Die Swiss verdient ein Heidengeld mit hohen Flugpreisen ab Zürich und Genf. Dieses landet in der Kasse von Mutter Lufthansa in Frankfurt.
Wenigstens kommen die Firstclass-Buchenden auf ihre Rechnung. Für sie haben die Swiss-Chef ein Sonder-Pyjama kreiert.
Von Zimmerli, der bekannten Schweizer Textilfirma.
In einem Beitrag im eigenen Airline-Magazin schwärmt die Swiss von Swiss-made. „Ein Stück Schweizer Textilgeschichte – handgemacht seit 1871“, steht im Bericht.

Unter einem Foto mit Näherinnen steht: „Eindrücke bei unserem Besuch in der Produktion von Zimmerli in Mendrisio (Tessin).“ Und weiter: „Alles entsteht in reiner Handarbeit.“
Das sei ein „Ansatz, der am Ende spürbare Unterschiede“ mache.
Schliesslich schreibt der Autor im Airline-Magazin: „An Bord von SWISS First erhalten Gäste ein hochwertiges Pyjama von Zimmerli.“
Damit ist klar: Die Swiss-Marketing-Verantwortlichen behaupten steif und fest, die neuen Zimmerli-Stücke für die wichtigsten Fluggäste würden in der Qualitätsnation Schweiz hergestellt.

Genau das stimmt nicht. Effektiv stammen die flauschigen Stücke nämlich nicht aus der schönen Südschweiz. Sondern aus Bulgarien.
Wo es ebenso schön sein mag. Doch das Label „Swiss made“, von dem die Swiss-Leute faktisch reden, trifft dann natürlich nicht zu.

Das hat die Zimmerli gegenüber einem Interessierten bestätigt. „Gerne informieren wir Sie darüber, dass das betreffende Pyjama nicht in der Schweiz produziert wird“, hielt die zuständige Zimmerli-Person per Email fest.
„Die Produktion erfolgt in unserem internationalen Produktionsstandort, in Bulgarien, die unseren hohen Qualitätsstandards entsprechen.“
Darauf angesprochen, gibt es von der Swiss-Medienstelle zunächst viel PR-Slang.
„Die Marke Zimmerli steht seit über 150 Jahren für Schweizer Handwerkskunst, höchste Qualitätsansprüche und äusserst sorgfältige Materialwahl“, schreibt eine Sprecherin der Airline.

„Dieses Selbstverständnis prägt auch die Pyjamas, die für SWISS First Gäste entwickelt werden.“
Dann spricht die Swiss von „wirtschaftlich effizient und in konstant hoher Qualität“, was „wie in der Airline- und Premium-Textilbranche üblich, in spezialisierten Produktionsstätten im Ausland“ sichergestellt würde.
Hohe Qualität mit grosser Effizienz schafft Bulgarien, nicht aber die Schweiz: Das die Logik der Swiss.
„Entscheidend ist dabei nicht der geografische Ort der Herstellung, sondern die konsequente Einhaltung der von Zimmerli vorgegebenen Standards“, so das Argument der Swiss-Medienstelle.
„Alle Produktionspartner arbeiten nach exakt definierten Spezifikationen, die regelmässig überprüft werden, um Qualität, Verfügbarkeit und gleichbleibende Ausführung sicherzustellen.“
Die deutsche „Swiss“, alles klar..
Wieso heissen die Airline überhaupt Swiss? Etiketten Schwindel
Das liegt an den Original Schweizer Preisen.
@ayattaP
Behavioral economics!
😉
Auch so ein Saftladen aus dem grossen Kanton! Jeder ein Trottel, der denen noch Geld bringt! Von mir aus können die auch Pleite gehen… Die muss man meiden, wie der Teufel das Weihwasser, diese ABZOCKER. Die Dummheit der Kunden ist grenzenlos!
Fast könnte es einem scheinen, dass bei der Swiss und bei Zimmerli die Preise das einzig schweizerische am Produkt oder der Dienstleistung seien.
Aber das würde täuschen. Alles exzellent Qualität!
Wo ist das Problem? On macht ja „swiss made“ in Vietnam. Da darf Zimmerli natürlich nicht hintenanstehen….
ON macht kein „Swiss Made“ wenn, dann Engineered in Switzerland und ohne Schweizerkreuz. Bitte besser informieren vor „bashing“ einer weltweit sehr erfolgreichen Schweizer Marke.
Ok, die Wortklauberei „swiss made“ zu „swiss engineering“ gebe ich ihnen. Aber das Schweizerkreuz braucht „On“ sehr wohl – also bitte besser informieren, vor dem kommentieren… 😉
Das sehe ich genauso, on darf ja explizit das Schweizerkreuz auf ihren Schuhen anbringen. Im Sinne der Gleichberechtigung für alle ist es nur recht und billig, dass Zimmerli dieses Lavel auch brauchen darf.
wäre der Magazinbeitrag der Swiss doch besser von KI gemacht worden.
Behavioral economics!🐑🐑🐑🐑
Wiedermal ein reiner Bashing-Artikel, Herr Hässig. Das Label „Swiss-Made“ wird im Magazin kein einziges Mal genannt, wer das so interpretiert tappt in die Marketing-Falle. Und wenn es doch so wäre hätte ich hier eigentlich eine saubere Definition des Labels und eine Recherche über die effektiv in der Schweiz anfallenden Kosten erwartet. Journalismus geht anders.
Nein, für mich ist der Hinweis kein Bashing. Auch ich war bis jetzt der Meinung, dass mein Swiss Pyjama in der Schweiz hergestellt wurde. Danke für die Aufklärung.
Doofe Frage: wieviel Swiss steckt noch in dieser Swiss?
Das Preisniveau natürlich. Wie an der ZH Bahnhofstrasse.
Let’s talk about the tax issue related to „transfer pricing policy“!!!😯
Leute, hört einfach auf, mit dieser Swiss, welche inzwischen eine weitere (teure) Billigtochter der Lufthansa ist, rumzufliegen. Findet euch damit ab, wir Schweizer haben keine Airline mehr. Die Gier einiger unsere Manager war zu gross.
Tatonka 🎯👍👏
Das Blenden geht in deutscher Manier dem Höhenpunkt entgegen.
Lukas, es bleibt nur ein Teil des vielen Geldes bei der Lufthansa in
Frankfurt. Viel Geld fliesst nach Schindellegi zum grössten Lufthansa-
Share-Holder Klaumi Kühne.
Also, eben doch tiefst schweizerisch, schwyzerisch, sogar
In defense of Swiss
Warum sollten Form/Verpackung und Objekt/Inhalt übereinstimmen?
Es gibt kein vernünftiges Argument dafür.
Wichtig ist, was die Kunden glauben und dafür zu Zahlen bereit sind.
„Schweiz“ ist eine Marke mit einmaligem Logo.