Die Aufregung in der Schweizer Ärzteschaft ist sei wenigen Tagen riesig. Die Praktizierenden befürchten eine „Staatsmedizin“.
Der Grund: Der FMH und weitere Medizin-Spitzenverbände haben mit dem Bundesamt für Gesundheit eine „Höchstgrenze für die pro Arbeitstag verrechenbaren Taxpunkte“ vereinbart.
„Nach intensiven Konsultationen und einem konstruktiven Austausch“ hätten sich die Tarifpartner auf eine „Lösung verständigt“. Eine, die mit Unternehmertum im Arztberuf ausräumt.
Denn der Vorschlag der Verbands-Oberen und des Bundes sieht ein Maximum von 1’577 verrechenbaren Taxpunkten (TP) pro Tag vor, und zwar über die Dauer von einem Monat.
Dahinter steckt die „Annahme einer Arbeitszeit von 12 Stunden pro Tag“, schreiben die FMH und die übrigen Verbände.
„Die Obergrenze darf den Mittelwert von 1577 Taxpunkten ärztliche Leistung pro Arbeitstag über einen Zeitraum von einem Monat nicht überschreiten“, so der Wortlaut im vierseitigen Papier vom 2. Juni.
Die Regelung ist ein Schlag in die Magengrube für alle Ärzte, die sich anstrengen und effizient arbeiten. Sie können am Mittag oder Nachmittag ihre Praxis schliessen und jassen gehen.
Weil sie spätestens dann den Maximal-Wert von 1’577 TP erreicht haben.
Jede weitere Minute, die sie für Patienten-Behandlungen aufwenden, ist Fronarbeit.
Sie erhalten kein Geld dafür.
Die Deckel-System tritt Anfang 2027 in Kraft. Notfälle und Administrativ-Arbeiten fallen nicht unter die Deckelung.
Die Wogen bei den Ärzten gehen hoch. „Effiziente Hausärzte und Fachärzte werden durch das faktische Kontingent bestraft“, sagt ein Zürcher Spezialist mit eigener Praxis.
„Nach 5 oder 10 Patienten pro Tag ist Schluss. Die Krankenkassen zahlen nicht mehr.“
„Es gibt Hausärzte, die bis 40 Patienten am Tag behandeln. Das würde sich nicht mehr lohnen, es käme zu Wartezeiten und schlechter Versorgung.“
Je nach Kanton ist der Lohndeckel unterschiedlich. In Zürich würde das Maximum neu bei 1’435 Franken pro Tag Verdienst liegen.
Bei 22 Arbeitstagen ergibt dies monatlich 31’000 Franken, im Jahr 375’000. Davon sind Ferien, Sozialleistungen, Miete für die Praxis, Kosten für die Geräte, Löhne für die Assistenten, Versicherungen und weiteren zu bezahlen.

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Man geht vom 12 Stunden aus. Dass eine Krankenkasse nicht mehr als 12 Stunden pro Tag bezahlen will, ist wohl verständlich. Bei meinem Auftraggeber in der IT würde es sicher auch für Irritation sorgen, wenn ich von 8-18:00 da bin, und 12 Stunden oder mehr berechnen würde. Und wenn ich noch so „effizient“ arbeite.
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völlig richtig.
keine ahnung, wieso die ärzte noch schwören auf die kranken,
wenn sie doch nur noch abzocken.
vorallem mit dem verkauf der unsäglichen pillen, geschmiert
von der pharma industrie.
zeit, dass es vorbei ist, mit selbstbedienung und weissen götter, die nur pillen verschreiben, sonst gar nichts.
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Offenbar waren Sie nie krank und somit wissen Sie nicht, wie es in einer Praxis läuft. Es handelt sich hier nicht um Lohn sondern um Umsatz! Wenn der Patient an Spital angewiesen wird in Sinne Notfall, da keine Behandlung in Praxis möglich aufgrund Limitation der täglichen Leistungen wird, wird es der Versicherung minim. 200 % mehr kosten. Das möchten Sie?
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Diese Regelung basiert auf einem theoretischen Rechenmodell – nicht auf der Realität einer Hausarztpraxis.
Wir arbeiten längst an der Belastungsgrenze und versorgen aufgrund des Ärztemangels täglich mehr Patienten als je zuvor. Eine Obergrenze von durchschnittlich 1577 TP pro Arbeitstag bestraft gerade diejenigen, die einen grossen Teil der ambulanten Versorgung tragen und gefährdet die wirtschaftliche Existenz vieler Praxen.
Wer die ambulante Medizin stärken will, darf engagierte Ärztinnen und Ärzte nicht deckeln. Diese Limite löst weder den Ärztemangel noch die Kostenprobroblematik!
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Sie führt dazu, dass Praxen weniger Patientinnen und Patienten behandeln können – in einer Zeit, in der wir bereits heute kaum mehr allen gerecht werden. Leidtragende sind am Ende unsere Patientinnen und Patienten!!
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Was bedeutet eine Taxpunkt-Deckelung in einer Hausarztpraxis – ganz konkret?
Ab morgen könnten wir theoretisch sagen: “Es tut uns leid, unser Tageskontingent ist aufgebraucht. Heute können wir Sie leider nicht mehr behandeln.”
Die Folge?
Keine zusätzlichen Konsultationen. Keine Telefonate mit Altersheimen oder der Spitex. Keine Rückrufe an besorgte Patienten. Keine Rücksprache mit Physiotherapeuten oder Spitälern. Keine Rezepte, keine Aktenstudien, keine dringenden Entscheidungen außerhalb der Sprechstunde – weil diese Arbeit schlicht nicht mehr vergütet würde.
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Es handelt sich aber um ein Tageskontingent von 12 Stunden. Arbeiten Sie denn so lange pro Tag?
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Die Obergrenze von 1577 Taxpunkten bezieht sich nur auf die ärztlichen Leistungen (AL). Der Infrastruktur- und Personalleistungsteil (IPL), wovon die Miete für die Praxis, die Geräte und das Personal bezahlt wird, ist von der Obergrenze nicht betroffen und kommt zu den 1577 Taxpunkten dazu.
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Genau – somit gibt das bei 200 Arbeitstagen einen Lohn von 290000 CHF/Jahr. Für teilweise mittelmässig ausgebildete Ärzte mehr als genug.
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Was mich zuallerst interessieren würde, ob in diesen Taxpunkten auch die Infrastruktur, Miete und vor allem auch die Löhne der Angestellten abgegolten wären. Wenn dem so wäre, dann ist es wirklich nicht viel Geld.
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Eben NICHT…. Je nach Praxisgrösse bzw Patientenzahl braucht ein Hausarzt 2-4 MPA pro Tag. Diese arbeiten nicht nur mit den physisch in der Praxis befindlichen Patienten sondern erledigen auch Administration, Tel, Mail, Verordnungen etc etc..
Wie sollen die Löhne gezahlt werden wenn wir nur 12 – 14 Pat. am Tag konsultieren „dürfen“?
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Die Alternative wäre, all das trotzdem zu leisten – kostenlos.
Doch kostenlose Arbeit bezahlt weder unsere MPAs noch unsere angestellten Ärztinnen und Ärzte. Sie bezahlt keine Miete, keine Laborkosten, keine Ultraschallgeräte, keine IT, keine Praxissoftware und keine Versicherungen. Eine Hausarztpraxis ist kein Hobby, sondern ein Betrieb mit hohen laufenden Kosten.
Das Ergebnis? Weniger Personal. Weniger Termine. Noch längere Wartezeiten. Noch mehr Praxen mit Patientenstopp.
Eine Taxpunkt-Deckelung spart nicht Medizin – sie rationiert sie. Und den Preis zahlen am Ende unsere Patienten.
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Ein Gott in Weiss muss auch nicht ein Kiste pro Jahr verdienen.
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Sofort umsatteln und in die Unternehmensberatung wechseln, da sind die Tagessätze erquickender.
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Aline Buck, Ihr Altruismus hat mich berührt, und Ihre finanziellen Schwierigkeiten wecken mein Mitgefühl. Es ist wirklich traurig, und ich fühle mit Ihnen😢😭😭
Geben Sie mir Ihre IBAN, und ich werde eine Überweisung tätigen!
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Wahrscheinlich wird es zu etwas Ähnlichen sogar kommen, wie auch in anderen Ländern, wenn sie 1 Jahr für 1 Knie-Op beim Staat versus 1 Woche beim Privat warten müssen.
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> Effiziente Hausärzte und Fachärzte werden durch das faktische Kontingent bestraft
Effiziente Hausärzte? Wirklich? Gerne mal die eigene Rechnung anschauen. Die meisten Punkte gehen auf 5-Minutenweise abgerechnete Beratungen drauf. Wenn der Hausarzt 30 Minuten Beratung in 10 macht, ist das Abrechnungsbetrug (effizienter!).
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Taxpunkte (TP): Jeder medizinischen oder zahnärztlichen Leistung ist ein bestimmter Taxpunktwert zugeordnet, der den zeitlichen und fachlichen Aufwand widerspiegelt.
Taxpunktwert (TPW): Dies ist der Frankenbetrag, mit dem die Taxpunkte multipliziert werden, um den Preis in Schweizer Franken zu erhalten.
Deckelung: Die Deckelung begrenzt nun die maximale Menge an Taxpunkten, die ein Arzt an einem Tag in Rechnung stellen darf.
Der Honorarertrag pro Tag ergibt sich vereinfacht wie folgt: Anzahl geleistete Taxpunkte (gedeckelt) x Taxpunktwert.
https://www.comparis.ch/krankenkassen/leistungen/
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Das Schweizer Gesundheitswesen gehört zu den teuersten der Welt. Nach den USA und Norwegen weist die Schweiz die höchsten Gesundheitsausgaben pro Kopf auf. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf schätzungsweise rund CHF 11.000 pro Einwohner.
Ein Lohndeckel im Schweizer Gesundheitswesen zielt meist auf zwei Bereiche ab: die Saläre von Krankenkassen-Spitzenmanagern und Höchstgrenzen für Arzthonorare (Taxpunkte). Erstere greifen in der Praxis kaum, da sie die lukrativen Zusatzversicherungen ausklammern, während letztere bei der Ärzteschaft für heftige Kritik sorgen. Gesundheitssystem neu denken
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Seit Jahren piesacken und übervorteilen die Krankenkassen und Behörden die Ärzte. Der Ärztemangel nimmt weiter zu. Der Papierkram/Compliance ebenfalls. Zu leiden haben die Patienten. Die Lebenserwartung nimmt ab.
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Achtung, die 1750 Taxpunkte pro Tag (der Taxpunkwert ist kantonal unterschiedlich, im Kt Bern z.B 86 Rappen) sind nicht der Maximallohn sondern der Maximalumsatz!
Von Inside Paradeplatz würde ich eigentlich schon erwarten, dass sie den Unterschied zwischen Lohn und Umsatz kennen?!
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Es gibt viele Leute die Verdienen dies nicht in der Woche!
Nein, das ist jetzt keine Neidmeinung zur Sache, aber die wo dies in der Woche verdienen müssen ja auch mal zu Arzt, und wie sollen die das finanzieren? klar geht auf die KK, was jedes Jahr mit dem Prämienanstieg geschieht wissen wir ja, es stellt sich halt die Frage ob man das ganze zum kippen bringen will oder eine Lösung wo alle damit leben können!
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Ausländische Ärzte wandern in die Schweiz. Mein Hausarzt stellt eine Ukrainerin als Ärztin ein. Folglich gehen die Ukis jetzt zu ihr. Wie wäre es wenn diese Ärztin in der Ukraine arbeiten würde?
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Man müsste angehende Ärzte dazu verpflichten mind. zwei Jahre in einer Hausarztpraxis zu arbeiten bevor sie sich spezialisieren dürfen
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CHF 1’435.00 x 21.7 x 12 = Fr. 373’674.00 p.a.