Am Mittwoch vor Sechseläuten wird es beim Münsterplatz luschtig.
Kinder, Promis und Zünfter rennen mit Leitern durch die Altstadt. Es ist eine Adaption des bekannten Zuger Chriesisturms.
Zug ist dieses Jahr Gastkanton am Zürcher Sächsilüüte. Nach dem Promirennen gibts einen Apéro für die Bevölkerung.
Etwa 200 Helfer reisen aus Zug an.
Der „Zürcher Chriesisturm“ könne man unter „freundeidgenössische Beziehungen“ kategorisieren, hat der Zuger Regierungsrat beschlossen.
Darum fliesst Geld. Auch Sponsoren öffnen ihr Portemonnaie.
Ist eben ein lustiger Anlass.
Die Freiwilligen des reichsten Kantons der Welt wollten ausserdem für ihr „interzünftiges Helferessen“ 38’000 Franken vom Kanton.
Für 200 People.

Der Antrag und die Antwort der Regierungsrats sagen viel über die Mentalität des Kantons aus.
38’000 Franken für ein Essen?
„Dies entspricht“, antwortete der Regierungsrat, „bei 200 Helfenden einem sehr hohen Betrag von 190 Franken pro Helfenden.“
In der Tat.
Für 190 Franken gibts in der Kronenhalle als Vorspeise einen Salat (29 Franken), das Filetgulasch Stroganov (69 Franken) und noch eine grosse Auswahl in der Weinkarte.
„Angemessen“, darum die Antwort der Regierungsrats, „erscheint ein Betrag von 100 Franken pro Helfenden.“ Dafür gibts immer noch was Sättigendes.
Die Moral: Von Zug lernt die Schweiz sparen. Zürich könnte sich eine Scheibe davon abschneiden.

Die Selfie-Crew soll gehen
Und was ist jetzt genau die Moral?
@Walliser: klar hast du die Moral der Geschichte nicht verstanden… 🤦♀️
Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Dieses Sprichwort gilt immer noch, gerät aber zusehends vergessen. Wie das beim Bund der Fall war.
Sparen muss man nicht in der Zeit,sondern in der Not dann hast du auch Zeit.
Tipisch linksgrün Zürich….m
Depp, es geht um Zug. Aber eben.
Bist du ein bisschen dumm? Es geht hier um den Kanton Zug?
In Zürich bekommt man für 100 Franken gerade mal einen Vorspeisensalat und eine Kaffee.
Stimmt ganz und gar nicht.
Bezahlt der Staat, darf es es bitzle mehr si. Dieses ungenierte sich Bedienen am Staat, soll den Jüngsten auch noch eingeimpft werden, bei den anderen Teilnehmern ist schon Hopfen und Malz verloren.
Wer zur Hölle zahlt denn schon fast 70 Stutz für ein Stroganoff?
Zug muss ja irgendwie die Ausgaben erhöhen, sonst geht alles Geld den Bach runter in den Finanzausgleich.