Die Adresse böte Stoff für ein Drehbuch: Traditionsbeiz, Streit mit dem Vermieter, Schliessung, stylische Hawai-Bar, Konkurs.
Und jetzt endlich die Wende. So die Hoffnung.
An der Glockengasse 7 mitten in der Zwingli-Altstadt soll wieder Leben einkehren. Im März wurde im Handelsregister die Kiki & Bouba AG eingetragen.
Mit Sitz genau an dieser Adresse.
Hinter der neuen Gesellschaft stehen die bekannten Zürcher Spitzenköche Elif Oskan und Markus Stöckle.
Zweck der Gesellschaft: Betrieb und Aufbau von Gastronomie-Betrieben.
Die Adresse ist allerdings kein gewöhnlicher Gastro-Standort. Sie gilt seit Jahren als Sorgenkind.
Bis 2021 war hier das traditionsreiche Kaiser’s Reblaube zu Hause – eine Institution in der Zürcher Innenstadt. Dann kam es zum öffentlich ausgetragenen Streit mit der Vermieterschaft.
Das Restaurant verschwand. Eigentümerin der Liegenschaft ist die Sisa Immobilien AG von Dolder-Besitzer Urs E. Schwarzenbach, der das Gebäude 2006 erwarb.
Danach folgte ein Hawai-Lokal namens Waiana Tiki Bar. Viel Holz, viel Design und viel Liebe zum Detail.
Das Konzept sollte frischen Wind in das geschichtsträchtige Haus bringen. Doch die Euphorie hielt nicht lange. Die Bar verschwand wieder.
Nun also der nächste Versuch. Ausgerechnet zwei der bekanntesten Köche Zürichs wagen sich an die Problem-Adresse.
Oskan und Stöckle bringen Renommee, Erfahrung und Strahlkraft mit. Reicht das für die Wende, oder droht der Glockengasse der nächste Gastro-Flop?
Für Vermieter Schwarzenbach steht einiges auf dem Spiel. Nach dem Ende der Kaiser’s Reblaube und dem Intermezzo mit der Hawai Bar wäre ein Fehlschlag ein weiterer Dämpfer für eine prominente Zürcher City-Adresse.
Die Sisa Immobilien AG wurde um Stellungnahme geben.
Gefragt wurde nach den mutmasslich neuen Pächtern, den Erwartungen an das Projekt und ob an der Glockengasse endlich Ruhe einkehren würde. Das Unternehmen reagierte nicht.

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den Narrativ nicht verdrehen. Die beiden letzten Projekte sind ja nicht aufgrund der Adresse gescheitert sondern wegen des schlechten Konzepts.
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Eine Schwarzenbach-Initiative und die Schweiz ist gerettet.
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Dein Kommentar gibt einen Hinweis auf Dein Alter 75?
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Schicki-Micki hat es so schwer,
2026 allgemein, vieles ist quer.
Schnelllebigkeit ist jetzt Trumpf,
Manches geplant, ohne Zukunft.
ORF
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Deine Gedichte werden einfach nicht besser
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Hawaii.
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Papierlischweizer-„Fachkräfte“-Kommentar incoming in 3, 2, 1…
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Wie soll das gehen. Ich habe vor wenigen Jahren einen ausgewiesenen Gastronom begleitet, der die Reblaube pachten wollte. Für das kleine Lokal mit +/- 40 Plätzen und einer Aussenterrasse (deren volle Nutzung allerdings von der städtischen Willkür abhängig ist) hätte schlappe CHF 18’000 Pacht je Monat gekostet.
Ich habe damals gesagt: „OK, wie soll das gehen, wenn die ersten 3’000 Cordon Bleus für die Miete draufgehen?“
(Pachtanteil geschätzte 10% vom Umsatz, wenn das Cordon Bleu nicht billige CHF 60 je Stück kosten soll).
Bei diesem Haus stimmt die ganze Rechnung nicht. Finger weg!
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Genau. Miete darf höchstens 7% des Umsatzes betragen.
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…spannend auch die Preisvorstellung für die ganze Liegenschaft: CHF 18.0 Mio. Die Bruttorendite war rund 1.9 %…einfach nur irre.
Für Renditepicker bestimmt ein Schnäppli.
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Milliardär ?
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wer interessiert solche tam tam gastro noch?
mehr teller, als inhalt und mit geschmacksverstärker
und viel farbe.
und sauteuer, auch noch.
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Ich tue mich hier mit dem Wort ‚Gastro‘ etwas schwer.
Die Leute sollen ja nur bezahlen und nicht auch noch irgend ein Essen geniessen.
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Man sagte früher schon:
Wer nichts wird wird Wirt, wer gar nichts wird wird Bahnhofswirt und ist ihm dieses nicht gelungen, geht er zu Versicherungen.
Es gibt viel zu viele Gastronomiebetriebe, aber irgendwie will anscheinend jeder mit ein bisschen kochen reich werden.
Welcher Kunde hat noch Lust auf aufgewärmte „Bistro-Gerichte“?
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wer nix ist und wer nix kann
geht zur Post und Eisenbahn
wer zu blöd ist für die zwei
meldet sich zur Polizei
wer für diese drei zu dumm
kommt ins Ministerium
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Zürich und Gastro sind disjunkte Begriffe.
Vielleicht würde es klappen, wenn man einen Schauspieler aus Klimbim oder irgend einen Bachelor dort für die Küche nehmen würde?
Wird nicht gehen. Kosten in Gastro sind viel zu hoch. Liegt an Pacht, Löhnen und Staat.
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‚Oben-ohne‘ Bar geht immer …
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Genau, Go Go mit Simone.
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Dass die Waiana Tiki Bar verschwunden ist, wundert mich nicht. War selber ein paar Mal dort. Wie im Artikel beschrieben; die Bar hat einiges hergemacht, die Innenausstattung und das Flair haben einen direkt in Kurzferien verfrachtet, ohne wie eine billige Touristenfalle zu wirken. Aber manoman, die Preise. Bier, Wasser etc. hat sich alles im „normalen“ Zürcher Rahmen bewegt aber die Cocktails… Zu zweit haben wir für je 1-2 Cocktails locker 50-60 CHF hingeblättert. Auf der anderen Seite muss man wohl die horrenden Mieten in der Zwinglistadt irgendwie begleichen können… Schade wars.
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Sollte sich herausstellen, dass das Essen dort akzeptabel ist, würde ich das Lokal mal komplett für einen Abend mieten.
In meinen Kreisen speist man eben angemessen.
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Auch im Raume St. Gallen kriselt es an vielen Orten in der Gastronomie: Das Schloss Oberberg erlitt gerade den nächsten Crash und steht ab sofort wieder zur Vermietung. Der Schwarze Bären steht auch ab sofort zur Vermietung. Auch einst recht gut florierende Betriebe wie die Brauerei-Beiz Nett’s haben den Zenit längst überschritten. Die Gäste bleiben dort mehr aus als auch schon; der alte Wirt Köbi hat sich zurückgezogen und hofft immer noch auf eine Nachfolgelösung. Bei der Villa am See in Goldach sei die Handbremse auch angezogen… etc., etc.