Zürich stimmt über den grössten Rahmenkredit in der Geschichte der Stadt ab: 2,3 Milliarden Franken für den Ausbau der thermischen Netze.
Der Kredit löst zwei frühere ab: 330 Millionen aus dem Jahr 2021, 573 Millionen aus dem Jahr 2022.
Die jetzigen 2,3 Milliarden sind mehr als das Doppelte des bisherigen Kreditrahmens. Begründung: mehr Netzausbau, vollständige Fossilfreiheit, neue Energiespeicher.
Bis 2040 sollen 60 Prozent der Stadtzürcher Haushalte mit Fernwärme versorgt sein, doppelt so viel wie heute.
Das Ziel ist richtig. Die Frage, die kaum gestellt wird: Wie wird gebaut?
Antwort: wie immer. Strasse auf, Rohre rein, Strasse zu. Dann kommt die Swisscom. Dann die Wasserversorgung. Dann die Kanalisation.
Jeder auf eigene Rechnung, jeder mit eigener Baustelle, jeder zu seiner Zeit.
Das städtische Tiefbauamt betreibt 700 Kilometer kommunale Strassen. Wenn dieselbe Strasse innerhalb von 20 Jahren viermal geöffnet wird, vervielfachen sich Baukosten, Verkehrsverluste und Gewerbeschäden.
Zürich baut billig pro Projekt, aber teuer über Jahrzehnte. Das Bild der Dauerbaustelle ist das addierte Ergebnis dieser parallelen Einzellogiken.
Helsinki hat es anders gemacht. Unter der finnischen Hauptstadt liegt ein Netz von 40 Kilometern Multifunktionstunneln – begehbar, zugänglich, für alle Leitungen gemeinsam: Strom, Fernwärme, Wasser, Telekommunikation.
Reparaturen und Erweiterungen ohne Baustelle an der Oberfläche. Die Stadt plant ihren Untergrund auf Jahrzehnte voraus und kombiniert Versorgungstunnel mit Tiefgaragen und Logistikzentren.
Einmal tief gedacht. Dauerhaft fertig.
Kopenhagen hat die Oberfläche durch Konsequenz zurückerobert: schrittweise Oberflächenparkplätze weg, unterirdische Quartier-Parkings rein.
Erst wenn das Auto nicht mehr den öffentlichen Raum dominiert, kann Oberfläche tatsächlich neu verteilt werden.
Aus beiden Modellen lässt sich ein Zürcher Ansatz ableiten. Und der müsste die Stadt nicht sofort untertunneln.
Er wäre zunächst ein institutioneller Richtungswechsel: Mehr und konsequent gemeinsame Planung, gemeinsame Trassen, koordinierte Bauzyklen.
Statt Stakkato-hafte Einzelprojekte.
Zentrale Entwicklungsachsen als Multifunktions-Korridore, Quartier-Parkings als integrierter Bestandteil, Superblocks als städtebauliche Folge.
Nicht riesige Parkhäuser, die ganze Quartiere dominieren, sondern Tunnel mit mehreren Zugängen, die unter dem Quartier verschwinden.
Nicht jede Strasse braucht das. Aber Hauptachsen und langfristige Infrastruktur-Korridore könnten systematisch dafür reserviert werden.
Die Energiewende zwingt Zürich ohnehin zum grossflächigen Umbau des Untergrunds.
Die eigentliche politische Frage ist deshalb, ob weiterhin fragmentiert gebaut wird. Oder smart integriert.
Am 14. Juni stimmt Zürich ab. Nicht über die Bauweise. Dabei liegt genau dort die eigentliche städtebauliche Frage.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Züri = Bünzli City
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Ja das ist SP, die schauen zudem kleinen Arbeiter damt er arbeit hat, dafür werden schon einmal der Strassen xxfach aufgerissen
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Zu Helsinki: Erstens ist die Stadt auf Granit gebaut und nicht auf Molasse wie ZRH, und zweitens wurde diese „underground city“ für den Atomkrieg angelegt… dennoch Zustimmung, das ständige Aufreissen ist ein Problem…
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Das Geld muss ausgegeben werden.
Das die Steuern nicht runter
gehen.Aber jetzt mit der
Wirtschaft Krise werden Steuern nur noch steigen !! Das werden
Sie auch noch merken,aber Sie
rechnen es gibt jedes Jahr mehr
Geld.
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In Meilen hört es auch nicht auf mit dieser Graberei. Hoffentlich funktioniert es dann wenigstens. Wenn mal etwas nicht klappen sollte, sind dann ganze Strassenzüge ohne Heizung.
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Helsinki hat auch eine U-Bahn/Metro. Hätte man halt auch besser gleich mal in Angriff genommen. Zumal ja in Altstetten tatsächlich gerade getunnelt wird (Microtunneling in Altstetten).
Weisch wie hätten die Altstetter Freude, wenn der ÖV auch am Wochenende und bei Events funktionieren würde.
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Vielleicht doch nur noch eine letzte rotgrün dominierte Legislaturperiode vor dem grossen Knall. Also möglichst noch alles selbstprofitierend raushauen was irgendwie noch geht. Auf- und Wegräumen wie auch bezahlen müssen dann Andere.
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Die links-grüne Politik vernachlässigt aus kritischer Sicht häufig strategisches Denken und komplexe Zusammenhänge.
Statt nachhaltiger Lösungen dominieren ideologisch geprägte, kurzfristige Ansätze.
Gleichzeitig wächst der Staatsapparat – mit steigenden Kosten für die Bevölkerung.
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Die rot-Grünen vernachlässigen das „strategisches Denken und komplexe Zusammenhänge“ nicht.
Sie verstehen das nicht!
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Das war immer so. In der Infrastruktur wurde permanent gegraben. Das bringt der Bauwirtschaft viel Geld! Die Schweiz ist v.a. Bauen und luxuriös.
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Der Artikel ist schon nicht ganz fair. Da sind doch tausende Angestellte in der Stadt Zürich. Viele von denen mit Master Abschluss in einer Disziplin, welche in der Privatwirtschaft gerade nicht so gesucht ist (Geschichte, Phil, Bio, und andere mehr).
Bürger können doch von diesen städtischen Angestellten nicht erwarten, dass diese eine vernünftige Planung machen. All diese Ämter sind zu einem zu grossen Teilen mit Nilpen besetzt, welche eben BS-Jobs machen.
Jedoch: Wie bestellt so geliefert.
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Wie könnte ich diese Formel des Cambridge-Ökonomen, John Maynard Keynes vergessen? „Wenn man Leute dafür bezahlt, ein Loch zu graben, und andere dafür, es wieder zuzuschütten, schafft man das BIP.“
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Das ist keine rein zürcherische Erscheinung, sondern eine ziemlich gesamtschweizerische Erscheinung.
In meiner Gemeinde und überall in der Region aufgerissene Strassen. In Lugano werden auch Strassen aufgerissen. Wahrscheinlich werden sogar Hundehütten und Kaninchenställe mit Fernwärme geheizt werden.
Wie wäre es mit einer Tour de Suisse? Dann würde dies einem auffallen.
Hört endlich auf immer auf der Stadt Zürich herumzutrampeln.
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Stimmt. Analysieren Sie die Stadträte.
Sie werden feststellen, das die meisten Mitte (Windfähnchen) oder rot grün gefärbt sind und glauben immer noch an Co2 neutral. Das simmt jedoch nicht. In 9500 Wil wird die Fernwärme mit Müll aus der KVA Bazedonien erzeugt. Da ständig zu wenig Müll vorhanden ist, wir dieser mir Diesellaster aus Kalabrien und Mailand her gekarrt.
So ein Betrug am Wähler. Darum.. weniger Einwohner, weniger Mull. Stimmen Sie JA.
Dann wird vielleicht der Wachstumswahn etwas reduziert. Ihr Kinder danken es Ihnen.
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Das spielt für uns von der städtischen Fernwärme keine Rolle was in der Stadt passiert. Wir wohnen alle im Aargau und haben dort unser Einfamilienhaus mit Wärmepumpe. Die Zürcher Städter melken wir mit den Gebühren und haben dafür ein schönes Leben auf dem Lande ohne Dichtestress. Alle paar Jahre Ramba Zamba an der Badenerfahrt ist besser, als die dekadente Street Parade. Nur schade dass wir jetzt zum EWZ gehören, jetzt liegt das Office weiter von der Autobahnausfahrt weg.
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Die städtischen Strömler vom EWZ haben sowieso keine Ahnung wie eine Heizung funktioniert. Da braucht es Brain Power aus dem Aargau. Männer mit Speuz in den Händen.
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Hr. Feusi: für Ihren Beitrag danke ich Ihnen herzlich. Genau so ist es in Zürich, die Koordination der Baustellen findet nicht statt. Von gemeinsam genutzten Tunneln brauchen wir nicht zu träumen wenn die Bürokratie nicht daran denkt zwei Rohrleitungen gleichzeitig auszutauschen.
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Nein zum Rekord-Kredit in der Rekord-Abstimmung! Der Stadtrat bringt am 14. Juni nebst 4 Initiativen/Referenden über ganze neun allesamt nicht dringliche Kreditvorlagen zur Abstimmung und erstickt damit (vorsätzlich?) jegliche seriöse Debatte. Er nimmt das Stimmvolk offenbar nicht (mehr) ernst, wenn fast nie ein Kredit abgelehnt wird. Überhastet wird viel Geld für jahrelanges Baustellenchaos verpulvert, das bei der Fernwärme hinterher mit Zwangsanschlüssen ans Netz wieder hereingeholt werden muss, bezahlt letztlich von den Mietern.