Wer braucht noch Cash? Also Nötli?
Offenbar kaum mehr einer. Die Nationalbank plant zwar schon wieder eine neue Noten-Serie.
Doch Herr und Frau Schweizer haben auf Digital-Zahlung umgestellt.
Endgültig. Jedenfalls verstärkt ein Bancomat diesen Eindruck. Er stammt von der gecrashten CS und wäre zu haben.

An bester Lage: Weinbergstrasse, in Steinwurfdistanz vom Schaffhauserplatz, wo gefühlt die halbe VBZ-Tram- und Busflotte verkehrt, dazu Autos von oben, unten, links und rechts.
Plus natürlich Velos. Jedenfalls ein Hotspot mit viel Verkehr und ensprechendem Publikums-Aufmarsch.

Der Geldautomat steht zur Miete – auf tutti.ch für die Zweitverwertung. Original-Insertionsplatz ist Homegabe.
Kosten: 510 Franken Miete im Monat. „Der Bancomat ist ab sofort verfügbar“, schreibt der Anbieter.
„Der Standort bietet eine gute Sichtbarkeit und ist sowohl für Passanten als auch für Kunden bequem erreichbar.“
Das Inserat ist schon seit längeren online. Offenbar schlägt keiner zu. Wer will noch einen Bancomaten?
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wenn das Journalismus sein soll, sind die Ansprüche ziemlich tief gesunken.
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Persönlich mag ich Bargeldreserven. Sehr praktisch im Falle eines nomadischen Lebens. Dazu keine IT-Spur.
Aber jeder ist frei, mit seinen „Mitteln“ zu tun, was er will.
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Viellicht sollte man ihn so umkonfigurieren, dass er Rüebli ausspuckt. Käme in Zürich sicher gut an.
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Beim nächsten Digital Zahlungscrash sind sie dann froh wenn irgendwo noch eine Bankfiliale oder Bankomat da ist.
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Geografie ungenügend. Einsamste Ecke am Schaffhauserplatz. Logisch will da niemand Geld ausgeben für einen Geldautomaten. Sehe keinen Zusammenhang mit dem Rückgang des Bargeldvolumens.
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Ich denke nicht, dass es an Bedarf an Bargeld mangelt. Eher stellt sich die Frage, welches Institut seine Kunden ausgerechnet mit einem gecrashten CS-Automaten beglücken will, der im Gedächtnis der Laufkundschaft schon längst gelöscht ist.