Meldungen
Samstag, 24. Oktober 2026
Charkiw (UA): Angriff auf Epicentr-Baumarkt, Moskau nennt es ein Logistikzentrum
Russland greift am Abend des 24. Oktober in Charkiw (UA) den Baumarkt Epicentr an, meldet der ukrainische Zivilschutz. Ein zweiter Schlag trifft die Rettungskräfte am Einsatzort, drei Feuerwehrleute werden verletzt. Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet Treffer auf das Logistikzentrum Epicentr, ein Verteilzentrum und das Terminal Wassyschtsche. Sie hätten der Lagerung von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck für das ukrainische Militär gedient. In Poltawa (UA) trifft am Morgen eine Drohne ein Einkaufszentrum.
Trump: USA machen nach dem Krieg Geschäfte mit der Ukraine und mit Russland
US-Präsident Trump sagt in Palm Beach (US), die USA machten nach dem Krieg Geschäfte mit beiden Ländern. Er sagt auch, die EU hätte für die US-Hilfe bezahlt, wenn man sie gefragt hätte. Der erste Tanker mit 40'000 Tonnen russischem Diesel ist laut Kyiv Independent nach New York (US) unterwegs. Kremlsprecher Peskow kündigt regelmässige weitere Lieferungen an.
«Sicherlich werden wir nach dem Ende dieses Krieges Geschäfte mit der Ukraine und mit Russland machen, denke ich.»
«Certainly, we'll do business with Ukraine and with Russia after this war ends, I would think»
Selenskyj: Starlink und Starshield laufen wieder schnell, Musk wirft Ukraine Verstoss vor
Selenskyj sagt am 24. Oktober, Starlink und Starshield liefen wieder mit der früheren Geschwindigkeit. Das ukrainische Verteidigungsministerium meldet eine stabile Verbindung bei über 400 km/h. Musk schreibt auf X, das ukrainische Militär habe Starlink gegen die Nutzungsbedingungen für Drohnenangriffe eingesetzt. Der Präsidentenberater Serhij Beskrestnow («Flash») widerspricht: Für Starlink gelte seit Februar ein Tempolimit von 70 bis 90 km/h. Im Interview mit TSN schliesst Selenskyj neue Probleme nicht aus, vor allem während der US-Wahlen. Laut RIA Nowosti sagt er, derzeit sei die Lage positiv und das sei sehr wichtig. Musk schreibt laut Kommersant, Starlink dürfe für militärische Infrastruktur dienen, nicht aber für klar offensive Schläge. Diese machten es zum legitimen Ziel. Ein Abschuss von Satelliten löse laut Musk eine Kettenreaktion und ein Trümmerfeld aus. Andrij Kowalenko, früherer Leiter des ukrainischen Zentrums gegen Desinformation, deutet das laut Euromaidan Press als Alibi.
«Das ukrainische Militär hat die Nutzungsbedingungen von Starlink verletzt und es für offensive Drohnenangriffe genutzt, um Menschen zu töten.»
«Ukraine military violated Starlink terms of service and used it for offensive drone strikes to kill people.»
Omsk (RU): Drohnen treffen Kautschukwerk 2500 Kilometer von der Ukraine, drei Verletzte
Ukrainische Drohnen greifen am 24. Oktober Betriebe im Norden von Omsk (RU) an, rund 2500 Kilometer von der Ukraine entfernt. Gouverneur Chozenko bestätigt den Angriff auf den nördlichen Industriekomplex und später drei Verletzte. Das ukrainische OSINT-Projekt Exilenova+ meldet einen Brand im Kautschukwerk Omski Kautschuk.
CIA liefert Kiew laut The Atlantic weiter Geheimdienstinformationen trotz Streit zwischen Trump und Selenskyj
Die CIA unterstützt die Ukraine weiter mit Aufklärung, berichtet The Atlantic laut Kyiv Post. Ein hoher US-Offizier nennt die CIA führend unter den US-Behörden. Die Zusammenarbeit habe die Präzision ukrainischer Schläge gegen russische Ziele deutlich erhöht. Ein baltischer Geheimdienstvertreter sagt, die CIA agiere unter der heutigen Leitung deutlich aggressiver als unter Biden.
Selenskyj sanktioniert 83 Russen und 79 Unternehmen der Rüstungsindustrie
Selenskyj setzt zwei Sanktionslisten in Kraft. Die erste trifft 51 russische Staatsbürger und 44 Firmen, die Teile für Iskander-, Kalibr-, Ch-101- und Kinschal-Raketen liefern. Die zweite trifft 32 Personen und 35 Firmen aus der übrigen Rüstungsindustrie. Auf der Liste steht auch der Konzern Rusal.
Ukraine meldet Treffer auf Kautschukwerk Toljatti (RU), Elektronikwerk Orjol (RU), Flugzeug Jejsk (RU)
Der ukrainische Generalstab meldet Treffer auf das Werk Toljattikautschuk in Toljatti (RU) und das Werk Proton-Elektrotex in Orjol (RU). Zudem sei ein Flugzeug auf dem Flugplatz Jejsk (RU) getroffen worden. Synthesekautschuk aus Toljatti diene als Rohstoff für Raketentreibstoff, so der Generalstab. Der Bürgermeister von Toljatti spricht von beschädigten Industrieanlagen ohne Verletzte. In Orjol melden russische Agenturen nach dem Raketenangriff vom Freitag vier Tote und 19 Verletzte. Eine Person gelte als vermisst. Laut Gouverneur Andrej Klytschkow waren rund 200 Menschen im Werk. Sie seien beim Raketenalarm evakuiert worden.
Selenskyj: Ukraine bereit, Front einzufrieren, lehnt Abtretung des Donbas ab
Selenskyj sagt im Interview mit ABC News, die Ukraine sei bereit, die Front einzufrieren. Gebiete abzutreten lehnt er ab. Russland kontrolliere 19,3 Prozent der Ukraine, 25 Prozent hiesse den Rückzug aus dem ganzen Donbas. US-Aussenminister Rubio sagte am 22. Oktober, der Krieg drehe sich um den Donbas, beide Seiten müssten Zugeständnisse machen.
«Wir werden die besetzten Gebiete nie als russisch anerkennen.»
«We will never recognize the occupied territory as Russian.»
Krim (UA, russisch besetzt): Grossflächiger Stromausfall nach Drohnenangriffen auf Energieanlagen
Auf der Krim (UA, von Russland annektiert) fällt in der Nacht zum 24. Oktober der Strom aus. Betroffen sind mehrere Städte, auch Sewastopol. Der von Russland eingesetzte Krim-Chef Aksjonow spricht von einer Störung im Hauptnetz ausserhalb der Region nach einem Drohnenangriff. Sewastopols Gouverneur Raswoschajew verweist auf beschädigte Energieanlagen anderswo auf der Halbinsel. Das ukrainische OSINT-Projekt Exilenova+ meldet ausgefallene Umspannwerke.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.