„We speak up very clearly“, so Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher, Irland.
Die schärferen Regulierungsabsichten des Bundesrates seien inakzeptabel und würden das UBS Business-Modell fundamental stören und durcheinanderbringen.
Der englische Begriff dafür: Disrupt.
In seiner Adresse an die 1’100 anwesenden Aktionäre wurde klar: Man will den Hauptsitz der Gruppe in der Schweiz behalten und strebt nach einem „workable outcome“.
Was jedoch vom Bundesrat und der in diesem Dossier federführenden Finanzministerin Karin Keller-Sutter (FDP) zur Zeit auf dem Tisch liegt, seien „extreme proposals“.
Daher würden entsprechende Massnahmen im Falle eines Negativszenarios evaluiert.
„Key business decisions may soon become unavoidable“, so Kelleher weiter.
Kurzum. Die zukünftigen helvetischen Rahmenbedingungen müssten angesichts des globalen Wettbewerbs stimmen.
Denn: „We rule out any shrinking of our value generating businesses“.
In der Q&A-Runde fasste der UBS-Präsident die Standortfrage nochmals zusammen:
„We want to give that commitment, but we need to be able to give that commitment“. Wer Englisch kann, versteht die Botschaft.
Das im Vergleich schlechte Abschneiden des Wall Street-Bankers bei der Wiederwahl erstaunt dann.
Auch Natalia Ferrara, Vizepräsidentin und ehemalige Co-Geschäftsführerin des Schweizerischen Bankpersonalverbands, mahnte Bern vor Überregulierung.
Ihr engagiertes, teilweise auf italienisch gehaltenes Votum für den Bankenplatz Schweiz erhielt in der knapp dreistündigen Versammlung am meisten Applaus.
Die Zukunft der Finanzbranche stehe in Bundesbern auf dem Spiel. Und somit weitere Tausende von Arbeitsplätzen, nicht nur bei der UBS.
Ob sich die Mitglieder des Parlaments wirklich dies bewusst sind, ist eine berechtigte Frage.
Aus dem Publikum wurde der Kauf von einer Million UBS-Aktien für rund 13 Millionen durch Sergio Ermotti während seines „First terms“ gelobt.
Für den Votanten, und mutmasslich viele andere Aktionäre, sei dies ein „Buy-Signal“ der Extraklasse gewesen.
Eines, dass sich nach knapp acht Jahre sehen lässt: Mit einer Performance von über 250 Prozent, plus Dividenden.
Im März dieses Jahres dann das gegenteilige Beispiel: Verkauf eines Topshots der Bank von 80’000 UBS-Aktien für 2,5 Millionen Franken.
Gemäss Geschäftsbericht 2025 hält der Tessiner aber immer noch 3 Millionen Aktien seines Arbeitgebers.
Ein starkes Commitment, das in der Finanzwelt seinesgleichen sucht.
Zwei Votantinnen, angereist aus Thailand beziehungsweise Minneapolis, berichteten von Missständen: Verschmutztes Wasser hier, ICE-Einsätze gegen Migranten dort.
In beiden Fällen würde die UBS in Unternehmen investieren, die für die lokalen Skandale direkt oder indirekt verantwortlich seien.
Kelleher entgegnete souverän und stellte in Aussicht, am Tag nach der GV mit den Aktivistinnen an einen Tisch zu sitzen.
Keine Diskussion unter den Aktionärinnen und Aktionären gab es bei den Vergütungen.
Dafür werden sich die Politik und die Medien anfangs nächstes Jahr wieder maximal darüber aufregen.




Die Gesetze dienen dem Schutz der Gemeinschaft. Für alles andere gibt es ONE WAY Tickets ins Trumpland.
Aber die Steuergelder der Bank sowie der Angestellten werden gerne genommen …..
Mal schauen wieviele Velowege Zuerich ohne UBS noch bauen wird ….
Oder auch City of London (the Square Mile). Dort regieren sich die Banken selbst. Und zusammen mit den Britischen Offshore Inseln ist ja scheinbar alles möglich.
UBS is a nobody 🤷♂️
Ganz objektiv: Im Vergleich sind wohl eher sie ein Nobody.
Die vorletzte Generation von „Kunden“ kannte diese unter „Uncles Brothers and Sisters“
Kellener: Dann verreise mit der UBS ins Trump Land!
Und zwar bevor Ihr den Laden wieder bankrott spekuliert! Und Tschüss!
Wahrscheinlich alles leere Drohungen.
Das wäre sehr schade!
Die UBS muss die Schweiz verlassen. Ohne wenn und aber.
In die USA kann sie nicht, weil man sie dort nicht will 🙂 Wegen dem Risiko für den Steuerzahler 🙂
In den USA würde mal die UBS bei der nächsten Krise entweder kalt lächelnd in den Konkurs gehen lassen oder sie würde für Cents on the Dollar von einem Konkurrenten übernommen.
@ Alain
Eine US-Spitzen-Politikerin des US-Finanz-Ministeriums hat vor ein paar Wochen gesagt, dass sie die UBS nicht wollen 🙂
Wegen dem Risiko für den Steuerzahler!
In welcher Zeitung ich es gelesen habe, weiss ich nicht mehr.
Es war Elizabeth Warren vom Senat.
Ich habe noch einen separaten Kommentar mit den Links geschrieben. Er ist im Zensur-Büro hängen geblieben.
Eine US-Senatorin warnt klar: UBS als sechstgrösste US-Bank wäre ein Risiko für US Steuerzahler — CS-Integration unfertig, Herausforderungen massiv. Trumps Administration sah das anders. Sie sah auch keine Risiken bei Tarifen und Iran. Kein Wunder, dass Kelleher dorthin tendiert. Gleiche Qualitäten: Mount Stupid und Blindheit als Führungsprinzip.
Könnte geheime Strategie von JP Morgen und UBS-VRP als ehemaliger JP-Mitarbeiter sein.
Die Banken sollen wie alle anderen Firmen auch ihre Geschäftsrisiken selber tragen. Dass die bisherigen Regulationen nicht ausreichen, hat man mehrfach gesehen, und die Verantwortlichen machen sich trotz Pleiten mit absurden Millionenbezügen die jeden Bankräuber wie ein Schulbub aussehen lassen aus dem Staub. Entweder knallhart regulieren, oder noch besser CH- und internationales Geschäft komplett trennen und TBTF-Staatsgarantie komplett weg. Dann können die Banken machen, was sie wollen.
Wenn man den Markt spielen lassen würde und der Bank keine Vorgaben machen.
Da die UBS jedoch nur bei Erfolg den Markt spielen lassen will, d.h. Gewinne werden privatisiert, jedoch Missmanagement, wie die endlosen Bankenpleiten es beweisen, von uns Steuernzahler gestemmt werden muss, sollen die Bänkler abfahren mit ihren Forderungen.
Sobald sie Pleite gehen können, ohne dass der Souverän auf den Kosten sitzen bleibt, sind wir dabei, dass die UBS selbst bestimmen darf welche EK Quoten sie haben wollen.
Aber solange wir die designierten Deppen sind, weg mit UBS Fordrungen.
Mit zwei Grossbanken hat der Wettbewerb noch besser funktioniert…
Da ich mit sehr sehr reichen Menschen in der Schweiz beruflich und privat zu tun haben bekomme ich die Stimmung bei ihnen etwas mit. Die UBS unterschätzt extrem wieviele superreiche ihr vermögen bei der UBS abziehen werden wenn sie die Schweiz verlässt. Der ton ist einheitlich, da kann ich gleich zu jeder anderen Auslandbank gehen und dies zu besseren Konditionen. Mit diesen muss sich die UBS dann vergleichen. Und den Abbau der Senior Berater welche die Kunden schon sehr lange begleiten ust auch keine gute Idee. Duese Kunden werden Family Offices eröffnen mit ihren alten Kundenberater.
Ich glaube kaum das die UBS diesen Sachverhalt unterschätzt. Im Gegenteil,sie Wissen es wohl das dies Geschehen würde. Darum sind sie ja auch so Nervös. Hinzu kommt noch das die Amis sie auch nicht wirklich wollen. Darum Versuchen sie jetzt auf Teufel komm raus die höheren Kapital-Vorschriften zu umgehen.
Beim Pokern entscheidet letztlich meistens wer die besseren Nerven hat. Vermutlich die UBS-Führung, die um Existenz und Boni- Pfründe kämpft, währenddem die Politiker bestens gepflegt umsorgt nichts zu verlieren haben und somit auch keine Nervenstärke brauchen.
>„Key business decisions may soon become unavoidable“
Verschwindet endlich! Nichts anderes als der unangenehme, eklige und touchy Onkel beim Weihnachtsessen. Alle sind froh wenn er weg ist, alle sind froh wenn er nicht mehr zurück kommt.
>„Key business decisions may soon become unavoidable“
Verschwindet endlich! Nichts anderes als der unangenehme, eklige und touchy Onkel beim Weihnachtsessen. Alle sind froh wenn er weg ist, alle sind froh wenn er nicht mehr zurück kommt.
Colm und Ermotti sollten sich mässigen.
Diese Kapitalerhöhung für das SCHWEIZER Geschäft ist notwendig (für den Rest, sofern separat abwickelbar und sofern keine Staatsgarantie gilt weniger).
Wenn Colm und Ermotti damit nicht einverstanden sind, dann sollten sie mit den Shareholders a.s.a.p. vereinbaren mit der Bank in die USA zu ziehen.
Aufgabe des Bundesrates ist es, die Bürgerinnen und Bürger vor den von den Banken eingegangenen Risiken zu schützen. Die Arroganz jener Bankenführer, die das Risiko dem Schweizervolk überlassen und – nach ihrem Scheitern – mit gefüllten Taschen von dannen ziehen, ist grenzenlos. Es bleibt die Hoffnung, dass die Regierung standfest bleibt!
Kelleher-Logik: Die Schweiz rettet die UBS mit Milliarden, schenkt ihr die Credit Suisse zum Schnäppchenpreis — und die UBS dankt es mit Drohungen. Er selbst kassiert ungestört weiter. Fast 70 Jahre alt, und der beste Beitrag zur Schweizer Finanzstabilität ist eine Drohung auf der Aktionärsversammlung. In diesem Alter sollte man Enkel hüten — nicht Parlamente erpressen. Trump hat auch nie begriffen, wann der Abgang fällig ist. Kelleher lernt es gerade live. God save the Bonus.
Recht so UBS. Diese Kapitalvorgaben sind völlig unverhältnismässig – ein regulatorischer Blindflug, der im Extremfall genau das bewirken kann, was man angeblich verhindern will: die UBS ins Wanken bringen. Und währenddessen betreibt IP einmal mehr plumpes UBS-Bashing – inklusive eines ebenso stossenden wie tendenziösen Titels. Statt sachlicher Einordnung gibt’s Empörungsschlagzeilen. CK bringt es auf den Punkt: Solche Vorgaben greifen das Geschäftsmodell frontal an. Wenn die Schweiz diesen Kurs weiterfährt, darf sie sich nicht wundern, wenn die UBS Konsequenzen zieht.
Langfristig wird vermutlich nicht nur UBS Konsequenzen ziehen müssen. Wenn man diese Idee weiterspinnt, wird vermutlich nicht mehr viel unserer Wirtschaft vorhanden sein.
Die Politik sollte sich schon mal überlegen, ob sie Wirtschaft weiter verhindern will oder wie es sein sollte fördern, damit die Arbeitnehmer auch in Zukunft ihre Rechnungen zahlen können.
Bravo!! So ist es!!
Von den mehrheitlich mittelständisch schweizerischen KMU brauchen die wenigsten ein weltweit global vernetztes Investmentbanking.
Buybacks statt Kapitalpuffer. Rekordboni für «Key Risk Takers», deren grösstes Risiko darin bestand, keine Bonuserhöhung zu bekommen. Und heute droht Kelleher Bern mit Standortverlagerung. Das Kapital fehlte nie — es wurde schlicht verteilt. An die Nichtsnutzer.
Elizabeth Warren warnt vor einem möglichen UBS-Umzug in die USA, weil die UBS damit strengere Kapital-Vorschriften in der Schweiz umgehen will.
https://www.banking.senate.gov/newsroom/minority/warren-presses-bessent-and-swiss-megabank-ubs-on-private-conversations-on-the-banks-possible-move-to-the-us-exposing-taxpayers-to-risk?
Letter to UBS: https://www.banking.senate.gov/imo/media/doc/letter_to_ubs_re_relocation_conversations.pdf
Letter to Scott Bessent: https://www.banking.senate.gov/imo/media/doc/letter_to_treasury_re_ubs_relocation_conversations.pdf
„…US Senator demands details of rumoured UBS relocation plan…“
https://www.swissinfo.ch/eng/various/us-senator-demands-details-of-rumoured-ubs-relocation-plan/90614507
Im Blick stand auch etwas Interessantes.
https://www.blick.ch/wirtschaft/nach-geheimgespraechen-mit-trump-administration-wegzug-nach-amerika-us-senatorin-knoepft-sich-jetzt-ubs-chef-vor-id21508569.html
Kelleher, Ermotti, Khan, Hatecke, Ivanovic abtreten. Low Performer haben in der neuen UBS keinen Platz. Zudem geht dieser Ton gegenüber einer Bundesrätin gar nicht. Was wollen Ermotti? Khan/Hatecke Dollar Struki wie Flache leer! Ivanovic ?
Bei den Vergütungen (und bei allen anderen Abstimmungen) können gar keine relevanten Diskussionen entstehen, da mehr als 90% der Stimmen Depotstimmen sind (von institutionellen Anlegern). Der Saal mit den paar Lölis, welche wegen einem Sandwich und einem Mineralwasser gekommen sind, hat rein dekorativen Charakter (etwa 5% der Stimmen).
D.h., die Abstimmung stand bereits vor der GV fest.
Ja aber der Staat nimmt gerne die Millionen von Steuern und der Staat hat aus Millionen an der Rettung der UBS und am Untergang der CS verdient. Alles Geld vom Staat in die UBS und CS wurde mit Zins und Zinseszins zurück bezahlt im Endeffekt war es für den Staat ein gutes Geschäft.
Sind Sie sich da sicher mit
Ihrem letzten Satz?
Informieren sie sich, Der Staat hat bis jetzt fast 1 Milliarde an der UBS und CS verdient und der Steuerzahler hat kein Verlust.
KI fragen!
Professor of quantitative finance and economist Marc Chesney had already announced that UBS would eventually become the 8th Federal Councillor🤭😂
Worte sind wie Rauch. Sicht trübend, Atem raubend und toxisch. Nachhall von solider Basis bis zur Pleite dauerte bei der vorletzten Grossbank CS gerade mal vier Tage. Wenn die gutversorgten Lobbyisten im Parlament nicht den Steuerzahler sondern unverändert das weltweit unkontrollierbare Gambler- und Zockerbanking schützen, ist der Begriff gewählte Volksvertreter definitiv und endgültig zu streichen und zu
Mit dem Gambler und Zockerbanking steht 260 000 mal das Schweizerische BIP im Risiko.
Muss man zuerst einmal verdauen.
Ein weltweit einzigartiger USP und Marktvorteil wäre doch, wenn die auf pragmatische Lösungen fixierte UBS freiwillig eine überfällig garantierte Risikoverpflichtung mit Regressfolgen für Führungskräfte unterzeichnen würde. Könnte allenfalls auch das ansteigend gierige Verhalten einzelner Exponenten etwas zurückbinden.
Die letzte Krise 2008 kostete nebst der Existenz von Lehmann Brothers den beinahe Kollaps von AIG als weltweit grösste Rückversicherung sowie die Kleinigkeit von 16 Billionen mit entsprechend nachhaltender Wirkung.
Die UBS Führung ist zu naiv, was ihre Selbsteinschätzung und das Geschäft in den USA anbelangt.
Die UBS-Führung ist sehr schlau – naiv sind die gut umsorgten Politiker, die vom weltweiten Gamblerbanking keine Ahnung haben. Im Casino verliert man den Einsatz bei den Gamblerwetten die Existenz.
Drohen ist das Eine, Haltung und Verantwortung zu übernehmen wäre eine lobenswerte Tat. Wo und wann haben lautstarke Bänker ihren wortgewaltigen Aussagen auch mal Taten folgen lassen und Verantwortung übernommen
TV-Doku Moneyland.