Am Zürcher Paradeplatz ist die Welt noch in Ordnung. Banken glänzen, Uhren funkeln, Touristen drängen sich vor den Schaufenstern. Bei Sprüngli gehen Luxemburgerli und Pralinés über den Tresen.
Bei den Pralinés stellt sich derzeit allerdings eine vermeintlich einfache Frage: Was kosten sie eigentlich?
Ein Leser machte Inside Paradeplatz auf unterschiedliche Preise beim Offenverkauf aufmerksam. Daraufhin führten wir über mehrere Monate hinweg Testkäufe durch.
Gekauft wurde jeweils dasselbe: vier Champagner-Truffes. Das Ergebnis sorgt für Fragezeichen.
Im Mai und Juni kosteten die vier Stück zwischen 7.15 und 7.50 Franken. Im August einmal 8.80, bei einem weiteren Testkauf wieder nur 7.50 Franken.
Wie kann das sein?
Sprüngli betont, weder Stückpreis noch 100-g-Preis seien verändert worden. Die günstigeren Testkäufe erklärt die Confiserie damit, dass die Produkte möglicherweise «noch nach Gramm abgerechnet und Ihnen dadurch günstiger verkauft wurden».
Laut Sprüngli gilt für die vier Pralinés inzwischen der Stückpreis: 2.20 Franken pro Stück, zusammen 8.80 Franken.
Das Ganze kommt bekannt vor. Bereits im Oktober 2025 berichtete Inside Paradeplatz über «Sprünglis Preis-Hammer am Paradeplatz». Schon damals ging es um die Umstellung von Gramm- auf Stückpreis.
Fast ein Jahr später scheint die neue Rechnung an der Verkaufstheke noch immer nicht überall gleich angewendet zu werden.
Für den Kunden bleibt die Sache verwirrend: Gleiche Pralinés, gleiche Menge – aber immer wieder ein anderer Preis.
Der Gang zu Sprüngli wird damit zum süssen Überraschungs-Ei: Nicht wegen der Füllung, sondern wegen der Frage, was am Ende verrechnet wird.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
auch begnadetes Verkaufspersonal hat seinen Preis.
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Die haben ein Sprüngli in der Schüssel.
Hat IP auch noch andere Themen als Schokolade?
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Der Preis pro Stück ermöglicht viel bessere Shrinkflation.