Lucie hiess sie, Lucie Weidel. NSDAP-Mitglied seit dem 1.Mai 1937. Ihre Enkelin, Alice Weidel, ist heute Co-Vorsitzende der Rechtsaussen-Partei Alternative für Deutschland (AfD).
Der „Spiegel“ hat vor ein paar Tagen Millionen Mitgliedskarten der NSDAP aufbereitet. Was früher Monate Recherche dauerte, geht heute mit einem Klick:
War der deutsche Onkel Fritz in der NSDAP?
Wer in der nationalsozialistischen Partei Mitglied war, hasste die Juden und die Demokratie. Frauen waren in der Anfangsphase selten Mitglied der NSDAP, sie bildeten nur etwa 5 Prozent.
Die Partei verstand sich als Männertrupp.
Vier Jahre lang gab es einen Aufnahmestopp. Der Andrang von 1933 überforderte die Partei. Lucie Weidel trat am 1. Mai 1937 der Partei bei.
Für Frauen und Männer gab es auch opportunistische Gründe, NSDAP-Mitglied zu werden. Bald zeichnete sich ab, dass höhere Funktionen in Politik und Wirtschaft Mitgliedern vorbehalten blieben.
Lucie Weidel war Hausfrau. Vermutlich trat sie der Partei aus einem anderen Grund bei: der Identifizierung mit Hitlers Gedankengut.
Über ihren Mann wurde schon viel geschrieben: Hans Weidel.
Dieser füllte bereits 1932 das Mitgliedschaftsbegehren aus. Er machte im Hitler-Apparat eine steile Karriere und schaffte es bis zum Oberstabsrichter. Die Beförderungsurkunde trägt die Unterschrift von Adolf Hitler.
Ein Jahr nach der NSDAP-Aufnahme wurde er auch Mitglied der Schutzstaffel (SS). Hier erklomm er den Rang eines SS-Oberscharführers.
Als die deutschen Medien ihre Recherchen zu Hans Weidel publizierten, verschwand der deutsche Wikipedia-Beitrag plötzlich vom Netz. Der Englische existiert immer noch.
Über Lucie Weidel wurde wenig bis nichts geschrieben. Die Grossmutter und ihre Enkelin teilen den gleichen Geburtsort: Gütersloh.
Die deutsche Grossstadt (105’000 Einwohner) galt als eigentliche Hochburg der Nationalsozialisten.
Weidel selbst sagte nach Medienberichten zum Thema, ihr sei diese Familien-Voreschichte nicht bekannt gewesen. Aufgrund „familiärer Dissonanzen“ habe sie keinen Kontakt zu ihren Grosseltern gehabt.
Seit neun Jahren lebt Alice Weidel in der Schweiz. Ob weitere Familien-Mitglieder bei der NSDAP waren, wollte Weidel nicht beantworten.
Unbeantwortet blieb auch die Frage, warum der deutsche Wikipedia-Beitrag zu Hans Weidel seit zwei Jahren gelöscht ist.
Weidels Lebenspartnerin führt die Kopernikus Films AG. Geschäftssitz ist die Zürcher Bahnhofstrasse 108, nur ein paar Meter vom HB entfernt.
Im dritten Stock verliert sich dann die Spur. Niemand da. Der Briefkasten zumindest muss jeden Tag geleert werden. 13 Firmen teilen ihn auf.


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soll eine deutsche Grossstadt sein?
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Frenkel.
Was Grossmütter einst taten interessiert rund 100 Jahre später kaum noch eine Sau.
Hier Vergleiche zu damals ziehen zu wollen ist absurd.
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Und was genau sollen wir jetzt mit diesen Informationen anfangen? Was hat Alice Weidel mit dem Gedankengut ihres Grossvater zu tun? Gilt jetzt Sippenhaft? Also die Sippenhaft welche das Regime von Adolf Hitler und seiner Schutzstaffel bzw. den nationalsozialistischen Behörden gezielt als Mittel der Einschüchterung und Bestrafung praktiziert wurden?
Ist man wieder soweit?
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Solange die Familiengeschichte wahrheitsgemäss wiedergegeben wird, ist daran nichts auszusetzen. Historiker und Biografen tun sowas auch.
Aber anstatt alte Familiengeschichten aufzubauschen, sollten die Medien recherchieren und offenlegen, welche der aktiven AfD-Mitglieder Nazis sind oder direkte Verbindungen zu Nazis haben. Solche Erkenntnisse wären wichtiger.
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Und jetzt? Ogi heisst auch Adolf mit Vornamen. Was sagt uns das?
Jeder der einen VW Käfer fuhr ist wohl auch ein Nazi-Verdachtsfall. Echt jetzt.
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Verstehe das Problem nicht. Man kann nichts für die politische Einstellungen seiner Vorfahren.
Beni‘s Großmutter war sicher Jüdin. Und sogar seine Mutter. Also sogar 2 direkte Vorfahren. Mindestens! Darüber könnte man mal schreiben.
Oder darüber wieso man Beni oft mit Brad Pitt wegen seinem Äusseren vergleicht.
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Mich würde viel mehr interessieren, wie der Autor den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran durch Israel und die USA beurteilt oder ob die Art und das Ausmass der israelischen Kriegsführung in Palästina noch verhältnismässig und mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar sind. Ich vermute mal, er wird sich zu diesen wirklich wichtigen Themen eher bedeckt halten wollen.
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Saint? Aus Versehen in den falschen Zug eingestiegen, in Richtung Whataboutikon?
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Bei aller Wertschätzung für Ihre meist sehr lesenswerten Beiträgen: Wenn ich in Deutschland an irgend einer Familienfeier oder an einem sonstigen Anlass bin, wimmelt es – bau seriöser Betrachtung – nur so von sog. Nachfahren von irgendwelchen Nazis.
Die Wahrheit ist die, dass von ca. 1930 – 1945 mehr oder weniger jeder Deutsche irgendwie ein Nazi war…
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@Hand
noch stärker ist das in Österreich der Fall. Seltsamerweise kommen die Ösis immer zu gut weg wenn es um den Faschismus geht. Der GröFaZ war Ösi, nicht vergessen. Den Faschismus erfunden hat Mussolini in Italien, auch ein Fakt. Es gab Franzosen die freiwillig für Hitler kämpften und und und
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@Saint
Es würde Sie viel mehr interessieren, wie der Autor den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran durch Israel und die USA beurteilt oder ob die Art und das Ausmass der israelischen Kriegsführung in Palästina noch verhältnismässig und mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar sind?
Das sollte Sie nicht gross interessieren, er wird das beurteilen, wie das die meisten Juden beurteilen werden.
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Oh mann, die Sheitshow ist so verwirrend geworden.
Zuerst das GAZA-Theater, dann die Epsteinkomödie und jetzt will man uns weiss machen, dass die AFD so voll antijudaistisch sei, obwohl es doch die 2018 gegründete Bundesvereinigung Juden in der AfD e. V., kurz Juden in der AfD (JAfD), auch Jüdische Bundesvereinigung in der AfD genannt gibt.
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Wer in der nationalsozialistischen Partei Mitglied war, hasste die Juden und die Demokratie.
Das ist doch jetzt etwas stark vereinfacht und blendet Gesellschaftlichen Druck komplett aus
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ARD Tagesschau 18.04.2026 • 18:37 „Noch am Ende des Zweiten Weltkriegs zählte die Partei Angaben des Deutschen Historischen Museums zufolge rund 8,5 Millionen Mitglieder. Damit war 1945 jeder fünfte erwachsene Deutsche Mitglied…“
Möglich, dass es viele Enkel und Enkelinnen geben könnte, die bekannte Mitglieder in bundesrepublikanischen Parteien sind und deren Grossväter oder Grossmütter eine Mitgliedschaft in der Nazi-Partei hatten und das wohl nachforschen und veröffentlichen werden.
Gunther Kropp, Basel
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Wir haben zum Bruder unserer Mutter immer Onkel Adi gesagt.
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Früher musste praktisch jeder in Deutschland bei den Nazis mitmachen – ausser man wollte eine Freikarte fürs KZ. Die, die jetzt heute nichts besser zu tun haben, als alte Geschichten auszugraben, sie unbescholtenen Bürgern anzuhängen und genüsslich auf andere zu zeigen, wären aber garantiert damals am strammsten mitgelaufen. Jede Wette!
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Wir sind alle sündig, Kontaktschuld, Herr Frenkel, seit Adam und Eva.
Und zu allem Überfluss habe ich jetzt noch diesen Artikel gelesen. 😱 Wer weiss, mit wem Sie als Autor noch so in Kontakt stehen …. nicht auszudenken, womit ich nun indirekt in Berührung kommen könnte!
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Mein Grossonkel Enrique war als freiwilliger Offizier in der spanischen blauen Division an der Ostfront und wurde nach der Schlacht von Krasny Bor mit dem höchsten Orden für ausländische Offiziere in Berlin geehrt, und zwar von Adolf höchst persönlich. Deswegen sind wir Verwandte und Nachkommen doch keine Nazis.
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Also, ich finde die Alice super, integer und weltoffen sie sagt was sie denkt.