Der jüngste Beitrag von Herrn Feusi auf Inside Paradeplatz folgt einem bekannten Muster: Die Pensionskassen erzielen Erträge auf ihren Immobilien, die Renten werden nicht erhöht.
Und am Ende müsse der Staat über Ergänzungsleistungen einspringen. Die Botschaft ist klar: Die Kassen gewinnen, die Rentner verlieren.
Das Problem: So einfach ist es nicht.
Zunächst wird der Eindruck erweckt, Wertsteigerungen auf Immobilien seien eine Art Überschuss, den die Pensionskassen horten.
Tatsächlich handelt es sich dabei um Vermögen der Versicherten. Pensionskassen haben keine Aktionäre, keine Eigentümer und keine Gewinnabsicht.
Wenn eine Kasse erfolgreich wirtschaftet, „gewinnt“ nicht die Kasse – es gewinnen die Versicherten.
Noch erstaunlicher ist, dass ein zentraler Punkt komplett ausgeblendet wird: die sogenannte Zinsgarantie, die in jeder laufenden Rente steckt.
Wer sich pensionieren lässt, erhält nicht einfach sein angespartes Kapital in Raten zurück. Die Rente basiert auf der Annahme, dass die Pensionskasse auch künftig Erträge erwirtschaftet.
Bei einem Umwandlungssatz von 5 Prozent entspricht diese implizite Renditeerwartung grob 2 Prozent pro Jahr – lebenslang und garantiert.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Würde ein Rentner mit einem Kapitalbezug diese Rendite nach Kosten, Steuern und Anlagerisiken selbst erreichen?
Viele glauben das. Die Realität sieht oft anders aus.
Wer sein Kapital selbst anlegt, muss Vermögensverwaltungskosten, Fondskosten, Transaktionskosten und Marktrisiken tragen.
Um netto dieselbe Leistung zu erzielen wie die Pensionskasse mit ihrer lebenslangen Garantie, braucht es oft deutlich mehr als 2 Prozent Rendite. Das ist alles andere als selbstverständlich.
Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der in der öffentlichen Diskussion regelmässig untergeht: Die Asymmetrie zwischen aktiven Versicherten und Rentenbezügern.
Bestehende Renten sind in der Schweiz weitgehend geschützt. Gerät eine Pensionskasse in finanzielle Schwierigkeiten, können laufende Renten grundsätzlich nicht gekürzt werden.
Rentnerinnen und Rentner tragen daher kaum Risiken aus negativen Entwicklungen. Von positiven Entwicklungen können sie hingegen sehr wohl profitieren.
Zahlreiche Pensionskassen haben in den vergangenen Jahren Rentenerhöhungen oder Teuerungsanpassungen beschlossen und ihre Pensionierten an guten Anlageergebnissen beteiligt.
Bei den aktiven Versicherten ist die Situation genau umgekehrt. Sie tragen einen wesentlichen Teil der Schwankungen des Systems.
Fällt die Anlagerendite tiefer aus, werden ihre Altersguthaben tiefer verzinst. Müssen Reserven aufgebaut werden, geschieht dies primär zulasten der aktiven Generation.
Sie tragen also Risiken, von denen Rentenbezüger weitgehend abgeschirmt sind.
Vor diesem Hintergrund ist das von Herrn Feusi gezeichnete Bild der benachteiligten Rentner und der bevorteilten aktiven Versicherten kaum haltbar.
Die Realität ist deutlich komplexer. In vielerlei Hinsicht profitieren Rentner bereits heute von einem aussergewöhnlich starken Schutz ihrer Leistungen.
Auch die Behauptung, die Renten würden nicht erhöht, weil die Pensionskassen geizig wären, greift zu kurz.
Die Menschen werden älter, die Leistungsversprechen laufen länger, und gleichzeitig müssen genügend Reserven vorhanden sein, um die garantierten Renten auch in zukünftigen Krisen finanzieren zu können.
Man kann darüber diskutieren, ob Rentenanpassungen häufiger erfolgen sollten. Diese Diskussion ist legitim.
Aber die Behauptung, die Pensionskassen würden auf Kosten der Rentner Immobiliengewinne kassieren, verkennt die Funktionsweise der zweiten Säule fundamental.
Die Wahrheit ist weit weniger spektakulär: Die Pensionskassen tun genau das, was die Versicherten von ihnen erwarten:
Sie bauen Reserven auf, investieren langfristig und sorgen dafür, dass auch in zwanzig oder dreissig Jahren noch Renten bezahlt werden können. Das mag weniger empörend klingen als die Schlagzeile. Es ist aber näher an der Realität.
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Zitat: „Wenn eine Kasse erfolgreich wirtschaftet, „gewinnt“ nicht die Kasse – es gewinnen die Versicherten.“
Die Betonung liegt auf „Wenn“…
Aber welche PK wirtschaftet erfolgreich?
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Wenn einer Profi ist, kann er vielleicht besser wirtschaften mit dem Geld als die Pensionskasse. Normal ist das nicht der Fall.
Kommt dazu, dass jeder, der sein Kapital bezieht und selber verwaltet, dieses so gut anlegen soll, dass es bis zum Tod reicht. Dabei fallen viele Kapitalsteuern an und auch andere. Auch wird es eine immer grössere Belastung, das Kapital selber anzulegen wenn man gegen die 90 geht.
Ich würde maximal die Hälfte des Kapitals beziehen, den Rest drin lassen.
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Vor 65 hatte ich eine vergleichbare Performance wie die PK – selbstverwaltend, was aber eine grosse Ausnahme ist: Hauptsächlich Glück und damals noh an der Quelle der Information. Danach mit günstigem Mandat leicht besser (Vermögen + Kapitalbezug).
Die Rente sollte etwa die laufenden Lebenskosten decken und der Kapitalbezug (sinnvoll angelegt) die viel zu tief ausgewiesene Teuerung später ausgleichen. Vor dem eigenen Tod den Partner nicht vergessen abzusichern.
Ja, Kapitalgewinne machen Freude. Steuern auf Zinsen/Dividenden schmerzen. Sollte man beachten – in Grenzen beeinflussbar.
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Die grossen Gewinner im legalen Diebstahl an der breiten Bevölkerung, sprich PK-Business, sind Banken, Vermögensverwalter, Berater und einige Schmarotzer mehr.
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Es fängt schon beim Einzahlen in die PK an: Durch Lohndumping (Einwanderung) wird weniger in die PK einbezahlt (reales BIP Wachstum 2000 bis heute: 55%; reales BIP pro Kopf +25% im gleichen Zeitraum): Kleinere PK-Rente und gleichzeitig explodierende Mieten, weil die Nachfrage das Angebot weit übertrifft. Alle, die jetzt vom Staat billige Wohnungen fordern, sollten sich daran erinnern, dass diese Subventionen durch Steuern oder staatliche Ertragsverluste finanziert werden. Linke Tasche – rechte Tasche.
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In erster Linie profitieren die Organe der Pensionskassen mit ihren lächerlich übersetzten Salären. Viel Geld kassieren für nix. Und kommt mir jetzt ja nicht mit dem Märchen der grossen Verantwortung, jeder Taxifahrer trägt mehr Verantwortung.
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Was die Organe an Spesen und Aufwendungen bei Kauf/Verkauf etc. überhaupt in den Büchern gegenüber den Versicherten ausweisen, steht in einer anderen Buchhaltung.
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OAK BV – Gesamtkosten der 2. Säule
OAK BV Kostenstudie 2023: CHF 7.1 Mrd. jährliche Kosten (Verwaltung + Anlagen). Quelle: OAK BV, „Transparenzbericht Kosten“.
Und die Aufsicht verfeinert die Kostentransparenz weiter, sodass künftig alle Gebühren, Transaktionskosten und indirekten Anlagekosten sichtbar werden. Rein rechnerisch liesse sich damit eine 13. und 14. AHV‑Rente finanzieren – allein aus den Kosten und Fehlanreizen der Pensionskassen.
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@Fiore
Wertsteigerungen als „Vermögen der Versicherten“ zu verkaufen, obwohl sie keine einzige Rente erhöhen, ist buchhalterische Kosmetik, keine Argumentation und die angebliche „2‑%‑Rendite“ der Rentner ist keine Marktrendite, sondern eine gesetzliche Unkürzbarkeit – finanziert durch die Aktiven, nicht durch Immobilienerträge. Wer die strukturelle Risikoverlagerung auf die Aktiven als „komplexe Realität“ verkauft, verschweigt den zentralen Konstruktionsfehler der 2. Säule. „Die Pensionskassen tun genau das, was die Versicherten erwarten“ ist keine Analyse, sondern eine Selbstrechtfertigung.
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Fakten stören doch nur… hier noch mehr, als anderswo..
Insofern ist ihr fundierter Beitrag gut gemeint, aber letztendlich leider wirkungslos. In Zeiten allgemeiner Erregung braucht es immer Aufreger.. und wenn wir einmal nicht erregt sind, dann erregt und der Mangel an Erregung. In dieser Hinsicht macht dieses „Forum“ einen beispiellos guten „Job!“.
Danke dafür.
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Sie erwähnen Ergänzungsleistungen nur am Rand, ignorieren aber den Mechanismus: Statische Renten + steigende Mieten = staatlich finanzierte Lücke. Erträge werden internalisiert, Folgekosten sozialisiert. Das ist ein struktureller Fehlanreiz – kein Missverständnis. Die Risikoverteilung ist asymmetrisch – und Sie verharmlosen das. Zwar geben Sie selbst zu, dass Rentner „kaum Risiken“ tragen , während Aktive die Schwankungen schultern müssen. Das ist kein Nebenaspekt, sondern der Konstruktionsfehler der 2. Säule. Sie tun so, als sei das irrelevant – obwohl es das zentrale Problem ist.
Es ist viel einfacher:
Der Rentner hat von der Wertsteigerung der Immos nix, da kein Zugriff und für die Rentenauszalung irrelevant.
Die PK’s treiben aber die Immopreise und damit die Mieten in die Höhe und die Rendite nach unten.
Dass merkt der Rentner im Umwandlungssatz und alle an den hohen Mieten.
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Strenge Mietzinsregulierungen in Basel und Genf führen zu massiven Investitionsrückgängen. Investoren und Pensionskassen halten sich mit Sanierungen und Neubauten zurück, da die strengen Vorschriften eine Refinanzierung der Kosten oft verunmöglichen und Renditen drastisch sinken.
Als Rentner will ich, dass meine PK eine gute Rendite erwirtschaftet. Nicht nur mit Immobilien, sondern mit dem ganzen Portfolio.
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Sie, Herr Fiore, behaupten, Immobiliengewinne seien „Vermögen der Versicherten“. Das ist buchhalterisch richtig – aber leistungsrechtlich irrelevant. Denn dieselben Wertsteigerungen fliessen ausschliesslich in Reserven, nicht in Renten oder Verzinsungen. Sie verschweigen diese Trennung vollständig. Und genau dieses Verhalten – Reserven aufbauen statt Leistungen dynamisieren – erzeugt die Probleme. Die 2. Säule ist nicht reformierbar, weil ein kapitalgedecktes Obligatorium mit garantierten Leistungen, statischen Renten und asymmetrischer Risikoverteilung volkswirtschaftlich tödlich ist!
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Herr Fiore Ein weiteres Mal ein schöner Versuch die Rente einer Pensionskasse als das „Non plus ultra“ darzustellen. Reserven gehören eigentlich den Versicherten auf welche diese beim Kapitalbezug verzichten müssen! Dies, damit Sie und Ihre PK-Kollegen weiterhin jedes Jahr schöne Erträge erzielen und somit Ihre Löhne/Boni bezahlen können. Dies entfällt bei einem PK-Bezug. Auch die Mär, dass die Kosten einer Vermögensverwaltung exorbitant hoch sein müssen stimmt so nicht. Schon mal etwas von ETF gehört? 2% Bruttorendite lebenslang: Aktien ETF Schweiz bringt gegen 3%. So einfach geht das.
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@AlterKnochen
Soso „Fakten“. Der Artikel verkennt die Systemrisiken der 2. Säule fundamental: Er erklärt Immobiliengewinne zu „Vermögen der Versicherten“, obwohl diese bilanziell abgeschottet bleiben und keine Leistungsdynamik erzeugen. Gleichzeitig ignoriert er die asymmetrische Risikoverteilung, bei der Rentner „kaum Risiken“ tragen, während Aktive Unterdeckungen und Reservenaufbau schultern müssen. Ab 2027 laufen CHF 250 Mrd. an 1‑%-Festhypotheken aus (SNB).Anschlusszinsen liegen bei 2.6–3.0 %. Mit FINMA‑Tragbarkeitsregeln 5 % KZ verlieren viele 55‑ bis 65 im Pensionsalter die Hypofähigkeit
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Was für ein Unsinn. Die meisten PK-Bezüger sind Mieter. PK’s treiben mit ihren Käufen Preise in die Höhe, genauso wie die Mieten. Der letze Käufer bestimmt auch hier den Preis! Die Rendite der PK’s aus Mieterträgen/Kapitalgewinnen verliert der PK-Versicherte also gleich wieder durch die steigenden Mieten. Bestenfalls ein Nullsummenspiel.
Dann noch das Märchen vom ach so guten Schutz der Versicherten: die wenigsten PK’s gewähren einen Inflationsschutz.
Konkret heisst das: die Kaufkraft des Rentenbezügers wird jedes Jahr um die Inflation kleiner.
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Seit 2000 ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um etwa 55 % gestiegen. Das reale BIP pro Kopf ist im gleichen Zeitraum jedoch nur um rund 25 % gestiegen — besonders Lohnempfänger guckten da in die Röhre.
Die anhaltend hohe Nettozuwanderung ist der Haupttreiber für den starken Anstieg der Wohnungskosten.
Interessant ist, wie die linken und grünen Parteien zusammen mit den Gewerkschaften bei der Nachhaltigkeitsinitiative ins Bett von Mitte, FDP, Economiesuisse, AG-verbände, etc. gestiegen sind. Und so die Interessen von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden bedient haben (Lohndumping).
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Mit jedem weltweiten ETF kann man über 30 Jahre eine bessere Rendite erwirtschaften als die PKs.
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Stimmt: MSCI World: In den vergangenen 10 bis 15 Jahren durchschnittliche Jahresrenditen von 7 % bis 9 % (in USD, währungsabhängig!). Schweizer Pensionskassen: historisch bei etwa 3 % bis 5 % pro Jahr. Meine war bis zur Pensionierung viel höher – seit Corona haben sie kein Glück mehr.
Es sollte berücksichtigt werden, dass eine PK nicht nur in Aktien investieren sollte, sondern breiter diversifizieren muss.
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Endlich mal jemand, der nicht nur empört, sondern rechnet. Ich werfe gern noch ein paar Fakten in diese sehr emotionale Debatte:
Rund 40% Ihrer Rente stammen nicht aus Beiträgen, sondern aus der Anlagerendite. Allein letztes Jahr waren das gegen 80 Mrd. Franken, die für die Versicherten erwirtschaftet wurden. Zum Vergleich: Das entspricht etwa dem gesamten Bundeshaushalt. Seit 2004 sind über 650 Mrd. zusammengekommen. Das ist kein „buchhalterisches Kosmetik“-Detail, das sind die Beträge, die Ihre Rente überhaupt erst möglich machen.
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@Dr. Vorsorge
Diese „2 %“ sind kein Produkt, das eine Bank anbieten könnte – es ist ein Zwangsmechanismus, der die Erwerbstätigen belastet. Der Artikel selbst behauptet, Immobiliengewinne seien „Vermögen der Versicherten“ – verschweigt aber, dass diese leistungsrechtlich irrelevant sind.
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Die langjährige Politik der SNB, durch grossangelegte Deviseninterventionen eine übermässige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern und dadurch die Exportwirtschaft (und den inländischen Tourismus) zu unterstützen. Diese expansive Geldpolitik (wie die der USA und der EU), führte zu sehr tiefen Zinsen und einer hohen Liquidität im Finanzsektor (günstige Finanzierung): Treiber für die Immobilien- und Vermögenspreise.
Sparer und Pensionskassen haben in diesem Niedrigzinsumfeld reale Ertragsverluste hinnehmen müssen. Angestellte/Arbeiter litten wieder (danke an SP, Gewerkschaften).
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@Dr. Vorsorge
Sie drehen sich wie ein Aal um ihre Präferenzen zu rechtfertigen, anstelle die Fakten und mathematische Realität zu akzeptieren. Ja, die 7 Mrd. Umverteilung laufen von Aktiven zu Rentnern – und genau das zeigt, dass die 2. Säule strukturell falsch konstruiert ist. ~CHF 7 Mrd. jährliche Quersubvention, weil die Renten höher sind als die erwirtschafteten Erträge. Das ist kein Naturgesetz und keine SNB‑Folge, sondern ein Fehlparameter der 2. Säule selbst. Die 7 Mrd. Umverteilung, die 2 % „Garantie“ und die 260 Mrd. Immobilien sind keine Naturgesetze, sondern Folgen der 2. Säule.
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Und zu den ETF-Helden hier im Forum: Wenn morgen eine Bank ein Produkt mit 2% garantierter Rendite in CHF auflegen würde – lebenslang, egal was an den Märkten passiert – stünde die halbe Welt Schlange. Ich wäre höchst skeptisch, ob das überhaupt seriös ginge, denn als einzelner Privatanleger ist genau das nicht machbar.
Alle unsere Nachbarn beneiden uns Schweizer um dieses Vorsorgesystem. Nur die Schweizer selbst scheinen nicht zu begreifen, welches Erbe wir mit dem BVG antreten durften. Statt es kaputtzureden, sollten wir es pflegen.
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S@Dr. Vorsorge
Die „80 Mrd. Rendite“ sind kein Geld, das den Versicherten zufliesst
Die Zahl ist eine Bilanzgrösse, nicht eine Leistungsgrösse.
Sie umfasst:
nicht realisierte Buchgewinne (v. a. Immobilien & Aktien)
Bewertungsänderungen aufgrund von Zinsbewegungen
Reservenaufbau, der nicht an Versicherte ausgeschüttet wird
OAK BV und BFS weisen klar aus: Nur ein kleiner Teil der Erträge fliesst in Verzinsung oder Leistungen.
Der Rest geht in Schwankungsreserven, die heute teils über 30–40 % des Vorsorgekapitals betragen.
Fakt: Die Versicherten sehen von diesen „80 Mrd.“ praktisch nichts.
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Buchgewinne sind nicht „kein Geld“. Wenn die PK eine Immobilie oder ein Aktienpaket hält, das im Wert steigt, ist das reales Vermögen der Versicherten – es verschwindet nicht, nur weil es noch nicht verkauft wurde. Genau dieses Vermögen finanziert später Ihre Rente. Mit derselben Logik müssten Sie auch sagen, Ihr ETF-Depot sei „kein Geld“, solange Sie nicht verkauft haben.
Reserven sind kein schwarzes Loch, sie sind aufgeschobene Verzinsung. In schlechten Jahren (2008, 2022) verhindern sie, dass Ihr Guthaben gekürzt wird; Ohne diesen Puffer gäbe es keine garantierte Rente – Punkt.
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Liebe Leute
Am Kommentator @Dr. Vorsorge können Sie die Fehlkonstruktion 2. Säule sehr schön erkennen. Die „2 % Garantie“ ist keine Rendite, sondern eine gesetzliche Umverteilung (Swisscanto ~CHF 7 Mrd.), die „80 Mrd.“ sind Buchgewinne ohne Leistungswirkung, und während der Auto des Artikels selbst zugibt, dass Rentner „kaum Risiken“ tragen , sitzen die PKs auf > CHF 260 Mrd. Immobilienrisiko – das blendet Dr. Vorsorge komplett aus. Die 2. Säule ist kein magisches 2 %-Produkt, sondern ein System, das auf Umverteilung, Horrend hohe Kosten und asymmetrischen Risiken basiert.
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Sie werfen drei Dinge in einen Topf. Kurz sortiert:
Die 7 Mrd. Umverteilung gibt es – aber sie läuft von den Aktiven ZU den Rentnern, verursacht durch den zu hohen Umwandlungssatz. Wer den verteidigt, soll sich über die Umverteilung nicht beschweren.
Die „2% Garantie“ ist keine Politik, sondern simple Mathematik aus dem Umwandlungssatz. Mein Punkt bleibt: Als einzelner Privatanleger bauen Sie das nach Kosten und Risiko kaum garantiert nach.
Die 260 Mrd. Immobilien sind kein verstecktes Risiko, sondern ein ertragbringendes Portfolio mit stabilen Mieten. Risiko mit Ertrag heisst Kapitalanlage.
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Und während unser geschätzter @Dr. Vorsorge von „beneidenswertem System“ spricht, sitzen die Pensionskassen auf > CHF 260 Mrd. Immobilienrisiko (BFS/Swisscanto). Ab 2027 laufen CHF 200–250 Mrd. 1‑%-Hypotheken aus (SNB), Anschlusszinsen liegen bei 2.6–3.0 %, und mit dem FINMA‑Tragbarkeitszins von 5 % verlieren viele 55‑ bis 65‑Jährige die Hypofähigkeit. Das bedeutet Zwangsverkäufe – und direkte Bilanztreffer für die PKs.
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@Dr. Vorsorge
Buchgewinne sind Vermögen – aber sie sind kein auszahlbares Geld, solange sie nicht realisiert werden. Genau das zeigen die offiziellen Zahlen: Der grösste Teil der Anlageerträge fliesst nicht in Verzinsung oder Renten, sondern in Wertschwankungsreserven. Diese betragen bei vielen Kassen 30–40 % des Vorsorgekapitals. Reserven sind bilanziell real, aber für Versicherte nicht verfügbar. Trotz hoher Buchgewinne müssen jedes Jahr ~CHF 7 Mrd. von Aktiven zu Rentnern umverteilt werden, weil die Renditen nicht ausreichen, um die gesetzlichen Renten zu finanzieren.
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@Dr. Vorsorge
Wenn Buchgewinne „Geld für die Rente“ wären, gäbe es diese Umverteilung nicht. Verhängnisvoll!
Immobiliengewinne sind stark zinsabhängig und können sich innert eines Jahres um zweistellige Milliardenbeträge drehen (2022: –57 Mrd., 2023: +80 Mrd.). Ergo: Volatile Buchwerte sind kein verlässlicher Rentenmotor. Reserven sind Puffer, aber keine aufgeschobene Verzinsung.
Und die garantierten Renten werden nicht durch Wertsteigerungen finanziert, sondern durch jährlich ~CHF 7 Mrd. Umverteilung…
Wollen wir uns wirklich diese dysfunktionale Fehlkonstruktion 2. Säule leisten?
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@Alter
Die 2. Säule ist das Problem, nicht die SNB. Die SNB‑Politik hat die Zinsen gesenkt, ja – aber alle Länder hatten Nullzinsen (USA, EU, UK, Japan). Trotzdem hat kein anderes Land ein Umverteilungsproblem wie die Schweiz. Der Grund ist nicht die Geldpolitik, sondern die Konstruktion der 2. Säule selbst. Das Problem ist strukturell, nicht monetär. Pensionskassen halten > CHF 260 Mrd. in Schweizer Immobilien.
Diese extreme Konzentration ist eine Entscheidung der Kassen, nicht der SNB. Nicht die SNB hat die 2. Säule ausgehöhlt –
die 2. Säule hat sich selbst bewusst falsch konstruiert.
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Abschaffen dieser BVG Rente , jeder übernimmt die eigene Verantwortung. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen einfach auf ein Konto. Habe 3 mal erlebt, dass die Pensionskasse aufgehört hat, auch am Schluss. Dann kann man spätestens mit 40 Wohneigentum kaufen.
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@Dr. Vorsorge
Danke für Ihre Steilvorlagen.
Die 260 Mrd. Immobilien sind sehr wohl ein Risiko – und zwar ein systemisches. Stabile Mieten ≠ stabiles Risiko.
BFS / Swisscanto:
→ PK‑Immobilienquote > CHF 260 Mrd., historisch hoch und stark konzentriert.
SNB:
→ 2027–2029 laufen CHF 200–250 Mrd. 1‑%-Hypotheken aus, Anschlusszinsen 2.6–3.0 %.
FINMA:
→ Tragbarkeitszins 5 % → steigende Zwangsverkäufe.
Wenn Preise fallen, trifft das direkt die PK‑Bilanzen.
Das ist kein „normaler Ertrag“, sondern ein Klumpenrisiko, das andere Länder in dieser Form nicht haben. Das Problem ist strukturell.
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die letzte grosse rezession in der schweiz ist so lange her, keiner scheint sich mehr zu erinnern. aber sie wird kommen, ein paar probleme lösen wie hohe zuwanderung und hohe immopreise. und diverse neue probleme schaffen, darunter hohe arbeitslosigkeit und unterfinanzierte pensionskassen.
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Wenn die Kassen mit ihrem Kapital für Liegenschaften eigenständige AG’s gründen, gewinnen die AG’s und nicht die Kassen. Die erhalten die vorgeschriebene Mindestverzinsung.
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Im Grossraum Effretikon sind gerade ein Dutzend „Oasen“ am entstehen. Oasen, für Wohnen im Alter. Gebaut von Versicherungen und deren Pensionskassen. Die Alten die da einziehen bezahlen also direkt ihr Renten wieder zu der Geldindustrie zurück.
Wollten Sie uns nicht das erklären Herr Fiore?
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Wer sind die Besitzer? Sind es die Pensionskassen selbst direkt oder denen gehörende 100%ige Gesellschaften mit eigenen Buchhaltungen unter gemeinsamer Führung?
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@Kreislauf
es ist Letzteres. So wird überhaupt erst kaschiert wer wirklich dahinter steckt.
Und dann machen wie bei Swiss Life, denen gehört noch die Livit. Damit machen sie bei den Nebenkosten noch einmal Business. Übler Laden wo nur noch Cowboys und AWD-Absolventen (Rene Benko) am fuhrwerken und garnieren sind.
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@AWD
Und das ist einer der vielen Punkten, den viele nicht hören wollen: Die PKs können es nicht erklären, weil die Erklärung das Narrativ der „beneidenswerten, soliden Schweizer Vorsorge“ sofort zerlegen würde. Genau deshalb wird es nie offen kommuniziert. Denn sobald man ausspricht, dass Rentner ihre eigenen Renten über Mieten teil-refinanzieren, wird sichtbar, wie abhängig die 2. Säule von genau diesen Konstruktionen ist. Aber der entscheidende Punkt ist ein anderer: Das ist kein Missstand – es ist lediglich ein Symptom der die Schweizer Volkswirtschaft in den Abgrund reissen wird….
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Das System füttert viele Verwalter mit Restanzen für die Rentner.