Martin Scholl führt ZKB, als obs seine Bude wäre

Schiebt „Buddy“ Bachofen Erfolgsteams zu, schont „Buddy“ Weber trotz Auslandfiasko, entfernt Urgestein.

Kein Schweizer Bankchef schart mehr Freunde um sich als ZKB-CEO Martin Scholl. Inzwischen zählen für die Karriere einzig Loyalität und Nähe, wie ein aktueller Umbau zeigt.

Der läuft unter dem Namen „Simplex“ und spülte McKinsey ins Haus. Statt dass es zur erwarteten Gross-Reorganisation kam, hat der Berg eine Maus geboren.

„Simplex“ ist reine Kosmetik. Eine von 7 Regionen wurde gestrichen, ein paar Abteilungen wurden verschoben.

Reduktion der 9-köpfigen, aufgeblähten Geschäftsleitung? Fehlanzeige. Auswechslung von Spitzenleuten? Iwo. Klarer Fokus auf eine zukunftsgerichtete Strategie? Weit und breit keine Spur.

Hingegen machen Scholls langjährige Wegbegleiter schöne Sprünge. Ihre Nibelungentreue zahlt sich für sie persönlich aus.

Entweder kriegen sie gut laufende Teams unter ihr Kommando, oder dann bleiben sie vor einer Beschneidung ihres Geschäftsbereichs und damit der eigenen Macht verschont.

Management by Buddies – so führt Scholl die viertgrösste Schweizer Bank.

Produktechef Markus Bachofen gehört seit Jahren zu Scholls engsten Vertrauten. Bachofen erhält neu das Research und die in einem anderen Bereich erfolgreich aufgebaute Abteilung Investment Solutions.

Auch die Makroökonomen rapportieren neu an Bachofen und seinen Vertrieb. Die Volkswirtschafter, die eigentlich frei nach vorn schauen sollten, müssen ihre Ideen einem Bachofen-Ausschuss anpreisen.

Dann Christoph Weber, ein zweiter Scholl-Buddy. Der darf nach „Simplex“ weitermachen, als ob nichts geschehen wäre.

Dabei ist Webers Private Banking zum Hochrisiko geworden. Dass die ZKB Hunderte von Millionen US-Schwarzgelder verwaltete, hat die Bank in ihre grösste Krise seit Jahren gestürzt.

Weber steht nicht am Anfang des US-Debakels, hat den Zufluss aber nicht rasch genug gestoppt. Voll auf Webers Konto geht hingegen der Kauf der Salzburger Skandalbank Piag.

Von der einstigen Piag ist heute faktisch nur noch die rechtliche Hülle übriggeblieben. Mit den vielen Millionen für Kauf und Sanierung hätte die ZKB die halbe EU mit eigenen Ablegern überziehen können.

Weber kennt Scholl aus der Zeit der gemeinsamen Banklehre bei der ZKB. Weber war später Lehrlingsbetreuer. Trotz später wenig berauschender Karriere im Tessin übertrug ihm Scholl vor 5 Jahren das Private Banking.

Das Nachsehen von Scholls Führungsstil haben die Cracks vorne an der Front. Sie verlieren entweder ihre Freiräume – oder dann ihren Job.

Marco Curti, ein Banker, der die ZKB nach aussen mehr geprägt hat als CEO Scholl in seiner ganzen Amtszeit seit 2007, geht.

Curti war die Stimme der ZKB, wenn es an den Märkten stürmte; Curti ging ins TV, wenn es etwas zu sagen gab.

Mit seiner markanten Glatze und dem bulligen Oberkörper vereinigte Curti als Telly Savalas von Downtown Zürich all das, was Scholl fehlt: Charisma, Mut zur eigenen Meinung – und Rückgrat.

Solche Typen machen Scholl möglicherweise Angst. Curti sei trotz seiner zentralen Position als oberster Investment-Verantwortlicher der Bank von Scholl „systematisch hintergangen“ worden.

Nun wird Curti vorzeitig pensioniert, wie die Sonntagszeitung vor kurzem berichtete.

Curti sei „wegpensioniert“ worden, meint die Quelle. „Er verlor den Machtkampf gegen Scholl.“

Die Folgen könnten für Ritter Scholl und seine Knappen unangenehm werden. Die Frage stellt sich, ob die ZKB ihren Ruf als Alternative zu den beiden Grossbanken aufrechterhalten kann.

Bekannte Analysten, die mit Curti ihren langjährigen Chef verlieren und neu nach der Pfeife des Verkaufs tanzen müssen, könnten versuchen, zur Konkurrenz zu wechseln.

Who cares?, könnte man einwenden, Analysten sind vor allem ein Kostenfaktor.

Spätestens bei den Kundenberatern würde der Spass aber aufhören. Sie würden derzeit „Sturm“ gegen Entscheide rund um „Simplex“ laufen, einige hätten die Bank bereits verlassen, meint der Insider.

Was die Vermögensverwalter im Private Banking der ZKB auf die Palme bringt, ist, dass die Bank von ihrer Philosophie einer „Open Architecture“ abrückt und statt dessen die eigenen Produkte pusht, darunter vor allem Allerweltsinstrumente wie ETF und andere passive Konstrukte.

Bis zu einem Kundenvermögen von 5 Millionen gebe es keine Einzeltitel mehr bei einem Mandat, auch keine Drittvehikel, sondern nur noch Passivprodukte aus der ZKB-Küche, angereichert mit eigenen Aktiv-Fonds, sagt die Quelle.

„Im Teilprojekt Anlage- und Vermögensverwaltung wurden kürzlich erste Entscheide zur Produktearchitektur – weniger aktiv gemanagte Fonds, dafür aber neue Indexlösungen – und zu den Verantwortlichkeiten im Investmentprozess der Bank gefällt“, bestätigt ZKB-Sprecher Urs Ackermann.

Die Übung „Simplex“ sei nicht „einfach“.

„Die Vereinfachung der Produktepalette bedingt eine Neugestaltung der ganzen Prozesskette – von der Produkteentwicklung, dem Investmentprozess, der Kundenberatung bis hin zum Pricing und Reporting.“

Kundenberatungen sollen einfacher werden, mit tieferen Kosten und höheren Renditen. „Das geht nicht von heute auf morgen.“

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42 Kommentare zu “Martin Scholl führt ZKB, als obs seine Bude wäre

  1. Was man so alles lesen muss, wenn man von den Ferien zurückkommt …

    Herr Hässig, es wäre ratsam die allgemeine Diskussion um CEO Scholl und die Restrukturierung der ZKB vom Versagen von Marco Curti als ZKB Führungskraft zu trennen.
    Marco Curti fällt (auch Externen) immer wieder auf durch oberflächliche Aussagen, häufige Fehlprognosen, ständiges Abschieben von Verantwortung und Manipulationen verschiedenster Art.
    Nur gut, dass Marco Curti jetzt endlich gehen muss, wenn auch zu spät für viele gute Mitarbeiter die in den letzen Jahren direkt oder indirekt seinetwegen gegangen sind oder gehen mussten.
    Mobbing von guten Mitarbeitern wird nicht sanktioniert bei der ZKB.
    Übrigens: Vom Thema Fachkompetenz versucht, der nicht gerade selbstbewusste Marco Curti auf verschiedene Weise abzulenken. Meistens indem er ganz unaufgefordert andere „Werte“ thematisiert. … Die bizarre Beschreibung im obigen Artikel könnte direkt von ihm selber stammen. … „Charisma“ ist im übrigen ein Wort, das bei diesen Selbstdarstellungen besonders gerne zweckentfremdet wird…

    Also Herr Hässig, ihre Beiträge sind wichtig. Lassen sie sich aber nicht manipulieren.

  2. …. und vorgängig langjähriger UBSler und CSler betrachte ich das Gejammer als völlig übertrieben. Die ZKB hat zwar weniger unnötigen Speck am Knochen wie die beiden Grossen, dennoch gibt’s noch einigen Handlungsbedarf! Und als oberer Entscheidungsträger würde ich auch diejenigen Leute an mich binden, die ich kenne und in die ich Vertrauen habe. Das ist nichts als normal. Selbstverständlich gibt’s auch Filz und Manager, die ihr Salär nicht wirklich wert sind. Einer wurde mit Namen erwähnt. Aber solche gibt’s in jedem Betrieb….

  3. …schon wieder eine bank, welche von steuerzahler aufgefangen werden muss. die grossen bauen ab, zkb baut high-risk abteilung auf… zum glück gibt’s ja den züricher steuerzahler…

  4. Ich erlebe die Stimmung in den Vertriebteams, rein subjektiv natürlich, als deutlich schlechter als in den Vorjahren. Lassen wir jedoch die Ergebnisse der neuen Mitarbeiterzufriedenheit, welche auf anfangs September 2013 angekündigt sind, entscheiden. Diese gibt gute Rückschlüsse auf die effektive Stimmung in der ZKB.

    • Die Mitarbeiterzufriedenheitsstudie wäre ja eigentlich eine tolle Sache. Da nun aber für die Qualifikation sowie variable Entschädigung das Team-Resultat der Befragung mitberücksichtigt wird, bestraft sich jeder gleich selber, der die Fragen kritisch beantwortet. Bei der letzten Umfrage vor zwei Jahren, haben mind. 40% der Mitarbeiter angegeben, dass sie kein Vertrauen in die Geschäftsleistung haben. Wie zu erwarten, wurde dieser kritische Punkt seitens Führung einfach ignoniert. Andere negative Themen natürlich auch.

    • Die Stimmung ist miserabel und zwar in der ganzen ZKB. Ich habe noch nie eine solche negative Stimmung erlebt. Selbst im Höhepunkt der UBS Krise war die Stimmung dort besser. Wirklich tragisch wie sich die ZKB selbst zerstört! Und noch tragischer, dass niemand etwas dagegen unternimmt. Wann hat dies endlich Auswirkungen auf den CEO??? Dieser gehört schon längstens ersetzt. Für uns an der Basis ist das Ganze völlig unverständlich.

  5. Ja, liebe ZKB-Kollegen, wir erleben derzeit bei der CS hautnah mit, wie Cairns, Salvadori und ihre weiteren McKinsey-Buddies die Private Bank Schritt für Schritt dem Abgrund näher führen. Wenn ihr solche Leute ruft und sie dann am besten noch als Festangestellte übernehmt, dann habt ihr selber Schuld. Die Geister, die ich rief…

    • Also ich habe niemanden gerufen. War wohl unsere Vertriebsentwicklung mit ihrem beschränkt fähigen Chef – die rechte von unserem ebenfalls beschränkt fähigen CEO. Das kann ja nicht gut gehen.

    • @zkbler: du meinst wohl Unternehmensentwicklung;-) und beschränkt fähig ist wohl übertrieben für das sie die Bank in den Ruin treiben!

  6. Und Oberstift von Scholl Reto Sigrist wirkt immer noch frischfröhlich mit. Keiner versteht warum! Dann lieber Investmentbank als Inzestbank!!! Zum Glück hat mir mein CFA zu einem neuen Job ausserhalb der ZKB verholfen. Innerhalb der ZKB war er leider wertlos. Da gelten andere Regeln!

    • Weshalb ist Reto Sigrist interessant? Der ist doch überall bekannt und „findet“ immer wieder einen „Restposten“ auf höchster Ebene, auch wenn er vom Geschäft überhaupt nichts versteht.

    • So bekannt scheint RS doch nicht zu sein…

      Sein Name schreibt sich nämlich gleich wie der Goalie der U17-Weltmeister: mit „ie“

  7. Die Realität sieht tatsächlich noch viel schlimmer aus. Aber wie Mister 16:59 zu sagen pflegt: Who cares? (Originalzitat!) Sollen doch alle gehen. Immerhin hätte er dann die Kosten senken können! Unerklärlich wie jemand wie Mister 16:59 CEO werden konnte.

  8. …darum gehe ich lieber zu einer Grossbank arbeiten! Gleiche Arbeit, gleicher Druck, gleiches Hin- und Hergeschiebe, gleich unfähige Manager, aber 50’000 CHF mehr Lohn!!! Selber blöd wer bleibt.

  9. Werden die Produkte nicht den Kunden ins Depot gedrückt, so gibt es eine schlechte Quali. Und der Vorgesetzte würde das mal ein „Art Mobbing“ nennen was da bei uns abgeht. Beförderung ist bei zu wenig verkauf ausgeschlossen. Sogar in Abteilungen ohne Kundenkontakt ist das Arbeitsklima auf einem Tiefpunkt, alle sagen es kann nicht mehr schlechter gehen, aber da irren alle!

    • Genau so ist es! Da keiner der Banker das „Schiesspulver“ erfunden hat und die Kenntnisse und Leistungen der einzelnen Mitarbeiter und somit die Mitarbeiter selbst meist hochgradig austauschbar sind, muss man sich halt anders voranbringen, über Beziehungen eben.

  10. Guter Artikel – nur, der Name der Bank so wie die der „Manager“ sind völlig austauschbar (bei letzteren nicht nur der Name…). Das ist eines der Kernprobleme der schweizer PB Szene: das Mittelmass protegiert sich gegenseitig, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken und sich möglichst lange den Säckel zu füllen. Leider landet da immer weniger drin, weil die lachenden Dritten die US Cowboys sind, die eben nicht nur Selbpräsentation sondern auch quasi-mafiöses Networking einfach besser beherrschen und entsprechend abgreifen. Also pseudo-CH-MDs: mitnehmen was geht und dann wieder als Skilehrer arbeiten.

  11. Ihr könnt schreiben was ihr wollt. Wenn es den Mitarbeitenden, die hier ihren Dampf ablassen nicht passt, dann sollen sie gehen.

    Obendrauf haben hier alle den Sinn von Simplex noch gar nicht kapiert. Es geht nicht um Kosten einsparen indem mehrere Regionen zusammen gelegt werden. Schon mal was von der Aufsplittung der Wertschöpfungskette der Banken gehört? Automatisierung, Digitalisierung sind die Megatrends die unserer Branche noch bevorstehen. Und ja, es werden noch mehr Jobs in Zukunft in unserer Branche verschwinden. Ich weiss, das hören wir Banken nicht gerne, aber es ist so. Mit den beiden neu gebildeten CC Standorte sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Ich freue mich auf die Herausforderungen.

    Take it or leave it!!!

    • @the banker: Scheinst‘ wohl ziemlich arg unter Druck zu sein. Dein Votum lässt zumindest darauf schliessen… take it easier… wenn’s simpler werden soll, wird’s zuvor erst mal vorl komplexer, und das atemberaubend schnell 🙂

    • Es geht nicht nur um die Idee hinter Simplex. Eine Idee zu haben ist das Eine, die Organisation der Durchführung sowie die Kommunikation etwas Anderes. Verschiedenen Stimmen zufolge wäre es bitternötig, die „Buddys“ würden sich externe, professionelle Hilfe leisten! Oder wollen Sie (the banker) mir erzählen, dass Sie diesbezüglich mit der Arbeit Ihrer Chefs überglücklich sind?

      Doch zurück zum Kern des Themas:
      Jedes mal wenn ich solche Geschichten höre (und da gibt es weitaus noch Schlimmeres, was an dieser Stelle noch nie erwähnt wurde) überlege ich mir, was „man“ mit dieser Bank alles erreichen könnte, wären die geeigneten Personen an den „Schalthebeln“. So schlecht ist die ZKB nicht aufgestellt. Potenzial wäre vorhanden. Schade.

    • Was sie hier schreiben ist nichts Neues und den Mitarbeitern sehr wohl bekannt. Entweder sind Sie Soziopath, was ich nicht hoffe, oder einfach nur ein Ignorant, der über wenig Sozialkompetenz verfügt.
      Ich glaube auch nicht, dass Sie je an der Front mit Kunden zu tun hatten und direkt von der HSG kommen. Sie tun mir leid. Viel Glück bei Mc Kinsey!

    • @the banker: Du bist wohl der Liebling vom Chef! Immer schön zu allem klatschen. Du wirst wohl auch dann noch klatschen, wenn dir dein Chef die Entlassung mitteilt. Zudem: Simplex ist keine Strategie, sondern ein Teil-Fehlereingeständnis von Avanti.

  12. Wieder einmal ein sehr guter Artikel der wieder nicht viel bewegen wird. Das System stirbt bekanntlich zu letzt und die tollen Führungsmanager sind damit beschäftigt sich gegeneinander grosszügige Geschenke zu machen.

    Das Herr Scholl Familienangehörige platziert ist nicht neu. Und schauen sie mal bei der CS herein. Woher kommt der Rohner und warum?

    Es ist wie im alten Rom… und hat dann doch nicht funktioniert. Korruption und Vetternwirtschaft ist in Zürich top. Finde aber die Medien müssten sich diesen Personen verweigern – das wäre Ihr Auftrag und plötzlich käme ein wenig Bewegung in die Sache….

  13. Wie gerne erinnert man sich an die Zeiten der Patrons zurück, als der Lehrling noch die Karriereleiter hinauf bis zum Chef klettern konnte.

    Ich versuche, die CEO’s zu verstehen. Wenn man 10 Jahre im Amt war, den besten Job der Unternehmung belegt und viel verdient, hat man ja alles richtig gemacht.

    Man hört sich keine Meinungen mehr an, verharrt auf seiner Schiene, wird allmählich imun gegen Änderungen etc. Leute, die die Risiken erkennen, werden nicht im Umfeld geduldet.

    Wir hatten ja in der Finanzkriese eine Unmenge solcher Manager (Ospel …), die sich als Halbgott verstanden und dann kläglich scheiterten.

    Jeder CEO müsste für eine Amtsperiode gewählt und für maximal eine Periode wiedergewählt werden können… Ist somit nur eine Frage der Zeit, bis die ZKB an der Blindheit des Topmanagers scheitert….

  14. Gratulation Herr Hässig,
    sie haben sehr gut recherchiert. Ich bin sicher,
    sie werden via mail@insideparadeplatz.ch
    noch weitere Inputs erhalten. Veröffentlichen Sie alles, die Kunden sollen wissen was abgeht. Der Schaden, den die ZKB noch erleiden wird, wird ein biblisches Ausmass haben, den wirklich gute KUndenbetreuer haben viele Kunden zu ihren neuen Banken mitgenommen, geld das der ZKB flöten geht. Überteuertes Personal in der Spitze, gute billige Leute in der Breite ohne Handlungspielraum. Andere Finanzdienstleister schlafen nicht, Raiffeisen macht seit Jahren einen guten JOb, die Post und selbst die UBS hat sich wieder gefangen. Der Grümpel der UBS ist ja jetzt bei der ZKB. Auch das Thema MObbing sollten sich die Verbände, welche Arbeitnehmer schützen, mal genauer unter die LUpe nehmen. Vor allem die sogenannten Marktgebietsleiter (diese Stelle ist völlig überflüssig) mit Ihren jeweils 10-12 Filialleitern, welche noch grössere Flaschen sind, haben null Ahnung vom Daily Business, die können nicht einmal ein KUndengespräch führen, teur sind sie allemal notabene.Für die Leute, die langjährige ZKB Tradition geprägt haben vorgelebt von Paul Hasenfratz, ist es sehr hart dies ansehen oder erleiden zu müssen. Der andere Teil arbeitet bereits für die Konkurrenz.

  15. Lieber Herr Hässig.
    Vielen Dank für Ihre tollen Artikel in den letzten Jahren, welche fast immer zu 100% den Nagel auf den Kopf treffen. Bei diesem haben Sie vergessen zu erwähnen, dass Ch. Weber zudem der Götti von Scholl’s Sohn ist. Ch. Weber wird deshalb seinen Stuhl unter Martin Scholl nie räumen müssen.
    Die ZKB war bis vor einigen Jahren eine tolle Bank für die Kunden und die Mitarbeiter. Dann kam unter Mithilfe der externen Berater die ominöse Avanti-Strategie, bei welcher reihenweise Söldnertrupps für teures Geld von den Grossbanken abgeworben wurde. Um diese Kosten wieder einzuspielen, werden die Kundenbetreuer an der Front nun seit Jahren gezwungen ihren Kunden überteuerte und schlechte Produkte anzudrehen. Wer nicht pariert oder sich getraut zu wehren, wird schikaniert oder entlassen. Die jungen und guten Mitarbeiter finden zum Glück bei der Konkurrenz noch einen seriösen Job. Die älteren müssen bis zur Pensionierung ausharren und dies erdulden. Schade, um die tolle Bank. Aber leider ist keine Rettung in Sicht.

  16. Dieser Bericht trifft voll ins Schwarze. Bei der ZKB herrscht nur noch reine Inzucht und „Väterliwirtschaft“. Mittlerweile „geistig ein sehr armer Arbeitgeber“. Leute, die man bei der UBS/CS nicht gebrauchen konnte, diesen hat das Auffangbecken ZKB sogar Leaderpositionen anvertraut. Die sogenannten KUbes werden regelrecht gezüchtet, alle müssen gleich aussehen, alle müssen gleich sprechen, alle müssen die gleiche Meinung haben. Im HR arbeiten Leute, welche zwar gut verdienen, aber entweder keine Ahnung oder dann keinen Einfluss haben dürfen. Mit Professionalität hat dies nichts zu tun, schon gar nicht mit Individualität. Wer das Maul aufmacht, muss gehen. Ich kenne genug gute EX-ZKB Mitarbeiter, überall war es die gleiche Masche. Traurig, Traurig, dass bei einer sogenannten Staatsbank, welche wir steuerzahler indirekt mitfinanzieren, solche Dinge zu hören. Das solche Leute an der Spitze bleiben können und Topleute wie Curti gehen müssen, das ist unglaublich. Die Branche ist ohnehin kaputt. Ich denke, dieser Bericht hat einen grossen Stein ins Rollen gebracht.

  17. Es ist schlichtweg ein Armutszeugnis von Herr Scholl wenn er es nötig hat McKinsey zu holen.
    UBS und CS (mit einem Management, das eh nur noch aus Angelsachsen besteht)können es nicht besser, dies wissen wir mittlerweile alle.

    Jedoch erwarte ich von einer Zürcher Bank etwas mehr.
    Scholl zusammen mit seinem Management sollte fähig sein den Laden zu führen ohne überbezahlte externe „Berater“, sonst sind er und seine Buddies definitiv am falschen Ort bzw. überfordert.
    Hier geht es wieder einmal nur darum „Verantwortung“ abzuschieben.
    Simplex bringt nur kleine Kosmetik aber Verärgert die Mitarbeiter und die Kunden.

    Schade, Martin Scholl hat es verpasst aus der guten Ausgangslage die ihm die Bank eigentlich bietet etwas zu machen.
    Dies ist nun die Quittung für seine Vetternwirtschaft (Freunde, Gotte von Kindern ins Boot holen etc.) plus der Anstellung von immer mehr UBS Leuten.
    Für mich gehört Martin Scholl ersetzt und zwar sofort.

  18. Wenn man bei der ZKB arbeitet, weiss man, dass es noch einiges schlimmer ist als im Bericht beschrieben. Unglaublich wie man mit den richtigen Kollegen Jobs bekommt, für die man absolut nicht qualifiziert ist. Schlimm, wie alle nur noch nach den Pfeiffen der 3.klassigen ex-CS und UBS Chefs arbeiten. Wer dies nicht tut, ist schnell einmal abgesägt oder wird fast wöchentlich bearbeitet.
    Wo sind die guten alten Zeiten der Hasenfratz Kultur geblieben?

  19. Als ZKB Kundenbetreuer:
    10 Termine pro Woche
    X Mio. Hypothek pro Jahr mit hoher Marge
    X Mio. Ausschliesslich ZKB Produkte, Fremdprodukte werden nicht gerechnet
    X Mio. Neugeld
    Liste mit den besten KUBE’s ist ersichtlich, schlechtere kommen nicht gut weg
    Ex UBS möchtegern Walliser Previdoli pusht seine KUBE’s wie Sklaven. Ganz wie zu UBS zeiten. Seine internen Auftritte errinnern an möchtegern CEO Status…
    Bei der ZKB arbeitet man nicht wegen dem Lohn, sondern wegen den guten, freundlichen Arbeitsbedingungen/Konditionen. Fakt ist, das obere Kader verdient sehr gut, die KUBE’s die an der Font sind, verglichen mit anderen Grossbanken – schlecht !
    Nie wieder ZKB… Wo wird die Bank in 5 Jahren stehen…. Wir werden es sehen…

  20. Lieber Herr Hässig. Es sind nicht nur die Berater im Private Banking, die die Schnauze voll haben, sondern auch bei den weniger vermögenden Kunden. Der ganze Simplex-Brei und die Einflüsse der zugezogenen MA von der CS und UBS bringen auch uns auf die Palme. Wer an der Front arbeitet wird ausgenützt. Es werden Stellen abgebaut indem man niemanden mehr ersetzt. Der Lohn bleibt gleich und der variable Teil gleicht mehr einem 13. Monatssalär, welchen es nicht garantiert gibt, als einem Bonus. Der Druck ist enorm und wie Sie richtig erwähnen, fehlt eine klare Strategie! Da der oberste Chef keinen Rückgrat hat, fehlen auch den Chefs auf den tiefsten Stufen die Eier! Ich kann nur sagen, dass es mit der ZKB schlecht steht und die Stimmung bei den Mitarbeitern beschissen ist!

    • Die Bank kann eigentlich nur noch dank ihrem Rating brillieren. Alles andere ist für die MA Verarschung hoch10. Eine Bank, welche sich mit McKinsey-Beratern und dergleichen Erbsenzähler bedienen muss, ist am Ende angekommen. Beispiele dazu gibt es auf dem Finanzplatz genügend.

      Die herumschwadronierenden Aufpasser und Scholl-Polizisten verderben das Arbeits-Klima bis zum Geht-Nicht-Mehr. Die MA sind auf allen Ebenen verunsichert, es herrscht eine eigentliche Entscheidungs-Agonie in diesem Laden. Wer noch etwas auf sich hat, verlässt die Bank so bald er kann, bzw. lässt sich frühpensionieren.

      Wie stellt sich der maximal honorierte Bankrat zu solchen Missständen? Ueberhaupt nicht! Der Leistungs-Abbau scheint Programm zu sein!

  21. Nicht nur bei der ZKB sondern auch bei vielen anderen Banken macht man heute nicht wegen einer besonders guten Arbeitsleistung Karriere, sondern weil man die richtigen internen Beziehungen hat (Zitat eines Managing Directors: 50 % meiner Arbeitszeit brauche ich für mein persönliches Marketing und die interne Netzwerkpflege ! Dabei handelt es sich hier immer um Leute mit sehr grossen Salären. Egal wie die ZKB in Zukunft die Depots der Kunden gestaltet und wie sie die Anlagekunden berät. Billiger wird es für den Kunden nicht, denn die besagten Leute und der ganze Bankenapparat ist sehr teuer und muss vom Kunden bezahlt werden ! Nur ein bankenunabhängiger Finanzberater kann zu für den Kunden vernünftigen Kosten arbeiten, da dieser viel tiefere Kosten hat als eine Bank !

    • Sie meinen ich arbeite günstiger als eine Bank? Oder ich möchte weniger verdienen als vorher und trage noch das unternehmetische Risiko? Ich bin unabhängig und nicht günstiger!

  22. Ist bei SIMPLEX nicht mal wieder McKinsey federführend dabei? Ich bin mir sicher, dass die 23-jährigen Bubigesichter den Finanzplatz Schweiz mit ihren brillanten Slides retten werden! Bei der CS machen sie es ja auch gerade vor…

  23. Die Kantonalbanken könnten wie die Landesbanken in Deutschland zu einem Bleifuss der Volkswirtschaft werden.

    Man muss von ihnen verlangen, dass sie zum traditionellen Bankgeschäft zurück kehren im Sinne, wie ihrer Schaffung zu Grunde gelegen ist.

    • @icf: ziel dieser banken sollte ja sein, dass kredite bei den kmu’s ankommen, nicht bei der ib landen. mich würde mal interessieren, wie es bei den „kommerzlern“ dazu aussieht? von denen lese ich praktisch nie etwas? alle jammern, dass das viele notenbank geld nicht in der wirtschaft ankommt, aber höre von diesen speziellen kubes praktisch nichts..wieso? haben sie selber die hose voll und gehen keine risiken ein oder ist das auch von oben einindoktriniert?