Die Graubündner Kantonalbank (GKB) macht jede Zuckung im Streit mit Remo Stoffel sofort publik. Public Relations-Twist als Verteidigungs-Strategie.
Diese Woche gings um die gescheiterte Schlichtungsverhandlung am Gericht Höfe im Kanton Schwyz. Kaum entscheiden, verbreitete Chur die News.
Normalerweise herrscht zu solchem Stillschweigen.
Doch hier stehen 600 Millionen auf dem Spiel. So viel fordert der einstige Turmbauer von Vals von der GKB respektive deren Tochter, der BZ Bank.
Stoffel lässt sich den Fight viel kosten. Für seinen juristischen Feldzug gegen die Staatsbank mit Haftung des Steuerzahlers hat er ein rechtliches Gutachten bei der Zürcher Starkanzlei NKF bestellt.
Dieses soll zeigen, dass Team GKB-BZ die Treupflicht gegenüber Bank-Kunde Stoffel massiv verletzt hat.
Ein weiteres dickes Papier stammt aus der Feder von Thomas Vettiger. Der bekannte Firmenschätzer hat eine Analyse zur möglichen Übervorteilung von Stoffel geliefert.
Der Wert des Unternehmens, um das es beim Streit im Kern geht, sei mit gut 600 Millionen viel zu tief angesetzt worden.
Korrekt wären 300 Millionen Franken mehr gewesen. Sprich über 900 Millionen. Die BZ Bank? Habe dies nicht weiter hinterfragt.
Vettiger ist ein bekannter Berater, wenn es um Übernahmen geht. Er sitzt im Board der Swiss Takeover-Kommission, der Übernahmenkommission.
Im Fall UBS-CS hat er für die Grossbank in einem langen Gutachten den Wert der Paradeplatz-Bank zum Zeitpunkt der „Fusion“ berechnet. Null Franken, so Vettigers Erkenntnis.
Im Fall Stoffel gegen GKB sitzt Vettiger jetzt nicht wie bei der UBS im Boot der von CS-Aktionären bedrängten Grossbank, sondern er kämpft im Lager des Angreifers.
Von Stoffel. Der hat sich auf einen langen, harten Krieg gegen die Bündner eingestellt; davon zeugen die beiden umfangreichen Gutachten sowie eine Klage des Hauptanwalts. Total ein Papierberg mit rund 400 Seiten.
Alles in den nächsten Wochen bereit zum Versand ans Gericht Höfe.
Hintergrund des Streits unter Reichen und Mächtigen ist die zentrale Weichenstellung von 2022. Damals kaufte die Churer Staatsbank dem legendären Gründer Martin Ebner 70 Prozent von dessen BZ Bank ab.
3 Jahre später übernahmen die Bündner den Rest. Ebner ist nicht Teil des Zivil-Prozesses.
Doch er schwebt wie ein Geist über der Causa.
Wegen des Verkaufs von 2022 verlor Ebner nämlich die Kontrolle über die United Grinding Group (UGG), der späteren United Machining Solutions (UMS).
Mit dieser hatte der frühere Zampano der Zürcher Börse, der in den 1990ern im Alleingang die Kurse grosser Schweizer Firmen nach oben oder unten treiben konnte, Lukratives vor.
Er wollte über sie herrschen – um mittels späterem Big Übernahme-Deal maximal zu profitieren. Ein solcher folgte dann mit dem Kauf einer Georg-Fischer-Sparte.
Die Frage, die sich Ebner stellte, lautete: Wie soll ich mit der UGG schalten und walten können, wenn ich wegen meines BZ-Verkaufs nicht mehr im Driving seat sitze?
Die Antwort war typisch Ebner: Er sorgte mit geschickten Personalien für den nötigen Einfluss.
Einer seiner Buddies hatte Einsitz im VR der BZ Bank, ein anderer im VR der UGG. Im Zusammenspiel gelang es diesen, die zwei anderen Mitglieder des BZ-Verwaltungsrats vom Vorhaben zu überzeugen.
Von wo stammten diese? Von der Bündner KB, es handelte sich also um Abgesandte der Hauptaktionärin.
Deshalb hat Stoffel sie auch strafrechtlich angezeigt. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden eröffnet.
Ebner schaffte es auch da, unbehelligt zu bleiben. Aufleuchten tut er trotzdem überall.
Mit der Kapitalerhöhung Anfang 2024 zu einem laut Gutachter Vettiger viel zu tiefen Preis konnte Ebner auf einen Schlag knapp 55 Prozent der UGG ergattern.
Stimmrechtsaktien sei Dank. Nur 19 Prozent des UGG-Kapitals brauchte Ebner respektive seine Beteiligungsfirma Patinex AG für diesen Mehrheits-Anteil.
Stoffel und weitere BZ-Kunden mit UGG-Aktien schauten in die Röhre; sie wussten nichts von Ebners Manöver, das ihre Anteile massiv verwässerte.
Und das erst noch zum Ausverkaufspreis.
Die zwei BZ-Verwaltungsräte von Mehrheits-Eigentümerin GKB hatten Ebner respektive dessen Mitstreitern offenbar blind vertraut.
Fairness Opinion zur Frage, ob Ebners gebotener UGG-Aktienpreis fair sei? Ach was. Damit konnte Ebner wie geplant für 150 Millionen Franken UGG-Stimmrechtsaktien erwerben.
Umso härter sind jetzt die Fragen, welche die Bündner vor Gericht beantworten müssen.
Auch sie wollten sich nicht lumpen lassen und holten zunächst Rat bei den Zürcher Homburger-Anwälten. Dann aber wechselten sie das Pferd.
Neu arbeitet Lenz&Staehelin für die beklagte Kantonalbank in einer Schlacht, die bereits in der Eröffnungsphase epische Ausmasse angenommen hat. In der Geschichte des Höfner Gerichts gab es erst einmal einen grösseren Fall.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Mit der Staatsgarantie im Rücken hat die GKB gut lachen.
Es wird Zeit, dass diese abgeschafft wird und alle Banken mit gleichlangen Spiessen geschäften.
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Staatsgarantie deckt Inbilanzgeschäfte (Kundenguthaben). Hier geht es um ExBilanzgeschäfte, für die es keine Staatsgarantie gibt. Der Kommentar hat somit absolut kein Bezug zum Artikel. Wenn man keine Ahnung hat…
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…und wenn die GKB mal sagenw wnr 5 Millarden verlieren oder als Schadenersatz zahlen müsste wegem exBilanz-Geschäften? Dann schützt der Staat die Kundengelder auf der Bilanz mit Hosenknöpfen oder was? Klären Sie uns doch auf, Herr Ganz-Schlauer.
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Das ist ein Vergleich aus der Kategorie ‚ein Sandkorn wird zum Mount Everest‘ – also etwa so wahrscheinlich wie ein Nobelpreis für Ihren tollen Kommentar.
Grund: Eine Bank hat im Verhältnis zum Kapital keine so grossen Einzel-Nettorisiken, sonst haben Prozesse, Risk, Revision und Regulator versagt.
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https://www.srf.ch/play/tv/eco/video/remo-stoffel—selbsternannter-milliardaer?urn=urn:srf:video:1382482b-d988-4312-b004-50a7b4578db6
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@ Spiegelbild
Aufgrund der zwischenzeitlich vorliegenden Gerichtsurteile erscheint der Beitrag von Lipp aus heutiger Sicht etwas überhöht.
Im übrigen werden abgeschlossene Verfahren mit teilweisen Freisprüchen nicht einfach als Indiz für künftige Beurteilungen herbeigezogen.
Jeder Fall wird jeweils unabhängig und losgelöst von vergangenen Urteilen beurteilt.
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Ich finde diesen Remo Stoffel eine faszinierende Figur.
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..mit Haftung des Steuerzahlers! Immernoch faszinierend?
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„faszinierend“??? na ja
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Die Frau von Remo Stoffel heisst bekanntlich Manuela Pesko. Beide haben den Traum ihres Lebens verwirklicht in Dubai City; dazu herzige Töchter. Näme mich jetzt wunder, ob die Spitzen-Snowboarderin Pesko auch jetzt Gelegenheit für ihren Sport hat?
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https://www.srf.ch/play/tv/schweiz-aktuell/video/remo-stoffel-vor-gericht?urn=urn:srf:video:924a0a1b-16ac-41d4-8596-01af53141fac
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Hatte nicht die FINMA Ebner bei der BZ wegen einem ähnlichen Deal rausgeworfen?
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Ebner, Schildknecht, Blocher…es gäbe da noch enorm viel Stoff zum Schreiben (und aufdecken).
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GKB zahlte in einem Vergleich 2007 einen Vergleich EUR 21 Mio an Parmalat (damals ca. 35 Mio CHF!).
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Der Stoffel soll in Dubai bleiben und dort sein Unwesen treiben!
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Wenn Vorurteile die Sicht vernebeln …Erkennungsbild des Autors
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Gestern um 22:28
@ Spiegelbild
Aufgrund der zwischenzeitlich vorliegenden Gerichtsurteile erscheint der Beitrag von Lipp aus heutiger Sicht überhöht. SRF war zudem wegen Rundschau-Interview mit S. Wille verstimmt, da Stoffel damals Beschwerde einreichte
Im übrigen werden abgeschlossene Verfahren mit teilweisen Freisprüchen nicht einfach als Indiz für künftige Beurteilungen herbeigezogen.
Jeder Fall wird jeweils unabhängig und losgelöst von vergangenen Urteilen beurteilt.
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Es reicht mal wieder streng in der Geldindustrie.
Bewerten ist nach Hedonischem Brunz oder Ebnerschem Urin der Dreh- und Angelpunkt in diesem Streit. Mich bewertet das Steueramt auch jedes Jahr von neuem wegen meiner Firma (AG) die mir alleine gehört und mein eigentliches Vermögen darstellt. Unverkäufliches Vermögen wohlverstanden, aber nach der Bewertung vom Steueramt wird mir das Ergebnis als Vermögen auf die Steuerrechnung gedrückt. Obwohl die Bude nichts abwirft. Ich maloche für die Vermögenssteuer. Ist halt so „bewertet“.
Wie bewertet denn das Steueramt dieses UGG UMG AMG -Gedöns??
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Du bist ein Schaf im Hamsterrad!
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Anthony, Schaf im Hamsterrad ist noch harmlos übersetzt, denke eher ein Volldepp der mit sich alles machen lässt. Wobei ich doch lieber nicht wie ein Stoffel nach Dubai ziehen will bloss um den Staats-Häschern zu entkommen. Aber wenn der Staat schon bewerten kann, sollte vielleicht dessen Methode angewendet werden. Kostenlos.
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Diese GKB soll einmal ein Werbeplakat mit einem Gruppenfoto aus Ebner/Benko/ElleXX aufhängen. Mal sehen wie das ankommt wenn mit der Wahrheit Reklame gemacht wird.
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Ich frage mich jedesmal, wer solche Hirnfürze auf die Webseiten schreibt. Lenzdingsbums ist ja nur eine davon:
– Vielfalt schafft Excellenz
– Fachlicher Fokus mit Blick auf das grosse Ganze
– Vielfalt eröffnet neue Möglichkeiten
– Werte sind unser Fundament
– Gemeinsam stärker
– Künftige Entwicklungen können Ihre Rechtsstrategie beeinflussen
– In Bereichen Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung sowie Diversität
Früher nannte man das Marketingkokser. Wie nennt man das heute?
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Marketingkokser auf KI?
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Also warum hat die GRKB die BZ gekauft?
In welches Geschäft wollten die damit einsteigen?
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Grössenwahn einer biederen Kantonalbank.
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Unschuldige unter sich; histoire a suivre🐢
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Unschuldige unter sich; histoire a suivre
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Hat die GKB die 63 Mio. aus der Kreditvergabe an René Benko schon abgeschrieben oder sind die noch on der Bilanz? Der Kauf der BZ war natürlich der Jahrhundertdeal und bietet Gewähr, dass die Bank in den Medien bleibt. Die ZKB hat ja seinerzeit die „Visionen“ von Ebner übernommen. In einem gemeinsamen Workshop, geleitet von Fanconi, hätte die GKB evtl. den Kauf nochmals überlegt.
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Fanconi und überlegen?
Sorry ein Widerspruch in sich!
Ich hätte auch noch etwas zu erzählen über diesen Plöffer und Showmann.
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Ist doch schön, dass sich Freunde Erfolge teilen konnten.
Der Mensch braucht Bestätigung, Ebner ist eben vom Fach.
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Fairness Opinion von Vettiger der IFBC ist mittlerweilen ein gutes Geschäftsmodell – alles aus einer Hand bis zur Absegnung..
🤑🤑🤑 => 🙉🙈🙊
Ein Schelm der dabei Böses denkt….
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Wenn der Ebner mit dem Stoffel
kungeln, mauscheln, Hand in Hand,
greift am Ende jeder heimlich
tiefer in des andern Stand.
Heute fliegen Gift und Galle,
jeder nennt den andern Schuft.
Seltsam nur – sie riechen beide
nach derselben faulen Luft.
Dubai ist teuer. Da muss auch der Stoffel schauen wie Kohle reinkommt.
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@an Marcel „Palaffer“…..😉
Neid ist bekanntlich die ehrlichste Form der Anerkennung, oder das Parfum aller Erfolglosen…..
Schönen Tag und nicht zu warm.
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Neid ist das Parfum aller Erfolglosen Herr „Palafer“. 😉🤔
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Eine Bruchlandung und das Gesicht endlich verlieren würde dem Visionär gut tun und wäre mal gerecht.
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Hier treffen die Richtigen aufeinander: Nervöse Staatsbank gegen undurchsichtigen Wüsten-Investor.
Die skandalumwitterte GKB lässt sich von Martin Ebners Gefährten vorführen, betreibt nervöse PR-Verteidigung und lässt am Ende den Bündner Steuerzahler bürgen. Ihr Gegner? Ausgerechnet Remo Stoffel – der nach Dubai geflüchtete Immobilienjongleur des nie gebauten Valser Protz-Turms, der nun via Edel-Kanzleien den moralischen Vorkämpfer gibt. Ein absurdes Schwyzer Gerichtstheater um 600 Millionen, das eigentlich nur Verlierer verdient.
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Mal abgesehen von den Sympathien (oder Antipathien) für die Parteien. Der Deal riecht aufgrund der vorliegenden Informationen doch auffällig stark. Ebner‘s Karriere ist gepflastert mit Interessenkonflikten. Der Stoffel mag ein rücksichtsloser Spekulant sein, aber dumm ist er nicht.
Das wird vor Gericht eine interessante Sache. Stand heute würde ich sagen, da kommt die BZ bzw. GKB nicht einfach wieder raus.