In der Corona-Krise: Einhelliges Händeklatschen für das sich aufopfernde Pflegepersonal.
Und der einhellige Wille, die Arbeitsbedingungen für einen der schwierigsten und strengsten Berufe überhaupt zu verbessern.
Die Pflege-Initiative vor vier Jahren war das Mittel, diese Einhelligkeit konkret werden zu lassen.
Am Dienstag distanzierten sich die Bürgerlichen im Nationalrat fast ebenso einhellig von der Solidarität und der damals versprochenen Hilfe für das Pflegepersonal.
Zu teuer, dann wollen andere auch – die üblichen Ausreden und immer gleiche Leier einer Politiker-Kaste, die in Bern bloss für die Krankenkassen und Chemiekonzerne lobyiert, allenfalls noch für die Ärzte.
Diejenigen, welche die Hauptlast tragen, werden hingegen schmählich im Stich gelassen.
Während drinnen im Parlament eine Forderung nach der anderen dieser Initiative von der Mehrheit versenkt oder abgeschwächt wurde, standen draussen hunderte Pflegerinnen und Pfleger mit 190’000 Unterschriften im Rücken.
Vergeblich.
Ich könnte mir gut vorstellen und würde es verstehen, wenn es beim Pflege-Personal gewaltig rumort und sich ein Warnstreik zusammenbraut.
Der könnte dann nicht mehr mit kostenlosem Händeklatschen auf dem Balkon abgetan werden.
In ihrer Strategie verfahren die Bürgerlichen stets nach der gleichen Methode: eine Mehrheit gegen eine Minderheit ausspielen.
In diesem Falle sind es die Prämienzahler, die mehr zu bezahlen hätten, um die Initiative substantiell korrekt umzusetzen.
Hat man denn die Prämienzahler gefragt?
Die wären vielleicht einverstanden, wenn mehr für diejenigen verwendet würde, die im Gesundheitswesen die Knochenarbeit übernehmen.
Weniger bezahlen wollen sie hingegen für die Administrationen und Verwalter der Krankenkassen und die Medikamente, also die Manager und Aktionäre der Chemieindustrie.
Anständige Löhne und anständige Arbeitsbedingungen fürs Pflegepersonal: Wenn wir uns das nicht leisten können oder wollen, dann gute Nacht.
Der Pflegebereich wird schon jetzt von den überflüssig gewordenen Bankern geflutet. Die Menge an Jobinteressenten drückt massiv auf den Lohn.
Besser sich in der Pflege den Rücken krumm buckeln als Sozialfall (in Thailand) zu werden.
Bro, was stimmt mit dir nicht?!
Beeindruckend, wie viel Expertise du über Arbeitsmärkte hast, ohne selbst Teil davon zu sein.
Anstatt den Bankern die unverschämten Boni zu zahlen sollte man diese ans Pflegepersonal umleiten.
Du klingst sehr sicher für jemanden, der nur von außen zuschaut.
Mancher Bürgerlicher ist im Kern ein Linker.
Man beachte das Wortspiel
Welches Wortspiel?
statt Steuern, gibts für die Bürgerliche Partei als Solidarität und Dank ein Beifall auf dem Balkon.😂
Ich habe gerade heute jemanden im Spital besucht und war einmal mehr beeindruckt, von der Knochenarbeit, die die – teils noch sehr jungen Leute – dort Tag für Tag leisten. Man kann nicht wie auf der Bank einfach mal kurz die Augen schliessen und ausruhen. Und statt um Geld gehts um Leben und Tod.
Gut, dass du dort warst. Ohne deinen Kurzbesuch hätte niemand gemerkt, dass Pflege harte Arbeit ist.
Diese Arroganz gegenüber anderen Berufen ist genau so fehl am Platz wie der Vergleich selbst.
ins Pflegheim zu gelangen, denn da wirst du sehen wie gut es der Schweiz und dem Gesundheits -Krankeits-system geht.
@Grosser Hinweis: Von welcher Arroganz faselst du? Kleiner Hinweis hat nur Fakten wiedergegeben. Oder kannst du eine seiner Aussagen widerlegen? Pflege ist nicht nur physische Knochenarbeit sondern auch psychisch sehr belastend, z.B. wenn wieder mal ein Patient gestorben ist, den man wochenlang gepflegt hat. Zeig mir etwas Vergleichbares auf der Bank.
Und ja, auch wenn es nicht in den Boomer-Narrativ passt: Es sind sehr viele GenZ-ler und Ausländer und vor allem Frauen, die Tag und Nacht bis zur Erschöpfung chrampfen.
@ Reto: Du verlangst Widerlegung, lieferst aber selbst nichts, was man widerlegen könnte. Nur Emotionen. Das ist rhetorisch beeindruckend inhaltlich leider nicht.
@Anda: Ich meinte, der Grosse Hinweis solle die Aussagen vom Kleinen Hinweis widerlegen und nicht meine eigenen. Ist das so schwer zu verstehen? Du darfst jetzt beeindruckt sein.
@ Reto: Spannend, wie du hier von „Fakten“ sprichst, während du gleichzeitig alles andere pauschal abwertest. Pflege ist ohne Frage hart körperlich wie psychisch. Aber daraus abzuleiten, dass es nichts Vergleichbares gibt, ist eher Meinung als Fakt.
Es gibt genug Jobs, in denen Menschen unter massivem Druck stehen, Verantwortung für hohe Summen oder Existenzen tragen und mental genauso an ihre Grenzen kommen nur passt das halt nicht so schön ins eigene Narrativ.
Und der Hinweis auf GenZ, Frauen und Ausländer wirkt ehrlich gesagt mehr wie ein emotionaler Zusatz als ein Argument.
Reto, der Choleriker!
@ Reto: Du kritisierst ganze Gruppen, während du nicht mal die Basics verstehst. Mutig.So viel Selbstsicherheit bei so wenig Substanz sieht man selten.
@Reto
Wer ernsthaft über Arbeitsbedingungen sprechen will, muss Vergleiche zulassen, ohne sie als Angriff zu interpretieren — und ohne andere Berufsgruppen als Strohmann zu missbrauchen.
Die meisten der bürgerlichen ParlamentarierInnen sind Interessengruppen verpflichtet, KKS regt sich darüber auf, nicht der Allgemeinheit. Die Überlegung der UBS Parteien, Volchspartei SVP/FDP/“die Mtte“, Pflegende sind Ausbeutung gewohnt warum dann etwas ändern?
Hoffe die Spitex kommt bei Ihnen trotzdem regelmäßig…
Ich benötige dringend eine 24 Stunde Hilfe!
Bringt das noch was?😂
Gibts an der Langstrasse kostet aber
Gefühlt gibt es nur noch zwei Berufe.
Pfleger und Dachdecker.
Aber meine Pflegerin wird einmal ein Roboter aus China sein. Mit Hupen.
Der rote Tigrolito kaufte auf Rat seiner friends und komplett verblödeten Angestellten 100 Mio Impfungen für 9 Mio Einwohner. Jetzt fehlt das Geld?
Der Glatzen-Mann mit 🎩 Hut, Booster nicht vergessen Alain, es gibt gratis Raclette im Wallis.
Dann sollen jetzt Bürgerliche Gegner auf eine Intensivbehandlung verzichten, wie damals die Impfgegner!
Booster nicht vergessen, es gibt Walliser gratis Raclette, Impfschäden inklusive..
Wenn das Argumentationsniveau bei „Dann sollen die halt…“ endet, ist das ein ziemlich zuverlässiger Hinweis darauf, dass die intellektuellen Ressourcen bereits vollständig ausgeschöpft sind.
Ich kenne eine junge Pflegerin im Kinderspital Zürich mit einem monatlichen Salär von 6000 Franken. Ist das wirklich zuwenig ??
@Herr Streuli
Ja, dann machen Sie den Job doch selbst einmal. Ich bin überzeugt, dass Pflegekräfte deutlich mehr verdienen sollten, denn sie halten diese Gesellschaft oft stillschweigend am Laufen. Nach ein paar Überstunden, Nachtschichten und dem dritten Kaffee um 4 Uhr morgens würden wahrscheinlich auch Sie als Erster beim Chef stehen mit plötzlich sehr klaren Gedanken zum Thema Lohnerhöhung.
Alle Polit-Spenden von der UBS an die Kranken-Pflegern spenden! Dann hört der Kindergarten Cop im Bundeshaus endlich auf!
Bester Vorschlag ever! Es sollte vor allem der Aus- und Weiterbildung zugute kommen. Ich kenne eine junge FaGe, die eigentlich motiviert wäre, eine Weiterbildung zu einem dipl. Pflegeberuf zu machen. Da aber die Finanzierung auch mit Unterstützung der Eltern und anderen Verwandten schwierig ist, überlegt sie sich, ganz aus der Pflege auszusteigen. Sowas darf eigentlich nicht sein – insbesondere, wenn man sieht, wie unmotivierte Langzeit-Phil1-Studenten offenbar problemlos mit Stipendien über Jahre hinweg unterstützt werden.
Klatschen war wohl das Maximum an Einsatz, das manche bereit waren zu leisten. Alles darüber hinaus scheint dann doch zu viel verlangt.
Es lief letztes Jahr ein sehr guter Schweizer Film auf Netflix – er heisst „Heldin“ und ich kann ihn jedem empfehlen, der sich über Pflegende auslassen will.
Wurde übrigens beinahe für einen Oscar nominiert.
Faszinierend, wie schnell manche ihre Balkon‑Begeisterung von damals vergessen haben. Kaum geht es nicht mehr ums Klatschen, sondern ums Handeln, wird plötzlich die Rechenmaschine gezückt und die Solidarität verdampft wie Desinfektionsmittel im Sommerwind.
Diese bürgerlichen Banker und Anwälte dürfen gerne einmal ein paar Tage in der Pflege schnuppern gehen. Die würden wohl schön auf die Welt kommen.
Es ist erstaunlich, wie laut Menschen über Arbeit urteilen können, die selbst nie welche gesehen haben. Ein paar Tage in der Pflege würden da wohl einiges gerade rücken.
Die richtig grossen Gesundheitskosten laufen beim Spitalbauen zT. bis halbfertig, o. fertiggebaut mit zeitlos garantiertem Nach-Dauerdefizit.
StarArchitekten@Politiker-Showlaufen mit viel Meetings und eHealth Nullrunde. Da bleibt halt leider am Ende für die Schlusslampen Pflege&Patient nicht mehr viel Licht. PS. es reicht ja jetzt schon nicht mehr, bei all den Dauer-AltDefizit & NeuImmoprojekten!
26xGesundheitswesen anders. Aber ALL auf der Notfall-Intensive Station. Immo Health Self Service Concepts x 26…..
Nun ja, die Löhne des Pflegepersonals sind an sich gar nicht so schlecht, wenn man sie nicht an den Löhnen der Beamten und Finanzgeiern misst. Zu verbessern gibt es hingegen einiges bei den Arbeitsbedingungen.
… und schäme mich noch heute dafür, wenn ich sehe wie es dann weiterging.
Null Wertschätzung für die Pflegefachleute!
Wer bei Corona Zeit hatte dümmliche Tanzvideos zu produzieren, hat es nicht anders verdient. Eine Gratiswurst muss reichen.
@Toni Saller
🎯👍👏
Herr Saller … wichtiger Punkt.
Nicht genug – gestern: Die Sozialkommission des Ständerats will, dass die Pensionskassen weiterhin keinen Teuerungsausgleich gewähren müssen. Obwohl die Renten der 2. Säule in den letzten zehn Jahren real um über 4 Prozent gesunken sind und es den Pensionskassen finanziell hervorragend geht. Zur Erfrischung und zu guter Letzt, sei darauf hingewiesen, dass der Deckungsgrad der PK’s aktuell bei 120 Prozent liegt. Es ist offensichtlich und aktenkundig: Diese Oligarchie betreibt eine Politik gegen die eigene Bevölkerung.
🇨🇵Une précision: Le personnel infirmier en Suisse reste fortement représenté par une main-d’œuvre frontalière, en provenance de l’UE. Donc pas à plaindre sur le plan salarial car leur pouvoir d’achat se mesure dans leur pays de résidence. Ce qui n’est absolument pas le cas pour le personnel infirmier vivant en Suisse. Une dichotomie salariale. Autre précision: Une remise en question des accords bilatéraux pourrait induire une pénurie du personnel infirmier en Suisse avec un double exode. Les uns contingentés par l’UE (représailles vs 🇨🇭) et les autres par expatriation au Canada, par ex.
Wir wäre es wenn die Pfleger ihre Lohnansprüche mit Automechanikern vergleichen? Das die Banken zu hohe Löhne bezahlen ist allgemein bekannt. Ich sehe keinen Grund Pflegeberufe mit Bürojobs zu vergleichen.