Sonntag, 25. Oktober 2026
Der frühere serbische Präsident Aleksandar Vučić erwartet nach der Wahlniederlage Sanktionen Serbiens gegen Russland. Laut TASS nennt er das Ergebnis eine Revolution mit Hilfe von EU-Staaten.
Selenskyj kündigt im Interview ein Sicherheitstreffen in Brüssel (BE) für Dienstag oder Mittwoch an. Beteiligt sind laut ihm die USA, die EU und die NATO. Die Ukraine sei im November zu technischen Dreiergesprächen bereit.
Zwei von drei Problemen mit den USA seien laut Selenskyj gelöst: Geheimdienstdaten und Starlink. Bei der Luftverteidigung gehe es zu langsam.
Kremlberater Juri Uschakow sagt, ein Dreiergipfel von Putin, Trump und Xi sei in Vorbereitung. Für Dreiergespräche mit den USA und der Ukraine sei Russland nach dem 4. November bereit. Selenskyj erklärt, die Ukraine sei bereit, die Front einzufrieren.
Kardinal Matteo Zuppi besucht ukrainische Kriegsgefangene in Russland. Laut Ombudsmann Lubinez ist es der erste Besuch seit 2022.
Russland und die Ukraine vereinbaren eine Feuerpause für Oleschky (UA, russisch besetzt). Die Feuerpause beginnt am 27. Oktober um 2:00 Uhr Schweizer Zeit. Die Nationalgarde liefert laut Innenminister Wyhiwskyj Pakete für Kinder per Drohne.
Ukrainische Drohnen greifen Belgorod (RU) an. Laut Gouverneur Schuwajew sterben in der Stadt zwei Menschen, das Ermittlungskomitee nennt vier Tote in der Region. In Jelez (RU) stirbt laut Gouverneur ein Wachmann. Bei einem Raketenangriff auf ein Werk in Orjol (RU) melden russische Agenturen vier Tote.
Vor Constanța (RO) sinkt der Frachter Khoryv. Rumäniens Präsident Dan macht Russland verantwortlich. Ein Seemann stirbt, drei gelten als vermisst.
Ausserdem: Medwedew über Pentagon, CIA und Selenskyj, Moskaus Brückenmeldung bei Saporischschja (UA) und Finnlands Loks für die Ukraine. Dazu: Trumps Aussage zu Geschäften nach dem Krieg, Sanktionen gegen 83 Personen und Austausch von je 270 Gefangenen. Laut Selenskyj läuft Starlink wieder schnell.
Meldungen
Gebiet Swerdlowsk (RU): 20 Güterwagen entgleisen, sieben Kesselwagen brennen
Im Gebiet Swerdlowsk (RU) entgleist ein Güterzug laut der Bahn auf der Strecke zwischen Makarzewo und Sedelnikowo. Das teilt die Swerdlowsker Eisenbahn über den Kanal Max mit. 20 Wagen sind entgleist, sieben Kesselwagen brennen laut dem Katastrophenschutz. Sie wurden abgekoppelt. Es gibt keine Verletzten. Der Zugverkehr auf der Strecke ist unterbrochen. 106 Personen und 31 Fahrzeuge sind im Einsatz, das Feuer ist unter Kontrolle. Die Ursache ist laut TASS-Bericht noch offen, Strafverfolger prüfen. Auch Ukrinform berichtet darüber.
Ukraine verzögert laut Texty die von der EU verlangte Reform des Staatlichen Ermittlungsbüros DBR
Die Regierung der Ukraine verzögert laut dem Recherchemedium Texty die von der EU geforderte Reform des Staatlichen Ermittlungsbüros DBR. Das berichtet Euromaidan Press. Das DBR ermittelt gegen Beamte, Richter, Staatsanwälte und Soldaten. Die Wahl eines unabhängigen Direktors ist eine rechtsstaatliche Bedingung der EU für Budgethilfe 2026 und 2027. Texty erwartet, dass die Regierung Änderungen beschliesst, die erst für den übernächsten Direktor 2032 gelten. Brüssel will ein Modell wie beim Antikorruptionsbüro NABU, bei dem ausländische Experten mitentscheiden. Selenskyj hatte im Januar einen Gesetzentwurf binnen eines Monats versprochen, bisher gibt es keinen. Die Amtszeit des Direktors Oleksij Suchatschow endet dieses Jahr.
Selenskyj will nach dem Krieg NATO-Schutz und eine Armee von 800'000 Soldaten halten
Selenskyj sagt im Interview mit der Sendung «TSN Tyzhden», die Ukraine brauche belastbare Sicherheitsgarantien. Beschränkungen der Armee und Neutralität stünden nicht zur Debatte. Die Frage einer NATO-Beteiligung werde bei den Verhandlungen «zweifellos» aufkommen. Dürfe die Ukraine nicht der NATO beitreten, sollten Europa und die USA Artikel 5 auf sie ausdehnen. Am besten sei die NATO plus eine starke ukrainische Armee. Wenn genug Geld da sei, wolle er eine Armee von 800'000 Mann behalten. Wer das finanziere oder mitfinanziere, sei die Frage. Das berichtet die Kyiv Independent.
Vučić befürchtet nach Wahlniederlage serbische Sanktionen gegen Russland bis März oder April
Der frühere Präsident Aleksandar Vučić spricht im Parteihauptquartier in Belgrad (RS). Er erwarte bis März oder April Sanktionen Serbiens gegen Russland. Das melden RIA Nowosti, TASS und RBK. Vučić sagt, das beunruhige ihn. Laut TASS nennt er die Wahlergebnisse eine Revolution mit Hilfe von EU-Staaten und einer US-Fraktion gegen Donald Trump. Laut RIA Nowosti sagt er, der «tiefe Staat» der USA und Kräfte aus EU-Ländern hätten die Niederlage seiner Koalition vorbereitet. Das sind Aussagen von Vučić, Belege nennen die Berichte nicht.
«Mich beunruhigt, dass es nicht lange dauert bis März oder April und wir Sanktionen gegen Russland haben werden, sie werden alles tun, was wir nicht wollten.»
«Меня беспокоит, что не пройдет время до марта-апреля и у нас будут санкции против России, они сделают все, чего мы не хотели»
Selenskyj kündigt Sicherheitstreffen in Brüssel an, sein Berater bestätigt die Reise noch nicht
Selenskyj sagt im Interview mit dem Sender 1+1, die Europäer wollten nach Witkoffs Gesprächen mit Putin mehr als eine Unterrichtung. Sie wollten Sicherheit und Garantien vertieft besprechen. Geplant sei ein Treffen in Brüssel (BE). Daran sollen die USA, die Ukraine und die EU auf Präsidentenebene teilnehmen, die NATO auf Ebene des Generalsekretärs. Er nennt Dienstag oder Mittwoch als Termin. Ob weitere Teilnehmer dazukommen, wisse er nicht. In Oslo (NO) hatten am Dienstag auch Sicherheitsberater aus Grossbritannien, Frankreich und Italien verhandelt. Dazu kam von der Leyens Stabschef Björn Seibert. Das berichtet Ukrinform. Laut Ukrainska Pravda bestätigt Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn die Reise nach Brüssel noch nicht. Er verweist auf geänderte Pläne der USA. Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben keine weiteren Informationen.
Selenskyj sagt, die Ukraine sei im November zu technischen Dreiergesprächen bereit
Selenskyj sagt im Interview für den Sender 1+1, die Ukraine sei im November zu Dreiergesprächen technischer Gruppen bereit. Sie müssten ein konkretes Ergebnis bringen. Als Beispiele nennt er eine Energiewaffenruhe, eine Regelung für Meer und Getreide oder einen Austausch aller gegen alle. Eine Energiewaffenruhe als ersten Schritt wertet er als Signal, dass Russland zum Kriegsende bereit sein könnte. Die Territorialfrage sei eine rote Linie, die nur Staatschefs besprechen könnten. Beschränkungen der Armee und Neutralität seien kein Thema. Putin wolle womöglich nur keine Eskalation mit den USA vor den Wahlen. Ob es ein Trick sei, zeige sich im November. Laut Reuters, zitiert von Polsat News, sind technische Gespräche in Abu Dhabi in der ersten Novemberhälfte geplant.
«Sanktionen wurden wegen der Aggression verhängt, nicht für die Gelegenheit zu einem Gespräch»
«Sanctions were imposed for aggression, not for an opportunity to have a chat»
Putin verspricht europäischen Firmen «günstige Bedingungen», nachdem Nestlé und Auchan unter Kreml-Verwaltung stehen
Präsident Putin sagt in einem Interview des Staatsfernsehens, Russland versuche günstige Bedingungen für europäische Firmen zu schaffen, die geblieben seien. Das berichtet Euromaidan Press unter Berufung auf die Moscow Times. Wochen zuvor hatte Putin per Dekret mehrere grosse westliche Firmen in Russland unter Kreml-Verwalter gestellt. Dazu gehören Nestlé und Auchan. Putin behauptet, europäische Regierungen hätten die Firmen zum Rückzug gezwungen. Russlands Regierung erwartet laut Euromaidan Press den schnellsten Rückgang der Investitionen seit über einem Jahrzehnt.
Selenskyj: Zwei von drei Problemen mit den USA gelöst, Luftverteidigung bleibt offen
Selenskyj sagt im Interview mit 1+1, das Gespräch mit den USA in Oslo habe drei Probleme gehabt. Das waren fehlende Luftverteidigung, Einschränkungen bei Starlink und Starshield und beschränkte Geheimdienstinformationen. Zwei davon seien gelöst: der Geheimdienstaustausch und Starlink. Bei der Luftverteidigung gebe es Fortschritte bei Raketen für Patriot-Systeme, aber es gehe langsamer, als russische Raketen fliegen. Die Feuerpause in Oleschky habe die amerikanische Seite vorgeschlagen. Selenskyj vermutet, Russland entmine die Strassen so, dass die Menschen nach Russland gehen.
Kardinal Zuppi besucht ukrainische Kriegsgefangene in Russland, Lubinez nennt es ersten Zugang seit 2022
Kardinal Matteo Zuppi, Sondergesandter von Papst Leo XIV., besucht ukrainische Kriegsgefangene in Russland. Das sagt der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez. Er nennt es den ersten Besuch eines ausländischen Vertreters seit Beginn des Kriegs 2022. Die Gefangenen bestätigen laut Lubinez, dass Vertreter der russischen Ombudsfrau sie nun ebenfalls besuchen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat laut Euromaidan Press seit 2024 keinen Zugang zu ukrainischen Kriegsgefangenen.
Uschakow: Vorbereitungen für Dreiergipfel von Putin, Trump und Xi am Rande des APEC-Gipfels laufen
Kremlberater Juri Uschakow sagt im Fernsehen, Moskau, Peking und Washington seien im Grundsatz zu einem Dreiergipfel bereit. Daran sollen Putin, Trump und Xi Jinping teilnehmen. Die Vorbereitungen hätten begonnen. Der Gipfel soll am Rande des APEC-Treffens am 18. und 19. November in Shenzhen (CN) stattfinden. Ein bilaterales Treffen von Putin und Trump sei nicht vereinbart, aber möglich, sagt Uschakow laut TASS. Für den G20-Gipfel im Dezember in Miami (US) liege eine Einladung vor. Putins Reise hänge vom Ergebnis in Shenzhen ab.
Putin sagt, der Westen mache Russland für die Unruhen in Europa verantwortlich
Präsident Putin sagt dem Vesti-Reporter Pawel Sarubin, der Westen mache Russland gewohnheitsmässig für alles verantwortlich. Das gelte auch für die Unruhen in Europa. Das berichtet TASS. Putin sagt, daran sei nichts Unerwartetes.
«Russland wurde immer jeder Todsünde beschuldigt.»
«Russia has always been accused of every mortal sin»
Jelez (RU): Angriff auf die Industriezone laut Gouverneur, ukrainische Kanäle nennen das Werk Energija
Gouverneur Igor Artamonow meldet auf Max einen ukrainischen Raketenangriff auf die Industriezone von Jelez (RU) im Gebiet Lipezk (RU). Laut ihm stirbt ein Wachmann eines Betriebs. Eine Sanitäterin wird am Oberschenkel verletzt, die Beschäftigten werden evakuiert. Die ukrainische Beobachtergruppe Exilenova+ nennt das Werk Energija als Ziel, einen Hersteller von Stromquellen. Sie vermutet laut Ukrajinska Prawda Storm-Shadow-Marschflugkörper. Der ukrainische Generalstab meldet am 26. Oktober einen Treffer auf eine Werkstatt für Energiezellen im Werk Energija in Jelez. Dort sei ein Brand ausgebrochen. Energija ist laut Generalstab der einzige Hersteller von Batterien für Gleit- und Korrekturmodule von Fliegerbomben. Das sind Angaben einer Kriegspartei.
Kanadischer Tierretter stirbt bei russischem Drohnenangriff im Gebiet Donezk (UA)
Ein kanadischer Freiwilliger stirbt bei einem russischen Drohnenangriff im Gebiet Donezk (UA). Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Gemeinschaft Animal Rescue Kharkiv. Er half, Tiere und Bewohner aus Frontorten zu evakuieren. Eine russische FPV-Drohne traf sein Fahrzeug am 25. Oktober, als er Tiere aus dem Gebiet brachte. Er hatte die Hilfsorganisation RainCoast Dog Rescue Society gegründet. Wenige Tage zuvor schrieb er, Freiwillige hätten in Kramatorsk (UA) an einem Tag 80 Hunde und Katzen gerettet. Das sind Angaben der ukrainischen Freiwilligengemeinschaft laut Ukrainska Pravda.
Cherson (UA): Russische Drohne trifft einen Kleinbus, ein Fahrgast stirbt, sechs weitere werden verletzt
Eine russische Drohne trifft am Sonntag im Zentralbezirk von Cherson (UA) einen Kleinbus. Laut der Gebietsverwaltung werden sieben Menschen verletzt. Ein 67-jähriger Mann stirbt in der Notaufnahme des Spitals. Ein weiterer Mann ist in schwerem Zustand. Eine 22-jährige Frau berichtet, die Fahrgäste hätten die Drohne nicht gehört. Sie wurde bereits einmal operiert und braucht eine zweite Operation. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Melania Trump schliesst Besuch in der Ukraine nicht aus, Trump lobt ihre Vermittlung
Gefragt nach einem Besuch in der Ukraine, antwortet First Lady Melania Trump in Palm Beach (US) mit «We will see». Das berichtet Ukrajinska Prawda unter Berufung auf die New York Post. Präsident Trump sagt, ein Besuch könne stattfinden. Melania Trump sagt, sie habe mit Putin und Selenskyj gesprochen und ein Abkommen unterzeichnet. Trump sagt, sie leiste bessere Arbeit als die Gesandten Witkoff und Kushner.
«Wir werden sehen.»
«We will see»
Russland trifft Epicentr-Märkte in Charkiw, Saporischschja, Winnyzja und Poltawa binnen 24 Stunden
Russland greift binnen 24 Stunden Märkte der Baumarktkette Epicentr in Charkiw, Saporischschja, Winnyzja und Poltawa (UA) an. Das sagt die Pressesprecherin der Kette laut Interfax-Ukraine. Sie spricht von «vollständiger Zerstörung der Kette». In Poltawa trifft am 25. Oktober eine Drohne den Markt, eine 52-jährige Frau wird verletzt. Das meldet Gebietschef Witalij Djakiwnytsch. Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldete Treffer auf Logistikzentren in Charkiw.
Kanadischer Tierretter Jesse Adams stirbt bei russischem Drohnenangriff in Kramatorsk
Der kanadische Freiwillige Jesse Adams ist bei einem russischen Drohnenangriff in Kramatorsk (UA) getötet worden. Das meldet die Organisation Animal Rescue Kharkiv laut Kyiv Independent. Adams evakuierte am 25. Oktober Tiere aus der Frontstadt im Gebiet Donezk. Eine russische FPV-Drohne traf die Frontscheibe des beladenen Evakuierungsfahrzeugs. Adams wurde schwer verletzt und notoperiert, die Ärzte konnten ihn nicht retten. Er gründete die kanadische Organisation RainCoast Dog Rescue Society. Es war sein dritter Einsatz in der Ukraine.
Moskau meldet Einnahme von Dobropillja (UA), Kiew zählt 193 Gefechte, ISW sieht russischen Vorstoss
Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet in seiner Wochenbilanz die Einnahme von Dobropillja, Perwomajske und Serhijiwka (alle UA). Kiew hatte frühere russische Meldungen zu Dobropillja zurückgewiesen. Laut ukrainischem Generalstab gab es bis 8 Uhr am Sonntag 193 Gefechte und 281 Fliegerbomben. Das US-Institut ISW schreibt, russische Truppen seien kürzlich südöstlich von Dobropillja vorgerückt. DeepState bestätigt einen Vorstoss bei Luhiwske (UA).
Medwedew: Trump könnte Pentagon und CIA das Missverständnis Selenskyj beheben lassen
Dmitri Medwedew, Vizechef des russischen Sicherheitsrats, schreibt auf dem Dienst Max, Trump könne den Kriegsminister und den CIA-Direktor beauftragen. Sie sollten das ärgerliche Missverständnis in Gestalt Selenskyjs beheben. Medwedew wirft Selenskyj vor, den USA mehr zu schaden als Trumps Streit mit Venezuela, Kuba und Iran.
«Man muss einfach den Kriegsminister und den CIA-Direktor einbestellen und sie beauftragen, dieses ärgerliche Missverständnis zu beheben.»
«Надо просто вызвать министра войны и директора ЦРУ и поручить им исправить это досадное недоразумение»
Uschakow: Russland nimmt Dreiergespräche mit USA und Ukraine nach dem 4. November wieder auf
Kremlberater Juri Uschakow sagt im Interview mit dem Fernsehjournalisten Pawel Sarubin, Russland sei nach dem 4. November zu Dreiergesprächen bereit. Beteiligt wären die USA und die Ukraine. Die erste Runde werde ein Abtasten sein. Laut Sky News, zitiert von Kyiv Post, kommen Abu Dhabi oder die Schweiz als Ort infrage. Kiew hatte ein Treffen bis Anfang November gefordert.
«Jetzt ist die nächste Frist der 4. November, unser grosser Feiertag. Danach werden wir bereit sein, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.»
«Теперь очередной дедлайн - это 4 ноября, наш большой праздник. После этого мы будем готовы возобновить переговоры»
Selenskyj: Russland setzt in einer Woche etwa 1600 Gleitbomben, 48 Raketen, 2300 Drohnen ein
Selenskyj meldet für die vergangene Woche rund 1600 russische Gleitbomben, 48 Raketen, auch ballistische, und fast 2300 Angriffsdrohnen. Er fordert, die mit den Europäern vereinbarten Abfangraketen für Patriot freizugeben. In 90 Tagen habe die Ukraine laut Selenskyj nur 24 solcher Raketen aus den USA erhalten. Der Bedarf liege bei etwa 350 pro Monat.
«So reagiert Russland auf Diplomatie und Deisolierung.»
«Так Росія реагує на дипломатію і деізоляцію.»
Gebiet Saporischschja (UA, russisch besetzt): Drohne trifft Bus Moskau–Melitopol, drei Verletzte
Eine ukrainische Drohne trifft laut dem von Russland eingesetzten Gouverneur Balizki einen Linienbus von Moskau nach Melitopol (UA). Zwei Fahrer und ein Passagier werden verletzt, einer der Fahrer schwer. Balizki nennt den Angriff einen Akt des Terrorismus.
Finnland schenkt der Ukraine zehn Diesellokomotiven, Estland prüft über 60 Lokomotiven
Finnland übergibt der ukrainischen Staatsbahn zehn Diesellokomotiven samt Ersatzteilen kostenlos. Das teilt das Präsidialamt in Kiew mit. Die Loks fahren auch bei Stromausfall. Estland will laut Aussenminister Tsahkna eine erhebliche Zahl Lokomotiven schicken. Laut dem Aussenministerium (EE) kommen über 60 Loks infrage.
Peskow: EU redet über einen Verhandler, handelt aber nicht, Moskau würde ihn unterstützen
Kremlsprecher Peskow sagt TASS, die EU wolle seit Langem einen Verhandler ernennen, tue aber nichts. Das sei kaum konstruktiv. Moskau würde einen Verhandler unterstützen, wenn er sich ernsthaft für Frieden einsetze. Politico und Telegraph hatten über Kandidaten berichtet, darunter Finnlands Präsident Stubb.
Region Perm (RU): Drohnenangriff verletzt fünf Beschäftigte, ukrainische Beobachter nennen Titanwerk Avisma
Bei einem Drohnenangriff auf einen Industriebetrieb im Gebiet Perm (RU) werden fünf Beschäftigte verletzt, meldet Gouverneur Machonin. Er nennt den Betrieb nicht. Er spricht von leichten Schäden, der Betrieb laufe normal. Die ukrainische Beobachtergruppe Exilenova+ nennt das Titanwerk Avisma in Berezniki (RU) als Ziel. Es liegt rund 1400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Laut Exilenova+ liefert Avisma Material für Militärflugzeuge und Raketen. Das ist nicht unabhängig bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium (RU) nennt Perm unter den Regionen mit abgeschossenen Drohnen.
Russland meldet 532 abgefangene ukrainische Drohnen über Nacht, 1072 in 24 Stunden
Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet 532 abgefangene ukrainische Drohnen über Nacht. Sie seien unter anderem über den Regionen Belgorod, Moskau, Perm, Krasnodar und Samara abgeschossen worden. Für 24 Stunden nennt es 1072 Drohnen.
Russland greift mit 153 Drohnen an, in Winnyzja (UA) trifft eine Drohne ein Wohnhaus
Die ukrainische Luftwaffe meldet 153 Drohnen in der Nacht, darunter 92 strahlgetriebene Schahed. 119 Drohnen seien abgeschossen oder unterdrückt worden, es gab Treffer an 15 Orten. In Winnyzja (UA) trifft eine Drohne ein fünfstöckiges Wohnhaus, sechs Menschen werden verletzt. Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet Schläge auf Logistikzentren, Hafenanlagen und ein Frachtschiff nach Tschornomorsk (UA).
Oleschky (UA): Russland und Ukraine beginnen am 27. Oktober Feuerpause für Evakuierung
Russland und die Ukraine vereinbaren eine Feuerpause für eine humanitäre Mission in Oleschky (UA, russisch besetzt). Sie beginnt am 27. Oktober um 2:00 Uhr Schweizer Zeit, bestätigen Ombudsmann Lubinez und Russlands Generalstabschef Gerassimow. Das Weisse Haus (US) hatte den 29. Oktober genannt, die First Lady Melania Trump vermittelte laut Kreml. Die ukrainische Nationalgarde liefert laut Innenminister Wyhiwskyj per Drohne 15 Pakete mit über 600 Kilogramm für Familien mit Kindern. Der russische Diplomat Rodion Miroschnik nennt das am 25. Oktober Fakes. Kiew wisse nicht, ob dort Kinder seien, sagt er. Ukrainische Truppen hätten am Samstag 28 Minen auf Oleschky abgefeuert, sagt Miroschnik.
«Ich habe der russischen Seite mitgeteilt, dass die Waffenruhe am 27. Oktober um 3:00 Uhr Kiewer Zeit in Kraft tritt.»
«I informed the Russian side that the ceasefire will take effect from Oct. 27 at 3:00 a.m. Kyiv time»
Mediazona und BBC bestätigen Namen von 282'993 gefallenen russischen Soldaten
Das unabhängige russische Portal Mediazona und der russische Dienst der BBC haben die Namen von 282'993 getöteten russischen Soldaten bestätigt. Die Zählung reicht bis zum 23. Oktober 2026. Seit Anfang Oktober kamen 6880 Namen hinzu. Die wahre Zahl liege laut den Journalisten deutlich höher, da sie nur öffentliche Angaben auswerten.
Belgorod (RU): Drohnenangriff tötet zwei Menschen, 13 Verletzte, Moskau eröffnet Terrorverfahren
Ukrainische Drohnen greifen in der Nacht das Zentrum von Belgorod (RU) an. Laut Gouverneur Schuwajew sterben in der Stadt zwei Menschen, 13 werden verletzt, 30 Wohnblöcke sind beschädigt. Laut The Moscow Times stirbt ein weiterer Mensch bei Schebekino. Das russische Ermittlungskomitee spricht von vier toten Zivilisten in der Region und eröffnet ein Verfahren wegen eines Terrorakts. Laut Kyiv Independent nennen ukrainische Beobachter das Einkaufszentrum MegaGRINN als Ziel, überprüft ist das nicht. Der ukrainische Generalstab meldet Treffer auf Radarstationen in der Region Belgorod.
Gebiet Brjansk (RU): Drohne trifft Kleinbus eines Landwirtschaftsbetriebs, zwei Tote
Eine ukrainische Drohne trifft im Dorf Borschtschowo im Kreis Pogar (RU) den Kleinbus eines Landwirtschaftsbetriebs. Zwei Männer sterben, ein Mann und eine Frau werden verletzt, meldet Gouverneur Kowaltschuk. In den Kreisen Klimowo und Klinzy stirbt laut ihm ein weiterer Mensch, vier werden verletzt.
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