An der Hufgasse 10 in Zürich, einen Steinwurf vom Opernhaus, der NZZ, Ringier und dem Sechseläuten-Platz, zeigt der Schweizer Finanzplatz, wie er sich wandelt.
Finanz-Medien und -Banken gehen runter, das Vergnügen verschafft sich Platz. Sinnbild ist ein Edel-Bordell, dass an obiger Adresse einzieht, nachdem die Richter alle Rekurse abgewiesen haben.
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Heute sind gemäss Klingelknöpfen nur noch 2 Firmen im Geschäftshaus im Seefeld-Quartier aktiv. Eine davon ist Thomson Reuters, die weltbekannte Finanz- und Nachrichtenagentur – unabdingbar für viele Banker sowie Polit- und Wirtschaftsinteressierte.
Laut einer Quelle würde nun auch Reuters das Haus demnächst verlassen. Der Nachrichtendienst sei auf der Suche nach einem neuen Ort, sagt eine Quelle.
Ein Reuters-Journalist verwies gestern auf Anfrage an eine Sprecherin des Unternehmens. Diese reagierte vorerst nicht auf ein an ihre Reuters-Adresse geschicktes Email.
Auf seiner Facebook-Seite verspricht der „Club Blue Velvet“, wie das Etablissement heisst, „The greatest World … it’s time for more“. In einschlägigen Foren ist er längst ein Thema.
Anwohner kämpften bis vor Bundesgericht gegen den Edelclub. Sie befürchten mehr Lärm und Verkehr rund um ihre Wohnstätten.
Die Richter schmetterten alle Rekurse ab. In dieser Zone des Zürcher Seefelds habe es schon heute viel Nachtlärm, weil es sich um ein Ausgangsquartier handle.
Zudem sei ein Eingriff vor allem dann möglich, wenn es sich um eine Liegenschaft mit hohem Wohnanteil handle. Hier aber gehe es um ein Geschäftsgebäude.
Das Etablissement führte in den wichtigen Zeitungen zu grossen Artikeln. Die Frage wurde laut, ob sich das Gewerbe an bester Lage mitten in der Stadt ausbreiten soll.
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Der Auszug von Reuters und der Einzug des Sexclubs als Sinnbild für einen Strukturwandel ist weniger weit hergeholt, als man denken könnte.
Die Bankenbranche befindet sich weiter auf dem Sinkflug. Die Zahl der Jobs im Finanzbereich sank im ersten Halbjahr weiter, gleich wie jene der Bankeninstitute.
Laut Beobachtern ist das erst der Anfang. Mit dem Wegbrechen der Schwarzgeld-Milliarden und dem Umbruch durch die Technologie würden weitere Tausende von Jobs verloren gehen.
Filialen gehen zu. Selbst die Zürcher Kantonalbank, die als staatliches Institut weniger hart am Wind segelt, schliesst Niederlassungen.
An der Bankenmeile Bahnhofstrasse räumen die Finanzhäuser massenhaft Flächen. Die CS gibt ihr Leuenhaus frei, das ist der alte Sitz der früheren Bank Leu, damals noch eine von 5 Grossbanken.
Mehrere Vorzeige-Immobilien wurden von den Banken verkauft. Allein die CS trennte sich vom ehemaligen Hauptsitz der gekauften Volksbank und dem Ex-Sitz der Bank Hofmann im „Metropol“.
Die UBS verfolgt eine Grenz-Strategie. Sie verschiebt über tausend Jobs aus dem teuren Zürich an die Landesgrenzen in Schaffhausen, ins Tessin und nach Biel, wo ebenfalls viele Grenzgänger sind.
Banken gehen, Clubs kommen – so die Stimmungslage in der Zürcher City.

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Die Prostitution ist eine notwendige
soziale Institution der bürgerlichen Welt,
ebenso wie Polizei, stehendes Heer,
Kirche und Unternehmerschaft.
August Bebel
* 22. Februar 1840 † 13. August 1913
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Die Betonung steht auf „Stehendes“ 😂 Das Heer kann warten ! 😎
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Darwin würde das als Kannibalismus beschteiben… neues Business übernimmt die Infrastruktur der Kunden…
und Letztere sind am Aussterben…
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Wo ist das Problem. TR kann Kunden Präsentationen machen und dann gehts zum Vergnügen 1 Stock höher :))
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Zeit für eine Auszeit
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Die Mädels dort machen einen besseren, härteren und ehrlicheren Job als die meisten der degenrierten Boni-Banker-Managerlis-Schauspieler. These girls are the real deal! Und: Der Kunde geht dort immer voll befriedigt und mit einem Lächeln raus. – Das dürfte bei den Banken eher nicht bzw. bloss selten der Fall sein…, dort macht man eher die Faust im Sack.
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Du W…! Wie einfach machst Du Dir’s denn…
Im Seefeld-Artikel werden die Worte Bahnhofstrasse, Credit Suisse, Bank Leu erwähnt, und sofort beginnst Du zu saften … widerlich!
Das geistige Niveau: von Deinem Selbstbild her bist Du sooo überlegen, dass Du von „Boni-Banker-Managerlis“ usw. sprechen musst, Reizwörter ja, mit Verkleinerungsform, damit jeder merkt, wie hoch doch Du stehst. Welches sind denn Deine Leistungen? Wenn es nichts Substanzielles ist, dann halt doch einfach den Rand!
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…sagt der Kenner und freut sich wegen seiner vermeintlichen Kohäsionshunderter in den Osten…!
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@Bögg: Du hast keine Ahnung, wen ich so alles in der Branche antreffe, zu der ich nicht gehöre, sondern auf deren Bank-Kompetenz, die doch mancherorts nur noch eine von Anzugträgern vorgeführte Luftnummer ist, angewiesen bin. Das Leistungsspektrum und -niveau ist in der Schweiz doch etwas durchzogen mittlerweile, wobei ich zugebe, dass es im nahen Ausland, im Mittleren Osten (v.a.) und teilweise in Asien noch viel schlimmer steht.
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@Honeybutt Glöckler; toll geschrieben, toll gesagt. Du hast zu 100% ins Schwarze getroffen. Besonders „Boni-Banker-Managerlis-Schauspieler“ finde ich trifft es perfekt. Als Versicherer kann ich nur sagen plus „Boni-Versicherungs-Managerlis-Schauspieler“. Dort geht es auch so zu und her. Die „Einfachen“ MA gehen dann irgendwann mal mit Bournout. Wenn interessierts, die werden einfach durch neue MA ersetzt. Reines Büromaterial. Im Fussball heisst es ja auch (menschenverachtend) Spielermaterial. Dafür ist die Abzockerei oben für die einfache Bevölkerung (dem Ausschuss), unvorstellbar. Wenn die das Ausmass kennen würden gäbe es Revolution. Allerdings, im Handwerk wird der Ausschuss entsorgt.
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Seefeld ? Aeltere Semester erinnern sich bestimmt noch an die Strassen-Prostitution im inneren und äusseren Seefeld. Was in den 60er-Jahren dort blühte wird inflationsgetrieben, oder Heimat geschützt, jetzt ins Haus Velvet verlegt. Da nützen Einsprachen schlicht weg gar nichts.
Vor der womöglich ankommenden grössten Immobilien-Pleite der Schweiz, suchen manche Investoren und Geschäfte-Macher die Flucht ins „älteste Gewerbe“ der Welt. Oder: Zürich sucht sich ein neues „Aushängeschild“, nachdem die Banken reihum kürzer treten.
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Mit Vorfreude rein und voll zufrieden und entspannt wieder raus. Und jeder Wunsch wird quasi dem Kunden von den Lippen abgelesen. – Wäre schön, wenn das bei den Banken auch mal so wäre. Träumen darf man ja.
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Wenigstens gibt es da keine Diskussion über Frauenquoten;-)
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Kenne die Liegenschaft… beklemmende Hinterhofstimmung, für „Leben“ sorgen nur die zahlreichen Reuters-Raucher, die vor dem Eingang herumgammeln. Bei Dämmerung und in der Nacht nichts für ängstliche Passanten, trotz Nähe zu Bellevue völlig ausgestorben. Ich wundere mich nicht, dass angesichts der vielen Büroleerstände (und tieferen Mieten) Reuters nicht mehr geschätzte CHF 580 / m2 p.a. abdrücken will.
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Die ganze Sache hat einen gewaltigen Haken. Man beachte die Abhängigkeiten: Solche Luxus-„Puffs“ sind genau auf die Berufsleute und ihre Kunden angewiesen, die angeblich verschwinden. Da geht etwas nicht auf. Das ist nicht der Rumäninnen-Strich von der Langstrasse, sondern eine Spesenkonto-Etablissement.
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Eben sehr strategisch gedacht vom Leiter des Office, Herrn TS! Alle Achtung, das kann er!
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Dafür hat man ihm auch genug gezahlt den Herrn S.
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Ist doch gut dann kann man mit Kunden dort abhängen. Zudem ein solides Business, da könnten viele von uns noch etwas lernen. Das pseudoprüde zwinglianische Geschwafel, wie schlecht das jetzt sei, kann ich nicht mehr hören.
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Und im Gegensatz zu den Banken, wird das Puff sicher Steuern zahlen….. Zudem: Sex und Drogen sind ein ziemlich krisensicheres Gewerbe. Da muss der Steuerzahler wohl kaum mit Milliarden einspringen….
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Strukturwandel? Nanana. Warum denn … die Schwarzgeld-Prostitution wird einfach durch herkömmmliche Prostitution ersetzt.