Karl Marx hätte keine Freude an den Preisgestaltern im heutigen Reisebusiness. Denn treffen tun die zum Teil exorbitant hohen Preise vor allem diejenigen, die nicht „flexibel“ genug sind, den Zeitraum ihres Urlaubs mehr oder weniger frei wählen zu können.
Sprich den Anforderungen des Markts gerecht zu werden. (Jawoll, wir befinden uns beim Reisen in einem Angebots- und nicht in einem Nachfragemarkt. Der Anbieter ist der Chef und macht die Preise.)
Und wer kann nicht frei wählen? Um mit Karl Marx zu sprechen: das Proletariat. Also viele von uns, die Familie haben, mit Kindern in der Schule.
Deren Flexibilität schränkt sich zu hundert Prozent ein, weil nur die ordentlichen Schulferien in Frage kommen. Nix Flexibilität und darum unglaublich hohe Preise, für die man sich schämen muss.
Doch beginnen wir von vorne. Ich plante diesen Beitrag eigentlich bereits für Januar. Damals wollte ich ein Weekend in Arosa verbringen.
Ich habe also die in Frage kommenden 4-Sterne-Häuser angefragt. Dabei aber darauf geachtet, dass es nicht zu exklusiv ist, 5-Sterne- Hotels habe ich gar nicht erst berücksichtigt.
Mehr oder weniger „einfache“, „anständige“ Hotels haben mir dann sehr unterschiedliche Angebote gemacht. Ein Doppelzimmer, Belegung zwei Personen, Basis Zimmer/Frühstück:
Günstigste Variante 800 Franken pro Nacht. Teuerste Variante 1’400 Franken.
Nun ja, ich bin nicht nach Arosa gefahren. Habe mich aber schon gefragt, wer in drei Teufels Namen sich solche Preise leisten kann.
Dann wollte ich den Beitrag an Pfingsten schreiben. Ich wollte nach Rom. Flug Zürich-Rom, zwei Personen, Economy, Angebot von meinem Reisebüro: knapp 2’000 Franken.
Seither gehe ich der Frage nach, ob Reisen das neue, ultimative Luxusprodukt ist.
Der Schweizer Reisebüroverband sagt dazu:
„Diese pauschale Einschätzung teilen wir nicht. Der Reisemarkt ist stark wettbewerbsorientiert und funktioniert nach klaren marktwirtschaftlichen Prinzipien.“
„Preise werden dynamisch festgelegt und hängen stark von Nachfrage und Buchungszeitraum ab.“
So weit, so gut. Nur, dass der privat Reisende wohl wenig davon versteht. Ich finde, es ist auch nicht ganz einfach, sich da zurechtzufinden.
Wenn man Reisen so buchen muss wie Effekten-Händler Rohstoffe im Handel, dann wird es definitiv nicht einfacher.
Ein gutes Beispiel sind die Flugpreise. Eine Airline hat bis zu 28 verschiedene Buchungsklassen auf dem gleichen Flieger.
Wenn Sie heute beispielsweise auf swiss.com einen Flug von Zürich nach Rom angucken, den aber noch nicht buchen, weil sie es sich nochmals überlegen wollen, und morgen wieder auf die Site gehen, um den Flug zu buchen.
Dann werden Sie merken, dass der Flug inzwischen teurer ist. Ganz einfach darum, weil deren System registriert hat, dass Sie den Flug bereits zum zweiten Mal abrufen, also ein konkretes Interesse daran haben.
Ergo hat die Swiss den Preis hinaufgeschraubt.
Zurück zu Karl Marx: Die Familien, die in den Sommerferien in die Ferien wollen, können nicht im Juni oder September gehen. Da haben die Kids Schule.
Im Juli ist es nicht zu bezahlen. Der Medianlohn in der Schweiz liegt derzeit bei rund 7’000 brutto pro Monat. Da geht eine normale Nacht in Arosa für 800 Franken nicht, da geht ein normaler Ein-Stunden-Flug nach Rom für 2’000 auch nicht.
Und da wird aus zwei Wochen Sommerferien, beispielsweise nach Mallorca für viele tausend Franken, ebenfalls nix.
Als ich noch ein Kind war, flogen „die Reichen“ Business Class und nächtigten in 5-Sterne-Häusern. Meine Familie flog nicht und nächtigte gar nicht in Hotels.
Heute muss man schon sehr viel Geld haben, um nur schon Economy zu fliegen. Und das „frühzeitig buchen“ und „flexibel im Zeitrahmen bleiben“ ist halt leider den wenigsten gegeben.
Angelo Heuberger vom Branchenmagazin „Travel Inside“ bringt es auf den Punkt: „Es wird sich alles wieder beruhigen, und das Reisen wird hoffentlich bewusster wahrgenommen – und vielleicht ist es dann noch eine Reise pro Jahr anstatt drei oder vier“.
Bei meinen Gesprächen mit den Fachleuten sind einige spannende Kernthemen angesprochen worden. Overtourismus beispielsweise, oder die Frage, ob Reisen ein Menschenrecht ist.
Angesichts der Tatsache, dass 27 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen können, aber dennoch gefühlt jeder mehrere Male reisen will, notfalls auf Kredit.
Der Flughafen Zürich hat im Sommer 2024 rund 200 Destinationen angeboten, die mit 62 verschiedenen Airlines angeflogen wurden.
Es wurden rund 23’000 Flugbewegungen (Starts und Landungen) registriert. Kommentar überflüssig.
Die Reisebürobranche steht in einem schwierigen Spannungsfeld. Die Anbieter müssen für ihre Kunden die besten Lösungen in einem nicht ganz einfach zu überblickenden Markt eruieren.
Sodann kämpfen sie gegen die vielen Onlineanbieter und müssen ihr Geschäft mit einer Brutto-Marge von rund 14 Prozent bestreiten. (Im Tour Operating kann es leicht auch mal das Doppelte sein.)
Dabei verkaufen sie ein Produkt, das hochemotional ist und auf das sie keinerlei Einfluss haben – und das sie in vielen Fällen persönlich gar nicht kennen. Black Box.
Auch wenn es mit Sicherheit viele günstige Angebote im Markt gibt und ich wohl nicht generell behaupten kann, dass Reisen zu einem Luxusgut geworden ist, sagt mir meine persönliche Erfahrung, dass Reisen wirklich ungeheuer teuer geworden ist.
Denn egal, wann ich wo hingehe, immer ist da Hochsaison, immer sind da die Flieger voll, die Hotels sowieso, und immer findet dann gerade ein Ärztekongress oder eine andere Grossveranstaltung in Town statt.
Für mich ist es einfach immer wahnsinnig teuer – vielleicht auch nur darum, weil ich nicht in der Lage bin, mit unserer Tochter im Juni oder September in die Sommerferien zu fahren und die Reise auch nicht 10 Jahre im Voraus buchen kann.
Und am Ende bin ich kein Trader, weder von Rohstoffen noch von Aktien und schon gar nicht von Reisen.
Ich bleibe auch bei der Aussage: Reisen ist etwas vom Schönsten, das man machen kann. Man investiert in ein Erlebnis, das einem niemand mehr nehmen kann.
Die Welt ist so vielfältig, spannend und schön. Sie zu entdecken ist etwas Wunderbares, egal zu welchem Preis. Eben – etwas Privilegiertes.
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Die Reise nach Jerusalem ist gratis.
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But supply-side economics has supplanted the logic of the law of supply and demand since the 1970s. So, nothing new under the sun. By reviving Jean-Baptiste Say’s „law of economic outlets,“ which posits that supply creates its own demand and not the other way around, its proponents (the orthodoxy—the mainstream—of monetarists) have induced (and elevated to dogma) the hypothesis that production, rather than demand, is the main factor in creating and maintaining economic growth. A heresy in a monetary system based on fractional reserves.
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…und dann noch rotzfrech CO2-Kompensation einfordern ! Dümmer und scheinheiliger gehts nimmer !
Bei den Hotels muss es ja genügend Leute geben, welche den Preis zahlen. Und ein Zimmer für 500 Franken in der Schweiz, ist im Vergleich zum Ausland, eine Absteige.
Man darf die Spielchen der Hotels einfach nicht mitmachen, denn reguliert sich der Preis von selbst.
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@fred müller
With supply-side economics (Say’s Law), adjustment occurs through prices and… WAGES 🤣
However, in Keynesian analysis (supply and demand), it’s the quantity produced and employment that adjust to insufficient demand, rather than prices.
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@fred müller
Furthermore, in the financial sphere, it is essential to reject outright the neoliberal ideology that deliberately posited the efficient market hypothesis (Eugene Fama), a hypothesis so clearly refuted by the 2008 financial crisis. Fama himself, along with Friedman and Malkiel, asserted that „the prices of securities and assets reflect all known information.“ These same „ayatollahs of market finance“ propagated the belief in „trickle-down economics,“ itself refuted in 2014 and 2015 by the OECD and the IMF.
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Former whistleblower 2007; former financial markets specialist and former lecturer in higher economics/finance (heterodox)🫠
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Nur die schwerreichen Männer mit ihren Trophäen werden Monaco, Wimbledon, die Hamptons oder Sardinien geniessen. Und danach mit einem Schneeball aus dem Fenster fallen. Die Dekadenz nimmt zu. Und die Normalbürger grillieren auf dem Balkon. Eigentlich war es immer so.
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Ein sehr erfrischender Beitrag von Herrn Presta. Vielen Dank.
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Das Reisen sollte noch viel teurer werden. Eintritt für Venedig – EURO 1000. So wird Wenigen ein ursprüngliches schönes Erlebnis ermöglicht.
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… rufen Ihnen die WEF-Schranzen aus dem Privatjet zu.
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Im Januar kurzfristig am Wochenende nach Arosa, über Pfingsten (!!) kurzfristig nach Rom, was kommt als nächstes? Und dann noch einen Artikel auf IP schreiben, unfassbar.
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Jammern auf höchstem Niveau.
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Ganz schlimm ist es wenn man allein, vom anderen Geschlecht verschmäht, verreisen will und es mangels Kapital nicht kann…
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Thailand eigenet sich übrigens für jedes Budget.
Es muss nicht immer Pattaya sein. Man kann auch nach Patpong, Patong, ins Nanas oder an die Soi Cowboy.
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Bangkok ist, auch wegen der durch den Menschen verursachten ,Klimakatastrophe‘, zur heissesten, bald unbewohnbaren Stadt geworden. Mit Einschraenkungen gilt dies heute leider fuer das ganze Land.
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… das Herz auf, wenn jemand den Cantillon-Effekt für sich entdeckt.
Aber nur Geduld lieber Herr Presta: wir haben diesbezüglich noch überhaupt nichts gesehen.
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Am Besten ist es, einfach zu Hause zu bleiben. Ich verreise überhaupt nicht mehr. Wozu auch!? Es ist überall gleich. Ob in London, Paris, Berlin, Moskau, New York, Rom … überall das selbe Essen, das selbe Tourismus-Getue, die gleichen Horden und die selbe Abzocke. Die Touristenhorden in unserer Schweiz gehen mir auch immer mehr auf die Nerven. Bin heute zu Fuss vom Bellevue zum HB gegangen … es wird einfach von Jahr zu Jahr nur noch unerträglicher.
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etwas enges Weltbild.
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Wow, weiss nicht was genau passiert ist, aber es tut mir leid. Zu viel verreisen nervt, bin gleicher Meinung, aber überhaupt nicht, dann fehlt einem der Horizont und fällt irgendwann die „Decke auf den Kopf “, das Meer (und nicht ein See) gelegentlich zu sehen, andere Vegetationen als auch Sehenswürdigkeiten live zu erleben und vor allem unterschiedliche Lebenskulturen zu erfahren, das heisst nicht man muss in die überfüllten Tourismus Hotspots. Im übrigen verreisen ist nicht gleich Städte Reisen.
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Geht mir genau so, Jahrgang 1961. War das schön vor 45 Jahren zu reisen, als es noch keinen Massentourismus mit bildungsfernem Pöbel gab, diese Scheissparties überall, Abzockerei ohne „Lieferung“ etcetc. Und seither ist so viel kaputt gegangen und verschwunden. Dafür hat dieser Scheiss-American-Way-of-Life auf der ganzen Welt Einzug gehalten mit dieser dämlichen Social Media. Die gezielte Verblödung der Massen, damit sie sich still halten. Brot und Spiele im Circus Maximus… war schon vor 2000 die gewählte Strategie, um das Pack bei Laune zu halten.
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Also in Moskau hat es fast keine Westtouris mehr die einem auf den Sack gehen. (Man kann natürlich auch in Moskau ins 4Jahreszeiten dann ist man auch 700+ los, es gibt aber das National gegenüber und da ist man mit unter 200 dabei, merke nicht in USKetten gehen – Franchisegebühr erhöht massiv den Zimmerpreis). Ja der Rest der Liste ist überlaufen und daher sind die Preise exorbitant. Wenn die Leute es zahlen wird immer mehr verlangt, die wären ja blöd, es für weniger zu verkaufen. Westeuropa und Nordamerika kann man ohne dicke Brieftasche vergessen.
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Reisen ist kein Menschenrecht. Für den sog. Mittelstand mutmasslich schon
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Reisen ist für den Mittelstand in erster Linie ein Statussymbol.
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Wenn Sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte lesen würden, würden Sie feststellen das der Status eines Menschenrechts u.a. hier bei uns nicht viel bedeutet.
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Und dumme, selbstverliebte, elitäre, bildungsferne, unreife Mänätscherli mit Boomer-Paranoia sollten sich zuerst hinter den Ohren abtrocknen und dann zuhause bleiben.
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Dem Abstimmungsverhalten nach lechzen die Schweizer nach der Armut. Mit der Eau kommt das quasi umsonst…
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Die Ansprüche sind auch stark gestiegen.
In meiner Jugend ging es mit dem Auto nach Italien, meist auf Zeltplätze, selten Hotels. Mein Vater als Ingenieur hat dabei ganz bestimmt nicht schlecht verdient.
Heute meint jeder, ihm stünden 5 Wochen Ferien in Neuseeland zu.
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Problem: auch Zeltplätze sind heute teilweise exorbitant teuer!
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Wir gehen auch immer auf Zeltplätze. Mit dem Wohnmobil. Da können die Kinder draussen mit den anderen rumtoben, ich stehe am Grill und meine Frau liest Bücher oder planscht im See. Jedes Zweite Wochenende woanders und die ‚grossen‘ Ferien sowieso. Das WoMo amortisiert sich locker in 3-5 Jahren.
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@Markus: Und diese Scheisswohnmobile sind das grösste Problem geworden seit der Pandemie – vorallem diese verdammte Herumfahrerei jedes Wochenende. Bleibt mal zuhause und lernt mich Euch selber klarzukommen. Oder ist der Pöbel überfordert, wenn er mal keine Ablenkung hat oder ein Buch lesen muss?
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„wer in drei Teufels Namen sich solche Preise leisten kann“
Tja, das frage ich mich auch oft. Offensichtlich gibt es sehr viele sehr wohlhabende Menschen. Mehr als man so denkt.
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Alles faule Erb-Fritzen, die das Geld ihrer sparsamen Eltern verprassen…
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Reisen in Zeiten von Internet ist recht hohl. Und bleiben tut gar nichts, ausser das man irgendwo war, wo es vielzuviele Leute hatte. Legen Sie sich ein richtiges zu, nicht so eine hirnlosen Konsumrausch wie das Reisen.
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Also so schlimm kann es mit den Finanzen noch nicht sein, wenn ich die vollen Restaurants ansehe und man so drei bis viermal pro Jahr in die Ferien fliegen kann. Ich habe immer gedacht, fliegen sei so umweltschädlich, trotzdem verzichten die Leute nicht auf Fernreisen.
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Fast jedes Jahr meldet ZRH neue Passagierrekorde. Da auch wir noch an die Schulferien gebunden sind, kenne ich die Situation in den Sommerferien im Flughafen. Rammelvoll. Und nein, nicht nur Reiche und Superreiche sondern Familien mit Kindern. Das ewige Gejammer vom untergehenden Mittelstand, der sich angeblich nichts mehr leisten könne, kann ich nicht ernst nehmen. Zu den Flugreisen kommt hinzu, dass die Familien stets mit neusten iPhones ausgerüstet sind, Pro natürlich. Markenkleider und -schuhe sind eh selbstverständlich. Madame und Girlies mit frisch gemachten Nägeln. Etc etc.
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Wenn ich für diesen Sommer nicht schon Ferien geplant hätte, würde ich direkt dieses Ein-Monats GA von den SBB nehmen. Das finde ich super!
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braucht es auch ein wenig Fantasie. Fliegt man beispielsweise nach Marseille anstatt nach Nizza, zahlt man bis zu 75% weniger pro Person.
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Jammern, jammern. Macht doch mit Euren Kindern REKA Ferien im Feriendorf. Ganz gut, ganz erholsam, null Stress. Das Gute liegt so nah.
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Auch da muss man sich sehr früh auf die Socken machen. Ist immer alles ausgebucht.
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Noch nie war Reisen so unergiebig wie heute, noch nie war sich eingehend ueber andere, ferne Kulturen und Laender von zu Hause aus zu informieren einfacher als heute und noch nie war es ein groesseres Zeichen von Kultur, Interesse und Respekt fuer Mensch und Umwelt sich den Touristenstroemmen nicht anzuschliessen.
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Wir erleben den Niedergang einer Kultur. Nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit. Die Verteilungskämpfe für günstige Ferien, Mobilität, Boden, Arbeitsplätze und Steuersubventionen sind in vollem Gange. Es ist ein Endkampf der wird brutal werden und am Schluss werden wenige reich übrig bleiben und die breite Masse sich in Überlebenskämpfen gegenseitig zunichtemachen.
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Da scheint jemand keine Ahnung vom Buchen von Flügen und Hotels zu haben. Die meisten Hotels können direkt von deren Seiten gebucht werden. Bei persönlichen Anfragen wird dann gerne die Rack Rate offeriert. Besser das Hotel via Google anschauen, da gibt es einen Preisvergleich verschiendener Anbieter. Das direkte Anfragen erübrigt sich.
Flugpreise sucht man über Google flights, skyscanner oder ähnliche Portale. Da spielt es dann auch keine Rolle ob man zwei oder 10 mal sucht.
Natürlich hilft es zusätzlich, nicht dann zu reisen wenn alle reisen.
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Machst Du Werbung für diese Portale? Du solltest mal in der Hauptsaison für Fam. mit 2 Komder versuchen zu buchen🙈
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@Carlo
Weder bei google noch bei skyscanner kann ich direkt Flüge oder Hotels buchen. Diese zeigen lediglich die Preise für einen Flug bzw. ein Hotel bei verschiedenen Anbietern an. Vielfach auch den Preis direkt bei der Fluggesellschaft bzw. dem Hotel. Diese Seiten leiten lediglich weiter auf einen Anbieter. Damit umgehe ich die Spielchen die allenfalls von der Fluggesellschaft bzw. den Hotels getrieben werden wenn ich deren Seite mehrmals direkt besuche. Ich buche aber, bei Flügen, immer auf der Seite der Fluggesellschaft. Bei Hotels wenn möglich auch.
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Total ignoranter Kommentar. Das sind genau die Leute, die dann auf die Schnauze fallen, weil nicht geliefert wird und das Geld verloren ist, weil man nicht unter das Pauschalreisegesetz und auf keinen Reisegarantiefonds zurückgreifen kann. Ich kenne genug solche Fälle. Geiz ist Geil und dann jammern, wenn’s in die Hosen geht (was es ab und zu tut).
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It’s true that travel is incredibly enriching and broadens the mind by offering a deeper understanding of different cultures. However, this notion seems to be lacking among many contributors to this Swiss-German platform. I’ve been fortunate enough to travel the world since childhood, then for my studies and work, and later, extensively to all corners of the globe for holidays with my wife, our children, and grandchildren.
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Faustregel: In Österreich gibt es ein doppelt so grosses Zimmer wie in der Schweiz zum halben Preis. Dafür ist statt dem Frühstück eine Halbpension oder Dreiviertelpension inbegriffen.
Ja, ich weiss, nun kommen von einigen lernresistenten Vollpfosten die weitestgehend irrelevanten Aussagen zu den Löhnen in der Schweiz … (welche durh Anstellung von Billigst-Arbeitern aus dem Ausland ad Absurdum geführt werden). In Schweizer Hotels wird kaum noch Deutsch gesprochen „Ach, sie wollten einen Fangdang?“.
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Seit dem „Alles für Alle“-Plakat der Linken meinen wirklich fast alle, jedem steht alles zu. Das ist und war aber nie so. Es ist eine komplett falsche Einstellung!
Reisen ist Luxus. Wer Kinder hat, hat sein Luxus-Budget bereits ausgeschöpft. (wollte und will man nicht wahrhaben, ist aber so)
Die Tiefpreise in der Werbung sind praktisch nie realisierbar.
In der Zukunft wird sich das noch dramatisch verschärfen.
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Die Chancen was Reisen und Erleben angeht stehen gut. Allein schon, wenn man einfach ohne den smarten Slavemaster unterwegs ist. Da kann bereits der Weg vom Bellevue zum HB auf verschlungenen Pfaden, ohne Navi, Wettervorhersage, Strassen-Auslastungsanzeige, ohne digitalen Anzeigen eigener biometrischen Daten und erst noch ohne Selfie zum Reiseabenteuer werden. Ganz zu Schweigen von einem Waldgang da wären wir schon fast beim gleichnamigen Buch von 1951. Als Taschenlektüre passend Éric Werners lesenswertes Büchlein, prendre le maquis …
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Das ist Blödsinn, zahlen tut nur viel wer keine flexibilität hat. Ok einige können sich bei den Daten keine Flexibiltät leisten, dann aber zB im Abflugort und dem Ferienort. Wer etwas ganz bestimmtes Will und dann auch noch zu faul ist verschiedene Buchungsvarianten zu prüfen, dem
kann man halt auch nicht helfen. Und wer Cookies sammelt wie andere Erinnerungen, hat einer digitalen Welt sowieso verloren.
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Nicht jammern! Bevor man Kinder aufstellt muss man sich überlegen was will mann, wieviel kostet das, auf was muss ich verzichten, wieviel kostet das? Ein Kind kostet 2000 Fr im Monat, 2 Kinder mindestens 3000 Fr. Arbeitsreduktion, grössere Wohnung, KK, Schule, Hobby, Essen, Kleider, Kita, ÖV, Ferien. Ok, also Mindestens 7000 Fr ausbezahlt bei einem Kind, bei 2 sind das 8000 Fr. Wenn man es nicht glaubt dann ist man selber schuld.
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Interessant zu beobachten, dass ich mich während all den Schulferien unter dem Jahr in Zürich wie auf einem „lonely planet“ fühle. Trams sind leer, im Migros sind nur ein paar Senioren am Einkaufen und auch sonst ist es in der Stadt viel ruhiger. Es kann also nicht so schlimm sein. Und die Sommerferien in der Stadt Zürich sind sowieso am angenehmsten zu Hause.
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Nun ja. Wir dürfen dieses Jahr nach Kalifornien nach San Francisco, kurz nach Sonoma, dann runter nach Monterey, Santa Barbara, San Diego und zum Abschluss LA.
Finanzierung: 2 Jahre nicht wirklich Ferien gemacht. Keine Skiferien, letztes Jahr 4 Tage im Sommer am Gardasee. Fertig. Ja, es ist teuer.
ja. Wir haben es in der Schweiz dermassen schön, dass ich mich fast frage, warum soll ich eigentlich wohin reisen? das machen wir jetzt, aber vermutlich auch für mich
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Die Kommentare sind ja schön und gut, aber in den Schulferien buchen zu müssen, ist wirklich kostspielig. Ansonsten sind vor allem Flüge auch heute immer noch um einiges günstiger als vor Jahrzehnten, wenn man genügend im voraus bucht (diesen April Lissabon Zürich retour mit Gepäck 257 Euro). Wenn ich das mit einer SBB-Fahrt Zürich Genf retour vergleiche, na ja, dort nehme ich dann lieber das Auto.
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Ich verstehe nicht ganz: War das nun ein Vortrag über die Auswirkungen, von Inflation, oder die Ungerechtigkeit, dass man das gleiche Geld nicht zweimal ausgeben kann?
Das waren noch Zeiten, als Neckermann`s Horden sich mit ihren vier-rädrigen Alteisen über den Brenner oder Gotthard gen Süden quälten, um an den Stränden der Adria ihren Urlaub zu verbringen. Heute können sie sich die Liegestühle in den Bagnio`s nicht mehr leisten.
Das ist der kleine, aber feine Unterschied zu damals. Und nun fragen sie sich warum wohl?
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„Heute können sie sich die Liegestühle nicht mehr leisten.“
Weshalb ist dann überall alles voll von Touristen ?
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Guten Tag
Ich war über Weihnachten/Neujahr 2 Wochen in Ryiadh/Saudi-Arabien.
Top-5-Sternehotel für CHF 200 pro Nacht und der Flug war unter CHF 1000.
War super-spannend, mal etwas Neues.
Das Geheimnis ist, das zu tun, was die anderen NICHT machen.
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Was mir extrem auffällt ist die extrem gestiegene Anspruchshaltung, die sich durch alle Bereiche durchzieht. Früher waren Standferien in Italien oder Jugoslawien in einem einfachen Hotel oder Zeltplatz Standard, heute meinen viele sie müsste als Student 5 Wochen nach Australien oder in 5 Sternhotels übernachten.
Und dieses Muster zieht sich durch, früher war ein Auto pro Familie Standard, heute sind es meist 2. Die ganzen elektronischen Gadgets müssen mind. alle 2 Jahre erneuert werden, insb. diejenigen die noch die gearbeitet haben, glauben das alles sei selbstverständlich – ist es nicht.
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Der Presto muss schon auf 4 Sterne Häuser zurückgreifen, die Armut hat ihn voll erwischt.
Es ist übel, quasi eine Notunterkunft statt ein anständiges 5 Sterne Hotel buchen zu können.
Wo können wir für den nächsten Urlaub spenden?
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Wenn man es sich nicht leisten kann muss man auf Kinder verzichten.
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Wollte mal die Probe aufs Exempel machen, eine Woche Südfrankreich, Sa 27. Juni bis Sa 4. Juli. Zürich-Nizza-Zürich CHF 369.20 (inkl. einem Koffer aufgeben). Hotel Odalys Résinden et Spa (Rating 8.6 auf booking.com), mit Pool und allem, nähe Strand für CHF EUR962, für zwei, inkl. Frühstück. Dann noch 2x200EUR Taxi. Finde ich nicht teuer für eine Woche, kurz vor der grossen Ferienmeute. Man muss halt etwas flexibel sein, nicht drei Monate zum voraus buchen. Auch das ist spannend! Und wenn die Kantone etwas miteinander reden würden, wäre auch nicht alle zur gleichen Zeit in den Ferien…
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Bei den Sportferien im Jan. und Feb.reden die Kantone miteinander. Ag hat 3 Wochen nach Weihnachten schon wieder Ferien, ZH erst mitte Feb.
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Ach ihr armen Schwiizerlis! Lebe in SE-Asien und fliege nach Lust und Laune. Flog neulich von Vientiane nach Singapur und zurück, mit Zwischenhalt in Bangkok, für nur 500.- USD. Dem Klima zuliebe werde ich soviel fliegen, wie es nur geht. Dann wird es endlich mal wärmer auf diesem Planeten – wenn man von den vielen Kriegen mit den vielen giftigen Brandherden mal absieht. Nächste Destination Phu Quoc, Vietnam – via Phnom Penh und Ho Chi Minh. Che Dolce! 🍰
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Was du dort in SE-Asien machst hast du zwar nicht geschrieben aber wir wissen es.
Das ist dort ja auch billiger, gell?
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Wenn alle 10 Millionen SchweizerInnen, plus 🌟 die Welt 10 Mal pro Jahr umrundeten, würde dies nicht auch nur ansatzweise die Klimaschäden verursachen, welche seit Jahrzehnten durch die andauernden Kriege generiert werden, die der Westen anzettelt. Amen! 🙏
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Ich wär ganz froh, wenn das Reisen mit Kindern nicht mehr erschwinglich wäre.
Die heutigen Kknder wissen sich weder am Flughafen, im Flugzeug, im Hotel, am Strand oder brem Essen zu benehmen.
Und die Eltern grad ebenso.
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Leider wahr mir wird regelmässig in den Stuhl geschlagen ohne das die eltern es nötig fänden das Kind zu tadeln.
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Reisen erweitert den Horizont. Das hat aber wenig mit Mainstream in Arosa, Nizza und Sydney zu tun.
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„Als ich noch ein Kind war…“ – genau, Presta, das ist es: Dass der ganze Pöbel die Welt kaputt macht mit seiner Massenreiserei, ist genau das Problem. Der Planet erträgt es nicht und es ist zum Kotzen mit diesem Overtourism von Bildungsfernen! Ich wünsche mir, dass Reisen wieder so teuer wird wie vor 40 Jahren. Dann haben wir sofort kein Klimaproblem mehr, keinen Overtourism und keine zerstörten Landschaften für Scheisshotels für die Plebs!
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Hr M. Presta (selbständiger Kommunikationsberater, Medienschaffender, Geschichtenerzähler, Künstler), das ist ein sehr guter Beitrag. Da kann man nur sagen: „prwo“
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Wenn man hier so die Kommentare liest könnte man meinen es gäbe nur die Massentourismus-Orte zu bereisen. Die Welt bietet noch soviel mehr und menschenleere Gegenden. Jeder kann selbst wählen was er für Ferien machen möchte.
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Ihr Schweizer seid halt dumm was solche Dinge betrifft und zahlt oft das Mehrfache als die Ausländer, die sich das Hotel/Flug selbst buchen und das Internet benutzen können.
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Fehler #1: Reisebüro.
Kayak.com ersetzt das.
Fehler #2: 4 sterne hotel.
Camping platz oder hostel heisst die devise.
Fehler #3: Arosa.
Ist auch mir zu teuer.
Man kann auch vorher im Schanfigg nächtigen..
Ja, es ist alles teuer, und je mehr geld die SNB druckt, desto teurer wirds – das wird noch viel weiter gehen.
Back to basics…