Montag, 26. Oktober 2026
Laut franceinfo sind Ultrarechte bei den Protesten in mindestens 15 Städten präsent und greifen teils Demonstranten an. Die Staatsanwaltschaft in Strassburg (FR) ermittelt nach einem Schlagstockeinsatz gegen Demonstranten. Im Fall des rassistischen Anschlags in Trappes (FR) bestreitet der Verdächtige laut Staatsanwalt die Taten nicht, aber das rassistische Motiv. Die vier Angehörigen kommen laut franceinfo frei.
Die britische Innenministerin kündigt eine Untersuchung zum Mord an einem Studenten in Southampton (GB) an. In Paris wird der Prozess gegen drei Polizisten nach dem Tod eines Lieferfahrers auf Juni 2027 verschoben.
In Rom fordert der Staatsanwalt lebenslange Haft für den Angeklagten im Doppelmord von Villa Pamphili. In Mailand erkennt das Berufungsgericht im Femizid von Senago den Vorsatz an. In Turin wird nach dem tödlichen Messerangriff im Parco Dora ein 46-Jähriger festgenommen.
Das Landgericht Würzburg (DE) verurteilt einen 49-Jährigen zu sechs Jahren und drei Monaten Jugendstrafe. In Stein AG finden drei Männer am Rheinufer einen Sack mit einem Bein, die Polizei findet weitere Leichenteile.
In Frankreich gibt es bei den Protesten 1435 Festnahmen. In Nizza (FR) müssen zehn mutmassliche Ultrarechte nach den Ausschreitungen vom Samstag am Dienstag vor Gericht. Innenpolitiker warnen laut Spiegel vor Ausschreitungen bei Jugendprotesten am 31. Oktober. Die Präfektur verbietet in Lyon eine Demonstration vom Dienstag.
In Dingolfing (DE) erschiesst ein Unbekannter einen 43-Jährigen an der Haustür. In Bergneustadt (DE) wird ein 63-Jähriger angeschossen, die Polizei sucht einen 26-Jährigen.
In Berlin gibt es drei Messerangriffe mit drei Schwerverletzten. In Mallow (IE) ist ein 39-Jähriger wegen Mordes angeklagt. In Enfield (GB) sucht die Polizei nach einem tödlichen Pub-Schuss einen Mann. In Finglas (IE) wird eine 48-jährige Frau erstochen.
Meldungen
Neustadt am Rübenberge (DE): Auto fährt in Menschengruppe, Polizei schiesst auf den Wagen
In Neustadt am Rübenberge (DE) fährt in der Nacht auf Dienstag ein Auto gezielt in eine Menschengruppe. Das berichtet die FAZ. Laut einer Polizeisprecherin werden vier bis fünf Personen verletzt, einige schwer, aber nicht lebensgefährlich. Die Polizei schiesst auf das Auto, der Fahrer flieht. Laut Welt gehören die Beteiligten Grossfamilien an, die teils schon wegen Clankriminalität aufgefallen sind. Die Polizei Hannover nimmt am Dienstag gegen 12.30 Uhr einen Tatverdächtigen widerstandslos fest. Er steht im dringenden Verdacht, das Auto gefahren zu haben. Der Vorwurf lautet unter anderem versuchter Totschlag in fünf Fällen. Die Vorführung vor den Haftrichter erfolgt am Mittwoch. Die Meldung über drei Festnahmen war ein Übermittlungsfehler, es handelte sich um eine Personenkontrolle. Die Polizeipräsidentin betont ein konsequentes Vorgehen gegen Clangewalt.
Neapel (IT): 48-Jähriger im Quartier Vicaria erstochen aufgefunden
In Neapel (IT) wird am späten Montagabend ein 48-jähriger Mann tot aufgefunden. Das berichtet ANSA. Der Fundort ist die Via San Giovanni in Porta im Quartier Vicaria. Laut ANSA wurde der Mann mit einem Messer getötet. Die Staatspolizei ermittelt. Das Opfer hatte laut ANSA polizeiliche Vorstrafen. Der Notarzt kann nur noch den Tod feststellen.
Nach Kirchenanschlag in Jordanien (JO) fliegt die Armee Luftangriffe in Syrien (SY)
Nach dem mutmasslich dschihadistischen Anschlag auf eine Kirche in Hammud (JO) greift die jordanische Armee Ziele in Syrien (SY) an. Das berichtet der Spiegel. Beim Anschlag am Freitag töten bewaffnete Männer während einer Trauerfeier neun Menschen. Am Montag nehmen Sicherheitskräfte drei Tatverdächtige fest, die sich in einem verlassenen Haus verschanzt haben. Laut dem Innenminister sind alle drei Jordanier. Es gebe keine Hinweise auf ausländische Gruppen. Die Armee spricht von Vergeltung und nennt Gruppen, die mit den Tätern in Verbindung stünden. Laut der syrischen Agentur Sana sterben bei den Luftangriffen in Daraa (SY) acht Menschen, darunter drei Kinder. Das lässt sich nicht unabhängig prüfen. Syrien erklärt, es habe keine Absprache gegeben, und schliesst den Grenzübergang Nassib. Laut Le Figaro sagt Jordanien nun, es habe über 20 Kämpfer der Terrormiliz IS getötet. Zudem sei ein grosses Waffendepot zerstört worden. Damaskus zählt sieben Tote.
Frankreich: Hat die Polizei ultrarechte Gruppen bei den Protesten am Samstag gewähren lassen?
Ultrarechte Gruppen greifen am Samstag bei den Protesten in Frankreich laut franceinfo Demonstranten an. Das Innenministerium bestätigt ihre Präsenz. Die Recherche «L'Œil du 20H» zählt sie nach Analyse von Dutzenden Videos in mindestens 15 Städten. Teils greifen sie laut franceinfo unter den Augen der Einsatzkräfte an, die passiv wirken. Mehrere Politiker werfen der Polizei vor, Ultrarechte stellenweise geschützt zu haben. Der Innenminister dementiert das. Offiziell wollten die Gruppen mit weissen Armbinden Geschäfte schützen. Die Idee stammt laut franceinfo von einem Fitness-Influencer nach den Plünderungen vom 17. Oktober.
Mailand (IT): Drei Jugendliche im Überfall auf einen Studenten erhalten zwei Jahre Bewährung
Das Jugendgericht Mailand (IT) setzt das Verfahren gegen drei Jugendliche aus. Das berichtet ANSA. Sie müssen zwei Jahre auf Bewährung in einer Gemeinschaft bleiben. Die drei waren am 12. Oktober 2025 17 Jahre alt. Sie beteiligten sich an einem Überfall auf einen Studenten vor einer Diskothek. Er wurde für 50 Euro ausgeraubt und verprügelt. Ein Volljähriger stach ihn nieder. Der Student erlitt bleibende Verletzungen. Läuft die Bewährung gut, endet das Verfahren nach zwei Jahren. Der Messerstecher, 19, wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Für ihn gibt es einen Berufungsprozess.
Lyon: Präfektur verbietet Demonstration vom Dienstag und verlängert Ausgangssperre nicht
Die Präfektur des Rhône verbietet am Montag eine für Dienstag angekündigte Demonstration in Lyon (FR). Das berichtet Le Figaro. Die Ausgangssperre im Zentrum, die seit einer Woche jede Nacht gilt, verlängert sie nicht. Der Aufruf kursiert anonym in sozialen Netzwerken. Er nennt keinen Veranstalter und keinen Ansprechpartner. Laut Präfekt Étienne Guyot drohen ernste Störungen der öffentlichen Ordnung, auch wegen der Gewalt am 17. und 24. Oktober. Am Samstag versuchen laut Le Figaro rund 10'000 Menschen ausserhalb der Sperrzone zu demonstrieren.
Bilbao (ES): Ausschreitungen nach abgesagtem Auftritt von Vito Quiles, mindestens neun Festnahmen
In Bilbao (ES) kommt es am Montagabend zu Ausschreitungen. Das berichtet ABC. Anlass ist der abgesagte Auftritt des Influencers Vito Quiles an der Universität Deusto. Laut ABC greift eine Gruppe mit Steinen die Wache der Ertzaintza in Deusto an. Sie setzt ein Motorrad der Stadtpolizei in Brand. ABC ordnet die Beteiligten der linksradikalen baskischen Szene zu. Die Ertzaintza zählt laut El País bisher 17 Festnahmen. Zehn davon sind minderjährig, der Rest ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Alle, die dem Gericht vorgeführt wurden, kommen laut El País frei und werden angeklagt. Keiner hatte Vorstrafen. Laut ABC zieht die Ertzaintza ihr Dispositiv in Deusto vor den Ausschreitungen ab. Rund zwei Stunden später beginnt sie, die Randalierer zu zerstreuen. Eine Erklärung dazu hat die Polizeiführung laut ABC nicht gegeben.
Monza (IT): 34-Jähriger unter Sonderüberwachung erstochen, 38-Jähriger festgenommen
In Monza (IT) wird am Montagabend ein 34-Jähriger erstochen. Das berichtet ANSA. Das Opfer stand unter der Massnahme der besonderen Überwachung. Laut ANSA entsteht der Streit in einer Wohnung und geht im Treppenhaus und auf der Strasse weiter. Ein 38-Jähriger ohne festen Wohnsitz und mit Vorstrafen soll ein Messer aus einem nahen Restaurant geholt und zugestochen haben. Die Carabinieri nehmen ihn wegen Mordes fest. Er hat laut ANSA leichte Verletzungen an den Händen. Eine Obduktion ist angeordnet. Das Motiv ist offen.
Nach Anschlag in Trappes (FR): Mann in Martinique wegen Terrorverherrlichung zu Haft verurteilt
Ein Gericht in Martinique (FR) verurteilt am Montag einen Mann zu zwölf Monaten Haft, davon acht unbedingt. Das berichtet Le Monde. Er hatte am Freitag auf Facebook rassistische Kommentare zum Anschlag in Trappes (FR) veröffentlicht und sich darüber gefreut. Das Gericht verbietet ihm für drei Jahre den Aufenthalt in Martinique. Zudem verhängt es sechs Monate Verbot sozialer Netzwerke und eine Behandlungspflicht. Der unbedingte Teil kann unter Umständen mit einer elektronischen Fussfessel vollzogen werden. Der Mann hat zehn Tage Zeit für eine Berufung. Sein Anwalt spricht von einer Reaktion, die der Mann bereut.
Enfield (GB): Polizei sucht nach tödlichem Pub-Schuss einen Mann mit orangefarbener Perücke
Die Londoner Polizei sucht nach einem tödlichen Schuss in einem Pub in Enfield (GB) einen 35-jährigen Äthiopier. Das berichtet The Independent. Ein 35-Jähriger wird am 19. Oktober gegen 21:30 Uhr an der Hertford Road erschossen. Die Ermittler gehen laut Polizei von einem gezielten Angriff aus. Der Gesuchte trägt auf Überwachungsbildern eine orangefarbene Perücke und eine graue Mütze. Laut Polizei hat er sein Aussehen seither stark verändert. Die Polizei warnt davor, ihn anzusprechen. Ein 23-Jähriger wird am Montag wegen Verdachts auf Verabredung zum Mord festgenommen und bleibt in Haft.
Frankreichs Senat billigt Sperrung sozialer Netzwerke bei Aufrufen zu Gewalt
Der französische Senat nimmt am Dienstag einen Änderungsantrag der Regierung zum Gesetz «casseurs-payeurs» mit 219 zu 115 Stimmen an. Das berichtet Le Figaro. Über das Portal Pharos kann die Behörde den Abzug von Inhalten verlangen. Es geht um Inhalte, die die öffentliche Ordnung schwer stören könnten, etwa Aufrufe zu Zerstörung, Gewalt oder Aufstand. Plattformen sollen solche Inhalte binnen 24 Stunden entfernen. Sonst drohen Sperrung oder Auslistung. Innenminister Laurent Nuñez verweist auf Aufrufe für den kommenden Samstag. Die Linke lehnt die Regelung ab und warnt vor einer Einschränkung der Meinungsfreiheit. Rechte, die meisten Zentristen und der Rassemblement National unterstützen sie.
Strassburg (FR): Staatsanwaltschaft ermittelt nach Video von Schlagstockeinsatz gegen Demonstranten
Die Staatsanwaltschaft Strassburg (FR) eröffnet am Montag Ermittlungen wegen Gewalt durch eine Amtsperson. Das berichtet Le Monde. Anlass ist ein Video von der Demonstration vom Samstag. Es zeigt Polizisten, die zwei junge Demonstranten mit Schlagstöcken schlagen. Einer der beiden geht hinkend, der andere stützt ihn. Ein junger Mann, der sich als Sanitäter vorstellt, erstattet Anzeige. Die Untersuchung führt laut Staatsanwaltschaft die Ethikstelle der Polizeidirektion des Bas-Rhin. Laut Le Monde nimmt die Polizei bei der Demonstration 30 Personen fest. Laut Präfektur werden zwei Demonstranten und 13 Polizisten leicht verletzt.
Mailand: Vorverhandlung gegen ehemaligen Polizisten nach tödlichem Schuss in Rogoredo am 18. Dezember
Die Vorverhandlung gegen einen ehemaligen Polizisten des Kommissariats Mecenate in Mailand (IT) findet am 18. Dezember statt. Das berichtet ANSA. Er soll am 26. Januar im Wäldchen von Rogoredo einen 28-jährigen Dealer getötet haben. Der Schuss in den Kopf fiel aus etwa 30 Metern. Die Staatsanwaltschaft beantragt Anklage wegen vorsätzlicher Tötung. Sie macht die Vorbedacht-Erschwerung nicht mehr geltend. Es bleibt die Erschwerung, die Amtspflichten verletzt zu haben. Ohne Vorbedacht kann der Beschuldigte ein abgekürztes Verfahren verlangen und riskiert nicht mehr lebenslang. Seine Anwälte prüfen das in den nächsten Wochen. In einem weiteren Verfahren ermittelt die Justiz gegen ihn und sechs Kollegen.
Paris: Prozess gegen drei Polizisten nach Tod eines Lieferfahrers auf Juni 2027 verschoben
Das Strafgericht in Paris (FR) verschiebt am Montag den Prozess gegen drei Polizisten wegen fahrlässiger Tötung eines 42-jährigen Lieferfahrers. Das berichtet Le Figaro. Der Vorsitzende sagt, die Sache brauche Zeit. Der Prozess war auf anderthalb Tage angesetzt und findet nun vom 21. bis 23. Juni 2027 statt. Der Mann starb nach einer Verkehrskontrolle im Januar 2020. Die Anwälte der Familie bezeichnen die Tat als kriminell und wollen vor dem Schwurgericht verhandeln lassen. Sie rügen die Einstufung als fahrlässig. Die Verteidigung verlangte mehr Zeit für das Studium der Anträge.
Grossbritannien: Innenministerin Mahmood kündigt unabhängige Untersuchung zum Mord an einem Studenten an
Die britische Innenministerin Shabana Mahmood kündigt im Unterhaus eine unabhängige Untersuchung an. Es geht um den Mord an einem 18-jährigen Studenten in Southampton (GB). Das berichtet die BBC. Ein Mann hatte den Studenten im Dezember erstochen. Er behauptete fälschlich, rassistisch beschimpft worden zu sein und in Notwehr gehandelt zu haben. Er wurde am 1. Juni zu lebenslanger Haft verurteilt, mit mindestens 21 Jahren. Aufnahmen der Körperkamera zeigten den Sterbenden in Handschellen. Sie lösten Kritik an der Polizei von Hampshire aus. Die Untersuchung leitet der frühere Lordkanzler Alex Chalk. Die Familie begrüsst sie. Die erste Phase prüft verpasste Gelegenheiten, den Mord zu verhindern. Die zweite Phase folgt nach der Untersuchung der Polizeiaufsicht IOPC.
Lugano: In Cassarate festgenommener Neapolitaner wird nach Italien ausgeliefert
Der am 21. Oktober in Cassarate festgenommene 62-jährige Neapolitaner stimmt einer vereinfachten Auslieferung zu. Er wird am Montag nach Italien überstellt. Das bestätigt das Bundesamt für Justiz laut RSI. Er ist Teil einer Operation der Mailänder Antimafia-Staatsanwaltschaft gegen eine «versteckte Bank» in Pero. Sie soll Vertretern der 'Ndrangheta und der Camorra zugeordnet sein. Insgesamt werden 30 Personen festgenommen. Laut den Ermittlern sollen sie Gelder aus Drogenhandel und Steuerhinterziehung gewaschen haben, insgesamt 68 Millionen Euro. Ein Teil davon soll in die Schweiz gelangt sein. Dort soll der 62-Jährige das Geld durch den Kauf von Kryptowährungen gewaschen haben.
Nizza (FR): Zehn mutmassliche Ultrarechte nach Ausschreitungen am Dienstag vor Gericht
Nach den Ausschreitungen vom Samstag in Nizza (FR) müssen zehn mutmassliche Angehörige der ultrarechten Szene am Dienstag vor Gericht. Das berichtet Le Figaro unter Berufung auf den Staatsanwalt von Nizza. Die Polizei nimmt elf Personen fest. Laut Staatsanwaltschaft haben einige Masken, Handschuhe, Pfefferspray und Schlagstöcke bei sich. Fünf sind der Polizei bereits bekannt. Am Samstagabend kommt es bei der Demonstration zu Zusammenstössen zwischen schwarz gekleideten Personen und Demonstrierenden. Drei Personen werden verletzt. Auf dem Höhepunkt zählt die Präfektur rund 2300 Demonstrierende in der Innenstadt.
Okinawa (JP): US-Soldat wegen Mordes an einer 39-Jährigen angeklagt
Auf Okinawa (JP) ist ein 20-jähriger US-Marineinfanterist wegen Mordes angeklagt. Ein Gerichtssprecher in Naha bestätigt Medienberichte. Laut der Zeitung Yomiuri Shimbun soll er Anfang Oktober eine 39-jährige Japanerin in einem Hotel mit einem Telefonkabel erdrosselt haben. Ihm wird auch Raub vorgeworfen. Er bestritt die Vorwürfe nach der Festnahme zunächst. Laut Yomiuri macht er inzwischen Aussagen, die auf eine Verbindung zum Fall hindeuten. Japans Regierung protestiert scharf bei den USA. Aussenminister Motegi bestellt den US-Botschafter ein. Dieser sichert volle Zusammenarbeit zu.
Emmerich (DE): Zwei Männer in Unterkunft schwer verletzt, 37-Jähriger in Untersuchungshaft
In einer Unterkunft für Leiharbeiter in Emmerich (DE) werden in der Nacht auf Sonntag zwei Männer schwer verletzt. Sie sind 31 und 42 Jahre alt. Beide geraten laut Polizei mit dem Tatverdächtigen in Streit. Es besteht keine Lebensgefahr. Die Polizei nimmt den 37-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest und stellt ein Messer als mutmassliche Tatwaffe sicher. Die Staatsanwaltschaft Kleve beantragt Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlags. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Eine Mordkommission ermittelt.
Lübbecke (DE): 57-Jähriger soll Ehefrau mit Axt angegriffen haben, Haftbefehl wegen versuchten Mordes
In Lübbecke (DE) soll ein 57-Jähriger am Freitag seine in Trennung lebende Frau mit einer Axt geschlagen haben. Die 48-Jährige wird leicht verletzt. Anwesende Personen halten den Mann laut Polizei von weiteren Taten ab. Die Polizei nimmt ihn in der Nähe fest. Der Mann hat die türkische Staatsangehörigkeit. Am Samstag erlässt der Haftrichter einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld stuft die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein. Eine Mordkommission führt die ersten Ermittlungen.
Hamburg-Steilshoop (DE): 21-Jähriger wird aus einer Gruppe heraus ins Bein geschossen
In Hamburg-Steilshoop (DE) wird am Sonntagabend ein 21-Jähriger durch einen Schuss ins Bein verletzt. Er ist laut Polizei nicht in Lebensgefahr. Der 21-Jährige und sein 23-jähriger Begleiter werden von einer Gruppe angegriffen. Dort streiten sich bis zu 20 Männer. Laut den bisherigen Erkenntnissen schiesst eine Person aus der Gruppe mit einer scharfen Waffe auf den 21-Jährigen. Auf den 23-Jährigen zielt jemand mit einer Reizgaspistole. Die Fahndung bleibt erfolglos. Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts und sucht Zeugen.
Bergneustadt (DE): 63-Jähriger bei Streit angeschossen, Polizei sucht 26-jährigen Verdächtigen
Am Sonntagmorgen kommt es in Bergneustadt (DE) zu einem Streit zwischen einem 63-Jährigen und einem Mann. Der Mann zieht laut Polizei eine Pistole und gibt drei Schüsse auf den 63-Jährigen ab. Der 63-Jährige wird an den Beinen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Schütze flüchtet zu Fuss. Die Polizei hat Hinweise auf einen 26-jährigen Tatverdächtigen aus Bergneustadt. Die Fahndung mit einem Hubschrauber bleibt bisher erfolglos. Eine Mordkommission ermittelt.
Berlin: Drei Messerangriffe am Sonntagabend, drei Männer schwer verletzt
In Berlin werden am Sonntagabend bei drei Messerangriffen drei Männer schwer verletzt. Das berichtet Welt unter Berufung auf die B.Z. Die Polizei nimmt mindestens drei Menschen vorläufig fest. Laut Polizei schwebt keiner der Verletzten in Lebensgefahr. Am Tempelhofer Damm trennen Polizisten gegen 20 Uhr zwei Männer von 24 und 28 Jahren. Der Jüngere hat eine Stichverletzung am Oberkörper. Im Prenzlauer Berg soll ein 47-Jähriger gegen 20.40 Uhr auf einen 42-Jährigen eingestochen haben. Im Weissenseer Weg in Lichtenberg wird ein Mann bei einem Streit schwer verletzt. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.
Dingolfing (DE): Unbekannter erschiesst 43-Jährigen an der Haustür und flüchtet
In Dingolfing (DE) schiesst ein Unbekannter an einer Haustür auf einen 43-jährigen Mann. Der Mann stirbt laut Polizei. Der Täter klingelt zuvor bei einem Ehepaar. Als der Mann öffnet, gibt er mindestens einen Schuss ab. Danach flüchtet er laut Polizei wohl in einem schwarzen Kleinwagen. Die Polizei fahndet mit vielen Streifenwagen. Der Täter könnte bewaffnet sein. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise und Vorsicht. Er soll Hochdeutsch sprechen, eine dunkle Kapuzenjacke und einen Oberlippenbart tragen.
Mallow (IE): 39-Jähriger wegen Mordes an einem 56-Jährigen angeklagt
Ein 39-jähriger Mann wird wegen des Mordes an einem 56-Jährigen bei Mallow (IE) angeklagt. Das berichtet RTÉ. Er steht vor dem Bezirksgericht in Fermoy (IE) und kommt in Untersuchungshaft. Der 56-Jährige wird am 15. Oktober erschossen am Ufer des Blackwater gefunden. Er war am Abend zuvor mit dem Zug von Cork angereist. Die Gardaí nehmen in der Vorwoche einen Mann in den Dreissigern und eine Frau in den Vierzigern fest. Die Frau kommt ohne Anklage frei, eine Akte geht laut RTÉ an die Staatsanwaltschaft DPP. Der Beschuldigte äussert sich nicht zur Anklage. Er bleibt laut RTÉ bis zum 10. November in Untersuchungshaft.
Mailand: Berufungsgericht erkennt Vorsatz im Femizid von Senago an, drei Monate Tagesisolation
Das Mailänder Schwurgerichts-Berufungsgericht erkennt im zweiten Berufungsprozess die Vorsatzaggravierung an. Das berichtet ANSA. Der Verurteilte hatte seine im siebten Monat schwangere Freundin im Mai 2023 in Senago mit 37 Messerstichen getötet. Er ist bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Aggravierung bringt drei Monate Tagesisolation zusätzlich. Die Kassation hatte das Gericht beauftragt, die zuvor ausgeschlossene Aggravierung neu zu prüfen. Die Angehörigen der Frau applaudieren nach dem Urteil. Die Begründung folgt innerhalb von 45 Tagen.
Euskirchen (DE): Unbekannter schiesst auf Einfamilienhaus, Mordkommission ermittelt
Ein Unbekannter gibt am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr mehrere Schüsse auf ein Einfamilienhaus in Euskirchen (DE) ab. Im Haus sind ein 53-jähriger Bewohner und sein 18-jähriger Sohn. Beide bleiben unverletzt. Der Bewohner entdeckt Einschusslöcher in einem Fenster. Ein Zeuge sieht eine dunkel gekleidete Person in einen schwarzen Wagen steigen, vermutlich einen Kombi. Die Fahndung bleibt erfolglos. Eine Mordkommission der Bonner Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Die Hintergründe sind laut Polizei unklar.
Ceuta (ES): Einsatzleiter sagen vor der Richterin, sie sahen sechs marokkanische Boote
Ein Leiter der Nationalpolizei und der Einsatzchef der Guardia Civil in Ceuta (ES) sagen am Montag aus. Die Richterin María Tardón der Audiencia Nacional ermittelt zum Massenandrang von Migranten. Laut El Mundo hat der Einsatzchef der Guardia Civil am Vorabend sechs marokkanische Boote an der Grenze des Küstenmeeres gesehen. Es seien zwei Abfangboote, zwei Patrouillenboote und zwei kleine Boote gewesen. Der Polizeiführer bestätigt die Präsenz laut der Zeitung. Die Richterin fragt das Verteidigungsministerium (ES), ob marokkanische Kriegsschiffe in spanische Gewässer eingedrungen sind.
Rom: Staatsanwalt fordert lebenslang für den Angeklagten im Doppelmord von Villa Pamphili
Die Staatsanwaltschaft Rom fordert lebenslange Haft mit drei Jahren Tagesisolation für den 47-jährigen Angeklagten im Doppelmord von Villa Pamphili. Das berichtet ANSA. Er soll im Juni 2025 seine Lebensgefährtin erstickt und Stunden später die 14 Monate alte Tochter erdrosselt haben. Die Leichen wurden am 7. Juni 2025 im Park in Rom gefunden. Staatsanwalt Antonio Verdi nennt ihn laut ANSA eine «lucida» Person, einen krankhaften Narzissten mit manipulativen Fähigkeiten. Der Angeklagte war nicht im Saal.
Frontex-Einsatz in 26 Ländern: 710 Fahrzeuge und 34 Boote beschlagnahmt, 334 Festnahmen
Frontex meldet das Ergebnis der Joint Action Days Mobile 9 in 26 Ländern. Die Aktion richtet sich gegen grenzüberschreitende Kriminalität und wird von Interpol unterstützt. Beschlagnahmt werden 710 Fahrzeuge, 34 Boote, 41 Bootsmotoren und 127 gefälschte Dokumente. Hinzu kommen 7455 Kilogramm Kokain und 2389 Kilogramm Cannabis. Die Behörden nehmen 334 Personen fest und erfassen 2202 irreguläre Migranten. Sie stellen 80 Schusswaffen sicher. Das sind Angaben von Frontex.
Frankfurt (DE): Bundesanwaltschaft lässt mutmasslichen IS-Anhänger bei der Einreise festnehmen
Die Bundesanwaltschaft lässt am Freitagabend, 23. Oktober, einen deutschen Staatsangehörigen am Flughafen Frankfurt (DE) bei der Einreise festnehmen. Beteiligt sind das BKA, die Bundespolizei und das LKA Berlin. Der Mann ist laut Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, Mitglied der Terrororganisation «Islamischer Staat» werden zu wollen. Zudem soll er eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet haben. Laut Haftbefehl flog er im Januar 2025 von Berlin nach Äthiopien (ET). Er wollte weiter nach Somalia (SO), um sich dem IS anzuschliessen. Als der Grenzübertritt scheiterte, reiste er laut Bundesanwaltschaft nach Pakistan (PK). Dort wurde er im Februar 2025 festgenommen. Am Samstag ordnet der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Untersuchungshaft an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Würzburg (DE): Jugendstrafe für 49-Jährigen 32 Jahre nach dem Mord an einer 13-Jährigen
Das Landgericht Würzburg (DE) verurteilt einen 49-Jährigen wegen Mordes zu sechs Jahren und drei Monaten Jugendstrafe. Er war zur Tatzeit 17 Jahre alt. Die 13-jährige Schülerin war im Dezember 1993 auf einem Reiterhof in Karlstadt-Wiesenfeld (DE) getötet worden. Laut Anklage wurde sie zuvor missbraucht, die Leiche fand man in einer Güllegrube. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Ein erstes Urteil von 2024 über sechseinhalb Jahre hob die Revision auf. Das neue Urteil ist nicht rechtskräftig, Revision ist möglich.
Stein AG: Leichenteile im Rhein stammen laut Staatsanwaltschaft von vermisstem Mann (33)
Am Rheinufer in Stein AG finden drei Männer am Sonntagmorgen kurz nach 7:30 Uhr in einem Sack ein menschliches Bein. Die Kantonspolizei Aargau sucht mit einem Boot und Polizeitauchern und findet weitere Säcke mit Leichenteilen. Es handelt sich um Teile einer männlichen Leiche. Die Umstände deuten laut Polizei auf ein Tötungsdelikt hin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt mit. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Aargau ist der Tote ein 33-jähriger Mann aus Burundi. Er wurde in einer Asylunterkunft nahe dem Fundort vermisst. Das sagt der Sprecher zu 20 Minuten. Laut Tages-Anzeiger beschlagnahmte die Polizei Handys mehrerer Personen aus der Unterkunft. Aus dem Umfeld des Opfers heisst es, er habe sich verfolgt gefühlt. Eine politische Verbindung sei laut Tages-Anzeiger nicht ausgeschlossen. Das Institut für Rechtsmedizin Aargau untersucht die Leiche. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen.
Wiesbaden (DE): 47-Jährige nach Tötungsdelikt in Untersuchungshaft
In Wiesbaden (DE) gehen Staatsanwaltschaft und Polizei nach einem Todesfall in einer Wohnung im Stadtteil Westend von einem Tötungsdelikt aus. Das teilen sie gemeinsam mit. Der Tote ist ein 45-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Die festgenommene Beschuldigte ist 47 Jahre alt und ukrainische Staatsangehörige. Eine Ermittlungsrichterin ordnet am Sonntag Untersuchungshaft an. Die Beschuldigte sitzt in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum Ablauf dauern an.
Castel d'Azzano (IT): Prozess um die Explosion mit drei toten Carabinieri beginnt
In Verona (IT) beginnt der Prozess um die Explosion eines Bauernhauses in Castel d'Azzano. Dabei starben am 14. Oktober 2025 drei Carabinieri. Das berichtet Repubblica. Angeklagt sind die Geschwister Franco, Dino und Maria Luisa Ramponi, 66, 64 und 60 Jahre alt. Ihnen werden Massaker in Mittäterschaft, Besitz von Sprengstoff und Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Es sind rund 300 Zeugen angegeben. Die Verteidigung will die psychische Verfassung der Angeklagten prüfen lassen. Die Familie hatte sich laut Repubblica gegen den Verlust des gepfändeten Hofs gewehrt.
Ringerike (NO): Mann nach mutmasslichem Mord in einer Wohnung festgenommen
In Ringerike (NO) wird in der Nacht zum Montag kurz nach Mitternacht eine tote Person in einer Wohnung gefunden. Die Polizei meldet laut NRK einen Mann, der festgenommen und beschuldigt wird. Der Tod wird als Mord untersucht. Einsatzleiter Roger Aaser vom Polizeidistrikt Südost sagt, die Person werde mit der Tat in Verbindung gebracht. Die Festnahme verläuft laut Polizei ohne Zwischenfälle. Zwischen Opfer und Beschuldigtem besteht eine Beziehung. Details nennt die Polizei mit Rücksicht auf die Ermittlungen nicht. Die Polizei beschlagnahmt mehrere Gegenstände im Haus.
Finglas (IE): Frau in ihrer Wohnung erstochen, Verdächtiger nach Fahndung in Gewahrsam
In Finglas (IE) bei Dublin wird am Montag kurz nach 4 Uhr eine 48-jährige Frau tot in ihrer Wohnung gefunden. Das berichtet The Irish Times. Sie wurde laut Zeitung mit einem Messer getötet. Der Verdächtige, ein Mann in den Vierzigern, flieht zunächst und wird gegen 11 Uhr in einem Einkaufszentrum in Finglas gefunden. Am Dienstagabend wird der 47-Jährige laut RTÉ wegen Mordes an der Frau angeklagt und kommt in Untersuchungshaft. Laut Gardaí wurde die Frau in den vergangenen Monaten mehrmals Opfer von Gewalt.
Union und SPD warnen vor Ausschreitungen bei Jugendprotesten am 31. Oktober in Deutschland
Innenpolitiker von Union und SPD warnen laut Spiegel vor Ausschreitungen bei den angekündigten Jugendprotesten in Deutschland. Alexander Throm (CDU) sagt der «Rheinischen Post», Linksextreme, Teile des migrantischen Milieus und Kriminelle könnten die Proteste vereinnahmen. Sebastian Fiedler (SPD) sagt derselben Zeitung, für Gewalt gebe es keine Legitimation. Die Initiative «GenZ regelt» ruft für den 31. Oktober zu Protesten in 23 Städten auf. Sie fordert unter anderem mehr Klimaschutz und Massnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten. Sie lehnt Gewalt ausdrücklich ab. Die Bundesschülerkonferenz distanziert sich wegen undurchsichtiger Organisationsstrukturen. Grüne und Linke warnen vor einem Generalverdacht gegen junge Menschen.
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