Das Universitäts-Kinderspital (Kispi) hat sein erstes, volles Jahr am neuen Standort in der Lengg abgeschlossen.
Die Abrechnung des Prestigebaus von Herzog & de Meuron liegt jetzt endgültig vor. Das Preisschild: 761 Millionen.
Eine Grössenordnung, die seit über einem Jahr bekannt war und für personelle Turbulenzen in Geschäftsleitung und im Stiftungsrat der Eleonoren-Stiftung führte.
Buchhalterisch wurde bereits eine Wertberichtigung von 265 Millionen vorgenommen.
Jetzt richtet sich der finanzielle Fokus auf den eigentlichen Spitalbetrieb. Und hier sieht es nach wie vor schlecht aus.
Einem Ertrag von 318 Millionen stehen Aufwände von knapp 320 Millionen gegenüber, eine „rote Null“ aus reiner Cash-Sicht.

Die im Spitalwesen viel beachtete EBITDA-Marge liegt somit leicht unter 0 Prozent.
Für ein nachhaltiges Wirtschaften müssten aber 10 Prozent erreicht werden. Sprich, jährlich 30 Millionen.
Nur so können langfristig die getätigten und zukünftigen Investitionen in Gebäude, medizinische Geräte und die IT finanziert werden, samt den Kapitalkosten.
2025 flossen 25 Millionen als zweite und letzte Tranche eines 60 Millionen-Rettungsschirms durch den Kanton an das Kispi.
Der Kantonsrat winkte ein knappes Staatssteuer-Prozent durch, ein Finanzreferendum wurde nicht ergriffen. Zu viel Dringlichkeit. Zu viel Goodwill.
Im laufenden Jahr droht ein abermaliger Cash-burn in tiefem zweistelliger Millionenbereich. Nur schon die Finanzierungskosten der zwischenzeitlich auf 600 Millionen angewachsenen Schulden betragen 10 Millionen.
Der Kanton erhöhte sein Darlehen im vergangenen Jahr um weitere 50 Millionen auf knapp 200 Millionen.
Damit konnten die letzten Rechnungen für den Neubau bezahlt und zusammen mit neuen Spenden ein kleines Cash-Polster aufgebaut werden.
Es wird aber auch noch gestritten. Unter Eventualverbindlichkeiten schreibt das Kispi:
„Per 31. Dezember 2025 bestehen diverse Differenzmeinungen mit Unternehmern und Lieferanten im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt.“
Und weiter: „Die geltend gemachten Ansprüche von CHF 3,2 Mio. der klagenden Parteien werden bestritten.“
Der Ausgang der Verfahren sei derzeit offen, und zum Bilanzstichtag werde ein künftiger Mittelabfluss als nicht wahrscheinlich eingestuft, schreiben die Verantwortlichen weiter.
Die Konsequenz daraus: Es wurden keine Rückstellungen gebildet. Offensichtlich ist man sich der Sache sicher.
Das Damoklesschwert über dem Kispi ist aber ein ganz anderer Betrag:
Die Rückzahlung von 200 Millionen aus einer am Kapitalmarkt kotierten Anleihe mit Laufzeit bis 28. Juli 2028.

Wie das gehen soll, ist völlig unklar. In ihrem „Blick nach vorne“ schreibt die neue CEO Julia Hillebrandt:
„Die finanzielle Lage wird weiterhin eine grosse Herausforderung bleiben und die volle Aufmerksamkeit der Geschäftsleitung erfordern.“
Die Varianten „Wetzikon“ (über ein Nachlassstundungs-Verfahren) und „See-Spital“ (über eine „Sale and lease back“-Transaktion) sind undenkbar für das auch international renommierte Kispi mit einer eigenen Lehr- und Forschungsanstalt.
Bei 1’900 Vollzeitstellen und einem international geprägten Personal-Pool mit knapp 2’900 Mitarbeitenden behandelte das Kispi letztes Jahr 10’000 stationäre Patientinnen und Patienten, davon 97 Prozent aus der Schweiz.
Die Dankbarkeit der Betroffenen und ihren Angehörigen bei jeder einzelnen Behandlung – auch ambulant und im Notfall – wird auch zukünftig derart gross sein, dass ein politisches Spiel um Geld ausgeschlossen werden muss.
Die Zeit tickt aber. 27 Monate sind für die langatmigen politischen Prozesse im stets träger werdenden Wirtschaftskanton eine kurze Zeit.
Dazwischen sind noch Wahlen. Aus der Gesundheitsdirektion unter Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP) müssten zeitnah konkrete Signale kommen. Sonst wird es schnell für alle Beteiligten ungemütlich.


Das einzige was ich am Neubau wirklich als kritikwürdig bezeichne, ist nicht der sehr gut geglückte Bau von H&M, es ist der Standort. Wie immer in diesem abgerockten Tsüri, man kommt da kaum hin! Wenn man einmal dort ist, kann man das Auto nicht parkieren. Das ist alles 100% Verantwortung der ideologisierten Stadttsürcher und nicht des Spitals. Aber nun ist es halt wie es ist. Darum soll die Stadt bezahlen, die Stadt verantwortet die Probleme. Die Stadt schwimmt ja nur so im Geld, das sieht man beim Tsoo und den Velospuren.
Fiatwährung mit quartalsweise neuen fälligen Schuldzinsen lassen grüssen!
Ist klar, dass man nichts kapiert, wenn die Köpfe überwiegend mit Fiatwährung gefüllt sind, anstatt mit Hirn.
Es hat eine recht gute Parkgarage? Kleiner Tipp.
@Das Kind beim Namen: es hat auch ein Tram…geht wunderbar. Ansonsten Uber, ist billiger als ein Parkhaus.
@Ja, ja
Bin ja bei Ihnen, aber das geht am Thema KiSpi vorbei. Kommen Sie aber bitte nicht mit BTC oder Kryptogedöns, beim Thema FIAT-Geld ist nämlich die Überschuldung der Punkt und nicht das System. Wäre aber vieler Diskussionen würdig Ihr Thema.
Meine Güte, WD! Irgendwie noch im Tiefschlaf? Mit kranken Kind mit Tram hinfahren?? Es ist Dauerstau mittlerweile dorthin, da steht der Uber auch drin. Und im Notfall soll man mit einem Uber fahren?auf dem Land gibt es keine Uber etc. etc.
http://www.sbb.ch – Sie werden überrascht sein, wie viele Verbindungen es zum Kispi gibt.
@das Kind….
Parkhaus zu 5.-/h mag sein wenn man endlich einmal mit einem kranken Kind dort angekommen ist. Koffern dabei wo so Spassvögel meinen man könne mit der Virusschleuder ÖV hin oder mit dem Lastenfahrrad natürlich, nein, Tsüri ist ein einziger immerwährender ideologieverbrämter Moloch wo kein Spital mehr hingehört.
Die Trägerschaft des Kispi Zürich ist die seit 1868 bestehende Eleonorenstiftung, eine private gemeinnützige Stiftung. Dort kann man Mitglied /Gönner werden und so einen Beitrag leisten. Das Sponsoring-Management des Kispi macht seine Sache sehr gut! Millionen wurden auf diesem Weg schon zusätzlich zu den öffentlichen Mitteln beschafft.
Und dann noch dies: Die Leistung des Kispi nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana war und ist einmalig – sowas geht nur, wenn man weiss, um was es geht und man bereit ist, wenn man gebraucht wird. Tatsächlich: Vergesst die Velospuren, es gibt bessere Einsatzmöglichkeiten für uns Geld!!
@Bleibt bei den Fakten
Danke für den Support. Meine Spende geht auch seit Jahren dahin und wird es weiter. Die Kritik gehört der Stadt und nicht der Arbeit von H&dM. Dem Tsoo habe ich den Rücken gekehrt und der Tsüricity sowieso. Die zeigen jedem der mit ihrer Ideologie nicht mitmarschiert den Mittelfinger. Darum dito.
Das gesamte Finanzsystem besteht doch aus einer Schulden-Kispi.
Wenn doch schon die Währungen der Banker durch Kredit entstehen, und sich diese Schuldenberge durch quartalsweise Bankzinsen systematisch erhöhen, dann können logischerweise letztlich nur lauter Schulden-Kispis entstehen!
Haben Ihnen die Professoren an den Hochschulen das immer noch nicht erklärt?
Wenn nicht, dann haben die es halt vermutlich selbst noch nie kapiert, dass es so ist, oder vielleicht dürfen sie nichts sagen, da ja auch deren Gehalte durch Fiatwährung (Verschuldung gegen Schuldzins) entstehen.
Ein Trauerspiel.
Noch ein, zwei Jahre und es wird wieder vom Kanton übernommen. Es gehört ja faktisch schon dem Kanton…
Und im November erhielt ich einen Spendenbrief vom Kispi, der schlechter nicht hätte gemacht sein können. Auch Mithilfe der allerschlechtesten Agentur, wie man unschwer erkennen konnte.
Schon interessant. Die Kosten für das Gesundheitssystem steigen andauernd, und trotzdem gelingt es nicht mal mehr die größten Spitäler wenigstens kostendeckend betreiben.
Wie haben die das denn in den 60er und 70er Jahren gemacht?
Trotzdem, ich habe dem Kispi was gespendet, es ist ja, im Gegensatz zur SERAFE-Steuer, etwas sinnvolles.
Zu Weihnachten spenden ich 40 Franken.
Sicher nicht!
Da könnte man das Geld auch am Zoo spenden. Dort wird es nicht weniger aus dem Fenster geworfen.
Die Finanzierung unseres Gesundheits- und Sozialsystems wird immer schwieriger gleichzeitig tut man so, als hätte die anhaltend hohe Zuwanderung damit nichts zu tun. Ein Blick in jede Notaufnahme erzählt eine andere Geschichte.
Dolmetscher, Sozialarbeit und Aufklärung kosten. Notaufnahmen sind auch deshalb überlastet, weil viele Menschen sie für Dinge nutzen, die keine Notfälle sind.
Frau Badran ist da viel besser informiert. SP und FDP können nichts dafür. Alles nur wegen der SVP.
Lebt Frau Badran von den Sozis nicht auch in einer 150 qm Eigentumswohnung?
Im Kispi glänzt der helle Saal,
meine Ankunft teuer, bald einmal.
Noch ungeboren, fern dem Licht,
bis mein Glück euer Budget bricht.
Wenn man das Spital Wetzikon hops gehen lassen kann, dann geht das auch mit dem Kispi. Es findet sich sicher ein Trakt in einem anderen Spital wo die Kinder gut betreut werden können.
Während die Kosten im Gesundheits- und Sozialsystem explodieren, wird der Einfluss der massiven Zuwanderung konsequent kleingeredet.
Was ist denn genau der Einfluss der Zuwanderung? Ein grosser Teil der Zuwanderer arbeitet eben genau in diesem Gesundheits- und Sozialsystem!
Da fühlt sich aber einer mehr als nur angesprochen..
Nicht alle Zuwanderer sind Fachkräfte viele sind überdurchschnittlich auf Sozialhilfe angewiesen. Es geht also nicht um ein einfaches Pro oder Contra, sondern darum, welche Zuwanderung kurz- und langfristig welchen Effekt hat.
Das Kispi ist eben systemrelevant das Spital Weitzikon nicht. Der Schlaganfall Patient muss halt dann dort sehen wo er bleibt wenn er im Notfall im Aathal und am Brüttiseller Kreuz im Stau steht. Und so viele Helis fliegen auch nicht um die Versorgung sicherzustellen.
Habe mal mit krankem Kind dort übernachtet, das Herzog und deMeuron Sofa am Fenster war sehr unbequem.
Eine rührende Märchengeschichte, im Kinderspital Zürich ist es in der Regel möglich, dass ein Elternteil beim Kind übernachtet; falls das nicht geht, stehen günstige Elternzimmer in der Nähe zur Verfügung.
unglaublich…willst Du etwa 5 Sterne Service und ich soll bezahlen…geh zu Pfarrer Sieber in den Pfuusbus…
Ja eben, dieses Sofa befand sich am Fenster im Krankenzimmer. Form over function.
Der Spitalbau selbst ein Disaster, es ist schon grundsätzlich teuer Spitäler alleinig schon wegen der Technik zu betreiben, aber das Kispi toppt alles, so einen Bau zu heizen & zu „pflegen“, instand zu halten, alleinig schon von der Reinigung aussen und innen ist jenseits. Und im übrigen: unabhängig von Kosten, für Kinder ist es noch grauenhafter wenn man vom von A nach B im Spital teilweise 15 bis 20 min braucht, aber auch für Mitarbeiter und Eltern. Die riesige Fläche (alleinig die Grundstückskosten) und in die Breite/Länge statt Höhe bauen (und dann noch alles mit Holz) ist völlig daneben.
Wo ist Vollenwyder, Alt-Stadtrad und FDP-Politiker ? Hat er das Chaos verursacht?
sofort schliessen und Genossenschaftswohnungen für Leupis daraus machen
Mit SVP-Parteibuch bekommst du in der Gnossi die Pole Position, Rainer.
Gantner ist Rimoldi- und Massvoll-Fan. Wie kann man nur…
Niemand!
Der wohlstandsverblödete Zürcher Steuerzahler wird es schon richten! Da kann nur geklatscht werden. Bis zum nächsten Debakel!
Wie viel haben eigentlich Herzog und De Meuron für diesen architektonisch bescheidenen Blockhüttenbau eingesteckt? Gibt es dazu transparente Zahlen?
Der wahre Skandal ist, dass in der reichen Schweiz ein Kinderspital auf Spenden angewiesen ist, während Stadt und Kanton kein Problem damit haben, Millionen und Millionen und Millionen für Velowegli, Verkehrsinseli, neue Bäumchen, neue Büros für Beamte oder schöne Solar-Panels für die Dächer von städtischen Liegenschaften auszugeben.
Treffend! Das sehe ich absolut gleich. Ein Trauerspiel.
Sorry. Gemeindestrassen unterhalten ist nicht sinnvoll?
Die Gesundheit unserer Kinder und somit unserer Zukunft müssen wir uns leisten können. Da wurden schon Abermillionen sinnloser verlocht als im Kispi.
Der Kurs der Anleihe ist aktuell nahe bei 100. Der Coupon ist tief (0.25%). Es gibt ein Zinsänderungsrisiko. Der Kanton wird das Kispi schon retten da systemrelevant. Seien Sie unbesorgt.
Ein Coupon von 0.25 %, das ist keine Anleihe, das ist ein feuchter Händedruck mit Laufzeit. Wer sowas „Zins“ nennt, verkauft vermutlich auch Luftballons als Inflationsschutz.
Beim Kispi geht es wie mit der maroden Pleitegeier-Institution im Zürcher Oberland, beide von völlig unfähigen, unkompetenten und selbstherrlichen FDP-Politikern eingebrockt 🥲🥲!
Hauptsache Prunkbau statt Zweckmässigkeit. Dieses Spital hätte jeder Architekt planen können viel günstiger. Grössenwahn pur
Langsam komme ich nicht mehr ganz mit. Da lese ich Landauf, Landab von Spitäler in der Kriese: Kispi, Spital Wetzikon, etc.
Währen Covid hat das Stimmvolk x Millionen für die Spitäler, den Spitalberuf gesprochen. Wo sind diese hin?
Jährlich steigen die Krankenkassenprämien.
Einen Termin im KSA erhalte ich erst in 5 Wochen für die Sprechsunde, ein Röntgen oder MRI…
Das macht den Anschein, dass die Spitäler und Arztpraxen eher überlastet als unterfordert sind und trotzdem unrentabel?
Ich verstehe das wirklich nicht….
Als Privatversicherter habe ich innerhalb von 3 Tagen einen Termin für ein MRI etc.
Es musste ja unbedingt die überteuerten Architekten von Herzog de Meuron sein. Überall wo die bauen, werden Budgets gesprengt, meist wegen der Ausführenden Baufirmen.
Das muss aufhören.
Genau, wie bei der Elbphilharmonie bei uns hier in HH.
Wie kann man als Kinderspital eine so grosse Anleihe mit so kurzen Laufzeiten aufnehmen. Die ganz Finanzierung stand von Anfang an auf tönernen Füssen, wohl in der Annahme, der Steuerzahler wird es schon richten. Aber ein überteuerter Architekt muss es schon sein. Ich gönne es den Kindern und Eltern wirklich von Herzen. Aber gerade darum hätte die ganze Finanzierung von Anfang sn von Profis und langfristig aufgestellt werden müssen.
Gantner ist immerhin nicht ganz so ungeschickt wie Beni, den Artikel mit einem Bild der Tiefgarageneinfahrt zu illustrieren, auf welchem Parkplätze „Frei“ angezeigt werden.
Aber apropos: Was machen eigentlich all diejenigen ohne Auto? Bekommen die bald einen Tankrabatt?
Vielleicht erhältst du eine gratis Vignette für dein Lasten-Fahrrad!
Übrigens heute wieder Suppenküche bei Pfarrer Sieber für besonders vulerable.
Die Zahlen sind mir in diesem Fall absolut egal. Wer schon mal ein krankes Kind hatte und sich bewusst wird, dass im Kispi Top-Leute am Werk sind, den kümmert das nicht.
Besser mal bei den faulen Bauern Geld einsparen, die nichtsnutzigen Quasi-Staatsangestellten bekommen ja gar nichts auf die Reihe.
Wer zahlt den Ihnen das süsse nichts tun? Hoffentlich nicht die angeblich „faulen“ Bauern und Bundesangestellten!
Woher der Vorwurf des süssen Nichtstuns?!
Da fühlt sich aber jemand mehr als nur angesprochen!
Es geht um die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern – hier haben wir in der Schweiz genug Geld. Vielleicht kann der Kanton anderswo einsparen, wo eher Ideologien oder Velo-Träume verwirklicht werden.
Genügend Geld für unsere überaus zahlreichen Gäste, mehr nicht.