Notfall-Stationen bereits seit Tagen am Anschlag

Betroffene wurde lange nicht ins Unispital Zürich vorgelassen. Endlich dort, wartete sie auf Test – in überfülltem Raum.

Das Gesundheitssystem der Schweiz ist schlecht auf den Coronavirus vorbereitet. Das zeigt ein Beispiel einer Zürcherin, die vor knapp 2 Wochen ermattet war, starken Husten hatte, auch Kopfschmerzen.

Grippe? Corona? Es handelt sich um eine Lehrerin, die täglich vor Schülern stand. Sie wollte sich rasch testen lassen.

Das wurde zum Hürdenlauf. Der zeigt, dass Zürich und vermutlich die Schweiz nicht bereit sind auf einen Ansturm von möglichen und tatsächlichen Ansteckungen.

Die Frau, rund 50 Jahre alt, versuchte wie von den Behörden verlangt, sich per Telefon Rat zu holen. Dazu rief sie am Freitag vor 10 Tagen die kantonale Ärztenotnummer an.

Kein Durchkommen, schon damals nicht. Über das Wochenende wurden die Symptome schlimmer. Endlich erreichte sie eine Ärztin per Telefon, die befand, die Betroffene sei testwürdig.

Es gebe ein zweistufiges Triagesystem. Was das bedeutet, bleibt offen.

Personal in Schutzanzügen, Patienten in vollgepferchtem Notraum (USZ)

Ein paar Stunden später meldete sich ein „Triagenarzt“. Nach nochmaligem langen Abfragen meinte der, dass man knapp an Tests sei. Die Frau soll sich bei ihrem Hausarzt melden.

Am Montag, also heute vor einer Woche, suchte sie diesen. Der war aber – vielleicht zum ersten Mal in der ganzen gemeinsamen Zeit – nie erreichbar.

Erst am Dienstag klappte der Versuch, es kam zum Gespräch am Telefon. Er könne leider keine Tests durchführen und erachte einen solchen auch nicht als notwendig.

Die Betroffene drängte darauf. Da versprach ihr Hausarzt, ihr einen Termin im Unispital Zürich zu verschaffen.

Am gleichen Nachmittag um 4 Uhr sass die Frau im Notfall des USZ, wie das grösste Spital des Wirtschaftskantons heisst. Dort musste sie gleich in ein Spezialzelt.

Schweiz schlecht auf Ansturm vorbereitet (Financial Times)

Drei verschiedene Stellen nahmen ihre Personalien auf, es gab unzählige Formalitäten. Schliesslich führte jemand die Frau in einen Raum, der praktisch kahl war.

Das Spitalpersonal trug ausnahmslos Spezialanzüge. Die betroffenen Patienten hingegen sassen schutzlos in diesem Warteraum, in einem Pulk mit Leuten, die sich ebenfalls gefährdet sahen.

Exponiert also.

Schliesslich begann das Testprozedere, mit einem Abstrich durch Hals- und Rachenraum, was schmerzhaft ist und bei der Frau ohne Vorwarnung passierte.

Als das durch war, konnte die Betroffene gehen. Keine Fallnummer, kein Beleg. Man werde sich melden.

Niemand meldete sich. Die Lehrerin wurde nervös. Sie hatte Angst, dass sie sich früh angesteckt hatte, weil sie an einem Anlass war, bei dem viele Italiener im Raum waren.

Damals sprach noch fast niemand vom Ausbruch des Coronavirus im Nachbarland.

Der Marathon begann jetzt. Kein Anruf, keine Testresultate. Nichts. Schweigen am USZ.

Sie rief an. Wieder und wieder. So erfuhr sie, dass das USZ nur noch abends von 6 bis 10 Anrufe entgegennehmen könne.

Am Tag darauf, es war bereits der Donnerstag letzter Woche, also zwei Tage nach dem Test, erfuhr die Frau, dass das Computersystem des USZ-Notfalls ausgefallen sei.

Standards der hochgelobten Schweiz. Am Freitag kam dann der Befund. Negativ.

Das Unispital meldete sich mit Ergänzungen und Korrekturen zu Wort. Es sei korrekt, dass die Patienten mit Verdacht auf Coronavirus separiert würden. Sonst würden sie andere möglicherweise anstecken.

Dass ein Formularkrieg herrsche, stimme nicht. „Es sind zwei Stellen. Zuerst nimmt ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Name und Geburtsdatum auf, um rasch an der Leitstelle einen KISIM Fall eröffnen zu können.

„Beim Eingang zur Isolierabklärungsstation erfragt die Patientenadministration dann die restlichen notwendigen Angaben.

„Die ‚kahle‘ Station ist unsere Isolierabklärungsstation und muss zwingend kahl sein, wegen möglicher Kontamination durch COVID Patienten im Raum. Und er muss nach jedem Patienten einfach zu reinigen sein.“

Beim Warten auf den Test würden alle Patienten einen Mundschutz tragen, genügend Abstand zu den anderen Wartenden sei gewährleistet.

Der Test sei tatsächlich schmerzhaft. Die Patienten würden vorgängig darauf hingewiesen.

Und: Es gebe in jedem Fall einen Austrittsbericht, dieser gehe an den Hausarzt oder den Patienten.

Normalerweise liege das Resultat innert eines Tages vor. Wer vorher anrufe, erreiche immer jemanden, die Zentrale und der zuständige Dienstarzt seien rund um die Uhr telefonisch erreichbar.

Zutreffend sei, dass die Resultate meist gegen Abend einträfen und die Patienten dann angerufen würden.

Kommentare

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  1. Ja das kannich mir sehr gut vorstellen.So Verlangsamt wie unser Bund Land und Gesundheitswesen Aufgebaut wurde und auf diesen Virus Reagiert wurde zu langsam und zu Wischie Waschie Schweizerisch.Viele Worte tausend Wiederholungen aber nichts Wirklich.
    Wir sind uns nicht Kriesengewohnt

  2. lieber lh ich muss hierzu wirklich sagen, ich habe das ganze prozedere ab beginn… also hotline (30min Wartezeit war lange hat sich aber gelohnt) bis zum arzt total anders und hochprofessionell erlebt. ich finde es lohnt auch dies hier anzubringen.

  3. 2020 wird definitiv in vielen Belangen ein Katastrophenjahr. Vor einigen Jahren wurde die UBS mit Steuergeldern von 60 Milliarden SFR gerettet. Nun erwarte ich von den Politikern, dass – wie damals – subito die KMU’s Unterstützung in derselben Grössenordnung erhalten. Andernfalls ist das Worst Case vorprogrammiert und dann gute Nacht.

  4. Die Schweiz eine Bananenrepublik ohne Bananen, ein 3-Welt-Land mit Schönwetter-Kapitänen.

    Der Artikel hier bringt’s auf den Punkt:

    https://web.archive.org/web/20200316195602/https://www.nzz.ch/technologie/die-kommunikationsnetze-sind-am-anschlag-swisscom-ruft-kunden-zu-vernuenftiger-nutzung-auf-ld.1546698

    Witzig sind dann auch folgende Bemerkungen:

    „Einschränkungen für Einkäufe sind in den bundesrätlichen Massnahmen nicht vorgesehen. Allerdings rufen die Behörden wie auch die Detailhändler dazu auf keine Hamsterkäufe zu tätigen. «Es ist nicht nötig, Notvorräte anzulegen», sagte Bundesrat Alain Berset vor den Medien. Die Versorgung der gesamten Bevölkerung sei sichergestellt.“

    Klar, weil die Behörden mit ihren staatsgläubigen Beamten dem Volk ja sagen würde, wenn es zu wenig gäbe?

    • Verwöhntes Gör! Ne, besser als in der Schweiz geht es aus sozialer und gesundheitlicher Hinsicht niemanden!
      wenn ich krank bin, kann ich zurück in die Schweiz kommen.
      Dies können sich 99.9% der Weltbevölkerung nicht leisten. Also bist du und ich privilgiert!

  5. Der heutige WHO-Appell „test, test, test“ ist richtig, stösst aber an Kapazitätsgrenzen. Die Lehrerin hat ganz richtig empfunden, dass sie möglichst schnell getestet werden muss. Denn wäre sie positiv gewesen, hätten eine Menge Schüler in Quatantäne gemusst. Es ist nicht damit getan, einfach zu Hause zu bleiben, wenn man Symptome zeigt. Man ist leider schon ansteckend, bevor dies der Fall ist. Deshalb ist ein früher Test sehr wichtig. Kontaktpersonen müssen in Quarantäne. Leider ist der Weg zum Test mit Hindernissen verbunden. Der erste Flaschenhals ist die Schwierigkeit, überhaupt einen Arzt telefonisch zu erreichen. Dann wird die Indikation zum Testen nicht überall gesehen. Und dann wird häufig noch an andere Stellen bzw. Telefonnummern verwiesen, wo dann wieder niemand zu erreichen ist.

    Unikliniken sollten mit der Durchführung von Covid 19-Abstrichen nicht belästigt werden, wenn der Patient nicht hospitalisiert werden muss. Leider ist die ambulante Durchführung der Abstriche noch nicht effizient und sicher geregelt. Am besten geeignet sind Drive-in Stationen, sofern man motorisiert ist.

    Ignoranten, die vor wenigen Wochen noch Frau Villalon beleidigt und ausgelacht haben, sollten einen Blick nach Italien werfen und versuchen zu verstehen, was uns in Rest-Europa noch bevorstehen könnte, wenn wir jetzt nicht konform der WHO-Appelle reagieren.

  6. Es ist unglaublich, wie uns Behörden weismachen wollen, Sie hätten alles im Griff. Das einzige was wohl hier „etwas im Griff hat“, ist das Virus die Behörden, welche von einem Debakel zum anderen taumeln. Ganz zu schweigen vom zögerlichen Handeln des schwachen Bundesrates. Hätte er alle Massnahmen die er bis jetzt ergriffen hat eine Woche früher ergriffen, plus ganz an den Anfang die Schliessung der Grenze zu Italien verfügt, hätten wir mit Sicherheit nicht so katastrophale Zustände wie wir sie jetzt habe. Ein Versagen des Bundesrates und der Behörden auf der ganzen Linie.

    • Privilegiert sind wir in der Schweiz. In jeder Hinsicht. Auch ich. Dass das Gesundheitssystem bei covid an den Anschlag kommt, ist normal. Alles neue, ob gut oder böse braucht seine Zeit.
      Die in der Zweiten oder Dritten Welt haben vielfach keine Medikamente und jetzt noch weniger Spenden als sonst.

      Also bitte diesen Ländern spenden, wenn ihr es euch leisten könnt, danke!

    • Was kaum erstaunt wenn mann eine Einwanderung von 1 Mio plus Migranten aller Art in nur 13 Jahren zulaesst.

  7. Irgendwie sind wir alle im falschen Film. Vorab: unsere Gesundheitsindustrie kostet volkswirtschaftlich gesehen einen zu grossen Anteil vom frei verfügbaren Einkommen. Das konnte ohnehin nicht gut kommen. Zu hohe Preise bei zu breitem Angebot und zuviel staatliche Planwirtschaft haben zu einer unsäglichen Ineffizienz geführt. Ein Vergleich mit Luxusrestaurants die nicht gemerkt haben, dass das Internet mit seinen Möglichkeiten entstanden ist, sei erlaubt.
    Aber dass wir wegen einer Grippe die ganze Volkswirtschaft ruinieren und unser demokratisches Wertepaket kampflos preisgeben ist inakzeptabel!
    Wo sind die besonnenen und vernünftigen Stimmen in Politik und Wirtschaft?!?! Stehen wir kurz vor einem verdeckten Staatsstreich?

  8. Wenn wir auf die SVP hören würden, hätten wir fast kein Personal in den Spitälern. Diese Politik ist echt das Allerletzte.

    • Wenn wir auf die SVP hören würden, hätten wir:

      -Eine funktionierende Armee mit mindestens 8 funktionsfähigen Notspitälern
      -eine reale und funktionierende Grenzkontrolle
      -vielleicht 2 Mio Ausländer weniger im Land, die Infrastruktur (z.B. Spitäler) benötigen
      -kein Schönwetter-Gesundheitswesen, das aus Kostengründen nur noch das macht, was die linksgrüne Planwirtschaft vorschreibt
      etc.

      Mal unabhängig von der Parteipolitik ist dieses ganze medial orchestrierte Theater auch gar nicht nötig. Coronatote gibts noch nicht mal 10’000. Von der „normalen“ Influenza bereits 50’000 aber das lässt sich halt nicht so gut vermarkten (vor allem nicht von den rot-grünen Impfgegnern).

      Immerhin kann sich die SVP auf die Abstimmung im Mai freuen, das ist aber auch schon das einzig Positive an diesem Corona-Theater.

      Eine tiefere Ursachenanalyse für dieses irrationale Theater wäre allerdings angebracht und geht 1 zu 1 einher mit unserem miserablen Bildungssystem. Wenn man so sieht was für sinnloser und anspruchsloser Quatsch heute überwiegend an den Hochschulen „studiert“ wird, erstaunt einem gar nichts mehr. Auch nicht dass diese bildungsfernen Kreise dann Rot-Grün wählen müssen um in irgend einer staatliche geschützten Werkstätte (allerdings gut bezahlt) überleben zu können.

      Aber viel wichtiger ist dass heute jeder seinen fragilen Narzissmus kultivieren und überall politisch korrekt mitreden kann – auch wenn er davon keine Ahnung hat (Impfen, Atomenergie, Klimaveränderung, Migration, Alternativmedizin, Elektrosmog… nicht Fakten zählen sondern diversity Gspührschmi-Bullshit). Die Gesellschaft bekommt das, was sie verdient hat.

  9. Ja. 3x anmelden und lange warten mit anderen Patienten. Weder Prozess noch Triage nachvollziebar. So ist das immer am USZ. Nur die Schutzanzüge sind neu. Warum hätte es jetzt plötzlich effizient vorangehen sollen?

    • Ja, richtig, jeder Patient am USZ wundert sich, dass da (schon ausserhalb jeder Krise) keine Abläufe organisiert sind und alles ziemlich chaotisch abläuft. Jetzt dürfte es alles noch viel schlimmer sein! Die städtischen Spitäler sind im Vergleich dazu echt Wunder an Organisation und Effizienz!

      Zeit für eine Überprüfung?

  10. Dieser Bericht zeigt vor allem eines: der Hausarzt lag mit seiner Einschätzung richtig. Weshalb ist das so schwer zu begreifen? Coronatests sind vor allem für die Statistik. Sie fühlte sich krank. Dann wäre sie am besten einfach zu Hause geblieben, bis sie wieder gesund war. Im Spital besteht nämlich wie im Artikel durchaus richtig unterstellt wird, ein nicht zu unterschätzendes Risiko, sich tatsächlich mit dem Virus anzustecken.Dass die ganze Situation für unsere Spitäler alles andere als einfach ist, sollte inzwischen eigentlich jedem klar geworden sein. Also lassen wir die doch ihre Arbeit machen und sich vor allem um die schweren Fälle kümmern, statt Kapazitäten mit Tests zu verschwenden, deren letztendlicher Nutzen zumindest hinterfragt werden darf.

    • Nein – gerade in einer solchen Situation ist es wichtig, mögliche Ansteckungen zu erfassen und möglichst viele Test zu machen. Der Artikel zeigt einfach, dass das USZ nicht auf seine Aufgabe vorbereitet zu sein scheint … dies obwohl wir schon seit Wochen dem anrollenden Tsunami ins Auge schauen!

  11. NUR GANZ GROB:

    Deutschland hat ganz grob 16 mal die Fläche der Schweiz
    Deutschland hat ganz grob 10 mal so viele Einwohner

    Deutschland hat in absoluten Zahlen nur grob 2 mal so viele auf den Coronavirus positiv getestete wie die Schweiz

    WAS SAGT UNS DAS

    • Dass Deutschland einige Tage bezüglich Verlauf der Infektion hinter der Schweiz liegt?
      Dass in Deutschland weniger Personen effektiv getestet werden?
      Dass in der Kleinräumigen und internationalen Schweiz das Ansteckungsrisiko grundsätzlich höher ist als z.B. im dünn besiedelten Osten Deutschlands?

    • Entweder testen die weniger (was durchaus möglich ist) oder sie sind schlicht und einfach bei der Ausbreitung ein paar Tage weiter zurück als wir.

  12. Wobei wenn die Patientin mit Positiven in demselben Raum untergebracht war, sie in der Zwischenzeit dennoch positiv sein dürfte…

    Ein wohlstandsverblödeter Gutmenschen-Kontinent mit Schönwetterkapitänen.

    Wenn man so sieht was für eine „Bildung“ der Durchschnittspolitiker und Beamter hat (Geistes“wissenschaften“, Rechts“wissenschaften“, Sozial“arbeiter“… oder so wie Molina, Funicello, Wermuth: gar keine), erstaunt einem gar nichts.

    • Da sie scheinbar gebildeter sind gratuliere ich ihnen.
      So gehe ich davon aus, dass sie sich politisch engagieren und sie immer bei den Wahlen mitmachen.
      Wenn nicht lassen sie solche Quatsch Berichte

    • Jep, der Trump hat da, wie immer, viel besser gehandelt.

      Vielleicht mal noch über den Akkusativ im letzten Satz nachdenken, da könnte Ihnen ein Geisteswissenschaftler gute Dienste leisten.

      Ihr Rechten habt aber natürlich immer Recht, das ist ja per Definition so. Und jetzt auf, es gibt noch Toilettenpapier zu hamstern, du Genie!

  13. Verstehe diese Frau nicht. Der Test bringt Ihrer Gesundheit nichts. Ins Spital muss jemand, sofern er nicht mehr atmen kann. Ansonsten zuhause bleiben und auskurieren.

    • Insofern richtig – die Tests sind aber auch wichtig. Darum müsste man ja die Test nicht dem USZ übertragen sondern irgendeiner anderen Institution, wo es genügend Platz gibt, die Wartenden auseinander zu halten und wo es genügend personelle Kapazitäten für die den administrativen KrimsKrams gibt. Gerade die zentrale Institution USZ auch noch mit den Tests zu belasten ist wirklich eine Fehlplanung!

    • Das ist ein Irrtum der Behörden. Ein Test auch bei leichten Fällen hätte zwei wesentliche Vorteile: 1. wird ein positiv getesteter Patient sich besser um seine Selbstisolation kümmern. Und 2. sollte jeder und jede wissen dürfen, ob er/sie die „Grippe“ schon gehabt und nach heutigem Kenntnisstand danach immun ist gegen eine erneute Ansteckung. Es steht in Art. 71 des EpG unmissverständlich klar, dass die Kantone zuständig sind für diese Tests und die Finanzierung derselben. Skandalös ist, wie diese sich bis jetzt darum drücken! Und mit der Ausrufung des Notstandes scheinbar alle demokratischen Checks und Balances über den Haufen geworfen wurden. Das wir noch zu reden geben!

  14. Stadtrat hat keine Zeit, Vorsorge für Krisen zu treffen, weil er viel Energie für Planung von Street Parade und anderen Spassevents
    braucht.

  15. Stadtrat hat keine Zeit, Vorsorge für Krisen zu treffen, weil er viel Energie für Planung von Street Parade und anderen Spassevents braucht.

  16. Man muss jetzt den Pass verlangen und nur noch Schweizer behandeln.Ausländer können ja ausreisen in ihr eigenes Land.Als nächstes kommen die Do ppelpassbesitzer, die KEIN Vorrecht haben und hinten anstehen müssen.Es ist eine Riesensauerei, was derzeit abläuft.Die Freunde Der Personenfreizügigkeit (Alle ausser der SVP)sind am Schlamassel auch schuld.Das muss man denen sagen.Aber meine Beiträge werden ja jeweils gelöscht.Kindergarten, fertig Diskussions , nur blablabla wird veröffentlicht.Wir werden alle belogen, von oben.

    • AHA – schön, dann werden wir Deutsche, Ungarn, Polen usw die die ganzen Spitäler am laufen halten, einfach ausreisen – mal sehen, wie Sie sich dann fühlen, wenn 55% der Fachkräfte nicht mehr verfügbar sind…
      Viel Spass beim nächsten Herzinfarkt

    • Aha, ein strammer Eidgenosse. Wie grusig. Konsequenterweise müssten Sie die Behandlung durch Nicht-CH-Personal verweigern. In diesem Fall wünsche ich Ihnen einen angenehmen Abschied aus dem Leben. Ohne die vielen „Ausländerinnen“ und „Ausländer“, die oftmals perfekt CH-Deutsch sprechen, wäre unser Gesundheitswesen nämlich längst am Ende.

    • …seien zumindest SIE froh, dass SIE Schweizer und in der Schweiz sind und nicht irgendwo im Ausland gestrandet, wo man sich dann um SIE, als „Ausländer“ fürsorglich kümmern würde…

    • Gute Idee. Und im gleichen Zug sollten sich richtige Schweizer auch nur noch von richtigen Schweizer Ärzten und Pflegekräften versorgen lassen. Ausländisches Medizinpersonal so schnell wie möglich zurück in eure Heimatländer – dort werdet ihr gebraucht und seid wenigstens willkommen.

    • Es ist ganz klar, dass ausl. Pflegefachkräfte gehindert werden müssen auszureisen.Sie sind gekommen wegen mehr Geld, jetzt sollen sie auch die Dienste anbieten, die wir von ihnen verlangen.Als erwünschte Gegenleistung.
      Nachdem unsere Nachbarländer hurtig mit Einreiseverboten für Schweizer hantierten ist es nur gerecht alle Ausländer aufzufordern in ihr Herkunftsland zu reisen, sofern sie nicht in einem für die Schweiz absolut notwendigen Beruf tätig sind.Das würde Luft geben und unser Gesundheitssystem entlasten.
      Die Freunde der Personenfreizügigkeit (alle ausser der SVP) sind zur Verantwortung zu ziehen.Sie haben mehr als übermarcht.

  17. Zwar ein spannender Bericht, aber auch hier könnte man jetzt wie ein Trottel von einem ETH-Student fragen ob „so etwas eine Story wert sei“.

    Dabei ist es kein Geheimnis mehr, dass die Schweiz wie eine Bananenrepublik in allen Belange sich entwickelt. Insbesondere im Gesundheits- oder Spitalwesen!

    Weshalb jedoch überall die Kosten steigen und der Betroffene immer weniger Sicherheit und Leistung dafür erhältlich ist und bleibt ein Rätsel.

    Die Politik schläft nur noch, auch ohne Schlafmütze auf dem Kopf.

    Nur noch der Meier’li, Huber’li oder Müller’li haben noch ernsthaft das Gefühl die Schweiz gehöre weiterhin zu den Champions. Nur noch peinlich und lächerlich alles…

  18. Die Schweiz hat laut Aargauer Zeitung 1000 Intensivbetten. Gemäss gängigen Schätzungen werden um die 50% der Bevölkerung infiziert werden. Von denen brauchen 10% (also etwa 400.000 Menschen in der Schweiz) künstl. Beatmung. Die Schweiz hat das teuerste Gesundheitssystem der Welt und viele Schweizer bilden sich ein, es sei auch das Beste. In den nächsten Wochen und Monaten werden sich viele jedoch wünschen, sie würden in Deutschland wohnen.

    • Dr. Best, Sie sollten bei Zahnpflege bleiben. Die Rechnung wäre anders, nicht 10% aller Erkrankten benötigen Beatmung, 10% werden ersthaft krank, davon 10% benötigen eine Beatmung. Immer noch zuviel für das hiesige Gesundheitssystem. Deshalb ist es wichtig die Kurve flach zu halten und die Spitzen zu vermeiden.

    • Dr. Best hat Recht (in der Grössenordnung). Rabotnik erzählt Unfug.
      Nicht einverstanden? Berichte und Infos der Weltgesundheitsorganisation lesen (nein, das BAG ist keine zuverlässliche Informationsquelle)

      Drum steckt die Schweiz heute jetzt schon in der Klemme mit den Intensivstationen.

      Wäre etwas mehr Planung und Handeln und weniger Beobachten doch angebracht gewesen?

  19. Die Österreicher sind für mich die vorbildlichsten update Information keine Unwahrheiten grosse Solidarität.

    • Nein die Schweizer sind die Grössten. Gefühlte 8 Mio. Corona Experten. Man braucht nur die Kommentarspalten zu lesen.

  20. Notfallstationen sind bei einem grösseren Ansturm eigentlich immer am Anschlag, weil sie völlig falsch organisiert sind. Notfallaufnahmen sind per Definition ein Bottleneck und damit werden die nachgelagerten Ressourcen falsch eingesetzt. Musste mit meiner Frau mal 7h warten, obschon ich bei der Anmeldung klipp und klar sagte, dass sie in die Radiologie müsse. Meine Diagnose hat sich dann zu 100% bestätigt. Nicht nur diejenige des Knochenbruchs, auch diejenige der Ressourcenauslastung: Die Radiologie hatte an diesem Tag kaum etwas zu tun. Aber wir mussten 7h warten. Nota bene auch in einem rettungslos überfüllten Wartezimmer (von Diskretion oder virulogischem Minimalabstand keine Spur!); wir haben uns dann anderswie organisiert.

  21. Wenn der Staat sukzessive ausgehungert wird, muss man sich nicht über eine derartige Vorgehensweise wundern. Leider.

    Das Schönwetter-Programm wird zukünftig neu definiert werden müssen.

    • Staat „ausgehungert“???

      In welcher Welt leben Sie denn? Es gab noch nie so viele überbezahlte Beamte in diesem Land wie heute. Noch nie so viele staatliche Eingriffe und Bevormundungen wie in der Gegenwart.

      Die Staatsquote beträgt bereits 64%. Wenn Sie zu den tiefen Einkommensschichten gehören, nimmt ihnen der Staat von 4000.- Einkommen mindestens 2800.- über Zwangsabgaben, Gebühren, Miete und Steuern weg.

      Aber ein rot-grüner Beamter mit 150’000.- Jahreseinkommen (100% auf Kosten der Netto-Steuerzahler) muss sich mit solchen Petitessen natürlich nicht abgeben.

      Die strukturellen Probleme, die diese Pseudokrise offenbart sind Ausdruck von zu viel Staat und Planwirtschaft, nicht von zu wenig!

  22. Das einzige was in der Schweiz bei einer Katastrophe funktionieren wird, sind die Alarmsirenen. Allerdings nur Mittwochs, 13:30 Uhr.
    Schalten Sie einfach Radio SRF1 ein und warten Sie auf Anweisungen der Behörden auf dem ebenfalls ausgefallenen offiziellen nicht-Staatsender.
    Geiles Land, sauteuer, Steuern bis zum Abwinken, Gegenleistung: Zero. 😂

  23. Herr Hässig, sonst recht treffend und pointiert. Diesmal aber einfach nur reisserisch und sensationsgeil.

    Es bringt absolut nichts, das eh schon total überlastete Gesundheitspersonal hier anzuprangern, weil eine Person zu Ihnen gerannt ist und sich beklagt hat.

    Natürlich läuft vieles anders als normal… Ich schreibe dies allerdings eher den durchdrehenden Leuten zu. Die Leute verhalten sich wohl in der Notaufnahme gleich wie an der Migroskasse – beide Ellenbogen raus.

    Leider haben die Medien auch ihren Teil dazu beigetragen. Es wäre also meiner Erachtens eher mal Zeit, selbstkritisch zu sein, als Giftpfeile zu schiessen.

    Bitte verfallen Sie nicht selbst der Hektik. Sie sind Meinungsbildner und sollten diese Rolle auch mit Sorgfalt ausüben. Danke und bleiben Sie gesund!

    • Nein, wenn etwas in einem – wichtigen! – Bereich falsch läuft, muss man es publik machen. Es ist offensichtlich falsch, dass USZ zusätzlich zu allem anderen auch mit den Tests zu belasten! Diese könnten ohne Weiteres dezentral erfolgen.

  24. Das Hauptproblem der Spitäler sind gemäss meiner Tante (Krankenschwester) die verdammten Hypochonder, die nun da alle auftauchen. Ressourcen verbrauchen.
    Bleibt verdammt nochmals zu Hause, auch bei Fieber. Das Krankenhaus kann nämlich genau gar nichts machen und die Ärzte haben weiss Gott besseres zu tun, als sich um Hypochonder-Vollidioten zu kümmern! Erst wenn es in Richtung Beatmung geht: Dann kann man ins Spital gehen.

    • Man sollte anfangen Listen zu machen:

      Hypochonder
      Impfgegner
      Non-compliant
      Alternativ“medizin“
      Leute, die mehr als einen staatlich finanzierten Entzug erfolglos hinter sich haben
      etc.

      Solchen Leute würden dann konsequent vom KVG-Bereich ausgeschlossen. Diese können sich dann mir ihren rot-grünen Genossen von der Gspührschmi-Fraktion zusammentun und selber eine Krankenkasse für sich erschaffen. Geld haben die „Sozialen“ mit dem höchsten Durchschnittseinkommen aller Parteien ja genug.

  25. Corona ist der grösste Schmarren seit ich lebe, und alle Länder / Regierungen machen mit. Warum ist denn die Mortalitätsrate so hoch? Weil ja nur Leute gechecked werden, die in Risikogruppen gehören oder Symptome haben. Bei einer Grippe wird immer alles in Relation zur Gesamtbevölkerung gesetzt.
    Eine viel wichtigere Frage wäre, was sind die wahren Motive und von wem hinter diesem globalen PR Sensationsgehabe mit völlig irrationalen Massnahmen. Wer wird davon profitieren? In China sind die Todesfälle weniger, als in der Schweiz in der normalen Grippesaison, einfach so zur Relation. Und der ganze Globus dreht durch, unglaublich.

    • …und wenn Sie’s auch „gseh“ händ – begriffen haben Sie es offenbar immer noch nicht: gegen Grippe kann man sich IMPFEN !!! Gegen dieses Virus gibt es aber noch gar nichts. Dann ist es doch allemal besser „man“ versucht zumindest etwas. Wer davon „profitiert“ ? „Wir“ werden es anslysieren, wenn dann mal alles vorbei ist – bleiben Sie gesund…

  26. Es ist ein Skandal was in unserem Land gerade abgeht! Es hätte schon am Freitag zu einem landesweiten Shut-down kommen sollen. Die weitere Ausbreitung muss umgehend gebremst werden, sonst ist eine massive Katastrophe vorprogrammiert. In Italien sind inzwischen 20,000 Leute angesteckt. Davon liegen 1,000 in einer Intensivstation.

    • Im Nachhinein vielleicht ja – aber bedenken Sie, wenn wir vor 2 Wochen, als die ersten Corona-Fälle in der Schweiz auftauchten, die heutigen Massnahmen beschlossen hätten – was hätte das für ein „Donnerwetter“ gegeben.

  27. IP soll sich auf seine Kernkompetenz Finanz und Banken konzentrieren. Was soll ein weiterer Jammerartikel bewirken? Wir wissen alle was vorgeht und was von Bern zu halten ist. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit etwas Positives und Aufmunterndes, Solidarisches zu berichten !

  28. In dieser Zeit der Verunsicherung schüren Sie mit derartigen Berichten zusätzlich Angst. Bringen Sie doch auch positive Beispiele – aber das können Sie kaum, denn Ihre „Kultur“ ist, nur Negatives zu berichten.

  29. Noch schlimmer die Spanier:
    Die Frau des Ministers geht tatsächlich an eine Massenveranstaltung und inifisziert sich!
    Einfach nur einfältig, töricht und dumm.

  30. Lieber Herr Hässig

    Vielleicht ist es auch für Sie irgendwann einfach an der Zeit den Mund zu und den Ball flach zu halten.

    Jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf zu jagen ist nichts anderes als Brandbeschläuniger einzusetzen. Zudem sind auch Sie nicht berufen, zu jedem Thema eine fundierte Meinung abzugeben.

    Nicht sehr klug!

    Mit herzlichen Grüssen aus dem entschleunigten Basel.

    Karl Schwarz