„No Billag, no culture“, scherbelte es 2018 durch die Schweizer Medienlandschaft, als 5000 um die Schweizer Demokratie besorgte „Kulturschaffende“ auszogen, ihre Verbundenheit mit dem Medienmoloch SRG zu bezeugen.
Diese Solidaritätskundgebung brach sich jedoch nicht freiwillig Bahn. In den Medien hatten mehrere „Musik- und Unterhaltungsredaktoren“ der SRG „hinter den Kulissen“ ihrem Frust über das mangelnde Engagement der „oft befreundeten Musiker“ Luft gemacht.
„Wir haben ihnen allen durch unsere Sender eine Existenz als Musiker verschafft – und jetzt, wenn es um unsere Existenz geht, schweigen sie.“
Erst nach dieser öffentlichen Schelte kamen die renitenten SRG-Günstlinge ihren Verpflichtungen nach. Hinter vorgehaltener Hand spricht man auch von „Druck“ seitens der SRG.
Heuer ist die Neuauflage noch entlarvender. Gegen die Halbierungsinitiative trommelt nicht eine spontane Bürgerbewegung, sondern ein eingespieltes Verbandskartel:
Suisseculture, Taskforce Culture, SUISA, Schweizer Musikrat, Musikerverband SONART, angeschlossene Kulturorganisationen.
Alle im linientreuen Gleichschritt, flankiert von Kampagnen wie „Wo die Musik spielt“ und SONARTs „Ich liebe Schweizer Musik – Nein zur halben SRG!“.
A propos SONART: Am 10. Februar trat SRG-Generaldirektorin Susanne Wille – kritische Interviewanfragen lehnt sie ab – bei einer geschlossenen Veranstaltung für SONART-Mitglieder auf.
SONART auf seiner Website: „Die Quintessenz dieses Abends ist klar: Wir brauchen die SRG – und die SRG braucht uns“.
Der intellektuelle, aber auch musikalische, Tiefpunkt dieser unverhohlenen Interessenmobilisierung ist das „Service Public Kollektiv“ mit seinem Protestsong „Gratis git’s nur Propaganda“.
Ein Abstimmungsjingle, der sich in Klamaukform an Karikaturen des Publikums abarbeitet (vom „Donnschtig-Jass“ bis zur Gebärdensprache) und als Widerstandskunst verkleidet genau das liefert, was er angeblich bekämpft – Propaganda mit Reim und Refrain.
Statt sich argumentativ mit Kritik an der SRG auseinanderzusetzen, setzt der Song auf Strohmann-Figuren, Lagerpathos und moralinsauren Zeigefinger im Popformat.
Das ist keine mutige Kulturintervention, sondern das Soundlogo eines Milieus, das seine Abhängigkeit vom Gebührentopf als Gemeinwohl verkauft.
Wer hier edle Sorge um Demokratie und Vielfalt vermutet, überhört geflissentlich den materiellen Unterton: Sichtbarkeit, Sendeplätze, Aufträge, Verwertungserträge und institutionelle Reichweite sind nur durch den SRG-Apparat zu haben.
Wie sehr die von SRG protegierten Staatskünstler abhängig sind vom Wohlwollen der zwangsgebührenfinanzierten Medienmonopolistin, die unter dem Vorwand der „Kulturförderung“ eine illustre Handvoll Schweizer Pop-Interpreten mit Gebührengeldern durchfüttert, offenbart das damalige „No Billag, no culture“-Votum der Prix-Walo-Produzentin Monika Kälin.
„Eine Schweiz ohne die SRG wäre absolut existenzgefährdend für viele Schweizer Musiker, Sänger, Komponisten, Schauspieler und Filmemacher, die dadurch eine der wichtigsten Plattformen für ihre Darbietungen verlieren würden“, so Kälin.
„Ohne die SRG-Kanäle könnten wahrscheinlich viele Künstlerinnen und Künstler ihren Beruf nicht mehr richtig ausüben.“
Auch der Prix-Walo wird live von der SRG übertragen.
SRG-Generaldirektorin Susanne Wille beschwört regelmässig und händeringend die „Kultur“ bei der SRG, mit dem treuherzigen Blick eines Bernhardiners, der gerade den letzten Lawinenhund der Schweiz retten will.
Doch das SRG-Kulturproblem ist nicht ein Mangel an inhaltsarmer Kultur-Rhetorik, sondern die schamlose Umdeutung von Kultur zu Kommerz hinter den SRG-Kulissen. Denn im Sparalltag kürzt Wille genau dort, wo kulturelle Breite, Nische und Vertiefung tatsächlich stattfinden.
Unter dem Sparregime verschwanden auf SRF 2 Kultur „Kontext“ und „Passage“, später traf es auch „Musik unserer Zeit“.
Die SRG selbst spricht dabei beschönigend von „Verzichten im Programm“ und „Neuausrichtung“.
Unangetastet bleibt ein erheblicher Teil der offiziell beschworenen „Kultur“ als gebührenfinanzierte Promoplattform: „SRF 3 Best Talent“ stellt ausgewählte Acts gezielt in den Fokus und verknüpft sie mit Awards, Showcase-Logik und Förderlabel.
Auf den SRF-Musikplattformen laufen dazu die passenden Schaufenster und Verstärker, von SRF 3 Musik und Music@SRF bis zu Marken wie „Potzmusig“ und „Viva Volksmusik“, die ausgewählte SRG-Günstlinge ausdrücklich „inszenieren“, „in Szene setzen“ und einem „breiten Publikum näherbringen“.
Und so werden die pflegeleichten Pop-Protagonisten dem „breiten Publikum“ nähergebracht: Michael Schuler ist Leiter der 2010 geschaffenen „Fachredaktion Rock/Pop“, wo er für die Musikprogrammierung von Radio SRF 1, SRF 3 und SRF Virus, die Specials und die musikpublizistischen Inhalte sowie die Liveproduktionen und Musiksendungen im Bereich Rock/Pop bei SRF verantwortlich ist.
Schuler ist ein Mann ohne nennenswerte Qualifikationen, ausser dass er in leitenden Positionen bei den Plattenfirmen Universal und Sony tätig war.
Mit ihm haben die Schwergewichte der Schweizer Musikindustrie, die sogenannten „Major“-Plattenfirmen, mehr oder weniger diskret einen „V-Mann“ bei SRF installiert, der seinen ehemaligen Arbeitgebern und sonstigen Amigos den Zugriff auf die begehrten Promokanäle bei SRF garantiert.
Als „Kultur“ gilt bei SRF offenbar vor allem, was sich als Quote, Marke, Netzwerkpflege oder Artist-Promotion verwerten lässt. Was weniger promo-tauglich ist – Vertiefung, Nische, kulturjournalistische Substanz –, wird unter dem Etikett „Sparzwang“ entsorgt.
Doch die SRG ist ihren Schützlingen nicht nur mit gebührenfinanzierten Gefälligkeiten in Form von Gratiswerbung und Produktvermarktung über TV und Radio zu Diensten; es fliessen auch Gebührengelder in bar.
Als frischgebackene Finalistin des European Song Contests (ESC) 2011 stellte die SRG Anna Rossinelli – ihr Manager ist Gründer der „Swiss Music Awards“ (SMA, auch sie werden von SRG live übertragen) – ein grosszügiges Startkapital von fast 30’000 Franken an Gebührengeldern zur Verfügung.
Plus 5’000 Franken Gage für einen TV-Auftritt bei den „Swiss Awards“.
Das Video für Rossinellis Hit „In Love For A While“ (Kosten: 14’000 Franken) wurde von „Second Unit Mediaproductions“ produziert, die SRF-Moderator Sven Epiney und seinem damaligen Partner gehört.
Auch sie bekam vom Staatssender regelmässig lukrative Aufträge zugeschanzt.
Nach dem Liebesschiffbruch mit Epiney blieben auch die SRF-Aufträge für den Ex-Geliebten aus. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Kultur im Sinne von Ciceros „Pflege des Geistes“ fordert, ja überfordert das Publikum. Eine Überforderung, mit der das TV- und Radio-Publikum konsequent konfrontiert werden sollte, denn bei konstanter Unterforderung degeneriert das kulturelle Empfinden genauso wie ein Sixpack ohne die täglichen Rumpfbeugen.
Da die SRG aufgrund der Milliarden an Zwangsgebühren von Quoten- und Marktdruck gänzlich befreit ist, sollte sie nicht nur nicht bei Kultur kürzen, sondern ein relevantes Kulturangebot zur besten Sendezeit anbieten, sodass sich das Publikum neue Hörgewohnheiten aneignen kann.
Die SRG hat stattdessen alles, was nicht genügend Quote generiert, ins Niemandsland verbannt, wo der späte Abend der frühen Morgenstunde die Aufwartung macht. Die sogenannte „Primetime“ wird von dumpfer, sprich „werberelevanter“ Volksverdummung dominiert.
Susanne Wille und alle anderen, die ihre Sorge um die Schweizer Kultur im Brustton der Überzeugung und mit dem Duktus der alleinigen Deutungshoheit vor sich hertragen, sollten ihren Kulturbegriff gründlich überprüfen.
Denn mit Kultur im Verständnis des vom Bund vorgeschriebenen Bildungsauftrags der SRG haben diese Kommerzorgien nichts gemein.
Die SRG unterwirft sich vollständig den von der Musikindustrie diktierten Regeln und höhlt damit ihren Bildungsauftrag bis zur Missachtung aus.
1931, anlässlich der Gründung der „Schweizerischen Rundspruchgesellschaft“, der heutigen SRG, erhielten die drei Sprachregionen eigene, von der SRG finanzierte Orchester, die von Klassik über Volksmusik bis Jazz und Pop alle Geschmäcker bedienten und während Jahrzehnten im kulturellen Leben der Schweiz eine wichtige Rolle spielten.
In den 1990ern begann die SRG, diese Kultur kaputtzusparen; die Orchester wurden aufgelöst oder fusionierten mit anderen Klangkörpern. Übrig blieb das Orchestra della Svizzera italiana, doch auch dort stiehlt sich die SRG sukzessive aus der Verantwortung und spart einmal mehr am falschen Ort.
Statt ihrem Bildungsauftrag nachzukommen, nützt die SRG mit der willkürlichen Bevorzugung und Protektion einiger pflegeleichter Pop-Protagonisten ihre Vormachtstellung schamlos aus und betreibt eine Wettbewerbs- und Marktverzerrung, die längst die Weko hätte auf den Plan rufen sollen.
Das marktbeherrschende Medienhaus, das seine Existenzberechtigung darin sieht, die Schweiz zu vereinen, hat eine Kultur der Angst und des Neids geschaffen, welche die Musikwelt spaltet. Sich offen dagegen zu äussern, wagt kaum jemand.
Musiker und Managements, die immer noch dem trügerischen Traum des „Major-Deals“ nachhängen, beissen nicht die Hand, die sie dereinst füttern könnte, und diejenigen, die seit jeher von den SRG-Honigtöpfen profitieren – dazu gehören auch die Verbände, die SRG-linientreu gegen die Halbierungsinitiative mobil machen –, verpflichten sich, wohlwissend um die verfilzten Verbandelungen zwischen SRG und Musikindustrie, weiterhin dem Schweigen.
Platon bezeichnete Musik als ein „moralisches Gesetz, das unserem Herzen eine Seele schenkt, den Gedanken Flügel verleiht, die Fantasie erblühen lässt und allem erst Leben schenkt“.
Es ist erschütternd, in welchem Ausmass unheilige Allianzen wie diejenige zwischen der Musikindustrie und der SRG das Votum des grossen griechischen Philosophen pervertiert haben. Derlei Auswüchse sollten die Gebührenzahlenden nicht gezwungen sein zu finanzieren.
SRG anschaffen & Netflix, Apple TV & Co. fördern.
Wen wollen Sie von der SRG anschaffen lassen?
Denen ist es doch zu kalt da draussen.
Ich kenne niemanden der SRG Produktionen konsumiert.
Aber bezahlen müssen trotzdem alle.
Dann kennen Sie aber nicht viele Leute.
Ja klar müssen alle bezahlen. Das ist bei unseren Spitälern, Strassen und dem Flughafen nicht anders.
Oha, die weisen Worte eines frustrierten Musikers, der wieder mal die Weltverschwörung bei SRF wittert.
Habe alles gelesen, aber verstehe die Botschaft nicht welche David Klein kommunizieren will. Pro oder kontra Halbierunginitiative?
Er meinte vermutlich dass nach der Halbierung die Hälfte immer noch das Doppelte von Null sei und dass die Susi eh bald die AHV bekommt – irgendwie sowas … 🤷♂️😉🤭
Nein, das war so: Einmal pro Tag wird es dunkel.
Du bist anscheinend in Finnland zu hause.
Wieviel bekommt man aktuell für einen Anti-SRF Artikel? Wird man pro Zeile, Abschnitt oder… bezahlt? Wer weiss Bescheid?
Pro SRG bekommt das ganze Leben bezahlt,von Zwangsgebühren.
I.d.R. sind es eher Anzeigen von den Linken die man bekommt. 😉😂🤭
Wenn ich das lese, sind 200.- Franken eindeutig zu viel. Aber es wäre mindestens ein Anfang gemacht.
Die Motivation der 7000 SRF-Beamten ist natürlich gross, Durchschnittslohn von 140`000.- Franken und über eine halbe Million für die Chefin gilt es zu behalten.
Ein Krankenkassen CEO bekommt auch 500 000.- bis über 1 Million CHF Jahresgehalt. Verschrieben wird vom Arzt dann das Dubidumm 500mg / 3xtgl.
🙏😉👎🤮
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Immerhin ist Wille ehrlich und zeigt im Wahlkampf öffentlich und entlavernd auf, wie sie einzig und alleine um ihre halbe Million kämpft.
Dieser Wahlkampf zeigt auf, was die roten Kommunisten von Demokratie halten, wenn es ans eigene Portemonnaie gehen könnte.
Es wäre für viele fertig in der Stadt Zürich zu leben und in der Schweiz gratis mit 1. Klasse GV SBB zu reisen.
Die Shaolin Reisen nach Südkorea müssten vom eigenen Einkommen bezahlt werden.
Ich möchte auch einmal in eine SRF Sendung eingeladen werden – aber unter Polizeischutz. 🤭
Ein gescheiterter Musiker beschwert sich, dass die Honigtöpfe an ihm vorbeiziehen. Neidartikel eines durch und durch unsympathischen und besserwisserischen Schmock.
Der Mann liebt es zu schreiben so lang und breit. Der Mann ist doch Musiker und kein Schriftsteller. Also lieber singen sls schreiben
Wenn der SRF Laden dicht macht, dann wäre der halbe Kanton TI arbeitslos.🤭
Ääs isch zum
🏃🏃♀️ Däfosecklä🏃🏃,
wa döt unä lauft.
Guate Morche, Schwijz!
Auf was für Erkenntnisse die Schweiz jetzt plötzlich kommt …!
Hätte 20 Jahre früher schon mehr geholfen!
Haben Schweizer Uhren eigentlich auch Weckfunktion?
Ich fasse das Geschwafel kurz zusammen:
Blablabla böse SRG blablabla blabla blablabla blabla böse Wille blablabla bla.
Klein es will wirklich Niemand deinen Senf lesen, lass es sein.
bleib ma locker im Schritt, Klavid!
Es gibt ja noch mehr Leser in der Schweiz ausser dir.
Da hat es einen aber getroffen!
Man liest sowas ungern, hockt man mitten in der SRG Suppe.
Irgendwie bekommt man den Eindruck, SRF ist eine grosse geschützte Werkstatt, in der einiges vor sich hin modert. Man geniesst offenbar den Fakt, dass die ganze Musikszene abhängig ist von einem und lässt sie vor sich kriechen.
Auch das Spital, das Dein kaputtes Knie nach dem Skiunfall wieder zurecht biegt, ist eine geschützte Werkstatt, die nur dank Staatsbeiträgen und subventionierten Krankenkassen existiert. Willst Du jetzt Notfallchirurgie, Physio, Reha und und und auch gleich halbieren?
Das Sandmännchen muss das SRF jedenfalls ganz sicher nicht mehr ausstrahlen. 🤭
Ich wünsche mir das Schweizer Fernsehen DRS aus den 70er Jahren wieder und den Schweizer Staat wie er dazumal war gleich auch.🙏😉🇨🇭
Ich wünsche mir die 60er Jahre zurück.
Mal wieder ein polemischer SRG-Verriss….. Zum Glück muss man für diesen nicht noch bezahlen…..
Der arme kleine Loser. Kann seinen Quatsch nur noch hier absondern.
Mit unserem kleinen Heimmarkt von 9Mio, können hier nur noch ein paar ganz wenige Profi. Musiker/innen überleben. Dies dann viel Kultur Subventionen, PromiKultur Netzwerk & SRF NotSupport Music Sendungen. Incl. Industrie gegenseitigem Preisverleihen. Immer etwa die gleichen Köpfe & alten Konzepte/ Muster. Langweilig & Innovationslos geworden. Verschlafen zusammen im CH Fondue Töpflein rühren.
Ihr social credit score wurde um 2 value points reduziert.
Dann macht doch aus SRF TV Ballenberg – finanziert aus Gönnerbeiträgen!
Schwingen, Landfrauen, Hudigääggeler 24h
Jetzt, wo die SRG den Zweihänder in der Kampagne auspackt und die Kulturszene an ihre Seite prügelt, beginnt das grosse Wehklagen bei den Befürwortern. Sollen sie sich doch auch etwas einfallen lassen, jetzt wo die Ja-Werte in den Umfragen im Keller sind. Es ist halt jetzt ein heisser Abstimmungskampf. Und da gilt: Wer die Hitze nicht erträgt, hat in der Küche nichts zu suchen.
Das grösste Problem dieses Trachtenvereins ist der geistige Nährwert.
Er fehlt einfach!
In diesem SRF-Laden würde ich mich nicht einmal trauen einen verlorenen 1000er vom Boden aufzuheben. 🤭
..an die armen von IP. Steuergeld, 50 000 für IP. IP will an unser Geld mit Kampagne.