Im April war die Welt noch in Ordnung. Ein Leser kaufte sich einen neuen Tesla. Model Y, elektrisch, modern, leise. Die Vorfreude war riesig.
Im Oktober soll der Neue kommen. Bis dahin noch schnell die heimische Tankstelle organisieren.
Früher hätte man sich Gedanken über Benzinpreise gemacht. Heute braucht es eine Kilowatt.
Steckdose vorhanden, Tiefgarage vorhanden, Mehrfamilienhaus vorhanden. Wunderbar.
Also bestellt sich der künftige Tesla-Fahrer einen Wall-Connector von Tesla. Rund 500 Franken kostet das Teil.
Seit Jahren im Einsatz, technisch eine saubere Lösung und für Tesla-Fahrer naheliegend.
Problem gelöst? Von wegen.
Der Mann fragt beim Eigentümer nach, ob er seinen Wall-Connector installieren lassen darf. Dieser verweist ihn an die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, kurz EKZ.
Dort folgt die Ernüchterung.
Der Tesla Wall-Connector könne in diesem Fall nicht eingesetzt werden. Statt der 500-Franken-Box steht plötzlich eine ausgewachsene Ladelösung im Raum.
Kostenpunkt laut den Angaben des Kunden: rund 2’500 Franken. Alternativ gibt es ein Abo für rund 50 Franken im Monat.
Aus günstig wird teuer. Aus Vorfreude wird Frust. „Die EKZ nützen ihr Monopol aus „, sagt der Leser.
Ein happiger Vorwurf. Zumal die Schweiz gleichzeitig mit viel politischem Elan den Umstieg auf Elektroautos vorantreiben und bis 2050 klimaneutral werden will.
Neu ist die Diskussion nicht. Bereits 2023 wurde öffentlich über vergleichbare Fälle und die Preisgestaltung der EKZ-Ladelösung berichtet.
Drei Jahre später stellt sich offenbar noch immer dieselbe Frage: Warum kann sich der Bewohner eines Mehrfamilienhauses nicht einfach eine günstige Wallbox kaufen und fachgerecht installieren lassen?
Die EKZ widersprechen entschieden. Der Tesla Wall-Connector sei technisch nicht für das in Mehrfamilienhäusern notwendige Lademanagement ausgelegt. Die EKZ-Lösung sei aber nicht zwingend, auch andere Anbieter seien möglich.
Auch der Preisvergleich greife zu kurz. Bei den 500 Franken für die Tesla-Box fehlten Installation und weitere Arbeiten.
Die EKZ-Lösung koste rund 2’500 Franken fix oder rund 50 Franken monatlich im Abo, dafür sei alles inklusive. Den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung weist der Zürcher Stromriese zurück.
Für den Leser bleibt es ein Paradox: Die Elektromobilität soll gefördert werden, doch seine günstige Wallbox bleibt in der Schachtel.
Tesla bestellt, Stromanschluss vorhanden – nur laden darf er damit nicht. Willkommen in der Elektromobilität.

Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
…scheitert das Wunschdenken. Die Erschliessung der Quartiere wurde geplant und gebaut, als Elektroautos noch kein Thema waren. Ab einer gewissen Verbreitung der Elektroautos, kann die Stromversorgung in den Quartieren gleich neu gebaut werden. Darüber spricht kaum jemand öffentlich…
Es gibt mehr als genug Anschauungsunterricht in Deutschland, will man daraus lernen?
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Etwas Hirnschmalz hätte in der Vorabklärung rasch ergeben, dass in MFHs immer Wallboxen mit intelligentem Last- und Lademanagement nötig sind ⚡
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Vielleicht hätte man das vorher abklären sollen?
Die Ökobilanz der Batterienherstellern vernichtet jeden ökologischen Vorteil gegenüber dem verbrenner Motor.
Die Linken sollten nicht die SUV malträtieren sondern die elektro Umweltsünder.