Vor wenigen Jahren schien die Zukunft geschrieben. Fleisch war das neue Rauchen.
Wer noch ein Rindsentrecôte auf den Grill legte, galt als Klimasünder mit Ablaufdatum.
Investoren warfen Milliarden in Start-ups, Influencer predigten Erbsenprotein statt Rindfleisch, der Zoo Zürich stellte um auf vegan – die „neue Wurst“.
An den Börsen wurden Fleischersatzfirmen bewertet, als stünde die Abschaffung der Kuh kurz bevor.
Heute, ein paar Jahre später, liegt die Branche dort, wo viele Hypes enden: auf dem Boden der Realität.
Den Höhepunkt hatte die Euphorie zwischen 2020 und 2022. Beyond Meat wurde zum Liebling der Wall Street.
Die Aktie schoss zeitweise auf über 200 Dollar.
Analysten überschlugen sich mit luftigen Prognosen. Fleischersatz sollte in wenigen Jahren zweistellige Marktanteile erreichen.
Die Fleischindustrie wurde in die Rumpelkammer der Geschichte geschrieben.
Dann kam die Begegnung mit dem Kunden.
Der stellte fest, dass die vegane Wurst oft teurer war als die echte, nicht zwingend besser schmeckte und auf der Zutatenliste eher an ein Chemielabor als an ein Lebensmittel erinnerte.
Die Folge: Absatzrückgänge, Werksschliessungen, Stellenabbau und Börsenabstürze.
Was als Revolution begann, endete als Lehrstück darüber, wie weit Wunschdenken und Konsumentenverhalten auseinanderliegen können.
Auch die Schweiz blieb nicht verschont.
Der Markt für Fleischersatz stagniert oder schrumpft. Der grosse Boom ist vorbei.
Die Detailhändler reagieren entsprechend.
Coop und Migros, die vor wenigen Jahren noch ganze Regalreihen mit immer neuen pflanzlichen Innovationen füllten, haben die Lage erkannt.
Was sich verkauft, bleibt. Was liegen bleibt, fliegt raus.
Besonders sichtbar wird dies am Beispiel von Outlawz Food.
Das Berner Unternehmen galt als Hoffnungsträger der Schweizer Szene. Vegane Burger, Nuggets und Fleischalternativen sollten die Ernährungswende vorantreiben.
Medienberichte feierten die Gründer, Investoren zeigten Interesse, die Zukunft schien gesichert.
Nun steht die Firma vor der Liquidation. Das berichtete als Erste das Online-Medium „Hauptstadt“.
Wichtige Vertriebspartner gingen verloren, Regalplätze verschwanden, das Geschäft brach ein.
Ausgerechnet jene Detailhändler, die den Hype jahrelang mitgetragen hatten, reduzierten die Unterstützung.
Viele kleinere Anbieter entstanden in einer Zeit, in der Kapital billig war und Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell genügte.
Heute müssen Produkte wieder etwas Altmodisches leisten: Sie müssen gekauft werden.
An diesen sonnigen Tagen rund um den Zürichsee zeigt sich die Realität fernab von Nachhaltigkeitskonferenzen und Investorenpräsentationen:
Am Seeufer glühen die Grillroste. Es zischt, raucht und duftet. Aufgelegt werden Würste, Steaks, Pouletschenkel und Burger.
Die viel beschworene Ernährungswende macht einen Umweg – nicht so, als stünde die Ernährungswende kurz bevor, sondern als hätte sie nie stattgefunden.
Die Kurve entschied nicht die Klimakonferenz, sondern der Einkaufswagen.


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Alles hat ein Ende…nur die Wurst hat 2. 😀
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Dann kam die Begegnung mit dem Kunden.
Was auch immer, der Kunde ist ein ernst zu nehmender Faktor.
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Fleischlos ist okay, aber als Fleischersatz hoch verarbeitete Industrienahrung zu essen? Und dann noch denken weil msn sich fleischlos ernährt man Lebe gesund 🤣. Der Mensch ist ein alles Esser. Die Nährstoffe aus dem Fleisch können nicht so einfach ersetzt werden.
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Das ewige Märchen der Fleischesser, dass Nährstoffe nicht ersetzt werden können.. ich lach mich schlapp. Ja musst halt ausgewogen essen, Reis mit Tomatensauce macht’s nicht..
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@ Vegetarier
Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört Fleisch dazu.
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Nenn mir einen Nährstoff im Fleisch, den ich nicht auch durch pflanzliche Ernährung erhalte. Ich gebe dir mal einen- Cholesterin gibts nur in Tieren und sorgt für tausende unnötige Herzinfarkte jährlich.
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Ganz genau. Ich lebe seit über 40 Jahren praktisch fleischlos (aber nicht vegan). Solche „Fleischersatz“produkte habe ich probiert, aber nein danke. Lieber „echte“ fleischlose Nahrung als dieses Industriezeug. Von hochverarbeiteren Nahrungsmitteln weiss man mittlerweile, dass sie ungesund sind. Und nur weil sie „vegan“ sind, heisst das nicht, dass sie dann unbedenklich sind.
Soll jeder essen, was er will. Aber mit dem hochverarbeiteten Zeug wäre ich zurückhaltend, egal ob vegan oder mit Fleisch drin.
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Fleisch, ja gerne. Vegetarisch, als gelungene Abwechslung. Das reicht.
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Nein, das reicht nicht. Einfach nicht. Und es ist allen bewusst, aber doch so ziemlich egal.
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@Hobby Vegi: Kein schlechter Ansatz. Die Richtung stimmt. Aber besser wäre: Vegetarisch, ja gerne. Fleisch als gelungene Abwechslung. 🙂
Nein, ich will niemandem den Fleischgenuss vergällen. Aber wir essen einfach zu viel davon. Das ist weder gesund noch gut für Umwelt und Natur. Vielleicht wäre es gut, wenn wir uns wieder ernähren würden wie unsere Vorfahren: Fleisch gab’s (fast) nur am Sonntag.
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Wenn sich die Realität nicht an das Drehbuch hält.
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Ich habe einige pflanzliche Alternativen probiert. Leider war nur selten was Gescheites darunter, das auch wirklich schmeckt. Ein Vegetarier ist mit grilliertem Gemüse wohl besser bedient als mit einem Fake-Schnitzel oder Kunst-Steak.
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Der Preis ist das Problem.
Wenn Tiere weniger wert sind als Erbsen, dann stimmt was nicht.
Fleischersatz muss günstiger sein.
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Tja, die hochsubentionierte Fleischwirtschaft produziert mit Schweinefleisch lieber am Markt vorbei, das Geld kommt ja trotzdem
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Wären die Ersatzprodukte wenigstens gut, würde vielleicht auch der Konkurrenzkampf eintreffen. Da die meisten Produkte aber eher mau sind, verschwinden sie nach und nach wieder.
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Jahrhundertalte Essgewohnheiten können nicht plötzlich falsch sein. Wer Essen mit dem Klima verbindet ist ein Sektierer. Massvoller Genuss, auch von Fleisch, gehört zu einer ausgewogenen Ernährung.
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Kunde, was ist das? Die neue Internetbranche kennt diesen Begriff auch nicht. Hotline sind da, um die ungeliebte Kundschaft abzuwimmeln. Auch hier wird irgendwann der Kunde wieder König werden.
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Tubelisprüchli in 3, 2, 1…
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Ausgewogen ist das Zauberwort. Rüebli, Hörpfel, Tomate, Zwiebel, Spinat.. so kauft man Lebensmittel um dann daraus was zu kochen.. diese hochverarbeiteten veganen Lebensmittel sind ein elender Marketing-Trick!
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Vegan ist nicht gesund, selbst mit Nahrungsmittel.
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Besonders geil, wenn dedizierte Wurstesser etwas über hochverarbeitete Lebensmittel erzählen.
Bin aber auch der Meinung: Entweder man isst mal ein Stück Fleisch oder Wurst, oder man lässt es halt mal weg.
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Naja, Wurst ist meistens auch hochverarbeitet. Ausser man kauft sie beim lokalen Metzger und weiss, was der alles reinmischt. Dann doch besser das „Stück Fleisch“, am besten mit bekannter Herkunft (was hier auf dem Land rel einfach ist).
Da wurde wohl nur Investorengeld gegrillt.
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Haha, der war gut. Ein dummer, der diese ökomärchen noch glaubt, findet sich wohl immer.
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Als Abwechslung passt mir der Fleisch-Ersatz aber sehr gut. Ich hoffe, dass ein gewisses Sortiment bestehen bleibt.
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In defense of Beyond&So
Tief betroffen, verzweifelt, traurig und in depressiver Schieflage sitze ich still vor meinem einsamen Gemüseteller. Mein Magen schreit förmlich: Wo, wo ist Beyond?
Mutig steh ich auf, schneide ein dickes Stück Karton in Kotelettform, durchnässe es mit brauner SoroyaSosse und brate es in der Pfanne.
A point.
Final point.
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Dich treibt es wirklich um, Hans?
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Noch dämlicher wird es wenn Veganer oder Vegetarier zu
Käfer, Maden & Würmer
greifen. Die mit viel Klamauk ‚futuristisch’ entstandenen Aufzucht-Betrieblein sind gerade dabei das Zeitlliche zu segnen.
Ameisen sei Dank 🙏
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Ich werde mir von den linksgrün gehirngewaschenen ideologen und wasser-predigen-wein-säufern ganz sicher nicht mein steak und meine wurst vom teller verbieten lassen. Kann nur jedem empfehlen, gleichfalls einen grossen haufen auf diesen völlig entgleisten extremismus zu setzen. Heute abend wird der kohlegrill eingeheizt, mit extra rauch und saftigem fleisch.
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Rinder sind VeganerInnen,passt doch alles.
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… sind einfach ungesund und machen krank.
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Fleisch macht stark, selbstbewusst und frei. Darum will es die grüne Khmer abschaffen, dass wir uns im Gleichschritt in ihr Kollektiv eingliedern, marschieren, willenslos und verängstigt und somit gefügig werden und uns unterwerfen. Niemals. Deshalb: ein blutiges Steak, einen dicken Rotwein und nachher ein Zigarre, so isst der freie Bürger und die freie Bürgerin.
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Ein medial gehypter Schmarren mehr, der zu Ende geht. Gut.
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Zu wenige SPler und Grüne haben die Produkte gekauft. Diese ‚Würste‘ bevorzugen scheinbar saftige Steaks.
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Fleisch und vor allem tierische Fette sind meine Medizin. Habe damit verschiedene chronische Krankheiten geheilt, die als unheilbar gelten.
Die Plandemik war nicht ein Einzelfall, sondern nur ein neuer Hoechepunkt fuer die Gier und Korruption im Gesundheitssystem, das keinen solchen Namen verdient. Ein geheilter Patient ist ein verlorener Kunde.
Habe grossen Respekt fuer alle Aerzte, aber sie werden schon seit Jahrzehnten geziehlt in ihrer Ausbildung belogen, wenn es um chronische Krankheiten geht.
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Spannender Artikel. Die Lehre ist aus meiner Sicht nicht: „Wurst gewinnt“, sondern:
Der Konsument kauft Genuss – nicht Ideologie.
Der Hype um stark verarbeitete Fleischalternativen ist vorbei. Wer jedoch Geschmack, Textur und Mundgefühl verbessert und gleichzeitig nachhaltiger ist, wird sich langfristig durchsetzen. Genau dort liegt die Zukunft von FoodTech.
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Als Veganer seit 9 Jahren nie solche Ersatzprodukte gegessen…warum nicht sofort Erbsen und Bohnen direkt essen. Jedem das seine…aber zu viel Fleisch und Fett ist einfach nicht gut. Von 10 ü50 jährigen nehmen mindestens 9 irgendwelche Tabletten, Kolesterin + Blutdruck, die eine verschlimmert das andere Problem und so im Kreis…Prostatabeschwerden kenne ich niemand ü50 der absolut keine hat…als Vegan nimmst du höchstens hier und da Vitamine…Der Rest passt…
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Ganz einfach. Nichts ist besser als die Natur.
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Das die sich immer den Normalos aufdrängen und sich in den Regalen dicht an das Reale drängeln und trügerisch drauf los kopieren. Geben neues vor und kopieren das Aussehen von echter Ware.
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1919 gab’s für den Bauern 9,3 Fr. pro Kilo lebendige Sau.Heute 2,7 Fr. pro Kilo Schlachtgewicht.
Also kann sich eine „Raumpflegerin“ für eine Stunde Arbeit 100 bis 1000 Mal so viel Schweinefleisch leisten, wie 1919.
Ist das nun ein Sieg der Fleischesser ? Der Proletinnen? Oder gar der bäuerlichen SVP, die mit gigantischem Produktionsfortschritt,die Arbeitskräfteeinwanderung überflüssig macht ?