Das Fürstentum räumt inzwischen ein: Der Datenraub der Klarnamen aller wirtschaftlich Berechtigter war ein Kinderspiel.
Zuerst wurden noch grosse Töne gespuckt: Es sei „ein gezielter Angriff auf hohem technischem Niveau“ gewesen, gegen den selbst eine „hochkomplexe Sicherheitsstruktur“ machtlos gewesen sei.
Neu wird kleinlaut vom IT-Amtsleiter Adrian Schmid eingeräumt: Die Ursache sei eine „fehlerhafte Logik zur Überprüfung der Berechtigungen“ gewesen.
Auf Deutsch: Die Türe stand sperrangelweit offen. Die Täter konnten sich einfach einloggen. Ein Kinderspiel.
Dann konnten sie anfangen, die Datensätze abzusaugen. Mit den Namen aller wirtschaftlich Berechtigten von allen Stiftungen, Trusts, Anstalten und so weiter.
Von aktuellen und auch von eigentlich stillgelegten.
31’000 mal griffen die Angreifer einzeln zu. Dafür brauchten sie Stunden. Das war aber für die angeblich hochkomplexe Sicherheitsstruktur kein Anlass, um Alarm zu schlagen.
Es ist ein „Debakel“, wie es die Frankfurter Allgemeine Zeitung vornehm zurückhaltend nennt.
Der Anfang vom Ende der Treuhänder-Spielwiese Liechtenstein: 130 Treuhänder und 200 Firmen verdienten sich bislang an der Errichtung und dem Unterhalt dieser Finanzgefässe dumm und dämlich.
Mit kinderleichter Arbeit, die die Assistentin an einem Nachmittag erledigte, kassierten sie 10’000 Franken Jahresgebühr und mehr.
Vorbei. Wer hat schon noch Vertrauen in die Diskretion eines Finanzplatzes, dem seine geheimsten Daten abhanden kommen?
Nicht etwa durch einen perfiden Cyber-Angriff auf höchstem Niveau, wozu eigentlich nur wenige Geheimdienste in der Lage sind.
Sondern durch einen Übergriff, der sozusagen mit einem virtuellen Taschenmesser ausgeführt wurde.
Da kann man Brechts geniale Frage erweitern: Was ist schon der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank.
Was ist schon die Gründung gegen einen Einbruch, bei dem alle Geheimdaten abgesaugt werden?
Aber damit ist noch nicht das Ende des Elends erreicht. Neben dem kleinlauten Eingeständnis, wie peinlich einfach der Datenraub möglich war, wird weiterhin verkniffen geschwiegen.
Auch nach inzwischen drei Wochen seit dem Spaziergang durch die Datenbank gibt es keine Erkenntnisse über die Täterschaft.
Was immer merkwürdiger anmutet, denn Erpresser bieten ihre Beute relativ schnell im Internet an.
Wer klaut schon 31’000 Datensätze mit dieser Brisanz, um sich dann klammheimlich daran zu erfreuen?
Inzwischen wurden auch andere amtliche Plattformen abgeschaltet, darunter sogar das Handelsregister.
Dagegen seien zwar keine Attacken geritten worden, aber man weiss ja nie. Offensichtlich funktionieren diverse dieser Verzeichnisse auf der gleichen wackeligen IT-Struktur und sind durch die gleiche amateurhafte IT-Sicherheit geschützt.
Weiterhin will Liechtenstein nicht bekanntgeben, wer eigentlich für diese Katastrophe verantwortlich ist.
Es soll sich um eine einheimische KMU handeln, wurde bekanntgegeben.
Aber deren Namen wird eisern verschwiegen. Das könnte die strafrechtliche Untersuchung gefährden, ist die lachhafte Begründung.
Da Liechtenstein auch über ein Öffentlichkeitsgesetz verfügt, hat der Autor nachgestochert und vor einer Woche wenigstens eine rechtsmittelfähige Verfügung verlangt, sollten genauere Angaben verweigert werden.
Dem wird bislang mit fürstlichem Schweigen begegnet.
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Etwa auf dem Level erwarte ich dann unsere E-ID.
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Und wie steht es denn so um unsere Banken ? Ist da alles so wie es sein sollte ?
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System der Zentralbanker, Banker und „Staaten“?
Sind deren Währungen tatsächlich Geld, oder doch nur Kredite deren Zinsen nur mit neu gebuchten Währungen und wiederum neuen Krediten finanziert, aber nie bezahlt werden?
Anscheinend sind sie alle nur Betrüger und Schuldenversklaver, und somit allesamt nur verbrecherische, korrupte Einrichtungen, welche man mit der Hilfe und Gesetzgebung von korrupten, betrügerischen Regierenden versucht zu legalisieren (auch Letzteres, die angebliche Legalisierung, natürlich wiederum nur mit betrügerischen, illegalen Methoden).
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Da hast du einen ganz dicken Fisch an der Angel, René!
Den Fang deines Lebens!
Bleib dran 👍
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wir und viele andere sind auch nicht besser vorbereitet
und wir werden noch staunen, was in nächster zeit so
alles passieren wird.
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Fürstenstein
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E-Voting wird ein ähnliches Sicherheits-Niveau haben.
Denn:
E-Voting wird eingeführt, damit Abstimmungen und Wahlen manipuliert werden können.
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Zu meinen das sei mit der Briefwahl anders, ist sehr optimistisch. Nur eine Landsgemeinde kann das beheben und davon sind wir in den meisten Kantonen und im Bund sowieso weit entfernt. Das System mit den Landsgemeinden und der Tagsatzung war eben besser, man muss nicht immer alles den Amis nach machen.
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@ Thedick
Dann fälsch mal eine nationale oder kantonale Abstimmung mit der Briefwahl.
In 1 Gemeinde kann das noch funktionieren, aber flächendeckend nicht.
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Lieber René
Du sprichst die Verschwiegenheit der Fürstenfamilie an – an dieser Stelle würde es mich und vermutlich andere interessieren, warum alle deine Artikel ein Bashing gegen das Ländle sind?
Beste Grüsse
Aris
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Hoffe, dass in der Schweiz ein paar Leute das zum Anlass nehmen, die eigenen Systeme zu überprüfen.
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RIP Ländle.
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Der Lieferant der Plattform kam aus dem Ländle. Reicht völlig als Qualitätsnachweis! So läuft das im Ländle.
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Vielen dank für den letzten MUTOGEN (extra gross geschrieben) Journalisten in der Schwweiz: René Zeye betreiber von http://www.zackbum (eine seite über Medien, Wirtschaft, Geselschaft, Kultur…) jeder Tag etwas neues (manchmal „böse“ geschrieben 🙂 manchmal auch (sehr !) lustig, oder immer interessant. Leider lese ich so etwas nicht auf 20millisekunden 🙂 oder 20stunden.ch (nzz 🙂 ) bitzte immer so bleiben Herr „RZ“ 🙂
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„Maestfo“ for President of the USA und Liechtenstein 😀😃
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Herr Zeyer holen Sie sich bitte Hilfe für sich und einen ITler der Ihren bot endlich so programmiert, dass es nicht jeder merkt und nicht nur Satzfetzen generiert werden.
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Chuck Norris lässt die Haustür auch immer offen.
Es bricht trotzdem niemand ein.
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Interessante Aussage im Artikel „Weiterhin will Liechtenstein nicht bekanntgeben, wer eigentlich für diese Katastrophe verantwortlich ist. Es soll sich um eine einheimische KMU handeln, wurde bekanntgegeben.“
Möglich, dass die Annahme bestand, ein einheimisches KMU arbeitet günstiger und die Kosten für die IT-Sicherheit sind niedrig und spart Kohle. Alter Spruch: „Geiz ist Geil“
Gunther Kropp, Basel
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Das Ländle will möglichst alles selbst im Land haben:
-Bankenkartell (keine ausl. Bank darf zB. Hypotheken in FL anbieten); anderseits sind die FL-Banken prominent in der Schweiz tätig. Keine Reziprozität.
– Projekte, wo die Inländer überfordert sind werden nicht ins „Ausland“ vergeben. Ohne eingekauftes Know-How der Schweizer Pendler (ca. 9000 pro Tag) die in FL professionelle Arbeit leisten wäre das Ländle ein Bauernstaat.
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Die Treuhänder des FL haben sich in der Vergangenheit einige Feinde gemacht, und im nachhinein das Fürstentum selbst.
Auf der Seite ,,Untreuhänder“ wird viel berichtet über kriminelle und korrupte Treuhänder die sich an den Trust ungeniert bedienen und den Begünstigten aus fadenscheinigen Gründen den Zugriff auf die Gelder verwehren.
Und die fürstliche Justiz ,,deckt“ das auch noch durch die sehr³ langsamen Mühlen der Justiz, wo die Begünstigtennicht zu ihrem Recht kommen.
Dazu noch die sogenannten russ. Zombie-Trusts, etc.
Dann hat sich vielleicht einer Gedanken gemacht, wie …
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Die Regierung schreibt «keine klassische Schwachstelle», dabei ist das /die/ klassische Schwachstelle schlechthin, insbesondere für Webanwendungen.
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Es gibt eine Errungenschaft der Informatik Namens „Penetrationstest“. Der beauftragte externe Spezialist bekommt etwas Wissen / kein Wissen / viel Wissen (dem Entscheid des Kunden folgend) wie das System aufgebaut wurde und geht auf das System los. Seine Aufgabe: einzubrechen & dokumentieren.
Der Penetrationstest der Lichtensteiner ist nun aus der Schublade zu ziehen und zu veröffentlichen. Der Welt zu beweisen dass die Verantwortlichen Bosse der Regierung ihre Gehälter beibehalten können.
Ein gut dokumentierter Bericht des Penetrationstests liest sich angenehm, es ist wie ein Krimi.
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Auch bei fehlendem Know How wollen die möglichst alles im Land machen lassen. Darunter leidet halt oft die Professionalität.
– Projekte,
wo die Inländer überfordert sind werden nicht ins „Ausland“ vergeben. Ohne eingekauftes Know-How der Schweizer Pendler (ca. 9000 pro Tag), die in FL professionelle Arbeit leisten wäre das Ländle wohl noch ein Bauernstaat.
Zudem:
-Bankenkartell
(keine ausl. Bank darf zB. Hypotheken in FL anbieten); anderseits sind die FL-Banken prominent in der Schweiz tätig, wo sie auch Hypotheken anbieten. Keine Reziprozität.
– Krankenkassen:
nicht mehr als drei.