Die ABB konnte die Champagnerflaschen auftischen. Pensimo sei Dank.
Die Immobilien-Investorin soll laut einem Insider rund 330 Millionen für ein Areal in Zürich-Nord bezahlt haben.
Das bescherte der ABB einen Extragewinn, da der Verkaufspreis weit über dem Wert liege, der in den Büchern des Industrie-Kolosses schlummerte.
Und auch weit über dem Schätzwert. Dieser stamme von Wüest Partner und habe 185 Millionen betragen, sagt die Quelle.
Dazu passen würde das zweithöchste Angebot. Dieses hatte offenbar der Kanton Zürich eingereicht; es habe sich auf 190 Millionen belaufen.
Die 330 Millionen der Pensimo wären somit ein Schuss in den Sternenhimmel.
„Gemäss Vereinbarung mit der Verkäuferschaft können wir zum Kaufpreis keine Angabe machen“, meinte der Sprecher der Käuferin.
Er betonte: „Wir haben ein marktgerechtes Angebot gemacht.“
Die Pensimo gehört zehn grossen Aktionären, darunter die PK der Stadt Zürich. Sie alle besitzen je 10 Prozent des Aktien-Kapitals.
Die entscheidende Figur, wenn es um das Biggest Business in der Wirtschaftsmetropole geht, ist die Chefin von „Liegenschaften Stadt Zürich“.
Astrid Heymann heisst sie. Neben ihrem Kaderjob in der städtischen Verwaltung hat sie ein umfangreiches Mandat bei der Pensimo.
Bei dieser vertritt sie auch die Interessen der PK der Stadt.

Bei deren Management-Firma sitzt Heymann im VR als Vize, zudem ist im obersten Gremium von drei Anlagestiftungen. Dies berichtete der Tages-Anzeiger.
Die PK der Stadt Zürich will möglichst viel Rendite erzielen mit der Pensimo, die das ABB-Areal in Oerlikon laut Informationen zu einem Fantasiepreis erworben habe.
Dort entstehen jetzt 500 Wohnungen. Aus Sicht der Stadtverwaltung und ihrer Liegenschaften-Abteilung sollten die Mieten möglichst tief sein.
Mit Blick auf den hohen Kaufpreis wäre das schwierig.
„Investitionsentscheide fällt jeweils die Anlagekommission der entsprechenden Immobilienanlagestiftung“, sagt der Pensimo-Sprecher.
„Für die Anlagekommission gibt es klare Ausstandsregeln, die zu jeder Zeit eingehalten werden. Über das Abstimmungsverhalten einzelner Mitglieder der Anlagekommissionen geben wir keine Auskunft.“

Astrid Heymann hat einmal die Stadt Zürich und dann Pensimo als
Arbeitgeber… Eigentlich ein NOW GO. Aber im rot-grünen Zürich
geht alles.
Einverstanden, das ist nicht lupenrein. Aber das war auch im bürgerlichen Zürich nicht anders, einfach mit anderen Protagonisten.
Sie verwechseln etwas. Es ist ein NO GO.
In der Schweiz herrscht die institutionalisierte Korruption und alle beklatschen die Demokratie.
Immer wenn jemand sagt: „Dafür haben wir klare Regeln“ weiss man, dass sie jemand gebrochen hat.
…aber sie waren ja schliesslich auch so naiv und haben damals der sozialistischen Einrichtung zugestimmt. Seither bestimmen Dritte darüber was mit den BVG-Einzahlungen geschieht.
Teure Wohnungen bedeuten schlussendlich, dass die früheren BVG-Einzahler, dann später auch überteuerte Wohnungen (die sie zuvor selbst mitfinanziert haben) von „ihren“
Pensionskassen teuer „zurückmieten“ können.
Das sind doch tolle „sozialistische Errungenschaften“, nicht wahr.
Auch die gut entlöhnten Pensionkassenverwalter interessiert das natürlich einen feuchten Dreck, im Gegenteil die lachen sich ins Fäustche
Die beste Antwort, die ich gelesen habe. Ja, es ist ein Riesenbeschiss mit dem BVG. Da wird mit gutem Geld Immobilien gekauft und in 30 Jahren können die Einzahler die explodierten Mieten nicht mehr bezahlen. Und wie die Kassen das Geld anlegen, wissen wir auch nicht. Den Gewinn streichen die Kassen dann ein, denn die Zinsen werden von der Politik vorgegeben. Und diese Zinsen sind immer zu Gunsten der Kassen/Versicherungen.
angebot und nachfrage….eigenlich ganz einfach….brauchen keinen billigen subventionierten wohnraum an der Bahnhofstrasse…in welchem dann die sozis welche bei der stadt arbeiten wohnen….
auf der ganzen welt ist das wohnen im kern der stadt teuer und es gibt eine verschiebung in die aglomeration.
wird sich auch nicht ändern wie dieses beispiel aufzeigt. wäre das grundstück in meinem besitzt gewesen, hätte ich auch für den höchsten preis verkauft und jeder der das gegenteil behauptet ist nicht ehrlich…also lassen wir das mit billigem wohnraum in der stadt…..
Wann bitte? 1970, 2000, 2020, 2026?
Hohle Birne..🍐
Pensionskassen sind wie der Staat. Unmgengen von Geld und laufend kommt noch mehr dazu.
Ich meine, irgendwie muss die Kohle einfach weg.
Wenn man keine Ahnung hat, wie Vorsorgesysteme funktionieren, wirkt natürlich alles wie ein überfülltes Sparschwein, das dringend geschlachtet werden muss. Nur blöd, dass es nicht die Realität ist, sondern eher ein Stammtisch-Märchen mit Überdruck.
Ach so, klar: Pensionskassen diese magischen Geldbäume, die irgendwo im Hinterhof wachsen und jeden Morgen frische Scheine abwerfen. Total logisch, dass man da „irgendwie die Kohle einfach wegkriegen“ muss. Wäre ja schade, wenn das Geld am Ende tatsächlich für Renten draufgeht, statt für… ja, was eigentlich? Ein neues Einhorngehege im Verwaltungsgebäude?
Wiesi ist das ein Fantasiepreis? Fakten bitte! Ohne Fakten auf Personen zu schiessen finde ich ziemlich billig!
Wüst Partner hatte eine Bewertung von 185 Mio, der Kanton ZH als möglicher Käufer bot 190 Mio. Lassen wir es mal gut sein, und man hätte 220 Mio bezahlt, dann würde sich niemand aufregen. Bei 330 Mio, müsste Wüst Partner komplett daneben gelegen sein. Die Frage ist nun, ist Wüst Partner ein Looser, der Kanton Zürich konnte nicht rechnen und Pensimo ist der Allwissende. Vielleicht hat es ja eine Gas- oder Oelblase unter dem Areal.
Die Grünen, Linken und die Gewerkschaften sind die Kritiker betreffend Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten von Pensionskassen. Die Kosten liegen irgendwo im Schnitt zwischen 40 und 48 Basispunkte. Ihre Rundumgschläge basieren auch auf deren Unwissen. Aber wenn dann solche Transaktionen über den Tisch gehen, wo man vermeintliche Fehlinvestitionen nicht auf den ersten Blick sehen kann, da bleiben sie stumm. Bei passiven Produkten zahlt man heute 3 mal Nichts, aber hier, liegen die verschleuderten Millionen im Kaufpreis. Wüst Partner, liegt sicherlich nicht schief in der Bewertung.
Hast du den Kaufvertrag gesehen?
@Drake
Da haben Sie recht. Den Kaufsvertrag habe ich nicht gesehen.
Die Differenz zwischen Wüst Partner mit 185 Mio und dem Betrag, gemäss Insider 330 Mio, ist selbstredend.
Wenn das stimmt, dann haben beide Seiten einen Erklärungsbedarf. Entweder kann man Wüst Partner nicht mehr ernst nehmen, oder aber die Pensimo hätte daneben gehauen.
Das riecht nach Kick-Back !!!
Wer glaubt noch an BVG, das ist eine reine Umverteilung von den Versicherten zu den Asset Managern. Eine ganze Industrie bereichert sich hier an den Destinatären, es ist ja auch sehr bequem, dies zu tun.
Hoffen wir, es wurde nichts unter dem Tisch rüber geschoben.
..schon wieder Wuest & Partner…
Der Filz ist überall. Gerade bei SP und Grüne. Einfach Verhalten und Politik gegen das Volk. Wie gehabt.
Filz das ist das letzte Wort ….
Wenn Pensimo 330 Mio. zahlt, wo 185 Mio. geschätzt wurden, dann weiss man immerhin, wer die Rechnung übernimmt: die Versicherten der Stadtzürcher PK. Offenbar gibt’s dort nicht nur Altersguthaben, sondern auch eine erstaunliche Toleranz für Märchenpreise.
Der Fall zeigt ein strukturelles Problem nicht nur einen einzelnen Fehlentscheid. Wenn eine Pensionskasse, die öffentliche Angestellte absichert, indirekt an einem Deal beteiligt ist, der weit über Marktwert liegt, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht in der Governance und den Anreizsystemen.
Eine Pensionskasse soll Rendite erwirtschaften.
Eine Stadt will bezahlbaren Wohnraum.
Wenn beide über denselben Investment‑Kanal agieren, entsteht ein Interessenkonflikt, der kaum sauber aufzulösen ist. Genau deshalb fordern manche Stimmen, solche Beteiligungen einzuschränken oder klarer zu regulieren.
In 3-Jahren werde ich mein gesamtes Alterskapital meiner PK beziehen, falls überhaupt noch etwas vorhanden, ist zum Glück nicht die Stadtzürcher PK.
Rette sich wer kann..
Eine sehr kluge Entscheidung, werden meine Ehefrau und ich auch so handhaben.