Er danke Christian Stolz für sein „grosses Engagement“ und den „Beitrag zum Erfolg von Cembra“.
Die Worte des CEOs – er heisst Holger Laubenthal – im heutigen Communiqué der Cembra sind die Heuchelei des Jahres.
Jener Kollege, den Laubenthal überschwänglich verabschiedet, muss den Kopf hinhalten für dessen eigenes Versagen.
Unter Laubenthal hat sich die Cembra Money Bank verrannt. Die Kleinkredit- und Kreditkarten-Firma kaufte ein hippes Start-up, welches das ganze Haus ins Wanken bringt.

Die Rede ist von Byjuno. „Buy Now, Pay Later“ – so das Schlagwort. CEO Laubenthal hatte seinen ersten, dicken Pflock eingeschlagen.
Er blätterte für die Byjuno, eine Anbieterin von „Rechnungskauf-Lösungen“, sagenhafte 60 Millionen auf den Tisch.
Byjuno sollte die Cembra rasch zum Blühen bringen. Statt dessen wurde sie laut einem Insider zum Mühlstein um den Hals des Kreditbank.
„Immer noch in der Verlustzone“ sie der Cembra-Bereich mit der Byjuno, sagt ein Insider.
Dabei hatte Chef Laubenthal beim Kauf 10 Millionen Gewinnbeitrag durch den Zukauf versprochen.
Der Schuss ging nach hinten los. Den Kopf hinhalten muss jetzt aber nicht der CEO, sondern der genannte Christian Stolz. Er hat sich frühzeitig ins Alterstübli verabschiedet.
Damit der Bigboss, eben Laubenthal, weiter zuoberst so tun kann, als ob er mit dem Drama nichts zu tun hätte.
Es war aber Sache des CEOs, mit dem Kauf der Byjuno frischen Schwung in die Cembra zu bringen. Damit ist er gescheitert – seinen Bonus hat er trotzdem auf sicher, Rausschmiss von Kollege Stolz sei Dank.
Laubenthal hat Erfahrung darin, sich so zu positionieren, dass er nicht in die Abschussposition gerät.
Ist auch ein Talent. Auch wenn es unternehmerische Fähigkeiten nicht ersetzen kann.
Für ihn geht die Rechnung auf.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Erfolg wird nach oben delegiert, Misserfolg nach unten. Dieses Muster ist in allen Firmen zu beobachten die von Deutschen geführt werden. Sie scharen Landsleute um sich die ihnen hörig sind, alle anderen werden aussortiert. Wann entledigt sich unsere Wirtschaft endlich von diesen vielen Besserwissern? Haben wir keine eigenen kompetenten Führungskräfte mehr?
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Holger Laubenthal führt die Cembra-Bank seit 2021 relativ erfolgreich.
Musste auch den Wegfall der Migros-Kreditkarten wegstecken. Natürlich
ist er ein guter Verkäufer, wie die meisten seiner Landsleute aus
Germany.
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Erfolgreich?
Er spart einfach exzessiv.
Die Frage ist einfach, ob irgendwann etwas bricht….
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Na ja, unter Markt wachsen, Gewinne nur durch Gebührenmaximierung, Stellenabbau und Verlagerung nach Riga und Griechenland. Verkürzen von Zahlungsfristen und sonstige kreative Buchhaltung sowie die Ablösung des Core Systems mit zweistelligem Millionen Invest in den Sand gesetzt und nach jahren läuft es immer noch nicht! Nun ja, unter Erfolg verstehe ich was anderes!
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Der CEO kann per Definition nicht schuldig sein; ergo wird es immer einen geben müssen, der den Kopf hinhält. Dafür hat der Mann die Harvard Business School absolviert.
Ich bin gerade daran meine Geschäftsbeziehung mit Cembra aufzulösen, nachdem man einfach mal so persönliche Daten und IBAN von mir per E-Mail versendet hat. 🙈 Das Geld für eine E-Banking interne und geschützte Kommunikation ist wohl für den Byjuno-Deal drauf gegangen.
Unglaublich die Truppe!
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Jeder ist sich selbst der Nächste.
Alte thailändische Weisheit.
Den Bonus für die misslungenen Entscheid.
Alte Banker Weisheit.
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Byjuno ein „hippes“ Start-up? Das darf doch wohl nicht wahr sein – das ist (oder war) ein Inkasso-Hai der bissigsten Sorte, berüchtigt unter anderem für seine aggressive Mahngebührenpraxis. Eine Zeitlang war die Bude zum Beispiel für die SBB tätig, und gemeinsam hat man erfolgreich den früher guten Ruf der Staatsbahn ruiniert.
Vielleicht mal ein bisschen bei K-Tipp und SRF googlen?
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Alte Manager-Weisheit: Wenn die versprochenen Finanzzahlen nicht kommen, dann kauft man Firmen auf, um es mit Akquisitionsaufwand zu verschleiern und es schönzureden (Wachstums-Stories etc.).
Das dürfte auch bei Cembra nicht die letzte Akqusition bleiben, besonders wenn das Wachstum und der Erfolg ausbleibt.
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Schon Karl Lagerfeld wusste: Wer für Holger arbeitet, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
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Auch der CFO musste vor wenigen Monaten (angeblich nach einem Konflikt mit Laubenthal) gehen. Das wäre eigentlich fast noch der spannendere Artikel gewesen. Bleib dran bei Cembra, Luki.
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Und schon wieder ein Beispiel von männlichem Totalversagen. Kriegen die Herren denn nichts mehr auf die Reihe? Zeit für ein Frau!