Am frühen Morgen des 22. November 2023 spielten sich auf der Simplonstrecke dramatische Szenen ab.
Ein Güterzug von SBB Cargo International befand sich auf der Fahrt von Brig nach Domodossola.
Auf der Höhe der italienischen Ortschaft Preglia im Gefälle von bis zu 25 Promille, informierte der Lokführer den Fahrdienstleiter, der Güterzug könne nicht gebremst werden. Die Signale sollen durchgehend auf Fahrt gestellt werden.
Kurz darauf sprang der Lokführer bei einer Geschwindigkeit von gegen 110 km/h aus dem fahrenden Zug. Wie durch ein Wunder überlebte der Lokführer mit nur leichten Verletzungen den panischen Sprung zwischen zwei Fahrleitungsmasten.
Im Rangierbahnhof Domodossola am Ende der Gebirgsstrecke konnte der ungebremste und unbemannte Geisterzug ohne Entgleisung bis zum Stillstand in ein Abstellgleis geleitet werden.
Wäre der Güterzug auf seiner ungebremsten Talfahrt auf der steilen Simplonstrecke entgleist und in einen entgegen kommenden Reisezug geprallt, so wäre eine Katastrophe mit Toten und Verletzten die Folge gewesen.
Kürzlich hat die italienische Untersuchungsbehörde ihren Bericht veröffentlicht. Es waren mehrere Ursachen, allesamt ein haarsträubendes menschliches Versagen.
Das verantwortliche Bahnpersonal hat es unterlassen, das Bremsventil der Luftdruckbremse der Lokomotive zum ersten Güterwagen der Komposition zu öffnen. Damit blieben alle Wagen des Güterzuges ungebremst.
Dies wurde nicht entdeckt, weil vor der Abfahrt die vorgeschriebene Bremsprobe nicht durchgeführt wurde. Somit konnte einzig die Lokomotive gebremst werden.
Ebenso unterlassen wurde die zusätzliche „Bremsung auf Wirkung“ nach der Abfahrt, wo der fahrende Zug leicht angebremst wird, um die Bremswirkung nochmals festzustellen.
Das allergrösste Interesse an funktionierenden Bremsen und der Einhaltung der betreffenden Vorschriften müsste eigentlich der Lokführer selbst haben. Es stellt sich die Frage nach Ausbildung und Qualifikation.
Die Pressestelle von SBB Cargo International versteckt sich hinter den italienischen Untersuchungsbehörden und möchte sich zum eklatanten Versagen der eigenen Gesellschaft nicht äussern.
Reichlich zynisch wirkt der mitgesendete Textbaustein „Borderless Swiss Quality“.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wen wundert’s? Die marode Staatsbahn und insbesondere der defizitäre Cargo-Bereich sind schon länger führerlos unterwegs. Ungebremst sind auch die Subventionen.
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Hochbezahlte Manager in gut klimatisierten Büros mit zu gut gepolsterten Sesseln sind zu weit vom Betrieb entfernt.
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hat die bahn eine zukunft wenn bald robotaxis auf den strassen fahren?
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Welche Ausbildung hatte der Lokführer? Ich fürchte nicht die Beste! Die Bremskontrolle ist ja selbstverständlich wenn man Bergstrdcken fährt.
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Ui nei, hier spricht ein Lokführer.
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Zunehmende Digitalisierung und künstliche Intelligenz bremsen eigenes Denken und gesunden Menschenverstand aus.
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Bei LKWs werden die Bremsen durch den Luftdruck gelöst. Kein Druck, keine Fahrt. Beim Zug ist es offenbar umgekehrt. Will man bei einem Defekt oder Leck einfach weiterfahren können?
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Und wo wurde der Zug nicht ordnungsgemäss geprüft? In Brig. Und im welchen Kanton liegt Brig? Im Wallis, sagt doch alles!
Das SBB Cargo International Fakten unterschlägt und den Skandal aussitze will zeigt dass das Management nichts taugt und SVP BR Rösti schaut zu!
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Das sind ja Zustände wie im Europapark.