Dienstag, 27. Oktober 2026
Die Immobilienmakler-Brüder Alexander werden zu je 30 Jahren Haft verurteilt. Laut Polizei Berlin soll in Berlin-Lichtenrade (DE) auf einen 47-Jährigen geschossen worden sein, die Mordkommission ermittelt. In Finglas (IE) wird ein 47-Jähriger wegen Mordes an einer Frau angeklagt.
In Ceuta (ES) identifiziert die Polizei laut El País 24 mutmassliche «Dynamisierer». Das Innenministerium (ES) sagt, es habe keine Warnung gegeben. In Bilbao (ES) nimmt die Ertzaintza laut El País 17 Personen fest.
In London (GB) wird der frühere Polizist Mark Tyrrell der Vergewaltigung schuldig gesprochen. In Rouen (FR) ermittelt die Staatsanwaltschaft nach einem Granatenwurf der Polizei vor einem Kind. Im Fall der Leichenteile im Rhein beschlagnahmt die Polizei laut Tages-Anzeiger Handys aus der Asylunterkunft.
Das Oberste Gericht lehnt einen dringenden Plan für Rückführungen ab. Laut Ministerin Saiz sind 704 Asylgesuche abgelehnt. Zwei Einsatzleiter schildern der Richterin den Streit um die Grenze am 30. Juli.
Laut Oberlandesgericht München (DE) bleibt NSU-Täterin Zschäpe bis mindestens 2035 in Haft. In Mailand (IT) verweigert der mutmassliche Kopf der Krawalle die Aussage vor dem Ermittlungsrichter.
Laut The Independent sind im Fall RAF Fairford zwei Männer wegen Verstössen gegen den National Security Act angeklagt. In Ballymoney (GB) schiessen Maskierte einem Mann ins Bein und schlagen ihn mit Eisenstangen. In Mönchengladbach (DE) sitzt ein 53-Jähriger nach einem Messerangriff in Untersuchungshaft.
Nach dem mutmasslich dschihadistischen Kirchenanschlag mit neun Toten in Jordanien (JO) fliegt die Armee Luftangriffe in Syrien (SY). Drei Tatverdächtige sind laut Innenminister festgenommene Jordanier. Jordanien sagt laut Le Figaro, es habe über 20 IS-Kämpfer getötet.
Meldungen
Mulhouse (FR): 17-Jährige, die ein Auge verlor, will Anzeige erstatten
Die 17-Jährige verlor am 17. Oktober bei der Demonstration in Mulhouse (FR) ein Auge. Laut ihrem Anwalt erstattet sie am Mittwoch Anzeige. Das berichtet franceinfo. Sie werde bald erneut operiert und das Sehvermögen links nicht zurückerhalten. Laut Anwalt nahm sie nicht an der Demonstration teil und kam aus einem Restaurant. Er spricht von einem Projektil, vermutlich aus einer Tränengasgranate. Die Polizeiaufsicht IGPN ermittelt bereits. Das sind Angaben des Anwalts, eine Bestätigung der Behörden liegt in den Quellen nicht vor.
Autopsie nennt beim toten Demonstranten in Paris akutes Herz-Kreislauf-Versagen
Der 59-jährige Mann starb am Rand der Demonstration vom 17. Oktober in Paris (FR). Laut der Staatsanwaltschaft nennt die Autopsie ein akutes Herz-Kreislauf-Versagen bei einer Herzkrankheit. Das berichtet Le Monde. Die Autopsie findet keine Spuren von Festhalten oder Gegenwehr. Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine gerichtliche Untersuchung, weitere Analysen sind angefordert. Die Familie weist auf den Einsatz von Tränengas hin. Ihr Anwalt sagt, der Mann habe keine Herzprobleme gehabt. Er erstattet Anzeige gegen die Einsatzkräfte wegen vorsätzlicher Gewalt mit Todesfolge.
Immobilienmakler-Brüder Alexander zu je 30 Jahren Haft verurteilt
Die drei Brüder Alon, Oren und Tal Alexander werden zu je 30 Jahren Haft verurteilt. Das berichtet VRT NWS. Sie waren zuvor in allen Anklagepunkten schuldig befunden worden. Es ging um sexuelle Übergriffe, Vergewaltigung und Menschenhandel. Der Prozess dauerte fünf Wochen. Zwölf Opfer sprachen bei der Strafzumessung ein letztes Mal. Viele forderten für jeden Bruder die Höchststrafe, lebenslange Haft. Die Brüder zeigten laut VRT NWS keine Regung.
Ceuta (ES): Polizei identifiziert laut El País 24 mutmassliche «Dynamisierer» in Marokko
Die spanische Polizei hat laut El País 24 mutmassliche «Dynamisierer» identifiziert. Sie sollen am 30. Juli in Marokko Tausende Migranten gelenkt haben. Das Zentrum CENIF übergibt der Richterin der Audiencia Nacional Videos und Dokumente. Sie zeigen laut El País, dass marokkanische Gendarmen untätig blieben oder den Weg in die Stadt wiesen. Die Ermittler klären die Identität aller Personen noch. Die Richterin vernimmt am Mittwoch drei Migranten per Video. Das sind Angaben aus Ermittlungsakten, die El País einsehen konnte.
Ceuta (ES): Innenministerium sagt vor Gericht, es habe keine Warnung vor dem Ansturm gegeben
Das spanische Innenministerium erklärt laut El Mundo gegenüber der Justiz, es habe keine Vorwarnung gegeben. Es geht um den Ansturm auf die Grenze von Ceuta. Es habe keine Warnung, keinen Bericht und keine E-Mail gegeben, die eine Massenbewegung dieser Grössenordnung angekündigt hätten. Das schreibt El Faro de Ceuta. Die Lage vom 30. und 31. Juli hätte die Kräfte vor Ort laut dem Dokument nicht überfordern sollen. Das sind Angaben des Ministeriums.
Berlin (DE): 47-Jähriger in Lichtenrade angeschossen, die Mordkommission ermittelt
In Berlin-Lichtenrade (DE) soll gegen 19:45 Uhr in der Nahariyastrasse auf einen 47-jährigen Mann geschossen worden sein. Das teilt die Polizei Berlin auf X mit. Er wurde getroffen und wird im Krankenhaus notoperiert. Die 6. Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Zu Tätern und Hintergründen nennt die Meldung keine Angaben.
RAF Fairford (GB): Beide Angeklagten erscheinen vor dem Gericht in Westminster
Zwei 24-jährige Männer aus London erscheinen am Dienstag vor dem Westminster Magistrates' Court. Es geht um den mutmasslich mit dem Iran verbundenen Vorfall bei der Luftwaffenbasis RAF Fairford (GB). Das berichtet GB News. Einer ist angeklagt, einem ausländischen Geheimdienst geholfen zu haben. Er kommt gegen Auflagen auf Kaution frei und gibt seinen Pass ab. Der andere ist angeklagt, am 22. August einen verbotenen Ort für einen Zweck betreten zu haben, der dem Land schadet. Er bleibt in Untersuchungshaft. Das Verfahren beginnt am 20. November am Old Bailey. Beide sind nach dem National Security Act angeklagt.
Frankreich: Plattformen löschen laut Handelsminister 1737 Anzeigen mit mutmasslich geplünderten Waren
Verkaufsplattformen haben laut Handelsminister Serge Papin 1737 Anzeigen gelöscht und 237 Konten gesperrt. Das berichtet Le Figaro unter Berufung auf ein Interview mit Le Parisien. Es geht um Waren, die bei den Plünderungen nach den Demonstrationen verkauft wurden. Die Plattformen meldeten laut Papin fast 800 Nutzer oder Anzeigen den Justizbehörden. Etwa 500 Anzeigen werden noch untersucht. Am 17. Oktober werden laut dem Handelskammernetz CCI France 1161 Geschäfte geplündert, beschädigt oder angezündet.
Marseille (FR): 21-Jähriger stirbt bei Kalaschnikow-Schüssen an einem Drogenumschlagplatz
In Marseille (FR) stirbt am Dienstagabend ein 21-Jähriger nach Schüssen im elften Bezirk. Das berichten franceinfo und Le Monde unter Berufung auf eine Polizeiquelle. Die Schüsse fallen gegen 20.30 Uhr in der Cité Air Bel, einem bekannten Drogenumschlagplatz. Zwei Täter mit einem Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow fliehen in einem weissen Lieferwagen. Die Polizei findet sieben Hülsen vom Kaliber 7,62. Der Lieferwagen wird später gestohlen und ausgebrannt aufgefunden. Der junge Mann hat drei Schussverletzungen und stirbt gegen 21 Uhr im Spital La Timone. Er war der Polizei wegen Drogendelikten bekannt. Laut La Provence ist unklar, ob er das gezielte Opfer war. Die Ermittlungen führt die Abteilung für organisierte Kriminalität. Laut Le Monde ist es der sechste Mord im Drogenmilieu in Marseille in diesem Jahr.
London (GB): Früherer Polizist Mark Tyrrell der Vergewaltigung schuldig gesprochen
Ein Gericht in Southwark (GB) spricht den früheren Londoner Polizisten Mark Tyrrell (57) der Vergewaltigung schuldig. Das berichtet The Independent. Er wird auch in drei Fällen wegen sexueller Nötigung und wegen Strafvereitelung verurteilt. Von weiteren Anklagepunkten spricht ihn die Jury frei. Tyrrell gehörte der Einheit an, in der auch Wayne Couzens diente. Das Strafmass soll im Dezember verkündet werden.
Olbia (IT): 40-Jähriger im Zentrum niedergestochen und in Lebensgefahr
In Olbia (IT) wird ein 40-jähriger Mann am Nachmittag im Corso Umberto mit mehreren Messerstichen verletzt. Das meldet ANSA. Er stammt aus Apulien (IT) und liegt im Spital in Lebensgefahr. Laut ersten Angaben haben die Stiche lebenswichtige Organe verletzt. Die Carabinieri sperren den Ort ab und sind laut ANSA bereits dem Täter auf der Spur.
Rouen (FR): Staatsanwalt ermittelt wegen Granatenwurf der Polizei vor einem Kind
Die Staatsanwaltschaft Rouen (FR) leitet eine Untersuchung ein. Videos zeigen einen Polizisten, der bei den Demonstrationen vom 24. Oktober einen Gegenstand wirft. Er explodiert laut AFP vor den Füssen eines fünfjährigen Kindes. Das berichtet Le Monde. Der Bürgermeister von Rouen hat die Justiz eingeschaltet. Laut ihm gab es keine Störung der öffentlichen Ordnung, die den Einsatz rechtfertigte. Die Mutter hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Navan (IE): Drei Männer wegen 22 Delikten angeklagt, einer wegen zehn Vergewaltigungen
Drei Männer aus der Grafschaft Meath (IE) erscheinen vor dem Gericht in Trim (IE). Das berichtet die Irish Times. Sie wurden Anfang des Vorjahres bei einer Hausdurchsuchung in Navan festgenommen. Insgesamt sind 22 Anklagepunkte genehmigt. Einer der Männer, in den Dreissigern, soll zehn Vergewaltigungen und eine versuchte Vergewaltigung begangen haben. Die Taten sollen zwischen Juli 2019 und Februar 2022 geschehen sein. Die Anklage betrifft auch Kindesvernachlässigung und Todesdrohungen.
Madrid (ES): 16-Jähriger im Viertel Salamanca niedergestochen, ein Gleichaltriger festgenommen
Im Madrider Viertel Salamanca (ES) wird am Dienstagmorgen ein 16-Jähriger mit fünf Messerstichen schwer verletzt. Das berichtet ABC. Die Polizei nimmt rund eine Stunde später einen ebenfalls 16-jährigen mutmasslichen Täter fest. Laut ABC gehören beide rivalisierenden Banden an. Der Angriff könnte mit einem Streit vom August zusammenhängen. Der Verletzte ist laut ABC in stabilem, aber ernstem Zustand.
Hamburg-Langenhorn (DE): Messerangriff auf einen Ladendetektiv, 48-Jähriger festgenommen
In Hamburg-Langenhorn (DE) greift am Dienstagabend ein Mann einen 38-Jährigen mit einem Messer an. Das teilt die Polizei Hamburg mit. Er verletzt ihn am Kopf und droht ihm mit dem Tod. Passanten eilen zu Hilfe, der Täter flüchtet. Der Verletzte ist ausser Lebensgefahr. Die Mordkommission übernimmt. Am Mittwochmittag nehmen Einsatzkräfte einen 48-jährigen Deutsch-Afghanen vorläufig fest. Er war dem Opfer laut Polizei aus dessen Arbeit als Ladendetektiv flüchtig bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Rom (IT): Lebenslange Haft für den Mord an der Ex-Freundin
Das Schwurgericht in Rom (IT) verurteilt den geständigen Mark Samson zu lebenslanger Haft. Das meldet ANSA. Er hatte im März 2025 seine Ex-Freundin erstochen und die Leiche in einem Sack einen Abhang hinuntergeworfen. Die Anklage lautete auf Mord mit Vorsatz und Verbergen der Leiche. Die Staatsanwältin sagt laut ANSA, die Tat sei kein Affektdelikt gewesen. Der Vater des Opfers sagt, es sei Gerechtigkeit geschehen. Die wahre lebenslange Strafe hätten seine Frau und er.
Frankfurt: Gen-Z-Demonstration am 31. Oktober wird laut Polizei grösser als erwartet
Die Gen-Z-Demonstration am 31. Oktober in Frankfurt (DE) fällt laut FAZ womöglich grösser aus als erwartet. Die Frankfurter Polizei teilt mit, sie rechne nun mit einer mittleren vierstelligen Teilnehmerzahl. Die Anmelder nennen mehr als 10'000. Das hessische Innenministerium warnt, nach den Ereignissen in Frankreich bestehe die Gefahr einer Unterwanderung durch Linksextremisten mit Gewaltpotenzial. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat eine Sicherheitswarnung verschickt. Er befürchtet antisemitische Gewalt. Am Donnerstag informieren Innenminister Roman Poseck und der Polizeipräsident über den Einsatz.
Brand-Prozess: Angeklagter sagte der Polizei, sein Lebensstil sei als Vergewaltigung umgedeutet worden
Im Prozess gegen Russell Brand (GB) werden Aussagen aus Polizeiverhören vorgelesen. Das berichten RTÉ und Belfast Telegraph. Der 51-Jährige ist wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe auf mehrere Frauen angeklagt. Er sagte der Polizei, sein sehr promisker Lebensstil sei nun als Vergewaltigung und Übergriffe umgedeutet worden. Er sei zwischen November 2023 und Juli 2025 viermal befragt worden. Jedes Mal habe er jede nicht einvernehmliche sexuelle Handlung bestritten. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Piantedosi: Italien bleibt vor dem Generalstreik am Freitag in hoher Alarmbereitschaft
Italiens Innenminister Matteo Piantedosi warnt laut ANSA vor weiteren Strassenunruhen. Er sei besorgt, dass die Jugendkrawalle vom 17. und 18. Oktober und die Zusammenstösse am Samstag nicht das Ende seien. Das Ministerium bleibe an den kommenden Wochenenden in hoher Alarmbereitschaft. Am Freitag ruft die Basisgewerkschaft USB zum Generalstreik auf. Piantedosi sagt, er habe keinen Grund zur Annahme, dass die Gewerkschaft radikale Jugendgruppen für andere Ziele nutzen wolle. Das sind Angaben des Ministers.
Das RN verklagt «Le Monde» wegen Diffamation zum Bericht über den Anschlag von Trappes
Das Rassemblement national (FR) kündigt laut franceinfo an, Le Monde wegen Diffamation zu verklagen. Die Zeitung schrieb am Montag unter Berufung auf eine anonyme Quelle, im Auto des Verdächtigen lägen Flugblätter des RN. Es geht um den Anschlag von Trappes (FR). Der Anti-Terror-Staatsanwalt sagte danach, im Fahrzeug sei kein Flugblatt einer politischen Partei entdeckt worden. RN-Vizepräsident Bruno Bilde nennt die Recherche nicht seriös. Linke Politiker hatten die Angabe aufgegriffen. Das sind Angaben von franceinfo.
Derry (GB): Verdächtiges Paket an Hotel löst kontrollierte Sprengung aus
In Derry/Londonderry (GB) wird am Dienstag kurz nach 15 Uhr ein verdächtiges Paket geliefert. Es geht an ein Hotel im Viertel Ebrington Square. Das berichtet Belfast Live. Mehrere Personen werden evakuiert, auch Angestellte benachbarter Betriebe. Spezialisten der Bombenentschärfung führen eine kontrollierte Sprengung durch. Laut dem örtlichen Polizeichef Kearney ist die Vorrichtung funktionsfähig. Er spricht von einem gezielten Angriff. Der Gegenstand wird forensisch untersucht. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Trappes (FR): Schweigeminute in der Nationalversammlung, Sozialisten und Grüne verlassen den Saal
Die Nationalversammlung (FR) gedenkt am Dienstag mit einer Schweigeminute des Todesopfers des rassistischen Anschlags von Trappes (FR). Parlamentspräsidentin Yaël Braun-Pivet sagt, Rassismus und Hass töteten. In der Fragestunde verurteilt Premierminister Sébastien Lecornu Reden, die andere zur Tat bewaffneten. Eine Forderung der Grünen nach einer nationalen Trauerfeier beantwortet er laut Le Monde nicht. Als RN-Fraktionschef Sébastien Chenu die Regierung befragt, verlassen laut franceinfo mehrere Sozialisten und Grüne den Saal. Lecornu wirft der Linken daraufhin vor, damit dem RN in die Hände zu spielen.
Ceuta (ES): Richterin fordert Freigabe weiterer Geheimdienstberichte binnen 15 Tagen
Die Richterin María Tardón der Audiencia Nacional (ES) untersucht den Massenzustrom nach Ceuta (ES) vom 30. und 31. Juli. Sie verlangt vom Ministerrat die Freigabe weiterer Berichte des Geheimdienstes CNI. Das berichten Europa Press, El Mundo und El Faro de Ceuta. Die Frist beträgt 15 Tage. Sie fordert unter anderem alle Berichte zum Verhalten der marokkanischen Behörden. Dazu kommt ein Bericht des Militärgeheimdienstes CIFAS vom 4. August. Der CNI-Bericht vom 14. Oktober habe laut der Richterin nichts Neues gebracht. Seine Dokumente seien geschwärzt gewesen. Die Informationen gefährdeten die Staatssicherheit nicht, sagt sie.
Mönchengladbach (DE): 53-Jähriger nach Messerangriff im Geropark in Untersuchungshaft
In Mönchengladbach (DE) geraten am Montagabend gegen 19 Uhr im Geropark zwei Männer in Streit. Staatsanwaltschaft und Polizei teilen gemeinsam mit, ein 43-Jähriger erleide schwere Stichverletzungen. Er wird intensivmedizinisch behandelt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 53-jährige Tatverdächtige ein Messer gezogen haben. Die Männer kannten sich aus früheren verbalen Streitigkeiten. Ein Haftrichter erlässt am Dienstag Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags. Die Hintergründe und der genaue Ablauf sind Gegenstand der Ermittlungen.
Ceuta (ES): Spanien lehnt 704 Asylgesuche ab, 13'823 Personen sind nach Marokko zurückgekehrt
Laut Migrationsministerin Elma Saiz sind 704 Asylgesuche aus dem Massenübertritt nach Ceuta (ES) abgelehnt worden. Das berichtet Ceuta Actualidad. Saiz informiert am Dienstag nach dem Ministerrat. Insgesamt wurden 1697 Schutzgesuche formalisiert, 853 davon sind entschieden. Die abgelehnten Gesuche sind meist in der Zustellung oder warten auf einen Rekurs. Über 400 weitere Verfahren gehen diese Woche an die zuständige Asylkommission. Mehr als 500 Personen haben ihre Gesuche zurückgezogen und sind nach Marokko zurückgekehrt. Seit dem Massenübertritt sind insgesamt 13'823 Personen nach Marokko zurückgekehrt.
Ceuta (ES): Oberstes Gericht lehnt dringenden Plan für Ausweisungen und Rückführungen ab
Das spanische Oberste Gericht lehnt es ab, der Regierung dringend einen Plan für Ceuta (ES) aufzuerlegen. Das berichtet El País. Der Plan betrifft Ausweisungen, Rückführungen und Asylverfahren. Die Stadtregierung beklagt die Untätigkeit der Regierung von Pedro Sánchez. Sie bezieht sich auf die Zeit vor, während und nach dem Massenübertritt vom 30. und 31. Juli. Die Stadt verlangte vorsorglich einen detaillierten Plan, ohne die Gegenseite anzuhören. Das Gericht sieht laut El País keine besondere Dringlichkeit. Es gibt der Regierung zehn Tage Zeit für eine Stellungnahme.
NSU-Täterin Zschäpe bleibt laut Oberlandesgericht München bis mindestens 2035 in Haft
Das Oberlandesgericht München (DE) legt die Mindestverbüssungsdauer für die NSU-Täterin Beate Zschäpe auf insgesamt 24 Jahre fest. Sie bleibt damit bis mindestens 2035 in Haft. Das Gericht lehnt es ab, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Das berichtet Der Standard. Zschäpe sitzt seit November 2011 im Gefängnis. 2018 wird sie als Mittäterin an der NSU-Mordserie zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig. Verteidigung und Bundesanwaltschaft können Beschwerde einlegen.
Mailand: Mutmasslicher Kopf der Krawalle schweigt vor dem Ermittlungsrichter
Der mutmassliche Kopf der Krawalle von Mailand (IT) um den 17. Oktober verweigert vor dem Ermittlungsrichter die Aussage. Das berichtet ANSA. Der 30-jährige Forscher und freie Journalist mit marokkanischen Wurzeln soll die Social-Media-Kanäle der Bewegung 17. Oktober betrieben haben. Ihm wird Aufstachelung zu einer Straftat mit terroristischer Absicht vorgeworfen. Seine Frau wird wegen derselben Vorwürfe untersucht. Die Anwälte verlangen laut ANSA seine Freilassung, es gebe weder Anstiftung noch Terrorismus. Der Richter entscheidet über die beantragte Untersuchungshaft.
RAF Fairford (GB): Zwei Männer wegen Verstössen gegen den National Security Act angeklagt
Die Staatsanwaltschaft CPS klagt zwei 24-jährige Männer aus London nach dem Vorfall bei der Luftwaffenbasis RAF Fairford (GB) an. Das berichten The Independent und GB News. Einer ist laut CPS angeklagt, einem ausländischen Geheimdienst geholfen zu haben. Der andere soll einen verbotenen Ort betreten haben, mit einem Zweck, der dem Land schadet. Beide erscheinen am Dienstag vor dem Westminster Magistrates' Court. Am 27. September stoppt die Polizei drei Transporter nahe der Basis und nimmt fünf Männer fest. Sprengstoff wird nicht gefunden, aber Benzin. Laut der Terrorabwehr ist eine iranische Staatsbeteiligung sehr wahrscheinlich.
Tübingen (DE): 89-Jähriger tötet nach Polizeiangaben zuerst seine Tochter und dann sich selbst
In Tübingen (DE) werden am Dienstagmorgen ein 89-jähriger Mann und seine 57-jährige Tochter tot in ihren Wohnungen gefunden. Das teilen die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Polizeipräsidium Reutlingen mit. Die Ehefrau (85) des Mannes findet gegen 8.40 Uhr einen Abschiedsbrief. Sie sucht mit einer Betreuerin sein Zimmer in einer betreuten Wohneinrichtung auf und findet ihn tot. Hinweise im Brief führen die Ermittler zur Wohnung der Tochter in einer Betreuungseinrichtung. Dort finden sie die Frau tot. Die Ermittler gehen nach derzeitigen Erkenntnissen von einem innerfamiliären Tötungsdelikt aus. Der Vater habe zunächst seine Tochter getötet und sich dann selbst das Leben genommen. Hinweise auf weitere Beteiligte gibt es nicht. Eine Obduktion soll die Todesursachen klären.
Frankreichs Regierung kommt den protestierenden Schülern und Studenten entgegen
Frankreichs Regierung (FR) geht nach den Schulprotesten auf Forderungen von Gymnasiasten und Studenten ein. Das berichtet Welt. Hochschulminister Philippe Baptiste kündigt an, die Plattform Parcoursup im Herbst 2028 zu ersetzen. Bis dahin sollen Absagen begründet werden. Bildungsminister Édouard Geffray kündigt vergünstigte Kredite an. Für Gymnasien sind es vier Milliarden Euro bis 2030, für Universitäten eine Milliarde Euro bis 2029. Zudem sollen Hunderte Lehrerstellen geschaffen werden. Vertreter der Protestierenden loben die Ankündigungen, rufen aber zu weiteren Protesten auf. Laut Welt werden Kundgebungen immer wieder von Gewalt gegen Einsatzkräfte begleitet.
EU-Kommission will Frontex laut Brunner zur zentralen Abschiebeagentur ausbauen
Die EU-Kommission stellt am Dienstag ihre Pläne für einen Ausbau der Grenzschutzagentur Frontex vor. Laut tagesschau und Welt soll die ständige Reserve auf 30'000 Kräfte wachsen. Bisher waren für nächstes Jahr 10'000 vorgesehen. Frontex soll bei Abschiebungen eine grössere Rolle spielen und ein eigenes Koordinationszentrum erhalten. Die Kommission schlägt vor, dass Frontex auch zwischen Drittstaaten abschieben darf. Dazu braucht es ein Abkommen mit dem Drittstaat. Ein Online-Monitoring soll öffentliche Social-Media-Inhalte beobachten. Für Krisen wie in Ceuta ist eine schnelle Eingreiftruppe vorgesehen. Laut Innenkommissar Brunner soll Frontex zur zentralen EU-Abschiebeagentur werden.
Ceuta (ES): Einsatzleiter schildern der Richterin den Streit um die Grenze am 30. Juli
Die Richterin der Audiencia Nacional hört zum Massenzustrom nach Ceuta (ES) zwei Einsatzleiter als Zeugen an. Das berichtet El Mundo. Sie schildern die fehlende Abstimmung der Sicherheitskräfte am 30. Juli. Der Polizeichef für Bürgersicherheit wollte den Zaun schliessen, um den Strom zu stoppen. Der Oberstleutnant der Guardia Civil wollte ihn offen halten, damit kein Gedränge Opfer fordert. Nach ihren Schätzungen überquerten 2500 bis 5000 Personen pro Stunde die Grenze. Beide erhielten laut El Mundo keine Weisung des Innenministeriums zur Landgrenze. Laut El Mundo sahen sie in der Nacht davor sechs marokkanische Militärschiffe nahe Ceuta. Die Richterin fragt das Verteidigungsministerium, ob solche Schiffe in spanische Gewässer eindrangen.
Ballymoney (GB): Maskierte schlagen Mann mit Eisenstangen und schiessen ihm ins Bein
In Ballymoney (GB) dringen kurz nach 0.30 Uhr am Dienstag vier maskierte Männer in ein Haus ein. Das berichten Belfast Live und die Irish Independent. Laut der Polizei PSNI ist einer mit einer Handfeuerwaffe bewaffnet, die anderen mit Eisenstangen. Sie schlagen das Opfer auf Kopf und Arme und schiessen ihm ins Bein. Der Mann kommt ins Spital. Drei weitere Personen im Haus bleiben unverletzt. Die Täter fliehen in einem Toyota Yaris, der später ausgebrannt gefunden wird. Die Polizei bittet um Hinweise.
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