36 Prozent der Schweizer Haushalte wohnen im eigenen Heim, der tiefste Wert Europas.
Österreich 55 Prozent, die Niederlande über 69, Dänemark rund 60, selbst Deutschland 47.
Grund dafür: Bis 1965 war modernes Stockwerkeigentum im Zivilrecht nicht vorgesehen (ausser im Wallis), weshalb in der grössten Nachkriegs-Bauphase fast nur Mietwohnungen entstanden.
Das war eine gesetzgeberische Lücke. Die Quote hat sich seither nie mehr auf das Niveau von 1950 erholt.
Der Bund selbst ist seit Jahrzehnten dazu verpflichtet. Artikel 108 BV verpflichtet den Bund, den Erwerb von Wohneigentum zu fördern.
Deutschland macht daraus Eigenheimzulagen und Förderkredite, die Schweiz das Wohnraumförderungsgesetz von 2003 – primär gemeinnütziger Wohnungsbau, kaum private Eigentumsförderung.
Die FDP verabschiedete einen „Eigentumspakt für den Mittelstand“ und will die Tragbarkeitsvorschriften lockern, weil junge Menschen daran scheitern, obschon sie die Kosten tragen könnten.
Dass die eigene Partei jahrzehntelang in Bundesrat und Parlament sass, während diese Regeln verschärft wurden, wird geflissentlich ignoriert.
Wer eine Hypothek aufnimmt, muss die zweite Hypothek – über 67 Prozent Belehnung – innert 15 Jahren oder bis zur Pensionierung amortisieren, mit einem kalkulatorischen Zins von 5 Prozent statt des effektiven Marktzinses.
Mit dem Alter verschärfen sich die Vorgaben zusätzlich, weil das Renteneinkommen sinkt.
Am meisten Eigenkapital besitzt man kurz vor der Pensionierung, wenn man es am wenigsten braucht; mit 30, wenn man Eigentum für die Vermögensbildung bräuchte, verhindern genau diese Regeln den Einstieg.
Diese Parameter sind Finma-anerkannte Selbstregulierung der Bankiervereinigung.
Dabei gilt die Sorge der Ökonomen um die Finanzstabilität nicht diesen Käufern. Die Nationalbank sieht das grösste Risiko bei Renditeliegenschaften, die institutionelle Investoren mit beschränkter Haftung kaufen.
Dort weichen Preise am stärksten von Fundamentalwerten ab; Kredite könnten häufiger unbedient bleiben.
Reguliert wird trotzdem gleich streng. Der Eigenheimkäufer haftet mit seinem ganzen Vermögen, der Immobilienfonds nur beschränkt.
Wohin das führen kann, zeigt Dänemark. Seit 2011 sank die dortige Eigentumsquote von 69 auf 59 Prozent, weil ausländische Investoren verstärkt Renditeobjekte kauften.
Besonders sichtbar wird dieser Widerspruch auch beim Hauseigentümerverband. Der spricht von Wohneigentumsförderung, meint aber staatlich finanzierte Massnahmen wie Steuerabzüge oder gelockerte Bankenregeln.
Private Modelle ohne Staat treibt er nicht voran.
Ratgeber, in denen er Mietern erklärt, wie man zu Eigentum kommt, sind Bevormundung, keine Förderung.
Seine 340’000 Mitglieder sind laut Statut „Wohneigentümer und Vermieter“ zugleich – der Mietbestand bringt stete Rendite, die sinkt, sobald mehr Mieter zu Eigentümern werden. Die reine Bewirtschaftung des Themas kostet hingegen nada.
Mietkauf, bei dem ein Teil der Miete als Kapitalaufbau angerechnet wird, oder dänische Andelsboliger (genossenschaftliches Wohnen), bei denen Bewohner über Jahre Anteile am eigenen Wohnraum erwerben, gibt es in der Schweiz kaum.
Anders als Schweizer Wohnbaugenossenschaften ermöglichen dänische Andelsboliger nicht nur günstiges Wohnen, sondern auch privaten Vermögensaufbau.
Die Bewohner erwerben Genossenschaftsanteile, die ein dauerhaftes Wohnrecht vermitteln und innerhalb gesetzlicher Grenzen an Wert gewinnen können.
Auch Housing Bonds, private Anleihen zur Finanzierung des Übergangs vom Mieter zum Miteigentümer, kennt die Schweiz nicht – obschon sie ganz ohne staatliche Mittel auskämen.
Jede Partei, jeder Verband, jede Bank hat für die tiefe Quote eine eigene Erklärung. Am politischen Willen, sie zu erhöhen, fehlt es seit fünfzig Jahren.
Derweil bindet der Mittelstand einen immer grösseren Teil seines Einkommens für Wohnen, kürzt Konsumausgaben und spart auf niedrig verzinsten Konten.

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Die bürokratisch verwaltungslastige Regulierungswut ist sinn- und grenzenlos – funktioniert aber in den wenigsten Fällen situationsgerecht.
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Am Sozialsten wäre Eigentum für Alle. Ganz zu schweigen von dem Mehrwert für die Gesellschaft wenn mehr Menschen mehr Eigenverantwortung übernehmen.
Wer verhindert das seit Jahrzehnten? Genau, die FDP im Gleichschritt mit der SP.
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Wohneigentum für Alle?
Wie in sozialistisch regierten Ländern,
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Eigenverantwortung ist ein krass missbrauchter Begriff der Cüpli-Gesellschaft geworden. Bedeutet primär eigene vor allgemeinen Interessen.
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@Nein Danke
Verstehen Sie absichtlich nicht was Wohneigentum für Alle heisst?
Den VEB Mietwohnung haben wir ja jetzt in Repräsentation der Grossen wie z.B. AWD-Swiss-Life. An denen kommt man nicht mehr vorbei weil sie PK-Gelder und Anlagegelder und Selbstoptimierungsgelder im Mietwohnungsmarkt haben. Meines Wissens bekämpft Badran diese Grossen, aber sie ist eben nicht für mehr Wohneigentum sondern für mehr Mieterverband. Also Teil des Systems.
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Der Bund fördert nicht privates Wohneigentum sondern professionell anonym bewirtschafteten Immobilienbesitz.
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WEF 9.12.2016; 2030 wirst Du nichts mehr besitzen und glücklich sein
Aufgewacht?
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/509657/keine-privatsphaere-und-kein-eigentum-die-welt-im-jahr-2030-nach-wunsch-des-weltwirtschaftsforums
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Über die gratis Hypotheken (95% Belehnung!) basierend auf fantastischen Liegenschaftsbewertungen querfinanziert sich der Schweizer Geldadel seinen luxuriösen Lebensstil – das funktioniert aber nur, solange das Immo-Hyposystem auf einen kleinen Kreis beschränkt bleibt.
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@Das ist so gewollt!
In der Schweiz ist eine Belehnung von 95% für selbstgenutztes Wohneigentum unüblich, da regulatorische Vorgaben maximal 80% erlauben. Für den „Geldadel“ (sehr vermögende Privatpersonen) oder Renditeobjekte existieren jedoch oft Lombardkredite (Belehnung von Wertschriftendepots) oder Strukturen im Private Banking, die eine höhere faktische Hebelwirkung ermöglichen.
Ausnahmen für Investoren: Werden Immobilien nicht selbst bewohnt (z. B. als Renditeobjekte), fallen die Belehnungsgrenzen bei den meisten Banken oft strenger aus (z. B. 60% bis 70% Belehnung).
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FYI: 🏆🏆🏆
Wer mietet, hat jetzt ein riesen USP👉bei den RAV Marathon Bewerbungen: 👉er/sie ist NICHT festgenagelt an 1 ORT – durch einen altherkömmlich -gedachten Hypoklotz. Jobs first.
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Wohnen muss jeder. Das haben inzwischen sogar die Sozialisten begriffen und auch verstanden, dass hier viel Geld zu verdienen ist.
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Ob Dänemark es besser macht, weiss ich nicht. Aber Dänemark ist weniger dicht besiedelt und hat keine Berge. Die bebaubare Fläche der Schweiz ist eingeschränkt. Nicht ganz einfach, allen eine Villa mit Umschwung bereitzustellen und städtebaulich ein Desaster, aber das den bösen Bankern und Politikern anzulasten scheint fragwürdig. Gute Raumplanung erreicht mehr für die Lebensqualität als Privatbesitz um jeden Preis.
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Wohneigentum ist nicht gleich Haus mit Umschwung du Löffel.
Aber richtig lustig ist wie ausgerechnet linksgrüne die „Hüslischwiz“ so hassen. Gibt wohl keine grüneren und ökologischeren Wohngebieten als Einfamilienhausquartiere mit grün blühenden Gärten. (sicher nicht die zubetonierten Mietkasernen wie sie landesweit für die 12+ Millionen Schweiz entstehen)
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Die Schweiz lässt ja keine Gelegenheit aus, die Welt darauf hin hinzuweisen, dass sie das reichste Land sind und damit auf irgendeiner Liste wieder ganz oben stehen. Und das ganz toll finden!
Die niedrige Rate der Wohneigentümer ist natürlich politisch gewollt: mit weniger Mietern würde die Zahl derer, die die Pensionskassen via Liegenschaftsverwaltung melken können, sinken, während sie Milliarden Verpflichtungen in ihren Büchern stehen haben. Weniger Mieter würden das Pensionskassensystem noch weiter in Schräglage bringen.
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Darum nur noch weg hier. Damit die Abzocker und der Staat keine Kohle mehr bekommen! In Asien lebt es sich viel besser mit der Rente. Und da braucht es nicht mindestens Fr. 6000.— zum *Überleben*! Und kein Stress mit Rechnungen und Zwangsabgaben!
Übrigens: Der sogenannte Staat hat das Interesse am Bürger längstens verloren…
Nur noch zum zahlen da und sonst soll er schauen wo er bleibt… Wie in der EU auch…
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Und obendrauf kommt noch die Grundstücksgewinnsteuer, die als räuberische Inflationssteuer den Verkauf zu gross gewordener Liegenschaften nach der Pensionierung zum Witz macht. Wer verschenkt schon freiwillig eine halbe Kiste?
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Du hoi Roberto C. Feusi, wenn du findest, Dänemark macht es besser, dann kannst du ja gleich zum EU hineintreten.
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Die Schweizer Eliten wollen die Bürger demütigen. Das war immer so in der Vergangenheit.
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Schlagzeile: Schweiz will Mieter, keine Besitzer.
Grund dafür: Bis 1965 war modernes Stockwerkeigentum im Zivilrecht nicht vorgesehen (ausser im Wallis), weshalb in der grössten Nachkriegs-Bauphase fast nur Mietwohnungen entstanden. Das war eine gesetzgeberische Lücke. Die Quote hat sich seither nie mehr auf das Niveau von 1950 erholt.
Buchempfehlung: Das literarische Schlüsselwerk zum besseren Verständnis der helvetischen Seele berührt auch das Dasein als Mieter und Mieterin: «Der Waschküchenschlüssel» (oder was, wenn Gott Schweizer wäre), das 1988 publizierte Werk von Autor Hugo Loetscher.
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@Sonderfall Europa: Mehrheit wohnt in Mietwohnungen
Rund 58 % der Bevölkerung bzw. über 50 % der Haushalte leben zur Miete. Dies ist im europäischen Vergleich eine außergewöhnlich hohe Quote, womit die Eidgenossenschaft das Schlusslicht bildet. Lediglich 42 % der Menschen wohnen im eigenen Haus oder in der Eigentumswohnung.
Frage mal Blocher, Matter oder Freddy, die zur „Miete“ wohnen, oder? Egal.
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FDP/Eigentumspakt: rein populistisch, da in der Praxis nicht umsetzbar. Das beginnt nur schon damit, dass in den Ballungszentren Jung-Familien auch mit dem FDP-Bürgschaftsprogramm Löhne bräuchten von >250k. Also nur für Gutverdienende und nicht für den Durchschnitt. Die Kreditschuld wird mit dem Förderprogramm höher (bis 95%), wer soll da die Hyp abzahlen (2. Hypothek/15 Jahr) inkl. Zinszahlung – also auch nur für Gutverdienende. Reine FDP-Politik
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Der institutionelle Immobilienbesitzer ist der bessere Immobilienbesitzer, da er die Risiken (z.B. Standort) besser streuen und somit im Durschnitt minimieren kann und daher die besseren Kreditkonditionen erhält. Dies ist ein Wohlstandsindikator.
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keine Mieter – keine Rendite.
Ein ganz perfides System.
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In steuerlicher Hinsicht wird Wohneigentum nicht gefördert, sondern sanktioniert. Stichwort: Eigenmiete (zumindest noch die nächsten zwei Jahre). Betreffend jener Volksabstimmung hiess es aus rotgrüner Lager: Die Stimmbürger haben gegen ihre eigenen Interessen gestimmt.
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64 % der Schweizerbevölkerung wohnt in totaler Abhängigkeit vom Besitzer und das von der Wiege zur Bahre! Was ärgert ist der Terminus der Medien/Politiker „der Traum vom Eigenheim ist bei den Schweizern ungebrochen“. Was für ein perverses Statement! Wohneigentum ist weltweit für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit, wie Essen und Trinken. Nur der Schweizer meint, das sei was Grossartiges. Der im Zoo geborene Affe weiss auch nicht, dass ihm in der freien Wildbahn ein Gebiet von mehreren km2 verfügbar wäre. Der grösste Teil der Schweizer Bevölkerung wird als Affen gehalten.
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was bringt mir eine eigene bude, wenn mir und meiner sippe dann das geld für einen bmw (oder eines seiner derivate) fehlt?
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Ich wohne mit meinem BMW (Oldtimer) unter einem Dach. Sehr empfehlenswert!
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Der Alptraum der Banken wären viele abbezahlte Eigenheime oder auch Stockwerkeigentum. Kein Business mit Hypotheken, wenig Geldanlage zum Spielen für die Anlage“berater“, vermutlich auch weniger Handwechsel. dafür Stabilität und Zufriedenheit in einem grossen Teil der Bevölkerung.