Die Nestlé-Aktien stürzten gestern an der Börse um fast 8 Prozent auf 79.29 Franken ab.
Ohne die 20 Prozent L’Oréal-Beteiligung im gegenwärtigen Marktwertert von rund 37 Milliarden oder 14 Franken pro Aktie lag der Tagescrash im eigentlichen Nestlé-Business bei fast 10 Prozent.
Gigantisch. Und das mit gutem Grund.
„Softening consumption in Q2“ – das die Aussage von Nestlé-CFO Anna Manz über die Performance der Nespresso-Sparte anlässlich der Videokonferenz für Investoren und Analysten zu den Halbjahreszahlen 2026.
Die Britin sowie ihr Chef, Nestlé-Boss Philipp Navratil, versuchten in der anschliessenden Q&A-Session, die aktuelle Situation, die Erwartungen und getroffenen Massnahmen des Nahrungsmittel-Multis zu erklären.
Bei Nespresso leuchten die Warnlampen rot. HSG-Absolvent Navratil kennt das Geschäft wie kein anderer am Genfersee von innen.
Nach über 10-jährigem Exposure und massgeblicher Rolle beim Aufbau der Allianz mit Starbucks hatte er dieses ab Juli 2024 für rund ein Jahr geleitet.
Im letzten Sommer erfolgte dann nach den Skandalen um CEO Laurent Freixe und Verwaltungsratspräsident Paul Bulcke die Ernennung ins höchste operative Amt des Nahrungsmittel-Multis mit Sitz in Vevey.
Die Herausforderungen bei Nespresso: Patente laufen in den nächsten Jahren aus. Preissteigerungen bei Starbucks werden von den Konsumenten nicht goutiert.
Die neue, globale „Vertuo World“ Kampagne mit Pop-Superstar Dua Lipa soll eine jüngere Kundengeneration zu „mutigen Kaffee-Entscheidungen“ animieren.
Auf der Basis von „Kultur und Kreativität“ werden eine Vielzahl von neuen Geschmacksnoten und „Cold coffee“ lanciert.
Ein entscheidender Markt seien die USA, wo mit dem Verkauf von Nespresso-Maschinen die „Household penetration“ auch in tieferen Einkommensklassen ausgebaut werden soll.
Die volatile Zoll-Situation der Administration Trump ist dabei nicht hilfreich. All dies wird mit einem exorbitanten Marketingaufwand bei Nespresso und generell auf Gruppenebene betrieben.
Dieser wäschst unter dem neuen Management-Team auf gegen 9 Prozent der jährlichen Umsätze von rund 90 Milliarden.
Pikant: Der Betrag übersteigt somit die Grössenordnung der jährlichen Dividendenzahlung von gut 8 Milliarden.
Ein beträchtlicher Teil der Ersparnisse durch das laufende 3-Milliarden Kostensenkungsprogramm mit dem weltweiten Abbau von 16’000 Stellen fliesse in die Werbung, wie Navratil präzisierte.
Und somit nicht an die Aktionäre. Überhaupt hat Nestlé seit Jahren ein Umsatzproblem, vor allem auf Basis des Schweizer Frankens.
Die Schere „Umsatz-zu-Dividende“ in Franken wird stets grösser und könnte bald an Grenzen stossen. Umso mehr, da in der Geschichte von Nestlé die Ausschüttungen noch nie gesenkt worden sind.
2027 winken mindestens 3 Franken und 15 Rappen.
Ein Weg aus dem Dilemma wäre ein Wechsel der Dividendenzahlung in Dollar. Swiss Re und die UBS haben es vorgemacht.
Zurückhaltend und verklausuliert äusserten sich die beiden Nestlé Topshots zu einem namhaften „Customer delisting“ in Europa und den Umsatzeinbussen in Zusammenhang mit dem globalen Rückruf von Baby-Nahrung.
Als „One large drag“ benannte Navratil die anhaltenden Bremsspuren des Kommunikationsfiaskos um die Jahreswende.
Mit gezielten Botschaften solle das Vertrauen wieder hergestellt werden. Auch das geht weiter ins Geld und vermindert Margen. Alles keine guten Neuigkeiten. Die Investoren haben umgehend reagiert.




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Navratil muss endlich radikal ausmisten auch oben im Management, wo immer noch viele alte Seilschaften aneinander kleben und mit den Zaster-Honigtöpfen sich die Tasche füllen !!
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weil Nestlé deutlich mehr als 50% des Umsatzes mit Tierfutter, irgendwie gewonnenem Wasser, Kaffeekapseln und Babyfood tätigt, habe ich mich von Nestlé verabschiedet. Ich bin seitdem in internationalen Lebensmittelkonzernen investiert (auch Emmi AG).
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Das große Problem von Nestlé ist Mineralwasser.
Insider aus Nestlé und Staat konnten wie man lesen konnte, Nestlé unter Druck setzen mit Klagen. Deshalb sollte das Mineralwasser verkauft werden.
Aber niemand wollte es. Schlussendlich übernahm ein amerikanischer „Investor“ immerhin 50% des Mineralwassers.
Allerdings unter der Auflage, dass Nestlé für alles in der Vergangenheit gerade stehen muss.
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Das große Problem von Nestle sind die Margen, welche die Basis für die Gewinne sind und nun immer mehr zerfallen.
Weniger Leute sind bereit – oder finanziell überhaupt in der Lage – den Nestle Marken-Aufpreis zu bezahlen. Die günstigere Konkurrenz und die No-Brand Produkte sind oft eine gleich gute Wahl und die Nestle-Produkte sind weder im Geschmack noch in der Qualität die Mehrkosten wert.
Eine Billig-Strategie kann Nestle nicht machen, weil das gegen die Prinzipien des Business und das elitäre Selbstverständnis der Firma ginge.
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Während bei der Monsanto-Übernahme durch Bayer die Milliardeklagen in den USA den Deutschen angehängt wurde, werden allfällige Klagen im Mineralwasser-Deal vom amerikanischen „Investor“ wegbedungen. Na dann Prosit!
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Wenn bis Oktober kein Regen mehr fällt in Europa dann haben alle Lebensmittelfirmen ein größeres Problem..keine Rohstoffe!
Teller leer
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Wer braucht die schon? Niemand! Es kann ohne diese Abzocker gelebt werden. Kapiert das endlich. Und die Dividende für eine sooo große Firma ist mickrig.
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Apple ist um Welten grösser und wieviel zahlen die? 0.3%.
Wenn man die Kursentwicklung der letzten 10, 20 Jahre anschaut – DAS ist das Problem von NESN. Die Margen im Nahrungsmittelbusiness sind mickrig, ausser beim hochverarbeiteten Segment wie bspw. Nespresso.
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Seit man hier, in diesem Medium, gelesen hat, dass man bei Nespresso Zahlungen nicht finden kann, auch wenn man die Belege dazu erhält, fragt man sich, wie zuverlässig dort die Buchhaltung wirklich die tatsächlichen Geschäfte wiedergibt.
Möglicher benötigt die Firma zuerst einen SAP Software-Update!
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Man kann Bio-Kaffeekapseln für das Nespresso-System zu weniger als dem halben Preis kaufen. Schmecken sehr gut!
Ein schlechtes Zeichen für Nespresso!
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Der Eindruck entsteht, dass CEO Navratil dem Konzern mehr schadet als nützt. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl mit dem Nachwuchs-CEO, der gerne lässiger als seine Vorgänger kommuniziert aber meistens ist das nur PR Show um von anderem abzulenken.
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Fröide herrscht.
Aebi-Traktoren gibts noch – auch an der Börse in den USA.
Nestle gibts schon lange. Nur: wie lange noch (in dieser Form)?
Von einem Ausländer begründet, bon denen auch beendet?
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Den Dreckfrass fressen nicht mal Penner.
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Die Brutto-Marge bei den Produkten ist bei allen Grosskonzernen zu hoch (Manager-Hierarchie, Marketing, Transporte, etc).
Wenn das Geld der Kunden knapp wird, kauft man bei kleineren, unabhängigen Produzenten ein. (Die später zu oft von den Grossen geschluckt werden, um lokale Monopole zu errichten.)
Welche CH Schokolade ist noch nicht von einem Multi?
Munz-Maestrani, Stella-Bernrain, andere?
Für die Kaffee-Kapseln gibt es auch Alternativen, als Kapsel oder Espresso-Maschine.