Venezuela-Betrug fliegt Bär-Chefs um die Ohren

NZZ bringt 700 heisse Konten – Zürcher Privatbank steckt knietief im Korruptions-Sumpf – Topfrau Betty Sanchez voll dabei.

Die NZZ legt 70 Venezuela-Kunden mit 700 Konten rund um Ex-Bär-Mann Matthias Krull offen, die Teil einer gigantischen Korruption im ausgenommenen Latino-Land sein könnten.

Damit explodiert die Venezuela-“Bombe“ direkt im Bär-Hauptquartier an der Bahnhofstrasse. Die Frage stellt sich, ob die Privatbank den Skandal als unabhängige Bank überleben wird.

Details zeigen, wie die Bär-Chefs nie eingegriffen haben und neue Exponenten holten, die selber knietief im Fall stecken. Die Bär-Spitze hat nicht aufgeräumt, sondern gemauert und verwedelt.

Nun geht’s Schlag auf Schlag. Heute verschwindet die Bär-Aktie aus dem SMI, morgen gibt Präsident Daniel Sauter das Kommando ab. Es übernimmt Romeo Lacher.

Der Ex-CS-Spitzenmann könnte Iqbal Khan, seinen früheren Boss bei der Grossbank, zum neuen CEO der Bären machen. Danach ist alles offen: Kauft die CS die Julius Bär? Oder die UBS?

Sicher ist: Die Julius Bär ist massiv angeschlagen. Der Grund liegt in einem kompletten Versagen der Compliance. Sprich: Die Zürcher haben nie durchgegriffen. Sie tun es selbst jetzt nur auf Druck und halbpatzig.

Venezuela bringt das grosse Versagen der Julius Bär mit aller Brutalität zum Vorschein. Unter dem hohen Ex-Lateinamerika-Chef Gustavo Raitzin hatte ein Direktor namens Marc Sulser freie Hand.

Der wiederum hatte in Matthias Krull, der inzwischen zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, einen Berater mit Kunden, die direkt mit dem Regime in Venezuela verbunden waren und sich die Taschen füllten.

Rosa Backen, schwarze Konten: Krull (OCCRP)

Der Skandal könnte nicht grösser sein. Venezuelas Bevölkerung steht Schlange für Lebensmittel, während die Nachkommen von Hugo Chavez, dem Mann der Bewegung, ihre geraubten Milliarden in der Schweiz und anderswo versteckten.

Bär half dabei. Nicolas Maduro, der Chavez-Nachfolger, der fast alles macht, um an der Macht zu bleiben, hat einflussreiche Höflinge um sich geschart.

Einer heisst Raul Gorrin, ein Tycoon mit eigener TV-Kette. Gorrin brachte riesige Geldmengen ausser Land. Wie? Mit Hilfe von Bär-Banker Matthias Krull.

„Haben Sie Hushmail?“ Krull (US Justiz)

Gorrin ist gemäss US-Anklageschrift „Conspirator 7“. Krull war Gorrins Privatbanker. Eine Passage in der US-Anklage von letztem Sommer lautet übersetzt ins Deutsche wie folgt:

„Im Oktober 2016 traf sich die vertrauliche Quelle (der U.S. Ermittlungsbehörde) mit Mattias Krull in Panama.“

„Krull erklärte, dass er eine Bank suche, um im Auftrag eines Kunden, ‚Conspirator 7‘, etwa 600’000’000 US-Dollar aus einem Devisengeschäft mit PDVSA (die staatliche Venezuela-Ölgesellschaft, Anmerkung der Redaktion) zu hinterlegen.“

„Die vertrauliche Quelle erfuhr, dass sich diese Gelder bei der Gazprombank befanden. Die vertrauliche Quelle bot an, einige Optionen zu untersuchen, dazu aber einen Vertrag benötige, der die Herkunft der Gelder beweise.“

„Am 8. November 2016 erklärte Krull, dass er den Vertrag habe. In einem WhatsApp-Chat vom 17. November 2016 fragte Krull, ob die vertrauliche Quelle „The hush“ habe (Hushmail, ein verschlüsselter E-Mail-Anbieter, AdR), und die vertrauliche Quelle habe eine Hushmail-Adresse angegeben.“

„Am selben Tag kam ein PDVSA-Darlehensvertrag beim Hushmail-Konto der vertraulichen Quelle an.“

So ging das. Und zwar nicht vor hundert Jahren, sondern vor gut 2. Da war Banker Krull bei der Julius Bär hochgeachtet und konnte tun und lassen, was er wollte.

Zu jener Zeit übernahm eine bekannte Spitzenfrau das Zepter als Lateinamerika-Leiterin von Bär. Ihr Name: Beatriz Sanchez, genannt Betty.

Betty Sanchez sollte nun aufräumen. Doch wie? Sanchez steckte selbst tief im Sumpf. Sie war bis 2008 hohe Beraterin bei der HSBC Schweiz in Genf.

Betty wetti: Sanchez‘ steile Karriere (Teledata)

Über die Konten des Schweizer Ablegers der englisch-asiatischen Grossbank lief ein grosser Teil des Venezuela-Betrugs. HSBC Private Bank (Suisse) leuchtet im Venezuela-Korruptionsfall greller auf als die meisten anderen involvierten Banken, darunter die Schweizer EFG.

Sanchez war bei der HSBC Schweiz verantwortlich für das Private Banking International, und zwar bis zu ihrem Weggang im 2008.

Der Betrug mit dem Venezuela-TV-Tycoon Gorrin und dessen Konten bei der HSBC geht zurück auf 2007. Damals war Sanchez somit noch voll dabei.

Ein Sprecher der Julius Bär betont, dass Beatriz Sanchez Teil der Lösung sei. Unter ihr würde die Bank mit ihrer Vergangenheit aufräumen.

Als Sanchez nach ihrer Zeit bei HSBC Schweiz zur US-Erfolgsbank Goldman Sachs wechselte, blieb ihr wichtigster Vertrauter vorerst am alten Ort zurück.

Es handelt sich um einen grossen und langjährigen Venezuela-Kundenberater namens Angelo Mazzarella. Der Name taucht rund um den Venezuela-Grossbetrug unzählige Male auf.

El Banquero der Venzuela-Cronies: Mazzarella (Teledata)

Mazzarella und Betty Sanchez waren bei der HSBC ein Herz und eine Seele. Dank Mazzarellas Venezuela-Kunden konnte Betty Sanchez die Karriereleiter beim Finanzmulti erklimmen. Via Goldman Sachs landete sie schliesslich bei der Julius Bär im Olymp.

Warum nicht mal ein Karibik-Resort? Mazzarella hat’s (Infodio.com)

Sanchez und ihr Lieblings-Banker Mazzarella nutzten für ihre Venezuela-Kunden einen externen Vermögensverwalter. Auch dieser taucht im Korruptionsfall des einst wohlhabenden und heute völlig verarmten Lateinamerika-Lands auf.

Die tiefe Verstrickung in den Fall Venezuela und dessen PDVSA-Ölkonzern wird für die Julius Bär zum zentralen Stresstext. Sie kann zwar auf Schonung durch die Aufsicht Finma hoffen. Doch diese kann nicht völlig wegschauen, zu gross ist der Druck der scharf ermittelnden USA.

Nun versuchen sich die Bär-Chefs zu retten, indem sie die Flucht nach vorn ergreifen. Aus der NZZ-Story lässt sich ableiten, dass der scheidende Bär-Präsident Sauter morgen den Venezuela-Skandal offenlegen will. Damit soll er reinen Tisch schaffen für den neuen Kapitän, Romeo Lacher.

Das Problem mit der Strategie der Reue ist: Sie ist unglaubwürdig. Betty Sanchez bleibt trotz ihrer Venezuela-Vergangenheit in ihrem hoch bezahlten Amt.

Bärs Lateinamerika-Chefs helfen ihren reichen Kunden weiterhin beim Verstecken von Geldern, wie Vorgänge rund um Kolumbien und Panama nahelegen. Ex-Bär-Kader werden dort externe Vermögensverwalter – und betreuen weiter Schwarzkonten.

Die grosse Compliance-Offensive, welche die Bär-Verantwortlichen vor sich hertragen, ist somit vor allem eines: Showtime. Zuerst riskieren die Bären Kopf und Kragen im verseuchten Latino-Kontinent. Dann inszenieren sie das grosse Reinemachen.

Diese Darstellung sei falsch, kontert der Sprecher der Bär-Bank. Der Fakt, dass Beatriz Sanchez den Bär-Ableger in Panama geschlossen habe, würde belegen, dass unter der Lateinamerika-Chefin hart gegen Verfehlungen durchgegriffen würde.

Kommentare

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  1. 2 wichtige Bemerkungen:
    – Die Compliance der Bär ist ein Witz, eine reine PR-Operation. Oder sogar eine Vertuschung-Operation.
    – Die Sicherheit von WhatsApp ist auch ein Witz. Wie sonst kann ein Tribunal in Miami die Nachrichten zitieren?

    • @hacker superbrain: Die WhatsApp-Nachricht stammt ganz einfach von einem, der gesungen hat: „the CS“ (Confidential Source), früher Komplize von Krull, heute im Zeugenschutzprogramm.

      PS: Zum ersten Punkt 100% Zustimmung!

  2. Was die Kommunisten in Venezuela arbeiten grosse Mengen Geld in ihre eignen Taschen und lassen das Volk darben. Das kann doch nicht sein bei den Gutmenschen des linken politischen Flügels. Schicken Sie diesen Artikel unbdingt an die SP Grössen Wermuth, Ziegler, Wyss, Funiciello, Molina usw. Die werden recht enttäuscht sein über ihre Genossen in Venezuela

    • Wieso enttäuscht? Die machen doch genau das, was die Sozialisten schon immer getan haben, egal ob National oder International.

    • Wieso sollten die enttäuscht sein? Die in Venezuela machen doch genau das, was die Sozialisten schon immer getan haben, egal ob National oder International.

  3. Also die CH ist voll angesagt. Bis vor kurzem waren wir noch die langweiligen Bauern, heute sind wir voll die krassen Banditen 😛
    CS, Bär, Raiffeisen u.s.w. Leck wenn wir so weiter machen sind wir Thema Nr. 1 in Hollywood 😀
    Jungs macht weiter so, wir werden keine Banken haben aber zumindest gehen wir in die Geschichte betreffend „kleines aber OHO Land“.
    Da sind ja die Russen und Italos nichts dagegen. „LOL“

  4. Halbpatzig? Wem vom Schreiben von Millionen und Milliarden der Schädel brummt, dem kann es leicht passieren, dass er beim Halbbatzen (= 5 Rappen) patzt.

  5. Ich verstehe das Problem nicht. Was ist an diesem Fall anders als bei all den anderen Steuerhinterziehern, Diktatorengeldern etc.? Das ist doch das hier so sehr vermisste Swiss Premium Banking, die gute alte Zeit. Julius Bär hat sich doch sehr schweizerisch gezeigt, ein bisschen mehr Nationalstolz bitte

  6. Venezuela?
    Schon 1982 lernte ich einen Suedamerika-Verkaufsleiter (Maschinenbau) mit umfassendsten Erfahrungen in Venezuela kennen, er sagte damals: In Venezuela arbeiten nur ca. 50 Venezolaner (Oberschicht) und sonst nur kolumbianische Einwanderer. Da hat sich bis heute nichts geaendert, die Denke dort ist kommunistisch gepraegt. Europa sollte sich auch aus der Politik in Venezuela heraushalten. Es gibt eine TV/Radio-Wahrsagerin aus Los Angeles, die ca. Sept/Okt 19 einen erfolgreichen russischen/chinesischen Krieg auf nordamerikanischem Boden erwartet in Reaktion auf US-Aktivitaeten in Venezuela. Normalerweise waere ich mit einer solchen Voraussage sehr vorsichtig, aber militaerisch (EMP-Krieg, kein Strom/Keine Telekommunikation, Feind oder Freund im Nachbarort ist unklar) ist ihre Beschreibung fuer jemanden, der schon mal z.B. mobile Fuehrerhauptquartiere fuer den Nuklearkrieg mit EMP-Schutz angeboten hat, hochinteressant.
    Schweizer Banken sollten Laenderprioritaeten setzen, gegenueber USA-Firmen ohne Automatischen Infoaustausch haben sie ohnehin einen schweren Stand

  7. Die Konten werden jetzt bei der Bär geschlossen und in US BAnken transferiert, welche diese Gelder mit offenen Armen empfangen und gleichzeitig mit dem Finger auf die JB bzw. CH

  8. Dasselbe Geld, daß früher unter Chavez aus der PSDVA in die Schweiz kam, soll unter Guaido aber diesmal in Richtung USA gehen.

    So what ?

    Gehen die schwarzen Kassen in die Schweiz, ist das hochkriminell, gehen Sie nach Nevada oder Delaware, ist alles in Ordnung ?

    Euch Schweizern sei hinter die Löffel geschrieben: es nützt nichts, Schweizer Banker zu Ganoven zu machen, damit die Ganoven in den Ländern ohne OECD-Abkommen den Schweizer Bankenplatz ausplündern können.

    Oder um es mit dem alten Indianer zu sagen:
    „Erst wenn ihr den letzten Bankangestellten zum Strassenkehrer degradiert habt, die letzte Großbank aburteilen liesset von fremden Mächten, den letzten Kunden am Schalter abgewiesen habt, weil er nicht die richtige Steuernummer hatte, dann werdet ihr erkennen, daß mit Käse und Bergtourismus allein kein Porsche Cayenne mehr fährt, kein Malediven-Urlaub bezahlt werden kann und ihr die Zugehfrau wieder nach Albanien zurückschicken müsst.“

    • liebe nördlicher nachbar, sie haben recht. verkennen sie nicht, das die CH das so will, sie übt halt noch ein bisschen. greta lehrt unsere junge u alte generation , was man nicht machen darf, die umverteilungsmaschinerie beherrschen wir schon gut. habeck und palmer in berlin, resp. in tübingen sind uns seit dieser woche mächtig voraus und glauben sie mir, die geriontokratie vom zürichberg wird auch dazu ihren segen geben. frau mauch hat sicherheitshalber den kanton schon eingemeindet.

    • @Kurt
      Schon mal was von OFAC und Hidden-OFAC gehört? Ist dann halt saudumm, wenn man als CH-Bank Dependancen in den EE.UU hat. Das DOJ scheint im Gegensatz zur FINMA sehr auf Draht zu sein. Vor allem wenn es um’s (Schwarz)Geld geht. Selbstverständlich unter Beachtung des Leitsatzes: „Quod licet Iovi, non licet bovi“.

      In VE gibt es einen Spruch: „Jeder Depp hat 100Millionen $$$, …geklaut“.

  9. jo hopela, so so, dachten sie wirklich, die kommen so davon…?!? ha ha, hau den Bär, nicht den Lukas –>> well-done LH!!

  10. Julius Bär ist geil und toll!!!

    Mögen alle Milionäre dort werden und unser Land (Schweiz) die AHV Kassen füllen und euch Heuchlern und Motzitanten das Arbeitslosengeld geben!
    Hoch Lebe viel Geld verdienen! Man muss es schon aus dem Fenster werfen, damit es an der Türe wieder rein kommt.

  11. Die Welt ist sehr einseitig. Venezuela ist ein Politchaos erster Güte. Womöglich ein Syrien 2.0, Russen und Chinesen mischeln mit, die CIA auch. Eine Filmvorlage für Francis Ford Coppola.

    Hingegen ist erstaunlicherweise niemand interessiert, die Fantastilliarden der Kolumbianischen und Mexikanischen Drogenkartelle zu finden – deren Drogenproduktion momentan
    seit der Zerschlagung des Medellín Kartells raketenhaft
    zugenommen hat.

    Warum wohl?

    • Moment… Es ist nicht das gleiche!
      Das Business mit Drogen gegört der CIA. Wie sonst könnten sie ihre schwarze Operationen finanzieren? Das weisse Haus ist auch drin verwicklet.

  12. Das alles hat die heutige GL zu verantworten. Von Hodler über Bersier, Dreckmann, all die Private Banking Fürsten. Und der Legal Council schläft weiterhin, wie der gesamte VR unter Sauter. Wäre ich Aktionär, ich würde denen an der GV die Leviten lesen.
    Und Bundesrat Maurer (SVP) wäre gut beraten, bei der FINMA mal endlich aufzuräumen. Aber da wehren sich wahrscheinlich Blocher, Matter und Kumpanen dagegen.

    • @Müsli: Nö, der Legal Counsel schläft nicht, das scheint nur so. Stell dir ein träges Krokodil vor, das stundenlang auf der Lauer liegt, um dann blitzschnell sein ahnungsloses Opfer zu überfallen. Eine Stufe darunter gehts jedoch viel, viel lustiger her und zu, ganz nach dem Motto: Ich kümmere mich die Bohne, denn ich will ja das Geschäft nicht gröblich aus den Augen verlieren. Klingt ziemlich wirr, aber glaub mir: Hier gehts zu wie im alten Rom.

    • @Müsli: ist das dein Ernst, heisst der Typ wirklich „Dreckmann“?

      Mit so einem Namen ist man zum JB-Mitarbeiter prädestiniert.

  13. Julius Baer schließt Konten mit venezolanischen Beziehungen unter 25 Mio. Warum gute langfristige Beziehungen mit kleinen Konten schließen und die großen schmutzigen Konten offen lassen? das ist nicht aufräumen.

  14. Wenn ich solche Artikel lese wird mir schlecht. Es ist immer das Gleiche. Da wird oben gemischelt und Millionen abkassiert. Immer wieder immer wieder. Dann geht es weiter (siehe Bespiel Herr Collardi. Am neuen Ort beginnt das Spiel von Neuem…..
    Es ist unglaublich.
    Schlimm dabei ist, dass auf den normalen Mitarbeitern rumgehackt wird …. Die BJB ist nicht alleine. UBS ist in dieser Sparte ebenfalls bestens vertreten.

  15. Die gesamte Truppe ist doch involviert,aber läuft herum und streicht Boni ein, dass es kracht. Da kann sich manch einer noch eine Scheibe abschneiden

  16. Wenn jemand als „Teil der Lösung“ angekündigt wird, dann bedeutet dies, dass er bis zum Hals in der Sch…. steckt, und sich VR/GL fragen, wie man die Person entsorgt, ohne selbst im Scheinwerferlicht zu landen.
    Beispiele gefällig, von Bankern, die „Teil der Lösung“ waren. Dr. h.c. M. Ospel, Dr. P. Gisel, …

  17. tolle strorry, erinnert mich an den Namensvetter Felix und ja, ist fast ein Roman – aber bitte, ein ganz billiger, vom Kiosk aus der Reihe: Dümmer als die Polizei erlaubt.

  18. Ach Herr Hässig, Sie phantasieren wieder mal.
    Mit den ganzen weltweiten Verwicklungen in Dreckgeschäfte wird so schnell sich jeder hüten, den Bärenladen zu kaufen. Auf die Bären kommen unter Umständen noch Klagen in Milliardenhöhe zu, inklusive Entzug der Lizenz. Wer will so ein Fass ohne Boden kaufen?

    • Wer will das miese Öl (schwer und schweflig) aus Venezuela? – Öl ist nicht gleich Öl.

  19. Die pro forma Stichprobenkontrolle im Private Banking gehört zum big Business Case Bankgeheimnis dazu.
    Wer nicht mitmacht ist als Geschäftsverhinderer ungenügend qualifiziert.

    • In vorauseilendem Gehorsam handeln alle Subalternen danach, nur keine problematischen Stichproben ins Auge fassen. Diese würden zusätzlich unerwünschten Zeitaufwand bedeuten. Win/win: Weniger Arbeit, geringere Kosten, zufriedene Vorgesetzte, die natürlich nie so was voraussetzen.

  20. Kalter Kaffee IP.

    Keine neuen Infos; immer dieselbe Laier. Ich habe langsam das Gefühl dass Ihr bei IP entweder alle Kommentare unten selber gleich reinschreibt oder es nur immer dieselben 10 – 12 Personen sind, die hier gerne mal „Luft“ ablassen; auch wenn deren Reifen schon lange total platt sind.

    • Es zwingt Sie niemand, IP zu lesen. Also tuen Sie doch uns und Ihnen selbst einen Gefallen und bleiben Sie IP fern.

      Bye bye…

  21. Es gibt Kasino – Kapitalisten und “ Schmutzige“ Kapitalisten…ich lasse euch die Trennung zu machen…
    Tja, ich frage mich wie kann de Boris und Konsorten so gut schlafen, wenn sie hören, dass tausende von Leuten sterben in Venezuela, da sie nicht zum essen und trinken haben…
    Ich veurteile nicht, nein. Ich bin weder moralist, noch sozialist oder irgendein – ist….
    Ich denke nur dran und verstehe nicht was hier passiert: de Hans Bär mit seinem Buch, Fett und Impotent, dreht sich in den graben…FINMA schläft und schläft, sie spielen gar nicht Golf, sonst wäre nicht so Bleich. Einfach fokusieren sich auf falsche, zum Teil unnötige Regeln, die niemanden verfolgt, oder will immer besser geschrieben bin ins Detail Berichte, die nicht mehr Aussagekräftig sind…
    Wollt ihr das? Dann haben sie….ich bin nicht neidisch….schlimmer als Geld-Arm zu sein ist nur noch “ Seelisch – Arm“ zu sein…und das sind nur Beweise dafür. Ich beurteile nicht, alles ist Transparent….fait vos jeux monsiers und dames…

    • Das ist doch dem Boris gleich ob die Eingeborenen verr…….,solange sein Bonus hinaufschnellt ist die Welt für diesen in Ordnung.

  22. Ein guter Rat an UBS und CS, lasst die Finger weg von der Bank Bär, denn ihr würdet euch nur noch weitere, bis heute ungeahnte Probleme, schaffen!

  23. Früher war die Schweiz ein Ort der sogenannten Neutralität, weil alle Seiten von diesem Status Quo profitierten.
    Heute sind auch Blogs wie der IP einfach nur noch Sprachrohre der US-Amerikaner.
    Ein wenig Objektivität zu Venezuela und der Sprache über die dortige amtierende, bleibende und gewählte Regierung wäre angebracht.

    • „…die dortige amtierende, bleibende und gewählte Regierung…“.
      In der Tat gewählt wie zu Honeckers Zeiten in der DDR, gell? Oder haben Sie einfach die Wörtchen „Ironie aus“ vergessen anzufügen?

    • Aber Kopf im Sand hilft auch nicht – ein kurzer Blick auf eine andere ‚Insel’ in der EU sollte hier einen die Augen öffnen …

    • Whatever you say. Aber in welchem Verhältnis steht die Verschwörungspolitik zu kolportierten Unregelmässigkeiten wie im Artikel beschrieben. Will da etwa jemand ablenken? Z. B. von der Absurdität, dass Freiwilligkeit von Stichproben nach dem Gusto des Beraters? Legalisierter Interessenkonflikt sagt man dem besser.

    • Sie meine die Regierung, die das Parlament entmachtete und die Opposition von der Beteiligung an der ausschloss? Soso. Und das finden Sie als Schweizer mit einem direktdemokratischen System gut? Einfach weil es Sie ja nicht betrifft? Ok.

    • Der Input für IP kommt nicht von US, sondern von EU.
      Das irische IFSC nimmt den wenigen Private Bankern die es am Paradeplatz noch gibt, die Marktanteile weg.
      Ebenso Luxemburg. Dafür brauchts keine US.
      Das inländische Kapital hat schon lange keine Lust mehr auf inländische Banker. Deswegen betreut der inländische Banker eben Kunden in APAC und EMEA.
      Wobei, inzwischen wird Ost Kapital von Ost Bankern mit Wohnsitz CH betreut.

    • Wenn man objektiv über die Vorgänge der letzten Jahre in Venezuela berichten würde, müsste der Ton wohl noch deutlich anders sein. Venezuela ist an Tragik nicht zu überbieten. Wer es normal findet, dass die Verbündeten Maduros in China, Russland, Kuba, Nicaragua, etc. sitzen, dem ist definitiv nicht zu helfen; allenfalls zu wünschen, in Caracas leben zu müssen. Wer solchen Regimen und deren Profiteuren hilft, verdient keine Schonung.

    • Erstens hab ich als Nichtschweizer keine Meinung dazu, was ein Schweizer denkt. Zweitens weine ich über so viel Voreingenommenheit, die sich wohl aus Blick, 20Mietn… Minuten oder dem SRF speist.
      Sie sind ein schönes Beispiel dafür, wie Meinung gebildet wird und sich dann Bildnung schimpft.
      Ich würde mal Billy Six anhören. Der hat eine sehr differenzierte Meinung zu Maduro und seiner Regierung, die er gewählt und ohne Platitüden aus den USA äussern kann.

      Apropos entmachtet: Maduro wurde von der überwiegenden Mehrheit der Venezulaner gewählt und wiedergewählt und Millionen gingen für ihn auf die Strasse. So sind die Fakten. Hier heisst es natürlich „Fake News“, weil die Realität mal wieder nicht passen will.

      Apropos2 – nicht passen will: Demokratie ist für Demokraten nur dann sinnvoll, wenn der richtige gewählt wird oder? Die gloreiche Opposition in Syrien spricht ja auch für sich.

      Apropos3 – spricht für sich: Wenn jemand einen Mordanschlag plant, durchführt, braucht er sich – und vorallem die Hintermänner – nicht wundern, wenn der Attentäter eingesperrt wird. Wo wir wieder in Syrien wären.

    • @feinindeneigenenreihen
      Klar, es sind immer die bösen US-Imperialisten: alles in Venezuela ist natürlich super, niemand hungert und die Regierung von Maduro ist rechtens gewählt. (Genauso wie in anderen „Demokratien mit sozialistischer Prägung“). Die Volk demonstriert für Maduro- das gibt ihm natürlich Legitimität. Und der Ölindustrie könnte es nicht besser gehen, das wird wie voll investiert und Öl gefördert.
      Hören Sie doch auf mit Ihrem Schwachsinn! Auch durch die Brille des US-kritischen Betrachters ist es doch offensichtlich, dass das Land an die Wand gefahren wird.

      Apropos: Ihre Aussage, dass in einer Demokratie das Ergebnis nur zählt, wenn das richtige herauskommt, ist auch nur peinlich. Vor allem, wenn das im Zusammenhang mit einem Beitrag über Venezuela gebracht wird.

      Und was soll das Geschwafle zum Thema Neutralität. Die Eidgenossenschaft ist neutral. Die Medien inklusive IP können sein was sie wollen, link, rechts, daneben. Es sind keine Staatsmedien, die können sagen was sie wollen, das ist das schöne an einer Demokratie! Aber das verstehen Sie als Nicht-Schweizer wahrscheinlich nicht.

  24. Nun bis sich die Penner bei der Finma beginnen zu bewegen, werden die US-Behörden den ‚Lead‘ schon lange übernommen haben. Man darf bereits spekulieren, wie ‚teuer‘ das Versagen der Bär-Organe und der Aufsichtsbehörde den Finanzplatz Schweiz neben dem Reputationsschaden zu stehen kommt.

    • FINMA – zu einem grossen Teil ein Drama (oder gar Lachnummer?).

      Vorschriften über Vorschriften
      z.B. wie man einen Lift bauen muss so dass die FINMA direkten Zugang zur Direktion eines Fonds hat…
      Nach 30 Jahren im Ausland darf ich als CH keine Hausratsversichertung mehr haben (FINMA Vorschrift)
      etc

      Aber dort wo die Banken Bocken und aus unerklärlichen Punkten nichts tun wollen z.B. ausbuchen von Madoff Fund Fairfield (UBS) tut FINMA nichts…. So hat UBS hunderte Madaoffkunden….Oder hat UBS etwas zu verstecken??

  25. … und wieso genau fliegt das Collardi nicht oder noch nicht um die Ohren. Genau solcher Mist bringt unsere Banken und den Finanzplatz Schweiz in Bedrängniss. Wieso sind es oft Deutsche und Secundos (kann gerne ein paar Namen nennen) welche keine Grenzen kennen. Endlich im grossen Banking angekommen uns dann vollgas…. aufräumen können die anderen. Man abwarten wie die Geschichte bei der UBS-Multikulti-Frauentruppe weitergeht.

    • Grossartig, ein bisschen Ausländergeläster, ein wenig Frauenfeindlichkeit und schon stimmt das Weltbild wieder, richtig? Ich bin stolz auf Sie!!

  26. Wie viel davon hat der schöne Boris mitzuverantworten? Wird er allenfalls hier noch zu Verantwortung gezogen? Ist er bei Pictet überhaupt noch haltbar?

    • Was glauben Sie wohl, wie es möglich war trotz aller Warnglocken die komplette Compliance zu umgehen, wenn nicht ohne Zutun von ganz oben? Und was denken Sie wohl, wie viel in der Bank Bär passierte, wenn es um derart hohe Vermögenswerten geht, ohne dass ein CEO, der sich nur zu gerne mit den Reichen dieser Welt inszeniert, von alledem wusste?

      Man könnte es aber auch einfach so sagen. Wenn er von alledem wusste und sogar noch mitgewirkt hat, müsste sein Kopf rollen. Wenn er nichts von alledem wusste, auch. Denn in beiden Fällen hätte er denke ich seine Pflichten der ordentlichen Geschäftsführung verletzt. Einmal aktiv, einmal passiv, weil es nämlich gar nicht möglich sein darf, dass so etwas hinter seinem Rücken passiert.

    • Pictet hat keinen Verstand, den Collardi anzustellen und es gibt immer noch Leute, die ihm nachhöselen.

  27. Kapiert ihr’s doch endlich: JB hat doch die ganze Führungsriege betreut. Der Chief Risk Officer, Bernie Hodler, wurde dann raufbefördert. JB steht nun mit dem Rücken zur Wand… die Übernahme kommt sicher… spätestens sobald die US Behörden agieren – und die sind in der Regel nicht zimperlich.

  28. Also die Bildunterschriften sind manchmal besser als jeder Comic: Rosa Backen, schwarze Konten: Krull. Grossartig!!!

  29. Hodler wird langsam merken, dass die Julius Bär eine Nummer zu gross für ihn ist. Er ist abwesend, sagt kein Wort und versteckt sich wie ein kleiner Bub mit schlechtem Gewissen. Herr Hodler, seien Sie ein echter CEO und stehen Sie endlich mal hin und reden. Ihre Zeit ist sowieso schon abgelaufen und der VR täte gut daran, endlich einen fähigen CEO einzusetzen. Das ist ja kaum auszuhalten, wenn Verwalter die grossen CEOs spielen wollen.

    • es ist erschreckend, dass unsere Wirtschaft eigentlich nur die Gesellschaft widerspiegelt.
      Seien wir mal ehrlich. Jeder nimmmt, wenn er kann……
      Die Frage ist nur: was nachher?
      Hi hi hi Ha ha ha

    • @Crypto. Das stimmt. Die Zeit der grossen Banker ist bei uns vorbei. Ein Verwalter folgt dem anderen – Erfolge, die auf diese Führungskräfte zurück zu führen sind, fehlen. Auf jeden Foto von Hodler sieht er traurig und verloren aus. Er weiss, dass seine Zeit gezählt ist und er bald ersetzt wird. Charisma fehlt und die moderne Brille und der Dreitagebart macht es auch nicht besser. Der VR würde gut daran tun, ihn endlich auszutauschen. Die Bank braucht nach dem Abgang von Boris wieder ein echtes Zugpferd.

  30. Eine schlechte Figur dabei machen die Bär-Juristen.
    Drei haben kürzlich Reissaus genommen, u.a. zur UBP.
    Statt sich um die grossen Brandherde zu kümmern,
    veranstalteten sie eine Hatz auf Elmer.

    • Josef Ackermann müsste im Ruhestand sein.
      Andere erfolgreiche Banker sind mir nicht bekannt.

  31. Als Kunde würde ich mich ernsthaft fragen, ob man bei einer solchen Bank wirklich richtig aufgehoben ist. Will ich aktiv solche Machenschaften unterstützen? Ist das „ Swiss Banking“ wie man es sich wünschen würde? Abnicken nur weil man seinem Kundenberater nicht zu Nahe treten will? Diese Bank besteht zum grössten Teil aus geldgierigen Abzockern ohne Rückgrat. Das Ende des Managements ist sehr Nahe… und das der Bank möglicherweise auch. Solche Banken wollen wir nicht mehr in der Schweiz. Und dann reden sie von Nachhaltigkeit und Next Generiation. Merkt hier niemand dass sie alle nur blenden???

  32. Als einfacher Angestellter frage ich mich, wie können solche Personen über Jahre ihren Job behalten, dem sie offensichtlich nicht gewachsen sind.
    Zur Erinnerung, seit Jahren wirken bei Bär Roman Baumgartner, Compliance Chef und Martin Eichmann als AML Spezialist. Beide CS-Bodies und „Kumpels“ von Boris. Es könnte der Verdacht entstehen, dass „Verbandelungen“ extrem wichtiger sein als Fachwissen. Diese Schlussfolgerung darf man ohne schlechtes Gewissen ziehen, mit Verweis u.a die Venezuela Story (Ruag, Höness, FIFA und viele andere). Die nachweisbar unter deren Zepter durchgewunken worden sind. Wo ist hier die FINMA? Wer gibt den Bären noch die Gewähr zur einwandfreien Geschäftsführung?

    • Entschuldigung, aber Sie sind wahrscheinlich noch nicht lange in dieser Branche, wenn Sie sich ernsthaft diese Frage stellen. Ab gewissen Sphären zählen und zählten Beziehungen und am besten noch ein zusätzlicher HSG Stempel schon immer mehr als jegliche objektive Qualifikation. Ganz oben muss man vom Fach ja auch nichts mehr verstehen. Dafür hat man seine Untertanen. Ganz oben geht es ums Repräsentieren. Ach, und natürlich ums exorbitante Absahnen.

  33. Kauft die CS die Julius Bär? Oder die UBS?

    Dann soll also gewissermassen „Venezuela/Brasilien“ (Bär) mit „Mosambik“ (CS) bzw. mit „Papua Neuguinea“ (UBS) zusammengelegt werden!

    Aber Branson faselt natürlich lieber über inländische Hypotheken und spielt den lokalen „tough cop“, statt den bösen Buben bei Bär, CS und UBS mal auf den Schlips zu treten!
    https://www.finanzen.ch/nachrichten/konjunktur/finma-warnt-vor-blase-bei-renditeimmobilien-1028085875

    Bei ein paar Banken bzw. Grosswaschanstalten müsste seit langem dringend der Stecker gezogen werden – Arbeitsplätze hin oder her!

    Wann werden die Herren Mark Branson, Boris Collardi, Urs Rohner und ihre Kumpane endlich in die Wüste geschickt?

    Das „vorgelebte Aufsichtsverständnis“ bzw. die Arbeitsverweigerung der FINMA verursacht permanenten Brechreiz.

  34. Bravo, Lukas Hässig!! Im Unterschied zum Wischiwaschi der NZZ hier deutsch und deutlich aufgezeigt, wo die Probleme beim Bär lagen bzw. immer noch liegen. Denn dass unter dem ehemaligen Risikochef und heutigen CEO, der weit über ein Jahrzehnt lang dieses systemtische Wegschauen mitgetragen hat, nun plötzlich ein fundamentaler Kulturwandel stattgefunden haben soll, glauben nur naive NZZ-Journalistinnen in ihren warmen Schreibstuben.

    • Tja die nzz lebt halt auch von anzeigen Einnahmen… ganzseitige Inserate in Farbe von Banken möchte man ja schliesslich behalten…
      …. es ist ja bekannt das man die Hand die einen füttert nicht beisst….und das „Money makes the world go round“

    • Das Erbe Collardis entpuppt sich immer mehr Supergau für JBB. Ob Pictet sich bewusst ist wenn sie an Bord geholt hat!

  35. Der Chef Geldwäscherei (M.Eichmann) hat das mit seiner jahrelangen Untätigkeit und aktivem Verschleppen von Massnahmen zu verantworten.
    Er wartet vermutlich noch ab, ob nach einer Übernahme von JB für ihn noch ein lukrativer Job übrigbleibt…

    • Eichmnann war schon immer eine Fehlbesetzung – schon im EBS Projekt.
      Nun wurde er einfach zum Clown befördert, der alles abnickt!!

      Das schlimmste daran: Er glaubt wirklich, dass er eine Koriphäe ist. Selbstüberschätzung, wie man es in der heutigen Zeit der Narzissten leider allzu oft sieht.

      Carpe diem

  36. Unter Sonnenkönig Boris gab es nur das untraaggressive Wachstum als Plan. Die Mitarbeiter waren nur überbezahlte Marionetten. Zeit, dass Köpfe rollen, auch bei der abeala untätigen FINMA, welche unter Mark Libor auch nie was machte.

    • In fast allen westlichen Ländern kann die Aufsichtsbehörde Geldstrafen verteilten in der Schweiz jedoch nicht.
      Ob das wohl politisch gewollt ist? Nun ja, die Antwort lass ich im Raum stehen…