Seit David Ricardo ist bewiesen, dass Zölle schaden, sagt alt-Ökonomie-Professor Hans Geiger. Jeder soll nur herstellen, was er am besten könne, ansonsten alles importieren. Nun müsse man halt dealen.
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Trump ist ein Tyrann. Er ist kein Dealmaker. Er war sechsmal bankrott – er hat sogar ein Casino in den Ruin getrieben. Es gibt keine rationale Rechtfertigung für diese Zölle, außer Einschüchterung als Mittel zum Erlangen absoluter Macht. Die einzigen, die davon profitieren, sind Diktatoren, Milliardäre und Menschen, die von Milliardären bezahlt werden, um positive Kommentare zu schreiben.
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Buchempfehlung: Kapitalismus ohne Demokratie. Wie Marktradikale die Welt in Mikronationen, Privatstädte und Steueroasen zerlegen wollen.
Donald Trump umgibt sich mit Technikraten wie Thiel, Musk, die zu Milliardären wurden.
Freiheit und Demokratie, so der Investor Peter Thiel 2009, seien nicht länger kompatibel. Wer die Freiheit liebe, müsse daher versuchen, der Politik in all ihren Formen zu entkommen. Zuflucht suchen könnten Libertäre im Cyberspace, im Weltraum und auf dem offenen Meer.
Quinn Slobodian nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der neoliberalen Utopien. Sie führt nach Dubai und Liechtenstein, ins vom Bürgerkrieg zerrüttete Somalia und zu Elon Musks texanischem Weltraumbahnhof. Und sie weitet den Blick auf eine mögliche Zukunft, die uns Sorgen machen sollte. -
Es gibt Leute, die auf die Trump-Zölle Beifall klatschen – aber es sind nicht US-Amerikaner: Das Kapital flüchtet vor Trump. Vor wenigen Jahren hätte man noch gesagt, die Schweiz könnte profitieren. Jetzt aber sitzt sie leider zwischen den Stühlen. Nein, es ist Europa, das profitieren könnte. Zeitenwende…eben anders.
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Dr. Geiger, welche „Deals“ hat Hr. Trump abgeschlossen – mit selbst erarbeiteten Mitteln und profitabel ? Bitte dokumentieren (zur Präzisierung: wenn einer mit geschenktem Geld des Vaters ein Luxusauto kauft – ist das für Sie ein „Deal“ ?). Von ihm bekannt und dokumentiert sind v.a. Konkursverfahren; den profitablen Teil seiner Geschäfte wollte er ja nie offenlegen, oder ?
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Ich habe nichts gesagt von „profitablen Geschäften“.
Die grossen Konkursfälle sind:
1.Trump Taj Mahal, Atlantic City, New Jersey, bankruptcy in 1991
2.Trump Plaza Hotel, Atlantic City, bankruptcy in 1992.
3.Trump Hotels & Casino Resorts, Holding Co, bankruptcy in 2004.
4.Trump Entertainment Resorts, Nachfolge von Nr. 3, bankruptcy in 2009. -
Trump hat bei 5 von seinen 500 Firmen Konkurs gemacht. Dabei war eine eine Firma, die er für einen sterbenden Freund übernahm und abwickelte. In den USA gilt es nicht als anrüchig, wenn ab und zu eine Firma scheitert. Einige seiner Firmen waren enorm erfolgreich; als er das Familiengeschäft übernahm, baute es Arbeiterwohnungen in den Vororten New Yorks. Er hat das Geschäftsfeld auf Manhattan und die ganze Welt erweitern. Das ist keine schlechte Bilanz.
Es gibt sicher viel gerechtfertigte Kritik an Trumps Adresse, aber ich verstehe die Menschen, die da nicht bei den Tatsachen bleiben können, nicht.
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Professor Geiger sagt, stimmt, doch er erwähnt den Elefanten im Raum nicht, der zum Verständnis unerlässlich ist.
Ricardo bewies, dass Freihandel den Kuchen der Länder schneller wachsen lässt. Doch wenn Chinesen und Inder für 2 Dollar pro Stunde mit den USA zu handeln beginnen, wächst er vorwiegend in Billiglohnländern, während US-Arbeiter verarmen; die USA kennen keine flankierende Massnahmen wie in der Schweiz. Die Lebenserwartung der US-Arbeiterschicht sinkt seit 20 Jahren; das oberste 1% besitzt 10x mehr als die unteren 50%. Da will die Mehrheit der Amerikaner eine gerechte Handelsordnung. Die Schweiz geriet ins Kreuzfeuer mit Ländern wie China und Ungarn (27 % MWST auf US-Importe, USA 10 % auf ungarische Exporte). Trump zu beleidigen anstatt anzuerkennen, dass er ein Pulverfass zu entschärfen versucht, und zu erklären warum die Schweiz nicht daran schuld ist, ist absolut kontraproduktiv.
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Die CH-Pharma wird ja vorerst verschont, d.h. die Schweiz kann gar nicht viel verhandeln…und ein noch stärkerer Schweizer Franken liegt auch kaum drin. Folge: Was auch immer kommt, die Schweiz wird die bittere Pille schlucken, weil sie immer noch der Meinung ist, sie sei eine Insel mitten in Europa.
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In erster Linie sind Zölle nichts anders als eine Form von Steuern welche Produkte verteuern. Zwischen Export und Import sollte immer eine gewisse Balance bestehen, von daher macht aus meiner Sicht der „jeder macht das was er am besten kann“ Ansatz keinen Sinn.
Für mich stellt sich zudem die Frage, warum man jetzt „dealen“ muss? Ich finde diese Situation ist eine exzellente Chance für die EU, Schweiz, UK und diverse andere sich von den USA und deren Launen unabhängiger zu machen, und eine eigene Herstellung für diverse Produkte aufzubauen.
So sollte das Ganze nun laufen, und nicht einem Präsidenten hinterher rennen der sowieso jede Stunde seine Meinung ändert.
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In der Schweiz wurden bis in die 1850 Jahre hinein die meisten Gelder für staatliche Aufgaben durch Zölle eingenommen. Jawohl. Zölle die beim Import von Waren erhoben wurden. Dafür gab es keine Steuern so wie heute.
Nun kann sich jeder nach seinen Lebensumständen ein bischen ausrechnen was sich individuell besser eignet. Zölle, Direkte oder Indirekte Steuern, Progressive oder Degressive Progression oder Flat Tax, individuelle Abgaben und Gebühren.
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Klar dürfte sein das mit Importzöllen der heimischen ‚Wirtschaft‘ geholfen wird. Fraglich bleibt im heutigen Liberalismus ob mit der ‚Wirtschaft‘ auch den Arbeitern, Familien, geholfen wird so wie das bis vor 35 Jahren üblich war. Entsprechend müsste es eben auch Importgebühren für ausländische Arbeitskräfte geben um die hiesige Gesellschaft vor den üblichen Plünderungen und bösen Tricksereien (Arbeiter zum RAV wenn Winterpause) zu schützen. Zölle waren bis zur WTO völlig normal. -
In meinem Leben ging es okönomisch am besten mit Importzöllen, Regulierung. Das Leben war damit nicht immer minimal billig aber dank dem quasi Heimatschutz eben auch für Arbeiter und Familien ertragreicher als mit permanentem Wettbwerb und aller möglicher Liberalisierungen.
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Regulierung ist übrigens auch der Schutz vor Steuern für grosse und grösste Vermögen, Eigentum, BEsitz, Erbschaften, Profite und der gleichen. Durch diesen staatlichen Schutz und weltweite Vereinbarungen, etwa bei der Buchführung für Börsenkotierte Unternehmen etc. sind die Reichen von einst immer reicher geworden. Dem Rest hat’s ausser tieferen Lebensstandards nichts gebracht. Verbindlichkeit für die einen, Willkür für alle anderen. -
Verzweifelte Taktik seitens von Trump und deren Politik.
Amerika’s Verschuldung wird die Amerikaner verarmen und dann geht die Party los!
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Das hat mit verhältnismässigem Druckaufbau wenig mehr zu tun sondern ist Ausdruck einer eher verzweifelten Trial and Error Zick-Zack Politik.
Diese ewigen Beschönigungen – auch der Weltwoche – finde ich angesichts der volkswirtschaftlichen Tragweite solcher Machtexperimente nicht passend.
Was produziert wird sind globale Inflation und Strukturprobleme.
Wenn volkswirtschaftliche Experimente durch Inkaufnahme von strukturellen Schäden einfach und ohne genügende Folgenabschätzung nonchalant umgesetzt werden ist das fahrlässig.
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Die Lebenserwartung der US-Arbeiterschicht sinkt wegen des Freihandels und ihrer damit verbundenen Verarmung seit 20 Jahren, mittlerweile um 3 Jahre im Verhältnis zum US-Durchschnitt, um ein Jahr absolut, und Sie meinen, dass „Strukturprobleme“ jetzt entstehen?
Vielleicht sehen die US Wähler das anders.
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@ Clodia
Können Sie bitte den Kausalzusammenhang zwischen Freihandel und Lebenserwartung etwas erklären?
Ich verstehe Ihre Argumentation nicht.
Danke. -
Die USA schaffen es seit gut dreissig Jahren einfach nicht, die gut bezahlten Arbeitsplätze, die oft, wie in der Schweiz, durch Gewerkschaften geschützt wurden, durch die Abwanderung der Industrie nach Mexiko, China, usw. verloren gegangen sind, mit ansatzweise ähnlich gut bezahlten Jobs zu ersetzen.
Die Arbeiterschaft ist ziemlich verarmt, auch wenn NZZ, Tagi usw. das Thema kaum aufgreifen. Seit die 80er Jahren hatte die US-Arbeiterschicht bis Trump in 2016 nie eine reale Lohnerhöhung, während dass die Reichen viel reicher wurden. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung gegenüber dem US-Durchschnitt ist um 3 Jahren geschrumpft. In der direkt demokratischen Schweiz wäre das unvorstellbar.
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Die USA haben endlich wieder verstanden, dass nationale wirtschaftliche Interessen Vorrang haben müssen. Die Vereinigten Staaten müssen jetzt endlich mal äußerst sorgfältig wirtschaften, denn sie stehen vor dem finanziellen Kollaps.
Systeme funktionieren nur dann nachhaltig, wenn sie zuerst ihren eigenen Selbsterhalt sichern.
Fazit: Egoismus als Grundlage für nachhaltige Kooperation.
Egoismus ist kein Widerspruch zur Kooperation – er ist ihre Voraussetzung.
Switzerland first.
USA first.Die EU ist der Verlierer.
Und: Deutschland schafft sich weiter selber ab. Schade.
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Switzerland first, USA first .. ist das einzig richtige.
In der Natur jedes Systems – sei es biologisch, sozial oder politisch – liegt der Selbsterhalt als oberste Priorität. Dies ist kein Zufall, sondern ein fundamentales Prinzip, das sich durch die Evolution und die Dynamik von Systemen zieht. Staaten, Unternehmen und Individuen müssen zunächst ihre eigene Stabilität und ihr Überleben sichern, bevor sie in der Lage sind, anderen zu helfen oder größere Ziele zu verfolgen.
Egoismus wird häufig negativ konnotiert, doch in Wirklichkeit ist er eine notwendige Triebkraft für Kooperation. In der Natur funktioniert jedes Ökosystem durch eine Balance zwischen individuellem Vorteil und kollektiver Stabilität.
Was die Schweiz sofort machen soll: +35 % auf toxische, amerikanische Big Food und Big Harma Produkte. Heute. Nicht morgen.
Und endlich mal: „Switzerland first“ – das wird leider, leider viel zu wenig gelebt.
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@Patricia. Logisch, wusst ich’s doch: Die Schweiz ist ein eigener Planet.
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Nachtrag: Rezession > weltweit gemeint.
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Ist doch ganz klar, dass Zölle nichts anderes sind als Steuern in einem Schafspelz.
TRUMP:Er ist ein Dealmaker, ABER: damit er das Wahlversprechen einhalten kann, und das will er, dann wird von den hohen Zöllen doch noch ein Teil verbleiben. Dies heisst für mich: Rezessions-Möglichkeit über 60% Chance.
Das hat mit verhältnismässigem Druckaufbau wenig mehr zu tun sondern ist Ausdruck einer eher verzweifelten Trial and Error Zick-Zack Politik.…
Switzerland first, USA first .. ist das einzig richtige. In der Natur jedes Systems – sei es biologisch, sozial oder…
Verzweifelte Taktik seitens von Trump und deren Politik. Amerika's Verschuldung wird die Amerikaner verarmen und dann geht die Party los!