Die IP-Leser finden den Headquarter-Umzug der Vontobel aus Zürich nach Zug toll. Die rotgrün dominierte Limmatstadt fällt bei ihnen ausser Mode.
Die Verantwortlichen beschlossen den historische Schritt aus anderen Gründen. Sie wollen sparen. Bei den Steuern.
Diese wären nur ein Faktor von vielen gewesen, behaupten. Ihr früheres Gebaren deutet auf das Gegenteil hin.
2021 stand hier, dass die Vontobel ein Steuer-Optimierungs-Modell der Sonderklasse betreiben würde – mittels eines Dreiecks Frankfurt-Dubai-Zürich.
In Frankfurt war die Vontobel Europe domiziliert, die entscheidende Tochter fürs blühende Struki-Business der Vontobel in ganz Europa.
Die Gewinne daraus fielen dann aber im Ableger in Dubai an. Dort sassen nicht einmal zehn Mitarbeiter.
Es handelte sich wohl um die pro Kopf gerechneten wertvollsten Banker auf dem ganzen Planeten. Jedenfalls, wenn man die von ihnen getätigte Überweisungen an die Vontobel-Zentrale in Zürich als Basis nimmt.
Von 2008 bis 2019 sendete Vontobel Dubai 450 Millionen Franken aus dem Struki-Business nach Zürich. Mit dem vielen Geld beglückte die Bank ihre Eigentümer.
In Form von horrenden Dividenden.
Besonders happy waren die viele Familienaktionäre aus dem Stamme Vontobel. Sie genossen ein Leben mit ständigem Cash-Fluss aus dem „Bancomaten“ Vontobel.
Drei Jahre später erschien eine nächste Story. Diese stellte in den Raum, dass die Zürcher und Frankfurter Steuerbehörden den Vontobel-„Genies“ auf die Schliche gekommen wären.
Indiz war damals die in die Höhe schnellende Steuerquote. Von einem Jahr auf das andere schoss der Obolus an den Fiskus in der Aufwand- und Ertragsrechnung der Zürcher Privatbank durch die Decke.
Sicher war: Die Vontobel-Chefs hatten ihr Dreiecks-Modell mit den lukrativen Struki-Profiten eingestellt. Jetzt fielen die Steuern dort an, wo die arbeitenden Leute sassen.
Vor allem also in der Vontobel Europe im deutschen Bundesland Hessen. Fertig lustig mit den zuvor jahrelang angewendeten „Verrechnungspreisen“ – so nannte die Vontobel den Aufwand, den Dubai den Frankfurter Kollegen in Rechnung stellten.
Dafür, dass die paar „Nasen“ am Golf Jahr für Jahr Dividenden in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe nach Zürich weiterleiteten.
Sollten die Zürcher Steuerbeamten der Vontobel-Schlaumeierei tatsächlich den Garaus gemacht haben, würde der Auszug aus Zürich Richtung Steuerparadies Zug in neuem Licht erscheinen.
Einerseits als Retourkutsche: Zürich, geschieht dir ganz recht.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Wieso soll Vontobel nicht legal optimieren?
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Das ist doch das bewährte System: den Reichen schiebt man die Kohle in den Arsch, das Vouch lässt man verhungern.
Das ist bürgerliche Politik seit 1848.
Demnächst wird das Wort „Reiche“ sicher aus dem Wortschatz des Sprachdiktators Rösti gestrichen. Es bringt soviel Unruhe ins Vouch.
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Das Beste was man machen kann den Politikern das Geld entziehen.
Die Stadt Zürich verfügt über zu viel Steuereinnahmen.
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Immer gut, wenn der Steuerwettbewerb funktioniert. Solange rot-grün regierte Städte das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster werfen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn Unternehmen und gute Steuerzahler irgendwann abwandern. Zug freut’s! Zürich bleibt die Ideologie.
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Die Credit Suisse würde es noch geben, hätte sie wie die Vontobel in die Zukunft der Bank und nicht nur ans Boni abgarnieren gedacht.