Vor dem serbischen Generalkonsulat an der Alfred-Escher-Strasse staut sich eine lange Schlange.
„Über 500 Leute warten gerade. Und es kommen immer mehr“, schreibt ein Wähler auf X.
In Bern das gleiche Bild: eine lange Schlange vor dem Wahllokal, mehrere Stunden Wartezeit.
„26 Jahre lebe ich in der Schweiz. So eine Schlange habe ich noch nie gesehen“, schreibt eine Wählerin.
Die Leute stehen im Regen. Sie lächeln. Denn viele wünschen sich einen Regierungswechsel in der Heimat. Die Hoffnungen sind gross.
Belgrad hat in der Schweiz kurzerhand die Hälfte der Wahllokale gestrichen. 2023 gab es vier. Jetzt nur noch zwei: Bern und Zürich.
Genf und Lugano wurden geschlossen. Ein verlangtes Wahllokal in Basel wurde nie eingerichtet.
4585 Serben in der Schweiz haben sich angemeldet. Für die Tessiner heisst das heute: stundenlang Zug fahren.
Ein Genfer tobt auf X: „Sie haben unser uraltes Wahllokal abgeschafft.“ Er setzt sich trotzdem in den Zug nach Bern. „Ich wäre auch bis nach Hamburg gefahren“ meint er.
Auch in Zürich harzte es schon lange vor dem Wahltag. Ein Betroffener berichtet von Schwierigkeiten und langen Verzögerungen bei der Anmeldung zur Wahl.
Botschafter Ivan Trifunović weist die Schuld von sich. Die Botschaft habe alle Anmeldungen pünktlich und korrekt weitergeleitet, sagte er auf dem Portal Serbinfo Mitte Oktober.
Was die Schweizer Serben erleben, trifft die Diaspora weltweit. Erstmals gilt im Ausland Belgrader Zeit.
Die Folge: In Chicago öffnet das Wahllokal um 1 Uhr nachts. In New York um 2 Uhr. In Neuseeland wählt man von 19 Uhr bis 8 Uhr morgens.
Die Zeit zum Wählen werde damit faktisch halbiert, schimpft Kommissionsmitglied Ivan Šebek.
Es wird noch absurder. In Vancouver sind 1300 Serben angemeldet. Wahllokal? Fehlanzeige. Das nächste steht in Toronto, 3500 Kilometer entfernt.
Aus Brisbane kurvten Wähler 900 Kilometer im Bus nach Sydney. Gleichzeitig zaubert Belgrad neun neue Wahllokale in Bosnien aus dem Hut.
Dort wählen viele Doppelbürger Vučić.
Schon die Anmeldung wurde zum Spiessrutenlauf. Botschaften bestätigten Anmeldungen nicht.
Anfragen blieben unbeantwortet. Über 30 serbische Diplomaten kritisierten öffentlich die eigene Regierung.
Die Opposition wehrte sich. Vergeblich. Wahlkommission und Verwaltungsgericht schmetterten alle Beschwerden ab.
Aussenminister Marko Đurić spricht von Logistik und Sicherheit. Die Vorwürfe nennt er „eine komplette Lüge“.
Für Präsident Aleksandar Vučić geht es um alles. Seine SNS regiert seit 2012. Nun bläst ihm eine Studentenbewegung den Marsch.
Ihr Auslöser: der Einsturz des Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024. 16 Tote.
Jetzt zeigt das Volk, was es will. Bis 11 Uhr hatten 27,3 Prozent gewählt, fast doppelt so viele wie 2023.
Die Wahlbeobachter von Cesid zählten da schon über 120 Unregelmässigkeiten. Erste Hochrechnungen folgen heute Abend.

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Was hat denn der Vucic so falsch gemacht, dass man ihn abwählen muss?
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Sehr viel.
Diese Frage hätte Ihnen auch eine KI beantworten können.
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Kommentatoren auf IP in der Schweiz.
Die Serben müssen sich zu Problemen in ihrem Staat äussern, nicht die Schweizer.
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Geschäftet mit Russland und China aber der Pöbel will in die Elendsunion äquivalent mit unseren Vollpfosten. Das ist alles.
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Und bei uns in der Schweiz hätte man immer die Möglichkeit zu wählen, aber sie hocken lieber bequem auf der Couch.
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Wen willst du denn wählen ?
Den „rechtsradikalen“ Blocher, der mehr als jeder andere Schweizer von der Globalisierung profitiert hat und deshalb auch ein Vermögen von 10 Milliarden hat ?
Oder wen genau ?
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Belgrad ist in jeder Beziehung ein wichtiger Eckstein im Alltag zwischen Ost und West.
Niemand hat bessere Karten die Interessen zu wahren. Westliche Apparatschiks verschaffen immer wieder „religiöses Treiben“ um sich gegen Land und Leute auf zu bringen.
Siehe andere Jugo-Staaten.
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Haben nie verstanden wie man hier leben tut und ganz woanders abstimmen kann?! Ob gut oder schlecht es dort für die Menschen ist oder wird!
Hauptsache man lebt in der Schweiz in Sicherheit..
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Wenn denen ihr eigenes Land so wichtig ist warum leben sie dann nicht dort?
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Wieso gehen sie denn nicht zurück?