Also doch. Die Universität Zürich profitierte vom Erfindergeist des beim Universitätsspital Zürich in Ungnade gefallenen Professors und Herzchirurgen Francesco Maisano.
Für ihn gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung.
Dieser holte Ende letzte Woche in der italienischen Presse zum Gegenschlag aus und doppelte dann in der NZZ am Sonntag nach.
Die Pressestelle der Uni Zürich (UZH) bestätigt jetzt auf Anfrage unzweideutig:
„Für die Lizenzen an den von der UZH angemeldeten Patenten, an denen Prof. Maisano beteiligt war, sind bisher insgesamt 150’000 CHF an die UZH geflossen.“
„Entsprechend den UZH-Regelung wurden diese erzielten Einnahmen auf Erfinder, Forschungsgruppe und Universität verteilt“, heisst es in der Stellungnahme weiter.
Details und Prozente konnten nicht in Erfahrung gebracht werden.
Der sechsstellige Kickback habe nichts mit dem Cardioband zu tun, da dieses von Professor Maisano vor seiner Zeit am UZH erfunden worden sei, wird weiter versichert.
„Die darauf angemeldeten Patente stehen entsprechend nicht im Besitz der UZH, sondern gehören Dritten“, lautet die Schlussfolgerung.
Es erstaunt, dass der Universitätsrat in der grössten Reputationskrise seit Jahrzehnten nicht selbst proaktiv in der „Causa Maisano“ an die Öffentlichkeit gelangt ist.
Das höchste Gremium wird seit 2015 von Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Die Mitte) präsidiert.
Ob die ehemalige Staatsanwältin (mit Jahrgang 1958) bei den Wahlen 2027 nochmals antritt, ist ungewiss.
Krisenmanagement sieht anders aus.
Denn zum Thema Patente stellen sich nun auf einen Knall eine Menge Fragen, auch retrospektiv.
Im Gegensatz zu den Beteiligungen werden in keinem einzigen Jahresbericht der UZH seit 2014 Patente aufgeführt.
Auch die daraus resultierenden Lizenzeinnahmen sind nicht im Detail ersichtlich. Und auch nicht, was dann mit den Geldern, zweckgebunden oder auch nicht, passiert.
Eine totale Black-Box.
Neben den Patenten rücken auch die Nebenbeschäftigungen von Professorinnen und Professoren in den Fokus.
Hierzu schreibt die UZH Medienstelle:
„Nebenbeschäftigung dürfen UZH-Professor:innen für eine praxisbezogene Zusammenarbeit im eigenen Namen ausüben. Jeder Professor, jede Professorin muss Einkommen aus Nebenbeschäftigungen jährlich deklarieren.“
Falls mehr als 50’000 CHF netto daraus erzielt würden, erfolge eine Abgabe von 10% an die UZH.
Wie das steuertechnisch bei der „natürlichen Person“ abgewickelt wird, ist noch eine andere Frage.
„Im Fall Maisano handelt es sich um geringe Beiträge“, wird weiter mitgeteilt. Über die vertraulichen Daten könnten keine näheren Angaben gemacht werden.

Abgrenzungsprobleme bei Nebenbeschäftigungen gibt es mutmasslich in Zusammenhang mit Maisanos Hauptätigkeit als Direktor der Herzklinik am Universitätsspital.
War er nun als Herzchirurg oder als Uni-Professor im Einsatz?
Über kurz oder lang müsste der Kantonsrat als Oberaufsicht über die Universität Zürich einen Transparenz-Schub der Extraklasse einfordern, vor allem bei den Patenten und den Finanzströmen rund um jede einzelne Professur.
Und auch die kantonale Finanzkontrolle müsste sich für die finanziellen Details und Verträge stark interessieren.
Denn in der Aussenwahrnehmung und unter der Bevölkerung ist die gegenwärtige Schlussfolgerung simpel: Das ganze Konstrukt ist ein unübersichtlicher Selbstbedienungsladen.


Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Alle reden von Herzchirurgie, aber niemand zeigt wirklich Herz.
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Wenn das stimmt hat die Uni am Skandal kräftig mitverdient und darum grosszügig auf Kosten von Menschenleben weggeschaut.
Befangenheit vom hässlichsten; Zustände wie sie nicht einmal in Nordkorea denkbar sind.
Danke an den Whistleblower.
Sind die politische Verantwortlichen eigentlich noch im Amt oder schon hinter Schloss und Riegel?
Die Uni hätte dieses Geld sowieso nur für irgendeinen Gendermist verblödet.
Die 150000 sind auch tranzparent verschwunden.
Und schaut mal die Nebenbeschäftigungen und Einkünfte unserer Parlamentarier an. Da ist der Maisano im Vergleich ein kleiner Fisch.
Wo Geld, da Hände.
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Deine Argumentation ist wie immer faszinierend: viel Hitze, null Substanz.
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Die UZH wirkt in dieser Affäre wie ein Patient, der behauptet, er sei „topfit“, während der Arzt schon längst den Totenschein ausfüllt.
150’000 Franken…
Das ist der Betrag, den man in Zürich aus Versehen als Trinkgeld gibt, wenn man beim Brunch kurz unaufmerksam ist.
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Die UZH wirkt in dieser Affäre wie ein medizinisches Wunder:
Sie schafft es, Herzen zu reparieren, aber ihre eigene Glaubwürdigkeit liegt seit Monaten flach wie ein EKG‑Nulllinie.
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@Anästhesist: Zu beachten ist, dass Anästhesisten die relevantesten (und diskretesten) Ärzte sind, wenn es darum geht, den Mist im OP-Block zu erkennen… Ich bewundere sie für ihren Professionalität + Diskretion + Mut.
Das gleiche gilt für die Intensivmediziner, die immer den anderen Mist der anderen Ärzte reparieren müssen. Einschließlich während einer „fiesen“ experimentellen Chirurgie (hier spreche ich nicht von Kardiologie-Kardiochirurgie, sondern von anderen Themen, die der Öffentlichkeit praktisch unbekannt sind).
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Die „Verteilung nach Reglement“ ist der akademische Code für:
Wir haben eine Antwort aber nicht für Sie.
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Die UZH hat in der Causa Maisano bewiesen, dass man auch ohne Nebelmaschine erstaunlich viel Dunst produzieren kann.
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Die UZH hat in der Causa Maisano gezeigt, dass man selbst in einem Spitalumfeld eine Kälte erzeugen kann, die nicht medizinisch, sondern systemisch ist.
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Kickback.
Schreibfehler?
Kickboxing.
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Langsam wird’s kritisch: Mein Oberstübchen verlangt bald nach professioneller Betreuung… ihr versteht schon, bevor die letzten Schrauben rausfallen.
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Mein Kopf verlangt bald nach einer Behandlung… und zwar dringend, bevor er anfängt, mit mir zu diskutieren.
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Wenn die Summe stimmt hat die Uni ihre Unabhaengigkeit fuer ein Trinkgeld verkauft.
Wenn schon schlecht; dann richtig zB fuer 150 Mio.
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hat schon als Bildungsdirektorin während Covid überzeugt.
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Dieser Walliser-Filz ist einfach unsäglich und eine Schande für das Land….oh, wait
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Es ist klar, dass das Unispital und die Uni keinerlei Interesse haben, den Fall aufzuarbeiten. Auch die Zürcher Regierung wird sich – aus Angst vor Reputationsverlust – vornehm zurückhalten.
Eine Lösung ist erst in Sicht, wenn die „prestigeträchtigen“ Forschungsgebiete vom Bund ganz klar auf die Spitäler verteilt werden. Auch ist es nicht notwendig, dass alle seltenen Operationen an allen Spitälern gemacht werden. Der Bund ist also auch gefordert.
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Die Herzchirurgie ist ja genau eines dieser Gebiete, die vom Bund reguliert und als „hochspezialisierte Medizin“ auf wenige, wenn ich mich richtig erinnere vier oder fünf Zentren in der Schweiz verteilt wurde.
Das schaltet natürlich die Konkurrenz aus, es wird Schindluderei getrieben und die Patienten haben kaum mehr eine Wahl (bei 4-5 geografisch weit auseinander liegenden Spitälern), ist also eher Teil des Problems als einer Lösung.
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Es muss klar sein: Überall in der Schweiz, wo es Universitäts-KH gibt, gibt es akademische medizinische Konten und eine klare und bewusste akademische Undurchsichtigkeit bezüglich dieses Geldes. Zürich ist kein Einzelfall.
Die Behörden werden alles tun, um auf die Verjährung zu warten (und eine Art Vergessenwerden der Angelegenheit), damit nicht alle Angaben gemacht werden. Klassisch schweizerisch.
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[En français] Eh oui, malheureusement, chère ElianeAB, tous les garde-fous ont sauté avec le „crony-capitalism“. L“effet kickback“ dans la santé et ailleurs, comme les banquiers leur ont appris avec leur propre discipline. Aujourd’hui, nous sommes à une époque où comme le soulignait autrefois Hannah Arendt: „le danger n’est pas seulement le mensonge, mais la disparition de la distinction entre vérité et mensonge“. C’est-à-dire un système où la transparence devient une forme de légitimation, pas de contrôle, et où la procédure n’empêche pas le problème puisqu’elle l’absorbe🙃
Bien à vous
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Schweigegeld, wie bei der Mafia!
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„Das ganze Konstrukt ist ein unübersichtlicher Selbstbedienungsladen.“
Das gilt für den gesamten Konzern Schweiz AG – getarnt als „demokratischer Staat“.
Und ganz besonders gilt es für die „Gesundheits“-Industrie.
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Fachkräfte
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Und es folgt auch das Märchen von Rapunsel… glauben die vom USZ ubd UZH wirklich, dass das noch jemand glaubt, oder anders, halten die alle für blöd???es sind offensichtlich Hunderte Millionen USD geflossen mit massiven Ressourcen Verbrauch vom USZ und Marketing /Labeling vom USZ/UZH, Patente hin oder her, es wurden Zürich diese fragwürdigen Produkte mitentwickelt und auf dem Markt gebracht. Es ist zwingend das Zürich profitieren musste, sonst wäre das ebenfalls inakzeptabel und der frühere CEO Zünd wäre verantwortlich, aber das scheint unwahrscheinlich.Frage ist einfach, wohin ist das Geld??
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They downplay the „kickback effect,“ just as bankers do in their field. Today, we live in an era where, as Hannah Arendt once pointed out, „the danger is not only the lie, but the disappearance of the distinction between truth and falsehood.“ That is to say, a system where transparency becomes a form of legitimation, not control, and where procedure doesn’t prevent the problem but rather absorbs it🤔
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Francesco Maisano hatte weder ein Doktorat noch eine Habilitation und wurde trotzdem zum ordentlichen Professor und Chefarzt der Herzchirurgie vom USZ ernannt.
Wie war das möglich?