Der Verwaltungsrat der GZO Gesundheitszentrum Zürcher Oberland hat gestern die Katze aus dem Sack gelassen.
Man wolle mit der Thurgauer Thurmed AG zusammenspannen. Deren Angebot sei das Beste aus Sicht des Spitals.
Der Sachwalter, der das Sagen hat, solange die GZO im Nachlass ist, leistet Sukkurs. Ebenso die Aktionärsgemeinden; sie würden 49 Prozent am Spital Wetzikon behalten.
Ganz anders reagiert heute Gregor Greber. Der „Anführer“ der Obligationäre, die seit zweieinhalb Jahren auf ihre 180 Millionen für den Wetzikoner Neubau warten, verwirft das Angebot in Bausch und Bogen.
Lieber einen Konkurs des Spitals und dann die Assets, allen voran der nicht fertig gestellte Neubau, das Land und weiteres einzeln versilbern, als sich vom VR der GZO und dem Sachwalter übertölpeln lassen.
Diese hätten sich für das schlechtere Angebot entschieden. Thurmed biete „zunächst lediglich ein Wandeldarlehen von rund CHF 7 Millionen“, schreibt Greber den Anleihens-Gläubigern.
„Weiteres Eigenkapital soll dagegen über eine Option erst zu einem späteren Zeitpunkt – offenbar bis zum 31. Dezember 2027 und damit nach dem erwarteten Abschluss des Nachlassverfahrens – eingebracht werden können.“
Die Thurmed habe alle Vorteile für sich, während den Bond-Holdern ein grosser Abschreiber sicher sei.
„Es kann nicht sein, dass die Gläubiger heute auf einen erheblichen Teil ihrer Forderungen verzichten, während Dritte gleichzeitig Optionen auf Vermögenswerte oder zukünftige Wertsteigerungen erhalten, ohne dass deren voller wirtschaftlicher Wert in die Sanierungsrechnung zugunsten der Gläubiger einfliesst.“
Viel besser wäre es aus Sicht Grebers gewesen, das Angebot der Infracore anzunehmen. Es handelt sich um eine Infrastruktur-Tochter im Imperium des Wallisers Antoine Hubert
Das Seespital Horgen hat ihre Betriebs-Immos an die Infracore verkauft. Diese ist kürzlich an die Börse gegangen.
Das Gleiche strebte Hubert in Wetzikon an.
Laut Greber habe der Zampano der Aevis Victoria, die neben der Infracore auch Luxushotels und das Spitalnetzwerk Swiss Medical Network kontrolliert, das Wetzikoner Spital kaufen wollen.
„Es handelt sich damit nach Angaben von Infracore nicht lediglich um eine unverbindliche Interessensbekundung oder um eine theoretische Bewertung der Immobilien, sondern um einen konkret angebotenen und vollständig finanzierten Cash-Erlös von CHF 55 Millionen.“
Der Verwaltungsrat und der Sachwalter hätten Huberts Offerte in den Wind geschlagen. Das will Greber nicht hinnehmen.
„Der Massstab kann nur sein: Der bestmögliche wirtschaftliche Wert für die Gläubiger unter gleichzeitiger Sicherstellung eines nachhaltig fortgeführten Spitalbetriebs. Alles andere wäre aus meiner Sicht nicht akzeptabel.“
Dann lieber einen Konkurs. „Auf Basis der mir heute vorliegenden Informationen werde ich den aktuell vorgeschlagenen Sanierungsplan nicht unterstützen und empfehle alle Anleihensgläubiger dies ebenfalls kundzutun.“



Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Da scheint jemand rechnen zu können
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Etwas kann man aus diesem
Spital Wetzikon Drama lernen: Spital Anleihen sind hoch gefährlich!