Wenn eine Tragödie ins Komische abgleitet, entsteht eine Farce, sagt man. Oder weniger bildungssprachlich:
Tausende Lykke-Kunden haben 60 Millionen Franken verloren, nachdem die Schweizer Kryptobörse vor etwas über zwei Jahren gehackt, angeblich gehackt wurde.
Das behauptet Firmengründer Richard Olsen, 72, ein Schweizer Unternehmer und Urenkel von Julius Bär, dem Privatbankgründer.
Vielleicht war aber alles ganz anders, die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führt ein Strafverfahren gegen Olsen wegen Veruntreuung unter anderem.
Für Olsen, der zahlreiche Anfragen nicht beantwortete, gilt die Unschuldsvermutung.
Über Lykke mit Sitz in Zug und ihre Tochtergesellschaften in London sowie Limassol (Zypern) wurde Ende 2024 der Konkurs eröffnet, die Untersuchung der Zuger Behörde ist hängig, ebenso das Strafverfahren der Zürcher Staatsanwaltschaft.
Ende Januar 2025 wurde auch über den Gründer und Chef der gescheiterten Firma privat der Konkurs eröffnet.
Nun verbreitet das Konkursamt Hottingen-Zürich – Olsen wohnt in Witikon, einem zum Zürcher Stadtkreis 7 gehörenden Quartier – in einem Zirkularschreiben den Kollokationsplan und das Inventar.
Womit die Geschichte sich von der Tragödie zur Komödie entwickelt.
Die Behördenvertreter haben, bildlich gesprochen, den Schuldner auf den Kopf gestellt, zwei Jahre geschüttelt – und zusammengezählt, was aus seinen Taschen fiel.
Nicht viel, nämlich Vermögenswerte im Wert von 65’836 Franken und 75 Rappen (inklusive Kostenvorschuss von 1’800 Franken bei Konkurseröffnung).
Gut 45’000 Franken kommen aus Vergleichen mit Familienmitgliedern (infolge Erbschaften möglicherweise).
Der selbsternannte Krypto-Opa, der in Vergangenheit bereits Oanda, eine Devisenhandels-Plattform, gegründet und verkauft hatte, steuerte bloss ein Guthaben von 12’329.90 (auf Thomas Matters Helvetischen Bank) bei plus 6 ’00 Franken aus dem Verkauf eines gebrauchten Volvos (Ikea-Milliardär Ingvar Kamprad lässt grüssen) – weniger als 20’000 Franken.
Und das nach einem langen Leben als (entfernter) Bär-Erbe, Unternehmer mit Universitätsabschluss sowie Krypto-Pionier mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten und einzigartiger Software (eigene Angaben zu Zeiten, als er noch kommunizierte und geschäftete).
Um fair zu sein: Es soll noch mehr Geld fliessen. Aus dem Volvo-Verkauf sind 3’500 Franken offen, bei der Luzerner KB liegen 4’500 Franken und, hier beginnt die Farce, sein Anteil an der Olsen Financial Technologies GmbH bringt weitere 100 Franken auf die Waage.
Dummerweise entstanden Kosten, um die Assets zu verflüssigen: 15’500 Franken, um genau zu sein. Unbeeindruckt gehen die öffentlichen Angestellten den Dienstweg – und weisen die zu erwartenden Dividendenzahlung an die Geschädigten sauber aus.
1. Klasse: 0 Prozent, 2. Klasse: 0 Prozent, 3. Klasse, und das ist die gute Nachricht: 0,1 Prozent. Oder ein Zehntelrappen je Franken.
Humor ist, wenn man trotz des superkurzen Haircuts lacht. Und sich nicht überlegt, ob Richard Olsen ein wohlmeinender Unternehmer war, der bloss Pech gehabt und alles verloren hat, einschliesslich des Gelds seiner Kunden.
Oder ob wir es vielleicht, vielleicht mit einer Breaking Bad-Ausgangslage zu tun haben – einem die längste Zeit rechtschaffenen Familienvater (sein Sohn Simon war als Lykke-Custodian verantwortlich dafür, die Kryptos und Fiat-Gelder der Kunden sicher aufzubewahren), der aufs Alter vom geraden Weg abkam.
Sollte Letzteres zutreffen – es gilt, wie geschrieben, die Unschuldsvermutung für Vater und Sohn Olsen –, hätte er die Früchte seiner „Arbeit“ gut versteckt.
Zu gut für die Behörden zumindest. Die Eigentumswohnung in Witikon, die er bewohnt, wurde jedenfalls rechtzeitig dem Zugriff der Gläubiger entzogen, sie gehört Helen Olsen, seiner Frau.
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Deloitte versagt erneut im Bereich Cybersicherheit. Kann irgendjemand diese Clowns verklagen und sie dazu bringen, sich aufs Erbsenzählen zu konzentrieren, anstatt auf IT?
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Vielleicht findet man in den Liechtenstein Files etwas über die Olsen Bande 😉
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Da hat jeder Beamter mehr Vermögen, als dieser Unternehmer und Crypto Pionier aus gutem Hause.
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Der hat sein Geld garantiert irgendwo vergraben 😊
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Welche Anwälte vertreten Olsen? Wahrscheinlich eine Kanzlei wo Normalsterbliche nicht mal einen Termin bekommen. Wäre er Drogensüchtiger Junkie hätte man schon lange das letze Goldketteli beschlagnahmt
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Grausam, wie solche Leute vorgehen.
Einfach grausam. Sie wollen nur eines.
Dein Geld.
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Was soll eigentlich die Tochtergesellschaft in Zypern für eine Funktion gehabt haben? 🙈🙊🙉 🤣
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Ist ja auch schön luftig warm dort auf’s Alter, falls es hier zu heiss wird
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War jede Cryptofirma in der Schweiz nicht einfach nur scheisse? Und global? FTX? Scheisse, zig andere einfach nur Scheisse. Wie Fliegen halt um Scheisse fliegen, kommen dann auch Schweizer auf dumme Gedanken. Z.B. Värdex. Die Bitcoin-Automaten-Firma. In Echt: Geld reinwerfen kann man auch ins Feuer. Dann hat man wenigstens warm.
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Die Bär Erben sind ein Garant für Erfolg. Mike Bär lässt grüssen.
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Nur Dummköpfe überfallen eine Bank. Richtige Gangster gründen eine Bank.