Ich bewege mich wieder einmal zwischen Sinn, Unsinn und Notwendigkeit von Vorschriften und Gesetzen.
Gesetzlose sind ja die allermeisten von uns nicht. Aber fast jeder würde, wenn er gefragt würde, gerne einige Gesetze abschaffen.
Die Diskussion, ob das Sinn macht, wen man schützen und wem man schaden würde, ist uralt.
Das Thema ist brandaktuell, wir lesen fast täglich in den Medien, dass die grossen Schlachtenlenker in Brüssel drauf und dran sind, mit ihrer Regulierungswut alle geschäftlichen Tätigkeiten im grossen Königreich (oder ist Frau von der Leyen keine Königin?) zu ersticken.
Ich will mich aber nicht über Politik auslassen. Ich möchte vielmehr Beni danken.
Beni gehört eine Firma, mit der ich schon lange arbeiten darf. Beni ist ein toller Kerl, ich arbeite sehr gerne mit ihm zusammen.
Diese Tage habe ich Post bekommen. (Post bekommt man ja kaum noch, sogar die vermaledeiten Rechnungen kommen online, ganz zu schweigen von den Geburtstagskarten, die von vorgetexteten WA-Gratulationsnachrichten abgelöst wurden.)
Ich finde also in meinem Milchkasten ein recht grosses Paket und weiss, dass meine Tochter nichts bei Zalando bestellt hat. Es kann also nur für mich sein.
Welche Freude. Die Freude liess sich steigern, denn im Paket war eine Magnum Bordeaux Weinflasche mit einem persönlich verfassten Schreiben.
Der Titel: „Danke sagen und zurückblicken“. Benis Firma feiert den 30. Geburtstag. Und diesmal ist es das Geburtstagskind, das schenkt – nicht umgekehrt. Was für eine grossartige Aktion.
Der Zeitgeist, ja, der Zeitgeist. Wissen Sie, Aufmerksamkeiten gibt es kaum noch. Niemand darf niemandem Wein schenken.
Das Ganze nennt sich „Compliance Rules“ oder zu gut Deutsch „Bestechlichkeit verhindern“. Wir alle kennen (in etwa) das Ranking der korruptesten Staaten der Welt.
Korruption, Bestechlichkeit. Wo ist die Grenze?
Mir ist klar, dass eine Flasche Wein oder eine Einladung zu einem Mittagessen nicht so korrupt sein kann, dass es einen neuen Weltkrieg auslösen würde. Doch wo ist die Grenze?
Die Unbestechlichsten von uns fordern „Nulltoleranz“, und wenn es dann tschädderet, wird jeder Anwalt Ihnen sagen, Sie haben es doch gewusst.
Ihr Hilfeschrei nach Verhältnismässigkeit und gesundem Menschenverstand verhallt in den Tiefen der Paragrafen und Vorschriften.
Und was bleibt auf der Strecke? Der gesunde Menschenverstand.
Ich entstamme einer Generation, bei der ein Händedruck einem niet- und nagelfesten Vertrag gleichkam. Ich entstamme einer Generation, in der man Danke sagen durfte und das nicht als Bestechung empfunden wurde.
Ich finde es extrem schade, dass solch wunderbare Gesten wie die aktuelle von Beni auf der Strecke bleiben, weil wir uns alle auf Schritt und Tritt kontrollieren und sehr bald auch überwachen müssen.
Ich finde es extrem schade, dass Nulltoleranz ein Gebot ohne Ausweg ist. Denn wenn Menschen wissen, dass sie etwas gar nicht erst machen dürfen (ich meine natürlich die positiven Dinge), dann hören sie auf zu denken.
Dann hören sie auf, kreativ zu sein, dann hören sie auf, Danke zu sagen, und dann hören sie auf, Wertschätzung zu zeigen.
Wertschätzung alleine nur schon dafür, dass es andere Menschen im Leben gibt, denen man einfach nur Danke sagen möchte.
Dieser Text ist mein Dankeschön an Beni. Eine wirklich tolle Aktion. Persönlich, engagiert, überraschend und empathisch.
Manchmal – und ich bin ehrlich – wünschte ich mir, in einer anderen Welt zu leben, als wir es gerade tun.
„Alles, was du weggibst, gehört dir, alles, was du behältst, gehört dir nicht“ (Sufi-Tradition)
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Loomit Palfner los geht’s. Warum so langsam?
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Die haben gerade Mittagessen im betreuten Wohnen.
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Es wäre noch interessant und eventuell auch entscheidend, zu erfahren, was Benis Firma denn so macht.
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Also, der Einmann Betrieb in Rüthi SG von Palfner ist Konkurs .
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Drogen schenken?
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Die steigen mir immer zu Kopf ..
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Zu der Notwendigkeit der Vorschriften und Gesetze:
die Bewegung der „Gelben Westen“ hat in einem Sommer 2/3 aller Radarfallen in Frankreich zerstört.
In dem selben Jahr wurden keinesfalls 2/3 mehr Leute auf den Strassen Frankreichs getötet. Allerdings sind Einnahmen des Staates in dem Bereich „Knöllchen“ kollabiert.
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Bieten die auch Praktika an?
Habe aber nur ein Lasten-Fahrrad !
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Liebe Fans, zur Info , bin unbestechlich!
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Bist du das wieder Palfner?
Echt peinlich..
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Es sind nie bescheidene Anfänge sondern immer überbordende Excesse die Grenzen unzulässig überschreiten.
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Hasse Bakschisch für die Ämter, läuft alles auch viel gender!
Einige nehmen auch Vaseline, damit es besser flutscht.
Wenn man seine Unfähigkeit kaschieren muss, helfen halt nur geldwerte Vorteile …
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Von welchem Château stammt der Wein?
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Château Brioche, Sprüngli Paradeplatz-ZH.
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Man muss nicht immer alles schlecht machen. Noch vor wenigen Jahren war es normal, dass man auf Firmenkosten mit Kunden im Zürcher Rotlicht Milieu unterwegs war.
Heutzutage sind Spassbremsen leider weit verbreitet.
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Bist du das wieder Pierin?
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Die Kenner aka Profi Trinker schwören auf das 8.8 Bier vom Denner. Gerne auch bereits zum Frühstück.
Bordeaux Fusel fassen die nie an.
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Wenn mein Chef uns zum Weihnachtsessen einlädt oder zur 25-Jahr Feier etwas veranstaltet oder einen Sommeranlass macht, danke ich ihm immer persönlich – mit Handschlag – für die Einladung.
Der schaut mich jedesmmal an, als ob ich von einem anderen Planeten wäre.
Anständige Menschen sind am aussterben.
Heute gilt nur noch: Ich ich ich.
Schade.
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@Markus Presta
Ein sehr vernünftiger Artikel. Vielen Dank!👍👏
Bei der Menge Korruption die schon öffentlich grassiert, auf allen Ebenen. Sind Compliance Rules wohl nur für die unteren Schichten gedacht.