1402 Bankangestellte sind im Januar 2026 im Kanton Zürich beim RAV gemeldet. Tendenz steigend.
Die monatliche Zunahme betrug 2,5 Prozent. Im Vergleich zum gleichen Monat im Vorjahr beträgt der Zuwachs satte 22,3 Prozent.
Damit ist die Bankenbranche am stärksten von der Schwäche des Arbeitsmarktes betroffen.
Inside Paradeplatz berichtet nun fast täglich über Kündigungen in der Finanzbranche, Chronologie eines angekündigten Todes – um dem Ganzen einen literarischen Titel zu geben.
Zwei stolze Grossbanken hatte das Land. Ebenso ein fundiertes Bankkundengeheimnis. Dies zog auch viele Auslandsbanken ins Land.
Tempi passati.
Insbesondere die Grossbanken verloren komplett die Schweizer Bodenhaftung.
Keine Seilschaften von Offizieren der Schweizer Armee hatten mehr das Sagen, sondern hergeholtes angelsächsisches Söldnervolk, wobei Schweizer Möchtegern-Global-Manager wacker mitwackelten.
Gemeinsam höhlten sie das System aus – und wie. Alles war recht.
Man verlor sämtliche Scham.
Ich erinnere mich haargenau, wie mir ein verantwotlicher UBS-Linienmensch bei einem Rekrutierungsgespräch (ich bin branchenfremd) eine Karte der iberischen Halbinsel ausbreitete.
Zig Quadrate waren dort eingetragen mit verschiedenen Farben, je intensiver die Farbe, desto mehr unversteuertes Geld zu akquirieren war.
Und jedes Planquadrat war mit UBS-Leuten bestückt. Reisen ins Planquadrat unerlässlich.
Auf meine Frage, wie lange dies gut gehen könne, bekam ich keine Antwort. Die HR-Abteilung der UBS insistierte dann während Wochen für ein „Nachfolgegespräch“, erfolglos. (Ich blieb branchenfremd.)
Das Fingerspitzengefühl war einfach verloren gegangen. Unversteuertes Geld wurde auf industrielle Art und Weise akquiriert. The Sky is the Limit.
Als ich einmal im Hotel Baltschug Kempinski in Moskau nächtigte, waren gleich sieben Zürcher Private Bankers in der Lobby am Akquirieren.
Alles was Rang und Namen hatte – auch ohne Rang, aber mit einem eher zwielichtigen Namen -, gab sich dort die Hand.
Masslose Gier nach Neukundengeld, Totengräberin des Bankkundengeheimnis, angetrieben durch die CEO-Bonus-Zampanos an der Spitze der Banken.
Diese hüteten sich natürlich, vor Ort auch nur einen Kunden zu treffen – für Akquise hatten sie schliesslich das Kanonenfutter, genannt Relationship Manager.
Dann kam Bradley Birkenfeld, die UBS-Oberen vollzogen eine 180-Wende und drückten scheinheilig in Bern die Aufgabe des Bankkundengeheimnis durch.
Mit wohlwollender Unterstützung der Bundesräte Hans-Rudolf Merz („am Bankgeheimnis werdet Ihr Euch die Zähne ausbeissen“) und Eveline Widmer-Schlumpf, geübte Persönlichkeit in Sachen Wendemanöver.
Als Schlussakt wurden anschliessend massenhaft Kundendaten an ausländische Staaten ausgehändigt. Game over.
Der Rest ist Geschichte. Zügelloses Investment Banking ohne entsprechendes Risk-Management als Alternative (CS), Milliardenbussen dank US-Freunden und deren Konsorten, à-fonds-perdu-Immo Kredite (JB) für Hunderte Millionen, Verschlafen einer eigentlichen Digitalisierung, disruptive Online-Broker und jetzt künstliche Intelligenz.
Das Rezept der Ermottis der Schweizer Bankenwelt? Auslagern nach Indien, Kündigungen, Pushen von ruinösen Wildwest-Dollar-Derivaten.
Nix Gescheites. Weder Charisma noch eine Vision, geschweige denn eine Strategie. Swiss Banking, Lost in Transition.
Wo Finanzplatz Schweiz? Das war einmal, inzwischen haben unsere Politiker alles an die USA verschenkt oder sind noch daran das letzte zu verscherbeln.
Wenn es mit der Schweiz so weitergeht, wird die mutige und intelligente Isabel Villalón bald auf die iberische Halbinsel umziehen…
Frage am Rande: Hat ihr Mann, der bei der UBS angestellt war/ist auch die Kündigung erhalten?
Wauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!!!!
Wie kommen Sie auf die Idee Villalón mit einem Akzent auf dem „O“ zu schreiben?
Gehören Sie zu denen, die eine Ahnung haben worüber sie schreiben und sprechen?
Solange es solche Leute in der Schweiz gibt, habe ich noch Hoffnung für das Land. Man nennt es Qualität!
Gratulation!
Feigheit, gepaart mit Gier….ich mag ihnen den Niedergang im globalen Geschäft gönnen! Bescheidene Regionalbanken reichen.
So wie die in Männedorf und andernorts.
Wie immer ein vorzüglicher Artikel von Isabel Villalon.
Besten Dank aus der Loomit Bar, Soi 6, Pattaya Thailand.
Willst Du nicht noch ein wenig schwimmen gehen?
Das Hauptproblem, eigentlich das einzige Problem Schweizer Banken im internationalen Vergleich:
Die miese Performance für den Kunden. Das Asset Management zum Beispiel ist unterirdisch bei gleichzeitig überirdischen Gebühren.
Da sind sich alle gleich!
Der Fond-Virus ist bei allen Banken sakrosankt. Die absolute Geld-Maschine: 2-4% und mehr Mgt.-fee plus Verwaltungs-Honorar von weiteren 1,75-5% je nach Strategie -Vorgaben.
Fazit: Banken brauchen (dumme) Kunden um ihre Existenz zu sichern. In der ‚alten Zeit‘ waren Banken für die Kunden da, heute ist das Gegenteil der Fall!
Gerade scheint dieses verderbliche Gebaren den Teppich unter den Füssen zu verlieren: Alle Symptome deuten darauf hin!
Die Party ist vorbei. Eine Entlassung ist ein guter Moment sich umzuorientieren.
Im Kiosk Letzipark suchen sie noch eine Verkä*uferin. Aber dafür sind sich die Banker ja zu fein.
Wer die Stelle verliert, muss seine Ansprüche sofort massiv herunterfahren
Ich suche eine neue Stelle:
– 46 Jahre alt
– 20 Jahre CS/UBS
– Keine externe Weiterbildung
-Sachbearbeiter
– freche Lohnvorstellung
Witzbold🤣.
grösstmöglichste sicherheit ist der grund, weshalb auch nach ende des bankkundengeheimnisses viele reiche ausländer ihr geld hier in der schweiz verwalten lassen. und genau deshalb ist auslagern der zentralen it eines der dinge, die die banken möglichst nicht tun sollten.
Vieles stimmt aber dass die Amis das Ganze angezettelt haben um dann der Profiteur zu sein müsste vielleicht auch noch erwähnt werden. Dazu gehört auch der automatische Informationsaustausch, den sie angezettelt haben, selber aber nicht mitmachen.
Rotkäppchen und der Wolf der Wall Street.
Informationsaustausch?? Klingt gut ist aber kein Austausch, nur CH-USA one way, wie blöd kann man nur sein.
Es war einmal…..
@Isabel : Super Artikel, immer gut recherchiert, wie all deine Kolumnen. Herzlichen Dank.
Die Aussage „Am Bankgeheimnis werden die sich noch die Zähne ausbeissen“: kam die von Otto Stich oder Konrad Hummler von der Wegelin oder allenfalls von beiden? Bin mir nicht mehr sicher.
Was vom Bankkunden-Geheimnis noch übrig geblieben ist, sind das Bankengesetz (BaG), dort vor allem Art. 47 sowie die Verrechnungssteuer. Nimmt mich wunder, wann die abgeschafft wird – vermutlich nie, ist schliesslich immer noch eine gute Einnahmen-Quelle.
Die Aussage „Am Bankgeheimnis werden die sich noch die Zähne ausbeissen“ kam von Alt- Bundesrat Hans-Rudolf Merz.
Wie lesen sie einen Artikel ? Frau Villalon schreibt es ja laut und deutlich !!
Danke, dass du einmal mehr aufzeigst, was für Deppen sich hier tummeln und ihren Senf abgeben. Nicht einmal den einzig korrekten Fakt im Artikel hast Du verstanden.
Der Rest ist schlechter als schlecht zusammen gereimt von der Möchtegern Ingeneurin. Als ob bei einem Vorstellungsgespräch solche Dinge offen gelegt würden.
Macht vielleicht den Weg frei für einen schwächeren Franken – für Teile der Wirtschaft ist die Währung relativ zum Euro mittlerweile viel zu stark.
1992 wurde Christoph Blocher aus dem Verwaltungsrat der UBS (damals SBG) geworfen, weil er forderte, dass die Bank aus Sicherheitsgründen aufgeteilt werde in Inland- und Auslandteil.
Schon damals sah er die Gefahr, die dann vor wenigen Jahren der CS das Leben kostete. Und die Gefahr ist noch immer vorhanden, fragt sich wie lange die UBS noch überlebt. Wenn es passiert, wird es die Schweiz Hunderte von Milliarden kosten. Unsere Chefs werden nicht gescheiter. Hoffen wir, es gibt nicht ein Desaster das die CS bei weitem übertrifft.
Wird uns hunderte Milliarden kosten? Geht’s noch etwas höher?
Die Schweiz rückt immer mehr als Milchkuh ins internationale Zentrum. Es könnte sein, dass wir eines Tages viele Milliarden für die UBS blechen müssen.
Wenn ich sehe wie unsere Politiker immer mehr Milliarden ins Ausland verklöpfen, wird mir Angst und Bange. Auch die Entwicklung im Wallis macht mich stutzig. Warum wollen die Medien die Morettis als Opfer darstellen, derweil sie immer mehr die Gemeinde, den Kanton und die Schweiz anklagen. Da ist wohl mehr zu holen und die Anwälte wissen wie man Zeitungen beeinflussen kann.
AHV, IV und Schuldenbremse scheinen da nicht so wichtig.
Wir Schweizer sind Kuhbauern
Wer war nochmal der letzte ceo der cs?
Zufällig ein Deutser ??
Die mangelhafte Qualität der IT-Implementierungen von Deloitte führt dazu, dass niemand mehr den Finanzdaten schweizerischer Banken vertraut. Deloitte muss jetzt aus der Schweiz verbannt werden.
Ein Wunder das Investoren ihr Geld überhaupt noch in der Schweiz lassen, nach den Enteignungen der letzten Jahre.
Unverständlicherweise untergraben die Banken laufend ihr eigenes Fundament, Schritt für Schritt. So hat die UBS das Bankgeheimnis defacto abgeschafft. Die seit 2026 geänderten AGB / GTC Artikel 12 und 13 erlauben nahezu beliebige Datenverarbeitung und Weitergabe von persönlichen Daten, insbesondere ins Ausland und nur unter Beachtung der jeweils lokal gültigen Standards der jeweiligen Outsourcing Standorte. Da können die Konti genauso gut bei einer Bank in Polen, Lettland oder Indien geführt werden. Fertig Swiss Banking.
Der Finanzplatz Schweiz hat mit seinen grosszuegigen „Sponsoring & Kulturfoerderungs Programme/n“,
SOOO VIEL zur CH Kultur +++ beigetragen. Sie hat längst schon alles durchtraenkt & ein paar mal auch ausgetrocknet. Von den Sport Events, zu Music Gaga & Drag&Drug Parades, bis zu DOW&SNOW Incentives & Fun, Cars@Leasing, Immo Index-Chilbi,etc
🏆🏆🏆
Man kann für soviel Kulturbeitrag nicht genügend Dank aussprechen🇨🇭☎️🤔
Ganz speziellen Kulturdank auch an Mgmt KBs: VS, BL & Co.
Tell’s Gehilfen, immer zueverlaessig – vorne am Apfel, wartend & sitzend.
Alles weshalb man Bankkonten in der Schweiz haben wollte, kann man woanders besser, günstiger und Rechtssicherer haben.
In Staaten die Enteignung ablehnen und sich nicht an Sanktionen beteiligen.
Also, wozu brauche ich ein Schweizer Konto?
Sehr geehrter Frau Vilalon ich mag ihre freche 🙂 Schreibweise dur mich much sehr gefällt.sie sie sind der Beweis (auch ohne 20Millisekunden;-) ) das Frauen gleich (besser) oder besser als Wir Männer(besser….? Sfdrs? Halt ohne Subventionen…nicht que 20stunden.ch (nzz 😀😃)
Vor 20 Jahren bewarb sich ein UBS-Mitarbeiter für eine Mitarbeiterstelle mit Lohnvorstellungen, welche die eines C-1 Bereichsleiters einer grossen Versicherung übertraf. Da wurde mir klar, dass sich die Banker an ihrer Gier verschlucken würden. Ich habe ihm geraten, bei der UBS zu bleiben, da er – mit Ausnahme der damaligen CS – wohl an keinem anderen Ort so viel verdienen würde.
Villalon trifft den Nagel auf den Kopf! Treffender gehts nicht.