Die wählerstärkste Volkspartei (SVP) hat Anspruch auf zwei Sitze im Bundesrat. Das gilt bei der bevorstehenden Ersatzwahl im Dezember.
Und nach den Gesamt-Erneuerungswahlen ein Jahr später. Alles unbestritten, sogar die Grünen verzichten auf einen Angriff in rund zwei Monaten.
Über die Hälfte der heute amtierenden Mitglieder des Nationalrates und des Ständerates dürften für die Legislatur 2027 bis 2031 wieder gewählt werden.
Sie sind somit traditionsgemäss im aussichtsreichsten Personal-Pool für einen Bundesratssitz. Ausnahmen wie Eveline Widmer Schlumpf (2007) und Martin Pfister (2025) sind selten und auf Spezial-Konstellation zurückzuführen.
Hier wird es interessant. Nach dem Rücktritt von Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) figuriert der Tessiner Ignazio Cassis (FDP) mit seiner erstmaligen Wahl 2017 als dienstältestes Mitglied der Landesregierung.

Der in diesem Jahr amtierende Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) dürfte für 2027 von der Vereinigten Bundesversammlung zum 2. Mal als Bundespräsident gewählt werden.
Den Zeitpunkt für einen vorzeitigen Rücktritt wie Kollege Parmelin hat der ehemalige Tessiner Kantonsarzt jedoch verpasst.
Eine bürgerliche Doppelvakanz zum jetzigen Zeitpunkt hätte den zweiten freisinnigen Sitz allenfalls in die nächste Legislatur retten können.
Die Chancen dafür stehen jetzt aber denkbar schlecht. Die FDP hat in den letzten drei Jahren bei kantonalen Wahlen über ein Wählerprozent eingebüsst.
Im Weiteren werden mehrere freisinnige Parlamentarier wegen ihrer EU-freundlichen Positionierung um ihr politisches Überleben kämpfen müssen.
Im Fokus stehen Nationalrat und Ypsomed-Chef Simon Michel (SO) sowie die Ständeräte Damian Müller (LU) und Matthias Michel (ZG).
Letzterer entfremdete sich sogar von seinen kantonalen Delegierten bei der Frage des Ständemehrs im Zusammenhang mit dem neuen EU-Dossier.
Im Kanton Solothurn (6 Nationalratssitze) sind die Freisinnigen in der Defensive: Sitzverlust bei den letzten Regierungsrats-Wahlen, Absturz bei den Kantonsrats-Wahlen, Spital-Skandal um den freisinnigen Kurt Fluri.
Mit Jahrgang 1961 dürfte Cassis bis nächsten Sommer sein Ausscheiden aus dem Bundesrat auf Ende 2027 bekannt geben.
Die Konstellation eines landesweit weiter schwächelnden Freisinns, potentiellen Sitzverlusten und keinen neuen Sitzgewinnen im Ständerat mit Majorz-Wahl und einem absehbaren Cassis-Rücktritt öffnet Türen bei der Karriereplanung der „Next Generation“.
Gemeint sind Vertreter der Jahrgänge der 1970er und sogar der frühen 1980er Jahre. Diese sind im Bundesrat noch nicht vertreten. Jüngstes Mitglied ist derzeit Albert Rösti mit Jahrgang 1967.
Wie der derzeitige Zürcher Regierungsrat (RR) wird die Landesregierung spätestens 2029 in einen Club von sogenannt „Rüstigen Rentnern“ kippen.
Eine Bezeichnung, die der mit besten Wiederwahl-Chancen ausgestattete Mario Fehr (parteilos, ehemals SP) in vielen seiner Reden witzelnd verwendet.
Vor allem für Karin Keller-Sutter (FDP, Jahrgang 1963, erstmalig gewählt 2019), aber auch für Elisabeth Baume-Schneider (SP, 1963/2023), Beat Jans (SP, 1964/2024) und Martin Pfister (Mitte, 1963/2025) dürfte die nächste Legislatur bereits die letzte sein.
Oder es werden gar taktische vorzeitige Rücktritte in Erwägung gezogen werden.
Um viel Taktik geht es bei der Nachfolge von Guy Parmelin – bei all denjenigen, die selbst auf eine Wahl in die Landesregierung zu Beginn oder während der nächsten Legislatur schielen.
Sollte Céline Amaudruz (Jahrgang 1979) im Dezember gewählt werden, steigen die Chancen für die Männer aus der Deutschschweiz exponentiell.
Die Mitte-Vierzigerin aus der Wirtschafts- und Uno-Metropole Genf würde einen der beiden legitimen SVP-Sitze bis weit in die späten 2030er Jahre besetzen.
Die mit dem Tessiner Cassis seit fast zehn Jahren übervertretene lateinische Schweiz hätte nach wie vor ihre beiden Sitze. Und auch die Frauen wären mit drei Bundesrätinnen entsprechend gut vertreten.
Die ganze Konstellation bedeutet Bad News für den Kanton Zürich. Die Vertreter aus Basel und neu Genf würden die Wirtschaftszentren bereits entsprechend abdecken.
SVP und FDP müssten somit auf den Rücktritt ihrer Bundesräte Albert Rösti beziehungsweise Karin Keller-Sutter warten, um überhaupt einen Anspruch erheben zu können.
Mit Natalie Rickli (SVP) und FDP-Shooting Star Andri Silberschmidt könnten landesweit bekannte Köpfe mit einem vermeintlichen Leistungsausweis in vier bis acht Jahren bereit stehen.
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WHAT! Über die Hälfte der heute amtierenden Mitglieder des Nationalrates und des Ständerates dürften für die Legislatur 2027 bis 2031 wieder gewählt werden.
😳🤔 abwähle vo allne im Stände- und Nationalrät wo vo de Pharma- und Spital-lobbyisten zahlt werdet. es lit a jedem einzelne wähler i dem land. use mit dene us em bundesparlament. die bruecht me nöd. danke – merci – grazie
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wird sicher noch Gregor Rutz ins Rennen bringen. Wetten?
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Andri Silberschmidt? Wirklich?
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Warum nur 2 Sitze? Im Vergleich zu SP etc. sollten es 3 Sitze sein.
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Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!
Jedoch, leistungsmässig, sticht Keine(r)hervor(KKS am ehesten)!
Und das junge Gemüse bringt erst gar nichts hervor! Wohin wir steuern??
Ins Desaster!
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Weshalb sucht Bundesrat Ignazio Cassis FDP einen neuen EDA-Staatssekretär? Unverständlich!
Ich erwarte in den kommenden Tagen auch seinen Rücktritt aus dem Bundesrat. Seine Zeit für dieses Bundesrats-Amt scheint bei vielen Stimmberechtigten, nach deren Äusserungen, sei abgelaufen.
Und nochmals Bundespräsident im Jahr 2027 zu werden, ist doch kein erstrebenswertes Ziel, denn es naht ein NEIN zu den Bilateralen III.
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Es wäre zu schön! Luft wird unnötig verbraucht!
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Die Zauberformel muss überdacht werden. Wäre die Linke in der Mehrheit, wäre das Wahlverfahren diametral verschieden. In Zürich regiert der Stadtrat mit einer knappen ultralinken Mehrheit und ohne Rücksicht auf Minderheiten. Man sollte sich wirklich gut überlegen, ob linke Städter wie Jans – die als Sozialisten das Parteiprogramm der SP tragen und gemäss diesem die Überwindung der Marktwirtschaft anstreben – in den Bundesrat gehören. Denn die Marktwirtschaft ist in der Verfassung verankert. Der Verfassungsgegner Jans ist nach dieser Definition klar als linksextrem einzustufen.
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NFA als Eignungstest: Wer als Kanton Nettoempfänger ist, sollte nicht im Bundesrat über die Verteilung der Gebermittel mitentscheiden. Bleiben fünf Kantone – Zürich, Zug, Schwyz, Basel-Stadt, Nidwalden. Der Rest hat eine andere Interessenlage. Nehmerlogik gehört nicht in die Landesregierung.
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Die SVP hat Anspruch auf 4 BR-Sitze.
Warum?
Alles ist besser als die Schweiz-Abschaffer Jans+Cassis