Im Oberwallis ist ein Gemauschel der Genossenschafts-Sorte explodiert. Die Polizei fuhr am Donnerstag bei einer Raiffeisen-Tochterfirma vor.
Sie nahm mit, was sie fand. Die Wogen gehen hoch.
Es geht um die Treuhand-Firma Avalua, die der Mischabel-Raiffeisen zu 60 Prozent gehört. Den Rest teilen sich vier weitere Oberwalliser Raiffeisenbanken.
Nur eine in der Region wollte nicht mitmachen.
Hintergrund der scharfen Häscher-Aktion ist der seit längerem schwelende Skipass-Skandal. Der Verband der Walliser Bergbahnen hatte regionalen Polit-Promis Saisontickets fürs Pistenvergnügen geschenkt.
Allen voran profitierte Christophe Darbellay, der Vorzeige-Hirsch der alten Macht-Bastion CVP, heute „Die Mitte“.
Die Mischabel-Matterhorn-Raiffeisen hängt mitten drin in der Causa. Dort spielt Karlheinz Fux eine zentrale Rolle.

Fux ist Vorsitzender der Bank, er befehligt 125 Leute – eine Riesenbank im roten Genossenschaftsverbund.
Unter ihm explodiert die Bilanz. Ende 2025 schossen die Aktiven auf über 2,9 Milliarden Franken hoch.
Treiber, wie immer, die Hypotheken: Fux und seine Banker schmissen mit Häuser-Krediten nur so um sich. 2,4 Milliarden siund offen, plus 7,9 Prozent.
In zwölf Monaten. Wahnsinn.
Umgekehrt im Thurgau. Die dortige Raiffeisenbank Tägerwilen, die innerhalb des Genossenschaftsverbunds ebenfalls zu den dicken Fischen zählt, hat ihren Hypo-Bestand im 2025 um knapp 1 Prozent auf noch gut 2,2 Milliarden reduziert.
Und selbst die grösste Einzelbank des Genossenschafts-Konstrukts, die Raiffeisenbank Sion, drückte nicht einmal halb so stark aufs Häusle-Gas: plus 3 Prozent bei total 3,7 Milliarden offenen Immo-Finanzierungen per Ende 2025.
Karlheinz Kux, der Turbo-Mischabel-Chef, präsidiert gleichzeitig als Vertreter der Mehrheitsaktionärin den VR der Treuhandtochter Avalua.
Dort also, wo jetzt die Beamten die Büros gefilzt haben, weil deren Treuhänder für den Bergbahn-Verband die Buchhaltung erledigt.

Fux‘ Bruder Matthias hat eine eigene Vermögensverwaltung, die SZ Consulting mit Sitz in Brig. Mit dieser betreut er reiche Kunden. Wie viele davon sind bei der Raiffeisenbank seines Bruders gebucht?
Mit von der Partie ist Karlheinz‘ Schwager Marco Decurtins. Der kümmert sich umd die Avalua-Kommunikation – auch jetzt in der grossen Krise.
Unter Leiter Fux hat die Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn nicht nur die Treuhandbude erworben, sondern auch eine Grafikerfirma gekauft.

Tonic Media. Die ist inzwischen in der Mischabel-Bank aufgegangen und trägt seit Anfang Jahr den Namen Erlebnisplus AG.
Es handelt sich um eine „eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Erlebnisbank Raiffeisen Mischabel-Matterhorn“.
Nach der Treuhand Avalua in Naters jetzt noch die Grafik- und Werbefirma Tonic Media im Reich von Mischabel-Fux.
Die private Treuhand- und Werbebranche ist not amused über das Wuchern des Finanz-Platzhirsches im Briger Nervenzentrum

Diese Erlebnisplus AG inszeniert die Bankleitung im Kingsize-Format. Vor kurzem feierte die Mischabel-Raiffeisen fünf Tage lang mit Kunden, Mitarbeitern und Genossenschaftern.
Auf der Bühne gabs ein Feuerwerk von Magiern, Komikern, Musikern, die Kids kriegten Extra-Unterhaltung, die Erwachsenen genossen Speis und Trank à gogo.
Das Ganze dürfte ins Geld gegangen sein – wohl siebenstellig.

Ein nächster Hotspot nach der Razzia in Naters bei Brig vom Donnerstag liegt unweit entwernt: in Saas-Grund. Dort ist das Projekt der Saastalhalle komplett aus dem Ruder gelaufen.
Aus den im 2015 erwarteten 9 Millionen könnten am Ende doppelt so viele werden. Laut einer Quelle fehlen mehrere Millionen, um das Vorhaben zu retten.
Im Fokus stehe die Haupt-Geldgeberin – die Raiffeisen Mischabel-Matterhorn.
Deren Kredit sei nicht gedeckt, behauptet die Auskunftsperson.
Eine Lösung muss her – schnell. In einer Woche entscheidet die Stimmbevölkerung über die Zukunft des schwarzen Hallenlochs im schönen Saas-Grund.

Zuständig fürs Sanierungskonzept ist dabei keine andere als die Avalua, jene Treuhänderin, die mehrheitlich der Hauptfinanziererin des Sportprojekts gehört – der Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn.
Wo der starke Mann Fux heisst, der mit seinen Familien-Angehörigen den Takt rund um Brig und Naters vorgibt.
Die Geschichte wirkt wie aus der Zeit gefallen. Vor 10 Jahren geriet Pierin Vincenz ins schiefe Licht. Der damals erst wenige Monate als jahrelanger Big Boss der Raiffeisen-Gruppe ausgeschiedene Topbanker hatte sich vorab an Firmen beteiligt.
Die dann im Hafen der Raiffeisen und deren Gemeinschaftswerk Viseca-Aduno landeten. Vincenz und Co. machten dabei Kasse im grossen Stil.

In anderthalb Monaten beginnt am Zürcher Obergericht der Zweitrundenprozess. Es gilt für alle weiterhin Unschuldsvermutung.
Die Razzia von Naters konnte für die Fürsten der obersten Genossenschaftsbank im helvetischen Geldland zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt passieren.
Der Skandal um die Treuhand-Tochter, die für die Mischabel-Raiffeisen mit deren gigantischen Hypo-Risiken heisse Transaktionen durchführte, wirkt wie ein Fanal.
Hat die rote Raiffeisen in zehn Jahren nichts gelernt aus dem Jahrhundert-Thriller namens Vincenz?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Liegt Crans Montana nicht auch im Wallis?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Gemauschel ist nicht nur im Wallis an der Tagesordnung. Und die Raiffeisen Banken stecken mitten drin. Der Vorzeige Mitte Mann
Ch. Darbellay schaut für sich und seinen Clan. Es kommt schon gut.
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Vorbild für das Wallis war bestimmt auch die Innerschweizer CVP mit ihrem Protagonisten und ex-Raiffeisenpräsidenten und Schwyzer Finanzdirektor Franz Marty!
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Wenn Vincenz damit bei der Raiffeisen damit durchkommt, wieso nicht?
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Das nennt sich lokal-strategische Verankerung und ist weitestgehend Standard – nicht nur bei Raiffeisen, nicht nur im Wallis, sondern in wesentlichen Teilen der CH Wirtschaft.
Wer weiss, wie bspw. VR-Mandate meist besetzt werden, weiss auch, dass der Fisch immer vom Kopf her zu stinken beginnt.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Vorsicht bei der Wortwahl!
Das Wollis ist ein schwarzkatholisches Hochrisiko- Gebiet. Politisch kuratiert unter dem Segen der Die Mitte.
Da könnte rasch interkantonale Post von der dortigen Justiz ins Haus flattern.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
@Wieso
Herrlich!
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Der Erfolg des Schweizer Finanzplatzes beruhte lange auf Steuerprivilegien, Bankgeheimnis, regulatorischen Vorteilen und globalen Kapitalströmen, die nicht primär durch überlegene Leistung entstanden. Seit diese Rahmenbedingungen verschwunden sind, zeigt sich deutlicher, wie durchschnittlich viele Institute operieren. Die „Ausrutscher“ sind nicht isoliert, sondern Symptome eines tieferliegenden, institutionellen Problems genannt „Erfolgsmodell-Schweiz“. Und ja – sie können und müssen durchaus davon ablenken, dass der eigentliche Kern strukturelle, über Jahre gewachsene Verflechtungen sind.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Das Wallis ist das Neapel der Schweiz. Das ist durchsetzt von Clans.
Sehr viel wird koordiniert über die Parteien.
Diese sorgen über die völlig korrumpierten Staatsanwaltschaft und Verwaltungen für den nötigen „Schutz“.
Es wäre dringend nötig, den ganzen Kanton unter Bundesexekution zu stellen. Die Verwaltungen und wichtigsten Posten in den Staatsanwaltschaften / Polizei / Gerichten muss man gezielt von Aussenstehenden besetzen.
Sonst wird das in 50 Jahren nicht besser.