Der Zürcher Hauptbahnhof ist sowohl in Bezug auf Passagiere als auch auf Zugbewegungen der dominierende Bahnhof der Schweiz und ein bedeutender internationaler Verkehrsknotenpunkt.
2024 wurden in Zürich HB durchschnittlich 411’000 Ein- und Ausstiege pro Tag gezählt. Hinzu kommen weitere Bahnhöfe auf Stadtgebiet mit hohen Frequenzen von Zürich-Oerlikon bis Zürich-Wollishofen.
Weit abgeschlagen fungiert an zweiter Stelle der Bahnhof Bern.
Man möchte nun meinen, dass die staatlichen SBB alles dafür tun, um die Zürcher Bahnhöfe in tadellosem Zustand zu halten. Das ist jedoch immer weniger der Fall.
In den Bahnhöfen sind defekte Abfahrtsanzeiger häufig geworden. Die Reparaturen werden über Monate nicht ausgeführt.
Wie etwa im Bahnhof Stadelhofen an Gleis 3. Ebenso nicht im Bahnhof Museumsstrasse von Zürich HB.
In Zürich-Wiedikon, übrigens dem einzigen Ritterbahnhof der Schweiz, steht die Hauptuhr in der Bahnhofshalle seit Monaten still.
Die SBB machen sich nicht einmal die Mühe, die defekte Uhr wenigstens abzudecken, um bei den Kunden Missverständnisse zu vermeiden.
Auch die Toiletten sind seit längerer Zeit ausser Betrieb. Das nahe Restaurant hat ersatzweise ein Kässeli für dringliche Notdurften von Bahnkunden eingerichtet.
Als Antwort auf eine Reklamation bestätigen die Bundesbahnen lapidar, dass in der Gegend diverse Perronanzeiger defekt sind. Das benötigte Reparaturmaterial könne zurzeit nicht geliefert werden.
Aus diesem Grund würden sich die Wiederinbetriebnahmen verzögern. Der Staatsbetrieb hat offenbar noch nie etwas von Ersatzteil-Management gehört.
Zustände wie in den gescheiterten, staatssozialistischen Ländern im Osten oder jetzt wieder im heutigen Deutschland.
Die SBB scheint das nicht zu stören. Hingegen hat die ÖV-Branche für Dezember 2026 eine weitere Preiserhöhung angekündigt.
Die hohen Gehälter der Staatsbediensteten müssen schliesslich finanziert werden.
Durchschnittlich werden die Tarife um 3,9 Prozent steigen. Der Preis für das Generalabonnement steigt sogar stärker als jener für Einzelbillette.
Das Halbtax-Abo verteuert sich um fünf Franken.
Die Branche rechtfertigt den Preisanstieg nicht zuletzt mit angeblichen verbesserten Dienstleistungen.
Aber eine Infrastruktur, die bei Störungen im Interesse der Kunden rasch repariert wird, gehört offensichtlich nicht zu diesem Verständnis.



„Man möchte nun meinen, dass die staatlichen SBB alles dafür tun, “ wozu denn? Die Leute kommen sowieso/trotzdem und bezahlen den Preis, auf wenn die SBB ihn erhöht. Kein Geschäftsmann wird investieren, wenn es nichts einbringt. Lebt damit, wie es ist.
Bald haben wir Zustände wie bei der Deutschen Bahn.
Die haben wir ja durch die Blume schon. Schaut euch mal um. Mit dem Schienennetz und den Verspätungen brauchts halt noch ein bischen Geduld. Aber das kriegen die auch noch hin.
Genau. Alles nur noch eine Frage der Zeit.
Dass bei der Schweizerischen Eisenbahnrevue andere die Kulturkampfartikel gegen das Gendern in ÖV-nahen Verlautbarungen schreiben, welches ja eine ernsthafte fachliche Auseinandersetzung im Rahmen einer Fachzeitschrift verhindere, sagt vielleicht mehr über das Niveau von IP aus, als Luki bewusst ist.
Recht hat Herr Streuli, dem ich im Übrigen für seine Lernbereitschaft im Zusammenhang mit Hatespeech hohen Respekt zolle, in dem Sinn, dass die Eisenbahn in der DDR für die Bewältigung des Personentransports eine ähnlich grosse Bedeutung wie die SBB hatte. Das wars dann aber schon mit Vergleich..
Bald wie bei der Deutschen Bahn – dort weigern sich sogar mittlerweile meine Kinder einzusteigen. Standen schon mehrmals 3,4 Stunden bei 35 Grad und ohne AC irgendwo in der Pampa zwischen Kassel und Göttingen oder so. Horror.
Die SBB erzielte im 2025 einen Pünktlichkeitsrekord von 94 Prozent. Bei der DB erreichten 60 Prozent der Fernverkehrszüge ihr Ziel pünktlich. IhrVergleich ist unangebracht.
Pünktlichkeit ist nur die halbe Miete. Es geht auch um solche Dinge wie die seit Jahren defekte Bahnhofsuhr, etc.
Klar: Sozi-Tsüri wen wunderst ? 🤷♂️
Sozi-Tsüri oder Sozi-Schwiizerli. Klappt das jetzt eigentlich, dass die Lastwagen auf der rollenden Schiene von Basel nach Chiasso fahren? Bei der Abstimmung hies das noch NEAT. Alpenschutz haben wir damals, glaube ich mich zu erinnern, auch abgestimmt. Die Infrastruktur unseres ÖV sieht in den Köpfen unserer Sozis sehr gut aus. Aber in Wirklichkeit?
Dee Alpenschutz war ja dann die Grundlage der Sozis, in allen Städten Tempo 30 auszubauen, obwohl das nie Bestandteil der Initative war. Die Masseneinwanderungsinitiative wurde dagegen nicht annähernd umgesetzt. Die Linken machen was sie wollen und wir schauen zu bzw gibt es immer noch zu Viele, die links wählen. Europa ist bereits zu Grunde gerichtet, was braucht es noch?
Dummkopf, das ist Sache der SBB!
Hauptsache die Ticketpreise steigen weiter. Mein Park and Ride Abo hat 2026 von CHF 500 auf CHF 700 aufgeschlagen mit je nach Urzeit ohne PP Garantie und abziehen auf Bundessteuer Ebene kann man auch nur noch CHF 3‘000. so macht ÖV Nutzung oder Umstieg sicher Spass
Abwechselnde Anspannung hält jugendlich frisch.
Will da jemand zum Ritter geschlagen werden? Soviel ich weiss, handelt es sich beim Bahnhof Wiedikon um einen Reiterbahnhof.
Aus dem Bahnhof könnte man Parkplätze machen.
Hahaha, exakt.
Die wären beim angestrengt forciert geförderten Einsatz von Lastenrädern aber sehr schnell in Dauerb!etrieb belegt.
Arbeite seit über 10 Jahren nähe Bhf Wiedikon. Die WCs haben schon damals nicht richtig funktioniert und man musste ständig oben beim Bistro das WC nutzen.
Hätten sie doch mal was gesagt???
ÖV-Dienstleistungen sind ohne Vollkaskoservice. Verstehe bis heute nicht warum Toiletten in Zügen gratis sind.
Das ist ein wahnsinnig wichtiger Beitrag.
Ohne diese Information gelesen zu haben, sollte man die SBB nicht mehr nutzen.
Zürich hat sich aufgegeben. Sieht man an den Graffiti und den politischen Wahlen
Fachkräftemangel mit globalen Lieferkettenproblemen machen sich sowohl kleinteilig wie kleinräumig nachhaltig unkontrollierbarer bemerkbar. Festgestellte Mängel mit Beschwerden sind immer schneller augenfällig als stillschweigend umbemerkt ohne grosse Aufmerksamkeit mit Influencerdefizit erfolgte Instandstellungen.
Die SBB spricht von „verbesserten Dienstleistungen“ – und liefert dann Premium-Erlebnisse wie Dauer-Billettkontrollen, als wäre man per se ein Verbrecher, und 2.50 Franken Eintritt für die Stadelhofen-Toilette, die eher an ein biologisches Experiment erinnert.
Das Kundencenter? Ein Meisterwerk des Scheiterns, das selbst ein simples Rückforderungsformular in ein Glücksspiel verwandelt.
Aber kaum vergisst man einmal zwei Minuten lang einzustempeln, stehen die Kontrolleure zuverlässig da. Wenigstens *ein* Prozess funktioniert.
Schöner die Kassen nie klingeln.
Vermutlich muss die Uhr ein rechter Bieler im linken Tsüri reparieren. 🤷♂️🤭😂
Ich nutze seit 2005 den ÖV für wechselnde Arbeitswege (SBB, verschiedene Busbetriebe, RhB).
Der ÖV ist in dieser Zeit deutlich pünktlicher und komfortabler geworden, das Angebot viel besser, häufiger, länger. Eine kaputte Uhr ist da verkraftbar.
aus eigener erfahrung weiss ich, wie schwierig es ist, jemanden zu finden, der eine alte halbmechanische grossuhr reparieren kann. und jede davon ist in der regel ein unikum, bauanleitungen sind oft verloren gegangen, ersatzteile gibts meist nicht zu kaufen. so was kann auch mal eine längere geschichte werden.
Quatsch. Irgendjemand hätte sich da sicher mal gefunden, wetten?
The New Normal ?!?
Die SBB braucht keine Uhren. Die SBB hat in Züri Kunden genug da diese auf die SBB angewiesen sind, da Züri Autofeidlich ist. Da kann man auf die Infrastruktur verzichten. Die Kunden müssen kommen wenn sie von A nach B wollen.
Alles verlottert und vergammelt in der Schweiz. Dank Staatsbetriebe und Verwaltung.
🧮🛎️⛳️Konstruktiver Input für die vielen besorgten, bezahlten Politiker der Stadt ZH vom gewaehlten Rat:
Vielleicht kann man bei der teuren Voliere für die paar Vögel etwas Geld für diese Uhr Rep. zurück legen? Oder der SBB auslehnen? Fuer die Uhr resp. die daily Pendlers? Oder die geplante, kuenstliche Joy & Fun Surfer Welle Uberbaung etwas zeitmaessig & politisch-thematisch „ent-priorisieren“? Vielleicht nochmals jeder Stadtrat (aber max. 1 Std/Speaker) zum Thema reden lassen, mit anschl. SRF Club Débatte, Talk@Tele10nach12 oder so? Attention to detail statt grosse Polit Surfer Wellen?
Danke Luki, dass die Leute, die hier „kommentieren“ dürfen, dann wenigstens nicht im ÖV rumpöbeln müssen.
Der Vergleich mit den früheren ostdeutschen Staat ist respektlos.
Sicher böten das CH Versagen in der Versorgung in allen Bereichen, die breite, intrinsische Bösartigkeit in der behördlichen Exekutive und die staatliche Übergriffigkeit auf allen Staatsebenen Grund zur Aufräumung in dem nationalen Stall. Aber die Verblödung und die kulturell ausgestalteten Grausamkeiten sind im Gegensatz zur DDR hier nie zu Ende gedacht und deshalb nicht systemisch, aber strukturell.
Die DDR opferte ein Volk; in der Schweiz sind die Leute betroffen, die nicht im Stechschritt mitmarschieren wollen oder können.
Ach ihr Dauer- und Allesmotzer, für wenige Franken bekommt der Verfasser eine Armbanduhr, die genau anzeigt. Auch nach dem Aufschlag ist Bahnfahren mit Halbtax immer noch günstigster öV-Transport.
Alles verlottert ist etwas stark zugespitzt. Und der DDR-Vergleich ist einfach Mumpitz. Etwas derartig runterzuwirtschaften, dafür braucht es jahrzehntelange Fachinkompetenz. 😉
Dasselbe gilt für die Anzeigen in Dübendorf oder am Stadelhofen… Seit Monaten wenn nicht schon ein Jahr (DDorf) „out of order“…
Hey Jürg, warst du jemals in der DDR?