Die grossen Sponsoren der Zürcher Kunst- und Kulturszene haben die Nase voll. Die Zahl der Skandale in den von ihnen lange Zeit geförderten Institutionen hat stärker zugenommen als die guten Auftritte, auf welche grosse Sponsoren grössten Wert legen.
Deshalb streiken Zürichs Gross-Sponsoren. Nach dem Basler Motto „Tasche zue“, wenn die Bettler der Parteien um Termine nachsuchen, gilt auch für Zürich: „Ordnung first, dann das money“.
Zwei Beispiele machen deutlich, worum es geht:
Der Zürcher Zoo will künftig auf das grosse „Zoo-Fäscht“ verzichten. Dort trafen sich die grossen Geldgeber des Zoos mit solchen, die es noch werden sollten.
Es war ein grosser Anlass, wie ihn die reichen Zürcher lieben. Man war unter sich und spendete grosszügig
Als ich einmal einen dieser noblen Sponsoren traf, der leicht „eine Kiste“ für den Zürcher Zoo ausgeben konnte und ihn darauf hinwies, dass das KKL in Luzern mehr als jedes Zürcher Kulturinstitut gefördert werde und wir nichts Vergleichbares hätten, antwortete er:
„Wir brauchen kein KKL, wir haben den Zoo.“
Da ich selbst einmal für eine Zürcher Auslandbank zwei pazifische Riesenschildkröten für den Zürcher Zoo als Geschenk beschaffte, konnte ich nur mit dem Kopf nicken. „So ist es.“
Hintergründig hat Zoo-Direktor Severin Dressen“, der seit sechs Jahren amtiert, den Draht zu den Zürchern bisher nie richtig gefunden. Er betrachtete es als selbstverständlich, dass das Geld floss, wenn er eines seiner immer grösseren Projekte vorstellte.
Schade, dass die grosse Volière vor ihrer Fertigstellung nun abgerissen werden musste. Für die Zürcher galt: Der Deutsche Dressen lässt ein Schweizer KMU fallen und holt zwei Firmem aus dem Ausland ins Haus.“
Auf gut Zürcher Art war man sauer, ohne es gross zu zeigen.
Obwohl die Eintrittspreise nur eine Richtung kannten, nach oben, sah man merkwürdigerweise immer weniger Tiere.
Grosse Bäume und Hecken schützten sie vor dem Anblick einer wachsenden Zahl von Besuchern. Wer Tiere sehen wollte, brauchte Glück, einen Feldstecher und viel Geduld.
Das haben die Zürcher ohnehin nicht.
Die Besucherzahlen wuchsen, weil man mit Kindern oder Freunden einen ganzen Tag ungestört verbringen konnte. Die Tiere, unter Dressen-Vorgänger Alex Rübel noch dominierend, blieben wichtig, verschwanden aber oft hinter Grün.
Jetzt will Dressen, der in seinem Tierbestand auch viele Todesfälle beliebter Tiere zu verzeichnen hatte, ein echtes „Züri Fäscht“ durchführen lassen.
2 bis 3 tolle Tage unter dem Motto „Das Tier und wir.“ Für die Geldgeber gilt: „Er muss beweisen, dass es auch ohne uns geht.“
Das ist eine kühle Bise.
Das hoch moderne Zürcher Kunsthaus ist in einer vergleichbaren Situation.
Einmal abgesehen davon, dass der Chipperfield-Bau für Kinder und Alte recht gross geworden ist und man an einem Halbtag nicht sehr weit kommt, hat der Bührle-Bilder-Skandal unter Einbezug einer fast handlungsunfähigen Stadtpräsidentin dem Haus echt geschadet.
Es ist wie der Unfall einer Luxuskarosse italienischer Bauart. Man ärgert sich so massiv über den Blechschaden, dass die Schönheit des Autos in Vergessenheit gerät.
Kunsthaus-Direktorin Ann Demeester verfügt über die Fähigkeit, mit geballter Wucht aufzutreten. Als Superstar, den man in Zürich wollte, verfügt sie auch über ein derart überlegenes Fachwissen, das Gespräche mit ihr auf Augenhöhe fast unmöglich macht.
Im Ergebnis kommen zwar mehr Besucher, davon viele gratis, aber die Spesen zum Betrieb der beiden wunderbaren Gebäude am Zürcher Heimplatz sind auch grösser denn je.
Philipp Hildebrand, das einstige Wunderkind an der Spitze der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Präsident der Kunsthaus-Gesellschaft, lief sich die Hacken ab, um grosse Sponsoren zu gewinnen.
Fehlanzeige. „Käi Luscht“, wie Bundesrat Ueli Maurer zu sagen pflegte.
Bei aller Grosszügigkeit der Zürcher Geldgeber, waren bisher zwei Faktoren ausschlaggebend für ihre Zurückhaltung.
Bei den Direktoren beider Institutionen, Zoo und Kunsthaus, handelt es sich um Ausländer, die zwar perfekte Fachleute sind, aber nicht die Fähigkeit haben, den Zürcher Stallgeruch zu erwerben.
Im Normalfall hätte dies keine Rolle gespielt, aber die Skandale lösten bei den Sponsoren eine Zurückhaltung aus, die dann für die Zahlungsbereitschaft den Ausschlag gibt.
Im Fall des Kunsthauses ist die Flucht zu „Vater Staat“ naheliegend. Die Verantwortlichen müssen entscheiden, ob sie in der Politik oder beim Volk genügend Rückhalt haben, um eine grosszügige Zusatzfinanzierung der Institutionen zu ermöglichen.
Der zweite Faktor ist der eigentliche Zahlungswille des Sponsors. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass viele reiche Zürcher zuletzt an den Börsen der Schweiz, Westeuropas und der USA zum Teil beträchtliche Verluste einstecken mussten.
Das bringt sie nicht um, lässt sie aber vorsichtiger werden.
Wenn dann der Kreis der Freunde schmilzt, die als Sponsor dabeibleiben, lässt sich leichter Nein sagen als im umgekehrten Fall.
Die Chefs internationaler Firmen, von denen wir zwischen Zürich, Zug und Luzern viele haben, können sich häufig deshalb nicht engagieren, weil der Stammsitz es sich vorbehält, ob und an wen Sponsoring-Gelder fliessen.
Obwohl die reichen Zürcher immer reicher werden und viele neue sehr Reiche auftreten, muss zuerst frisches Vertrauen zwischen den Polen Geldgeber, Geldnehmer aufgebaut werden. Übereilung schadet. Geduld bringt Rosen.
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So wie der Zoo die Millionen mit der Vogel-Ruine verlocht hat, würde ich mir genau überlegen ob ich nur 40 Fränkli spende.
Das Kunsthaus ist so überflüssig wie die Züri-Oper. Die beiden Gebäude wären ideal um ein paar duzend Wirtschaftsmigranten einzuquartieren.
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Schreiben Sie nicht immer so einen Blödsinn. Geniessen Sie Ihr Leben in Thailand. Überflüssig sind Ihre Kommentare nicht die Oper und das Kunsthaus. Beide Institutionen haben grossen Zulauf.
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Was mich am Zoo am meisten stört ist die teils Vegetarische Wurst.
Ich habe nichts gegen komische Ernährung. Aber mich stört wenn man seine Ideologie andern aufzwingt.
Ausserdem ist industrielle gefertigtes Fake Fleisch ungesund.
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Lieber eine Bratwurst im vorderen Sternen.
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Die überschüssigen Tiere könnte man doch als Essen im Zoo Restaurant verkaufen.
Die Feinschmecker würden von weit her kommen und gut bezahlen.
Orang Utan Gulasch, Elefanten Rüssel Hot Dog, gegrillte Vogelspinnen.
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Fand der Zoo wirklich keine CH-Tierärztin, resp. CH-Tierarzt als Zoo Direktorin, resp. Direktor? Ich glaube dies kaum. Dressen bringt es einfach nicht hin, ihm fehlt die Vernetzung zudem.
Mit der Kunsthausdirektorin wurde der Missgriff dieses Jahrhundert getätigt.
Unsinn, wir Zürcher/innen erlebten im laufenden Jahr einen Zugewinn an der Börse von über +15% und keine Verluste.
Aber wir haben keine Lust auf Skandal-Zoo und Skandal-Kunsthaus.
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Man beauftrag immer lokale Baufirmen – alles andere ist das sägen am Ast auf dem man sitzt.