Mark Dittli hatte keinen auf dem Zettel. Doch jetzt hats der Wirtschafts-Journalist geschafft.
Soeben hat ihn der Verwaltungsrat der NZZ zum neuen Chefredaktor gekürt.
Die Wahl gleicht einer kleinen Sensation. Sie ist ein klares Misstrauens-Votum gegenüber dem scheidenden Eric Gujer.
Der hatte laut Gerüchten über seinen „Buddy“ Kurt Zimmermann, einen anderen Medien-Dinosaurier, Dittli in letzter Minute „killen“ wollen.

Der einstige Chef der Finanz+Wirtschaft sei ein ein wenig verkappter Linker. Das hätte seine Zeit bei der „Republik“ gezeigt.
Das Online-Magazin gilt als rotgrüne Zürcher Bastion mit Glorifizierung eines neuen Sozialismus.
Gujer wollte unbedingt seinen eigenen Mann auf dem Thron. Benedict Neff. Der leitete das Feuilleton und seit Kurzem das Ausland.
Unter Neff mussten Langjährige gehen, insbesondere Frauen. Drei von ihnen haben die NZZ vors Zürcher Arbeitsgericht gezerrt.
Unter Gujer verklagte die NZZ Deutschland den hier Schreibenden rund um einen Plagiats-Vorwurf. Das Landgericht Hamburg befahl die Löschung der Story.
Die deutschen NZZ-Anwälte schickten jetzt eine vierstellige Rechnung.
Dass der VR der NZZ sich vom scheidenden Gujer nicht vor sich hertreiben liess, spricht fürs Gremium.
Dittli habe mit „The Market“, eine Online-Konkurrentin der Finanz+Wirtschaft, Unternehmertum gezeigt. Das Finanz-Portal soll nach Deutschland exportieren.
Dittlis Kür wird für Wirbel auf der Redaktion an der Falkenstrasse sorgen. Who Is The Guy?
Zu Dittlis Stärken zählt sein Führungsstil. Ein Mann der leisen Töne, der aber einen Plan hat. Zu diesem hört er sich vorgängig alle an.
Journalistisch spielt er in der Makro-Liga. Er liebt die globale Analyse. Unternehmens-Scoops waren nie sein Ding.
Vor Oberchefs kuscht er nicht. Pietro Supino, Chef von TX mit dem Tages-Anzeiger und der Finanz+Wirtschaft, konnte ihn nicht beeindrucken.
Sergio Ermotti respektive seine UBS bestraften Dittlis kritischen UBS-Kurs mit dem Stopp sämtlicher Werbung. Auch das brachte Dittli nicht aus dem Tritt.
Auf der NZZ-Redaktion kriegt er es mit Alphas und Schwergewichten zu tun. Wie er diese zu Höchstleistungen anspornt, bleibt seine grösste Herausforderung.
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in europa sehen wir gerade den beginn neuer jugendunruhen, aber die journalisten schreiben nur noch über ihre immer kleinere welt und die sorgen ihrer berufskollegen. tja…
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Eine ausgezeichnete und längst überfällige Wahl. Mit Mark Dittli erhält die NZZ einen Chefredaktor, der wirtschaftliche Kompetenz, journalistische Unabhängigkeit und strategischen Weitblick vereint. Es ist die Chance, die Wirtschaft wieder stärker ins Zentrum zu rücken und die NZZ aus der allzu einseitigen politischen und publizistischen Prägung der Ära Gujer herauszuführen. Eine Zeitung von diesem Rang muss mehr sein als ein rechtsbürgerliches, stark proisraelisch ausgerichtetes Meinungsblatt. Sie muss wirtschaftliche Zusammenhänge erklären, unterschiedliche Perspektiven zulassen und intellek
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Wenn das stimmt, abonniere ich die NZZ wieder. Das wäre echt der Hammer!
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Freude herrscht!
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Oh mein Gott, das wird ja immer schlimmer.
Ein Linker von der linken Republik. Weit links vom Tagi.
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fusion wird vorbereitet..
Der entscheidende Test wird sein, ob Dittli seine wirtschafts- und makroökonomische Stärke auf die gesamte Zeitung übertragen kann: eine Redaktion mit unterschiedlichen Ressorts und starken Persönlichkeiten zu führen, ohne das publizistische Profil der NZZ zu verengen. Die im Artikel erwähnte frühere Zeit bei der Republik allein reicht jedenfalls nicht, um ihn verlässlich politisch einzuordnen oder daraus seine künftige Linie abzuleiten. Als Ernennung ist Dittli gut begründbar, besonders wenn der Verwaltungsrat digitale Entwicklung und strategische Führung stärken will. Ob er eine gute NZZ-Chefredaktion wird, lässt sich erst daran messen, wie er redaktionelle Unabhängigkeit, Meinungsvielfalt und die Zusammenarbeit mit den Ressortleitungen gestaltet.
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Ironie der Geschichte oder Gottes Zorn?
Der Liberalismus der Alten Tante ist hiermit tot. Erledigt. Vergangenheit. Die Abwrackung übernimmt der grosse Gegenspieler Sozialismus.
Die Neugeburt wird an anderer Stelle stattfinden.
Hony soit qui mal y pense.
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Verdammt. Habe erst vor Kurzem mein NZZ-Abo verlängert. Wenn die alte Tante jetzt unter diesem No-Name und ehemaligen „Republik“-Journi woke wird, habe ich für knapp ein Jahr „multiple Hundert“ in den Sand gesetzt.
Neff wäre der Top-Mann, ganz klar. Konservativ, islam-kritisch, gegen den Woke-Wahnsinn. Aber neeeein.
Dammisiech
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Schlechte Wahl. Ein NZZ-Chef sollte Historiker oder Germanist sein. Auf jeden Fall ein Phil. Ier, idealerweise mit Doktorat. Für Finanz und Wirtschaft gibt es die F+W und andere Fachblätter.
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Dittli hat von nationaler und internationaler Politik etwa so viel Ahnung wie ich – also nicht allzuviel. Er ist der Protégé von CEO Felix Graf, der in der NZZ mehr Projekte angerissen hat, als diese Angestellte hat. Die meisten wurden schnell wieder eingestampft. So trieb Graf bereit die CKW in die Verzweiflung. Unter Dittli würde die NZZ wieder in Spillmann-Zeiten zurückfallen. Woke, linksliberal und obrigkeitsgläubig – also ein Tagi für Pseudo-Intellektuelle und stets betroffene Millionenerben. Braucht es nicht.
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Cooler smarter Typ aus Kloten. Hockeyaner mit Durchhaltevermögen. Nicht abgehoben und elitär. KV und HWV. Und Marketing. Einer von uns. Mit dem Makroblick auf das Weltgeschehen. Kein Putin-Freund wie Gujer. Guten Start Mark Dittli.
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Die Frage ist doch, weshalb der VR auf einen bis dato weitgehend unter dem Radar fliegenden Journi als neuen CR setzt.
Mit Neff wäre die perfekte Nachfolge direkt vor der Haustür gewesen. Er hätte Gujers überaus erfolgreiche Amtszeit konsequent und nahtlos weiterführen können. Unter Gujer entwickelten sich die Abozahlen stark positiv, die Ausweitung nach Deutschland war (und ist) sehr erfolgreich.
Das publizistische Profil wurde neu ausgerichtet auf klar konservativ und gegen den journalistischen Mainstream. Die Strategie funktionierte. Jetzt Rückwärtssalto. Völlig unverständlich.
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Auf den ersten Blick eine schlechte Nachricht, aber abwarten und schauen was er macht.
Schlüsselpunkt ist die EU Frage. Dreht die NZZ endlich den unsäglichen Pro EU Kurs ? Falls nicht und driftet die NZZ weiter Richtung links, dann spare ich knapp SFr. 1’000.- jedes Jahr.
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Mittlerweile weiss doch jeder, dass man die NZZ auch gratis lesen kann, zumindest die Online Ausgabe.
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• Vorwurf der politischen Links-Ausrichtung: Hauptkritikpunkt ist Dittlis Vergangenheit beim Online-Magazin Republik, das die Weltwoche als „extrem links“ bezeichnet. Sie argumentiert, dass Dittli dort 2018 kurzzeitig als Chefredaktor amtierte und die publizierten Inhalte aus dieser Zeit nicht zum traditionell bürgerlich-liberalen Profil der NZZ passen würden. Unter dem Titel „Das Narrenschiff der NZZ“ warnte das Blatt vor einem Linksrutsch der Zeitung.
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Luki liest du deine eigenen Artikel nicht mehr? Heute: „Mark Dittli hatte keiner auf dem Zettel.“ Vor einer Woche: „Will Gujer Favorit für NZZ-Chefposten abschiessen?“ und dann geht’s um Dittli.
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wäre eine gute Wahl, wenn dadurch nicht die kritische Berichterstattung zu Deutschland beeinträchtigt wird.