gouverneur und in den Senat (US). Das schafft demnach Unsicherheit für den boomenden Sektor der KI-Rechenzentren im Bundesstaat. Betroffen ist laut The Information auch Elon Musk, der bekannteste Tech-Unternehmer in Texas. Die Demokratin Gina Hinojosa nutzte laut Semafor den wachsenden Widerstand gegen die Ausbreitung von Rechenzentren. Musk steckte demnach rund 190 Millionen Dollar in den Wahlkampf in Texas, vor allem für Ken Paxton und Greg Abbott.
Nvidia: Chinesische Kunden erhalten laut Bloomberg nur 1 Prozent der bestellten RTX-Chips
Chinesische KI-Entwickler erwarten laut Bloomberg in den nächsten Monaten nur einen kleinen Teil der bei Nvidia bestellten Chips. Sie sollen demnach 1 Prozent der bestellten RTX-Chips im Wert von 70 Milliarden Dollar erhalten. Nvidia hat laut Bloomberg Mühe, die Produktion der stark steigenden Nachfrage anzupassen.
Nexus Mods verlangt laut The Verge bei neuen Mods eine Angabe zu KI
Die grösste Plattform für PC-Spiel-Mods, Nexus Mods, verlangt laut The Verge künftig eine Angabe zu KI. Wer einen neuen Mod hochlädt, muss erklären, ob KI eingesetzt wurde. Eine der häufigsten Sorgen sei, dass KI-Einsatz nicht klar offengelegt werde, schreibt Betreiber Victor Folmann demnach. Tags für KI-generierte und KI-gestützte Mods gibt es bereits.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.
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