Gestern Mittwoch, 28. Oktober 2026
Migros-Präsidentin Ursula Nold hat keinen Plan B für die Fusion der zehn Regionalgenossenschaften, sagt sie SRF. Sagt eine Genossenschaft im nächsten Sommer Nein, werde dort die Abstimmung wiederholt. Einsparungen seien laut Nold nicht das Ziel.
Laut AWP senkt Rieter die Jahresziele, operativ drohen rote Zahlen. Laut NZZ tritt Präsident und CEO Oetterli ab, ohne den Turnaround geschafft zu haben.
Die UBS verdient im dritten Quartal 2,7 Milliarden Dollar, die Stellenzahl sinkt. Die Integration der Credit Suisse endet laut UBS Ende Jahr im Wesentlichen. UBS-Chef Ermotti nennt das Ergebnis des Ständerats zu den Kapitalregeln besorgniserregend, berichtet finews. Laut AWP stellt Ermotti ungewohnt deutlich einen Wegzug der UBS-Zentrale in Aussicht.
Strom- und Erdgaspreise haben sich laut NZZ seit dem Frühling fast verdoppelt.
Sandoz passt die Umsatzprognose an. Straumann wächst im dritten Quartal organisch um 9,2 Prozent. Temenos steigert den Quartalsumsatz um 13 Prozent und erhöht die Prognose 2026.
Der Bund rechnet für 2026 weiter mit einem Überschuss von 0,7 Milliarden Franken.
Weiteres: GZO Wetzikon einigt sich mit Steiner, der Detailhandel wächst 2026 bisher um 2,2 Prozent.
Meldungen
Migros-Präsidentin Nold: Bei einem Nein einer Genossenschaft wird die Abstimmung wiederholt
Migros-Präsidentin Ursula Nold hat für die Fusion der zehn Regionalgenossenschaften keinen Plan B. Das sagt sie im Interview mit SRF. Sagt eine Genossenschaft im nächsten Sommer Nein, werde dort die Abstimmung wiederholt. Einsparungen seien nicht das Ziel. Die Migros baue Parallelstrukturen in Verwaltung und Management ab. Allen Betroffenen wolle sie intern eine neue Aufgabe anbieten. Medien berichteten laut SRF, durch den Umbau könnten 3000 Stellen wegfallen.
«Wir haben keinen Plan B. Bei einem Nein wiederholen wir die Abstimmung in dieser einen Genossenschaft.»
Bund rechnet 2026 mit einem Überschuss von knapp 700 Millionen Franken
Der Bund rechnet für 2026 mit einem Finanzierungsüberschuss von knapp 700 Millionen Franken. Das meldet RSI laut einer Mitteilung des Bundesrats vom Mittwoch. Das ist die zweite Hochrechnung des Jahres. Sie bestätigt die guten Nachrichten vom Juni. Bisher war ein Defizit von 700 Millionen Franken erwartet worden. Das ist eine Verbesserung um rund 1,5 Milliarden Franken. Hauptgrund sind deutlich höhere Einnahmen aus der Gewinnsteuer. Die Schätzung dafür wird um 500 Millionen nach oben korrigiert. Die Prognose für die Verrechnungssteuer sinkt um 800 Millionen. Das sind Angaben des Bundesrats laut RSI.
Ermotti stellt laut AWP ungewohnt deutlich einen Wegzug der UBS-Zentrale in Aussicht
UBS-Chef Sergio Ermotti spricht laut AWP/SDA eine ungewohnt deutliche Drohung aus. Die Grossbank könnte ihren Hauptsitz ins Ausland verlegen. Das sagt er am Mittwoch an einer Telefonkonferenz für Analysten. Die UBS prüfe die langfristigen Folgen für ihre Wettbewerbsfähigkeit von der Schweiz aus. Ein Schweizer Pass reiche heute nicht mehr aus. Bislang hatte Ermotti eine direkte Drohung mit einem Wegzug vermieden. Ermotti hatte am Montag Mitglieder der Wirtschaftskommission des Nationalrats getroffen. Die Schweiz will die UBS verpflichten, zusätzliches Eigenkapital in Milliardenhöhe zu halten. Ermotti sagt, die Schweiz stehe wieder an einem kritischen Punkt. Zugleich betont er, dass keine dringenden Entscheide anstehen. Der Nationalrat übernimmt die Vorlage vom Ständerat. Die Schlussabstimmung könnte im Dezember erfolgen oder sich bis ins nächste Jahr hinziehen. Das sind Angaben von AWP/SDA und Ermotti.
Bundesrat erlaubt Start-ups ab 1. Dezember flexiblere Arbeitszeiten
Der Bundesrat hat am Mittwoch neue Regeln für flexiblere Arbeitszeiten in Start-ups verabschiedet. Das berichtet Le Temps. Sie gelten für Jungunternehmen und einen Teil ihrer Angestellten und treten am 1. Dezember in Kraft. Die Regeln wurden mit den Sozialpartnern ausgehandelt. Die Revision setzt eine parlamentarische Initiative von 2016 um, geht aber weniger weit als der ursprüngliche Entwurf. Economiesuisse-Vizepräsident Nicolas Durand spricht laut Le Temps von einem «hervorragenden Entscheid». Laut SP-Nationalrat Samuel Bendahan unterstützen auch die Gewerkschaften den Kompromiss.
«Das ist ein hervorragender Entscheid»
«C’est une excellente décision»
Der Bund rechnet für 2026 weiter mit einem Überschuss von 0,7 Milliarden Franken
Der Bundesrat nimmt am 28. Oktober die zweite Hochrechnung zum Bundeshaushalt 2026 zur Kenntnis. Er rechnet für das laufende Jahr mit einem Finanzierungsüberschuss von 0,7 Milliarden Franken. Budgetiert war ein Defizit von 0,7 Milliarden. Das ist eine Verbesserung um rund 1,5 Milliarden Franken. Gegenüber der Hochrechnung vom Juni bleibt das erwartete Ergebnis nahezu unverändert. Hauptgrund für die Verbesserung sind die höheren Einnahmen aus der Gewinnsteuer. Deren Schätzung wurde nochmals um 0,5 Milliarden erhöht. Bei der Verrechnungssteuer rechnet der Bund mit tieferen Einnahmen, die Schätzung sank um 0,8 Milliarden.
Der Schweizer Detailhandel wächst 2026 bisher um 2,2 Prozent
Der Schweizer Detailhandel wächst 2026 bisher um 2,2 Prozent. Das meldet AWP via cash.ch unter Berufung auf NielsenIQ. Das Lebensmittelgeschäft legt um 2,4 Prozent zu, der Nonfood-Bereich um 2,0 Prozent. Im Food-Bereich helfen vor allem Tiefkühlprodukte. Bei Kochzutaten kompensieren höhere Preise die sinkenden Absatzmengen. Nahrungsmittel sowie Süsswaren und Snacks entwickeln sich leicht negativ. Im Nonfood-Bereich treiben der Freizeitmarkt und Do-it-yourself den Umsatz. Die Heimelektronik legt zu, Fashion verliert. Der NIQ Markt Monitor basiert auf Daten von über 40 grossen Detailhändlern. Sie decken 40 bis 50 Prozent des Umsatzes ab. Der Fachhandel fehlt.
GZO Wetzikon einigt sich mit Steiner, Investor Greber fordert Schadenersatz vom Kanton Zürich
Die GZO AG, die Steiner AG und die H56 Immo AG schliessen vor der Gläubigerversammlung einen Vergleich. Das berichtet finews. Die Sofortausschüttung unter dem Nachlassvertrag steigt dadurch von 70,1 auf 85,5 Millionen Franken. Die GZO zahlt der Steiner-Nachfolgegesellschaft 4,6 Millionen Franken. Hinzu kommt ein Earn-out über sieben Jahre ab 2030, wenn die EBITDA-Marge über 13,5 Prozent liegt. Der Vergleich gilt nur, wenn die GZO AG fortbesteht. Die Gläubiger stimmen schriftlich bis zum 7. November ab. Der Investor Gregor Greber macht in einem Schreiben vom 23. Oktober Schadenersatzansprüche gegen den Kanton Zürich geltend. Er kritisiert laut finews und Inside Paradeplatz das Vorgehen der Sachwalter und fordert Transparenz bei den Angeboten.
Ermotti nennt das Ergebnis des Ständerats zu den UBS-Kapitalregeln besorgniserregend
UBS-Chef Sergio Ermotti nennt das Ergebnis der Beratungen im Ständerat im September sehr besorgniserregend. Das sagt er am Mittwoch an einem Webcall zu den Quartalszahlen, berichtet finews. Die Schweiz befinde sich wie im März 2023 an einem entscheidenden Wendepunkt für den Finanzplatz. Die UBS engagiere sich im parlamentarischen Prozess für ein Gleichgewicht zwischen Finanzstabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Auch der jüngste Vorschlag erreiche dieses Gleichgewicht nicht. Er lasse die Bedenken der grossen Mehrheit der Teilnehmenden an der Vernehmlassung ausser Acht. Die Kapitalanforderungen gehörten schon heute zu den strengsten weltweit. Ermotti mahnt, die Folgen für die Aktionäre würden nicht berücksichtigt. Das sind Angaben von UBS-Chef Ermotti.
Sandoz passt die Umsatzprognose an und hebt die Margenprognose
Sandoz setzt in den ersten neun Monaten 8,7 Milliarden US-Dollar um, 8 Prozent mehr. Das meldet der Konzern am Mittwoch laut AWP. Zu konstanten Wechselkursen sind es 5 Prozent. Im dritten Quartal schwächt sich das Wachstum auf 5 Prozent ab. Die Generika-Sparte setzt 5,8 Milliarden um, 1 Prozent weniger, wegen sinkender Penicillin-Preise. Die Biosimilars wachsen um 19 Prozent auf 2,9 Milliarden. Im dritten Quartal gibt es dort kurzfristige Lieferengpässe. Konzernchef Richard Saynor sagt AWP, die Nachfrage habe die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Kapazitäten hätten nicht schnell genug hochgefahren werden können. Der Nettoumsatz soll 2026 währungsbereinigt um 5 bis 6 Prozent wachsen. Zuvor galt ein Plus im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Die Kern-EBITDA-Marge soll 23,0 bis 23,5 Prozent erreichen. Laut AWP verfehlt Sandoz die Erwartungen teilweise, die Aktie steht vorbörslich unter Druck.
Straumann wächst im dritten Quartal organisch um 9,2 Prozent
Straumann setzt im dritten Quartal 667,1 Millionen Franken um, 9,4 Prozent mehr. Das geht laut AWP aus einem Communiqué vom Mittwoch hervor. Organisch beträgt das Plus 9,2 Prozent, nach 7,1 Prozent im ersten und 8,5 Prozent im zweiten Quartal. Das liegt in der von Analysten erwarteten Bandbreite von 8,2 bis 9,4 Prozent. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika wächst Straumann organisch um 10,5 Prozent auf 256,0 Millionen. In Asien-Pazifik sind es 10,3 Prozent auf 165,6 Millionen. China kehrt laut Mitteilung zum Wachstum zurück. In Nordamerika steigen die Einnahmen organisch um 7,5 Prozent auf knapp 175 Millionen. Gewinnzahlen legt Straumann zu den ungeraden Quartalen nicht vor.
Rieter senkt die Jahresziele, Sanierer Oetterli tritt laut NZZ ohne Turnaround ab
Rieter holt in den ersten neun Monaten Bestellungen über 951,4 Millionen Franken, 70 Prozent mehr. Der Umsatz steigt auf 898,6 Millionen. Das teilt das Unternehmen am Mittwoch laut AWP mit. Das Wachstum stammt von der Übernahme von Barmag. Organisch sinken die Bestellungen um 10,5 Prozent und der Umsatz um 2,1 Prozent. Rieter erwartet nun einen Umsatz am unteren Ende der Spanne von 1,3 bis 1,5 Milliarden Franken. Die operative EBIT-Marge soll bei minus 2 bis 0 Prozent liegen, bisher galten 0 bis 3 Prozent. Als Grund nennt Rieter anhaltenden Margendruck und eine langsamere Markterholung. Laut NZZ tritt Präsident und CEO Thomas Oetterli ab, ohne den Turnaround geschafft zu haben. Rieter baute unter ihm über 2200 Stellen ab. Die Nettoverschuldung stieg laut NZZ nach der Barmag-Übernahme auf 673 Millionen Franken.
UBS verdient im dritten Quartal 2,7 Milliarden Dollar, die Stellenzahl sinkt
Die UBS erzielt im dritten Quartal einen Gewinn von 2,69 Milliarden US-Dollar, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilt die Bank am Mittwoch mit. Vor Steuern sind es 3,59 Milliarden. Die Erträge steigen um 5 Prozent auf 13,35 Milliarden, das Kosten-Ertrags-Verhältnis liegt bei 72,3 Prozent. In der globalen Vermögensverwaltung fliessen 55,1 Milliarden Dollar netto zu. Die Integration der Credit Suisse soll Ende Jahr im Wesentlichen enden. Die Bank rechnet mit Kosteneinsparungen von brutto 13,7 statt 13,5 Milliarden. Die Zahl der Vollzeitstellen sinkt auf 97'593, nach 99'085 im Vorquartal. Das Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden soll bis zu den Jahreszahlen am 3. Februar 2027 enden. Für eine Dividendenerhöhung im mittleren Zehnprozentbereich hat die UBS Rückstellungen gebildet. Inside Paradeplatz schreibt, die Bank verliere an Kraft und baue weiter Stellen ab.
Strom- und Erdgaspreise haben sich laut NZZ seit dem Frühling fast verdoppelt
Die Preise für Strom und Erdgas an den europäischen Energiebörsen steigen laut NZZ stark. Sie haben sich in kurzer Zeit fast verdoppelt. Laut dem Berater Dominik Wipfli von Ompex herrschen die höchsten Strompreise seit drei Jahren. Der Energiedienstleister Enerprice spricht von einer Verdoppelung seit dem Frühling. Das sei nicht vergleichbar mit der Lage nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs, als sich die Preise verzehnfachten. Mit der Sperrung der Strasse von Hormus fallen laut Wipfli rund 20 Prozent der Exportkapazität für Flüssigerdgas weg. Schweizer Unternehmen melden wachsende Nervosität. Die Industrie fordert Entlastung bei den Kosten des Stromnetzes. Experten sehen laut NZZ keine Entspannung.
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