Hauptsache, am Ende steht eine 1, also 8001. Die Zürcher Altstadt strahlt immer noch Seriosität, Liquidität, Tradition aus.
Hier wollen viele Firmen ihren Sitz haben, auch wenn sie nie wirklich dort sind. Dafür denken die Kunden das.
Die Strehlgasse 2 ist so ein Beispiel. Dort befindet sich das „Headquarter“ eines vor kurzem gegründeten Versicherungsbrokers.
Wo genau man eingeschriebene Briefe abgeben kann, ist nicht ersichtlich. Den Firmennamen sucht man an den Briefkästen oder bei den Klingelschildern vergeblich.
Willkommen im Briefkasten-Dschungel von 8001.Unzählige Firmen machen nur etwas: Sie vermitteln Luft plus Parkett.
Ergebnis:Unzählige Firmen geben als Domizil die exklusivsten Strassen Zürichs an.
Die Briefkastenvermieter unterstützen sie dabei; ist alles koscher. Die wenigen Briefe, die heute noch verschickt werden, leitet man einfach an die „andere“ Firmenadresse weiter.
Die häufig irgendwo in der Zürcher Pampa liegt.
Zürich spielt ganz vorne mit. Das zeigt sich an einem dieser heissen Tage im Mai. Viele Türen an der Bahnhofstrasse lassen sich erstaunlicherweise ohne Badge oder Code öffnen.
In der Eingangshalle sieht es dann nicht mehr so vornehm wie draussen aus. Kleber über Kleber. Manche flattern in der Luft, andere sind durchgestrichen.
Hier haben die Pöstler eine herausfordernde Arbeit.
An der Bahnhofstrasse 10 befindet sich Dolce & Gabbana. Die Tür ist ein Blindeingang. Hier geht’s weder rein noch raus.
An der anderen Strasse befindet sich die Firma Satellite Office. Für 219 Franken im Monat verkauft sie die Zustelladresse Bahnhofstrasse 10.
„Für einen professionellen Aussenauftritt ohne dauerhaftes Büro“, wie es auf der Homepage heisst. Blöd nur, dass die Türe nicht aufgeht.
95 Franken kostet der gleiche Schein an der Bahnhofstrasse 71. Wer auf das peinliche c/o verzichten will, zahlt 195 Franken im Monat.
Die Domizilagentur, die diese Optionen anbietet, geht noch weiter mit dem Stellvertreter-Business.
Sie offeriert ausländischen Firmen mit Sitz in der Schweiz auch noch einen Eidgenossen im Verwaltungsrat oder als Geschäftsführer. Macht noch 300 Fränkli im Monat.



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Einmal mehr ein non-valeur von BF. Wie tief muss man gesunken sein, um an der Bahnhofstrasse zu testen, welche Türen nun aufgehen und welche nicht. Die 100 „Frenkli“ hat der Beni auf jeden Fall nicht vorig.
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Haha
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Wer seine Firma heute in Zürich Domiziliert hat gar nichts verstanden, auf einen Firmensitz in Zürich ist nun wirklich gar niemand angewiesen um Business zu machen dafür zahlen Firmen in Zürich am meisten Steuern sogar Bern ist günstiger für Firmen. Da musst du ja einen schönen Dachschaden haben.
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Das ist auch in Zug, Genf, Panama, den Niederlanden, Monaco etc. so.
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Bluff passt zur Bahnhofstraße. Die Banker Bluffer kaufen im Markenladen Bluffe-Laden ein und mieten sich eine Bluffer Adresse für ihren Bluffe Layfstail 🤣.
Auch lustig: Die ganzen Produkte aus den Bluffer Läden an der Bahnhofstraße sind im Wiederverkauf einen Ramschpreis wert. Ja, auch die Bluffer Uhren aus dem Bluffer Laden an der Bahnhofstraße.
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In den Luxusrestauranten und Clubs an und um die Bahnhofstraße sind sogar die Frauen oft gemietet.
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Ich biete meinen Briefkasten in Schwamendingen auch an.
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Nur Deutsche denken, Zürich sei für Firmen günstig.
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Als ich 1955 auf meiner Brunseralm ein paar Honigkisten als Briefkasten für wenig Stutz angeboten habe, hat sich keiner dafür interessiert. Heute geben die Penner in der Bahnhofstrasse mehrere 1.000 Fränkli für ein Briefkästli im Monat aus.
Echt behindert, solche Macher!
Das bringt nur was, wenn die Kunden auch dementsprechend dumm sind.
Gratis dazu bekommt man dann das Puff mit den Steuerbehörden.
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Adresse heisst nicht Steuersitz bei CO Adressen ist ja schon von Anfang an klar das keine Tätigkeit am Standort stattfindet, ein Domizil kann immer dann funktionieren wenn du keine Betriebstätte hast.
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Wer hätte das gedacht: Zürich ist auch Wollerau (SZ)..! Ich habe da einmal in einem Haus gelebt mit vier Wohnungen und zehn Briefkästen… Nebenbei bemerkt: Zürich ist eine traditionell rot-grün geführte Stadt. Aha!