Der Sport, der am meisten wächst, ist Padel. Innert weniger Jahre hat sich das „Tennis“ für ältere Herren zum Hit aller Klassen gemausert.
Kürzere Schläger, kleinere Plätze, immer als Doppel – und erst noch die bekannte Zählweise vom grossen „Bruder“: Das macht Padel zu Spass und Erlebnis.
Schneller, lustiger, einfacher.
Die Plätze schiessen wie Pilze aus dem Boden, Betreiber können abkassieren.
Jetzt bewegt der Boom auch die grosse Sportwelt. Padel könnte 2032 an der Olympiade Premiere feiern.
Höchste Zeit, sich bei Swiss Olympics ins Spiel zu bringen, sagte sich Rico Jacober. Der Ex-Banker, der lange in Singapur lebte, hat Swiss Padel als Verband vor 20 Jahren gegründet.

Um den Padel-Nachwuchs und auch die Elitespieler zu fördern, bewarb sich Jacober um Aufnahme im Dachverband Swiss Olympics.
Ziel war es, an der Delegiertenversammlung Ende 2024 aufgenommen zu werden. Doch da hing der Haussegen schon schief in der Sport-„Familie“.
Swiss Tennis hatte nämlich Padel ins Visier genommen.
Im März 2023 meldete der einflussreiche Grossverband, Padel „per sofort“ als Sportart bei sich zu haben. Dem seit 17 Jahren existierenden Padel-Verband streckten die Tennis-Bosse offiziell die Hand entgegen.
Man wolle „künftig eng mit dem Schweizer Padel-Verband SUIPA“ zusammenarbeiten, um der „noch sehr jungen Sportart“ maximal zu helfen.
Wir sind Freunde, so die Botschaft – im Sinne des Sports. Das hatte im Vorfeld auch der mächtige Swiss Tennis-Präsident René Stammbach seinem Counterpart Jacober vom Padelverband versprochen.

„Let me state this first very clearly“, schrieb Tennis-Stammbach Padel-Jacober. „Swiss Tennis has no intention at all to govern by itself or unfriendly take-over Padel.“
Er, Stammbach, sowie sein Tennis-Verband würden den Padel-Verband „as the governing national body of your sport“ betrachten.
Im Versteckten verfolgten Stammbach und Swiss Tennis bereits einen anderen Plan: Sie wollten Padel in der Schweiz unter ihr Kommando bringen.
Heimlich beantragten sie beim Bundesamt für Geistiges Eigentum, „Swiss Padel“ als Wort-Bild-Marke für sich zu schützen.

Das Vorhaben missglückte: Die Eintragung scheiterte am Einspruch von Swiss Padel, dem Verband des hochschiessenden Sports.
Dieser trug den längst registrierten Namen „Swiss Padel Association“ – ein Markenschutz von „Swiss Padel“ war undenkbar.
Tennis-General Stammbach liess sich von der Niederlage nicht von seinem Vorhaben abbringen. Wie ein Panzer-Kommandant führte er seine Truppen Richtung gegnerisches Terrain.
Den Padel-Miniverband mit Rico Jacober, der sich einer Übermacht gegenübersah.
Ende 2024 spitzte sich die Lage zu.
Jacober setzte alles daran, dass sein Swiss Padel-Verband schnell Teil der Schweizer Olympia-Familie würde.
Er wusste, die Zeit drängte: Gegner Stammbach war schon vor den Toren aufmarschiert. Jetzt oder nie.
Da sprach Swiss Olympics unter Alt-Bundesrätin Ruth Metzler ein Machtwort. Salomonisch meinte die Hüterin der gefüllten Sportkassen, die zwei Streithähne sollten sich an einen Tisch setzen.
Gerne würde man bei den Verhandlungen vermitteln. Nolens volens akzeptierte Padel-Boss Jacober die Sistierung seines Aufnahmegesuchs bei Swiss Olympics.
Im Rückblick der entscheidende Fehler. Das Momentum lag ab da bei René Stammbach und dessen Swiss Tennis. Die klotzten, während Swiss Padel nur kleine Brötchen backen konnte.
Millionen schaufelte der Tennis-Verband frei, um seine vielen Sektionen mit Geld für Padel-Plätze und -Hallen zu beglücken, Trainer auszubilden, Meisterschaften durchzuführen.
Nahm der Padel-Express erst recht Fahrt auf, weil Swiss Tennis die Sache an die Hand nahm? Das dürfte René Stammbach so sehen.
Oder legte sich Stammbach ins gemachte Bett von Swiss Padel, dem Verein, der seit 2006 die Sportart hegte und pflegte, um dann um den Lohn seiner Aufbauarbeit gebradcht zu werden?
So sieht wohl die Version von Jacober aus.
Fairplay gibts zwischen den beiden Funktionären – hier Stammbach als Ex-Expo.02-Topshot, da Jacober als Expat in Singapur und UBS-Banker – längst keines mehr.
Die Sport-Hirsche bekriegen sich – Fifa und Uefa lassen grüssen. Als Erste berichtete kürzlich das „Sportpanorama“ des Schweizer Fernsehens über der grossen Padel-Streit.
Der Herbst 2025 sollte die Entscheidung bringen. Das „Sportparlament“ mit allen Swiss Olympics-Mitgliedern würde am 14. November über die Aufnahme von Swiss Padel entscheiden.
Eine Woche vor dem grossen Jahresanlass schickte René Stammbach allen Sportverbänden, die abstimmen konnten, einen zweiseitigen Brief.
Darin redete er nicht lange um den Brei herum. „Swiss Tennis, loyales Mitglied des olympischen Verbandes seit Jahrzehnten, stellt sich gegen den Antrag“, so der Tennis-Vereins-Chef.
Swiss Padel sei auf sein Fusionsangebot, das er nach einem trilateralen Treffen unterbreitet habe, nicht „eingegangen“, begründete Stammbach.
Dabei hätte er dem Padel-Verband zwei von elf Sitzen in der obersten Leitung zugestanden, zudem wären in den nächsten 4 Jahren 2 Millionen in den Sport geflossen.
Ein Vielfaches des Budgets von Swiss Padel, so Stammbach. Er legte ein Schreiben von Schweizer Spitzen-Padel-Spielern bei.
Der „überwiegende Teil der Nationalteams“ wünschten, „dass Padel in der Schweiz inskünftig allein durch Swiss Tennis strukturell betrieben und gefördert“ würde, führten diese aus.
Pure Geschäftslogik spreche dafür, dass der Padel-Sport in der grossen Schweizer Tennis-Familie aufgehen würde.
„Das Synergiepotenzial von Tennis und Padel in der Schweiz ist enorm, da vielfach die Infrastrukturen unserer 850 Mitglied-Clubs und -Center genutzt wurden und werden, um Padel-Anlagen zu realisieren“, tischte Stammbach dick auf.
Der Swiss Padel-Verband konterte umgehend. „Bis heute zeigte Swiss Tennis kein echtes Interesse an einer partnerschaftlichen Kooperation“, schrieb Präsident Rico Jacober.
„Sondern einzig an einer vollständigen Übernahme des Verbandes – und dies nach einem von Swiss Tennis einseitig definierten Vorgehen.“
Er und sein Verband lehnten einzig ein Vorhaben ab, das „die Eigenständigkeit des Verbandes und damit die Interessen des Padelsports (…) untergraben würde“.
„Padel hat sich zu einer eigenständigen, pulsierenden Community entwickelt“, so Jacober. „Nicht als „Vorort“ des Tennis, sondern als eigener Raum, in dem Menschen sich anders begegnen.“
Das Spiel ziehe „Menschen an, weil es neu ist, leicht, spielerisch und gleichzeitig zutiefst verbindend.“
„Weil man nicht Zuschauer einer etablierten Tradition sein muss, sondern Mitgestalter von etwas, das noch im Entstehen ist.“
Eine Bewegung, eine Community, eine Kultur – Lifestyle, nicht Big Money.
Die knapp 500 Delegierten hatten dafür kein Musikgehör. 184 lehnten die Aufnahme des Swiss Padel-Verbands ab, 159 stimmten dafür.
Aufhorchen lassen die Unentschiedenen: 147 legten leer ein.
„Den Ausschlag gaben die Grossen mit ihrer Stimmenmacht“, sagt Jacober. Er werde weiter alles geben, dass die olympische Familie Swiss Padel bei sich aufnehme.
Und was sagt René Stammbach, Strippenzieher in der Schlacht seines Tennis-Grossverbands gegen den Zwerg Swiss Padel?
„Es gibt keine gleiche Augenhöhe“ zwischen den Streithähnen.
Will heissen: Stammbach sieht sich bereits als Sieger. Das Nein im „Sportparlament“ dürfte er als Freipass nutzen, das Padel-Pedal durchzudrücken.
Der Sport soll in seinem Tennis-Haus weiter zur Decke schiessen.
Empire Building – das passt zur Adresse, an der Stammbachs Swiss Tennis logiert: Roger-Federer-Allee 1, Biel.



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Leider wie überall, wenn’s ums Geld geht, zeigt sich der wahre Charackter.
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Hoffentlich bleibt der extrem erfolgreiche Padelverband komplett unabhängig vom antiquierten STV.
Immer mehr Tennisclubs treten aus dem STV aus und stellen ihre eigenen Regeln auf. Dazu gehört auch das direkte Aushandeln mit den Herstellern der Padelplätze und des Equipments.
Das passt jetzt dem Stammbach nicht in den Kram.
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Warte mal ab, bis es ums Erben geht.
Was da in meiner Boomer-Verwandtschaft abgelaufen ist, hätte ich nicht für möglich gehalten.
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Seid doch nicht so altmodisch!
I LOVE MEI PADLE
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Sind Sie sicher, dass das nicht ein Wettbewerb zwischen Schrubbel und Rubbel ist ?
Es wäre also schon wichtig, dass man das unterscheiden kann, denn es geht ja immerhin um eine Anzahl Leute im niedrigen bis mittleren 3-stelligen Bereich
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sicher eine Sportskanone
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wenn die alten Tennisfunktionäre, die mitverantwortlich für die seit Jahren rückläufigen Mitgliederzahlen in den Clubs sind und auch sonst wenig auf die Reihe bekommen (Einbruch der Turniere für den Breitensport seit Corona), das Sagen im jugendlichen, dynamischen und geselligen Padelsport übernehmen, ist das mehr als nur schade.
Ich wünsche Herrn Jacober und seinem Team, dass sie sich vom reichen STV wieder lösen können und das Heft in der Hand behalten.
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Ich bin Mitglied eines im NOK vertreten Sportverbandes. Geführt praktisch im Ehrenamt von einem CO-Präsidium m/w. Beide sind berufstätig, aber nicht angestellt im Verbandssekretariat. Unglaublich, was die beiden im Vorfeld der DV NOK da allein zu diesem Thema lesen mussten. 2 Alphatiere haben meiner Präsidentin und meinem Präsident viel Freizeit gestohlen.
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Stammbach ist ein machtbesessener Sportpolitiker. Klar will er gegen Padel nicht die zweite Geige spielen. Viele warten schon lange, dass er endlich zurücktritt. Seine Auftritte finde ich immer peinlich unprofessionell.
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der STV hat unter den Sportverbänden in der Schweiz zu recht kein gutes Image mehr. Die Nachwuchsförderung ist miserabel, obwohl der Verband uber die mit dem STV-Logo verhunzten offiziellen Bälle ein Vermögen verdient. Zudem gab und gibt er sich elitär, hält eisern an der Austragung des defizitären Tennisturniers in Gstaad fest, bezahlt überdurchschnittlich hohe Saläre, usw.
Dem Präsidenten sind die guten Ideen schon längstens ausgegangen.
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Die Fotos der beiden Präsidenten sprechen Bände!
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Diese alten unfähigen Säcke an der Spitze meinen, sie haben ein lukratives feudal bezahltes Pöstchen auf Lebzeit…
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Padel? Noch nie gehört. Scheint eine Erfindung von RF zu sein um den Boomern ihre ON-Schuhe andrehen zu können. Gehen wir padeln? Schon wie sich das anhört, wie ein Rentnerkaffe um 15.30 Uhr. Darum heisst es wohl 15 zu 30 oder so.
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Nun, Ihr Kommentar ist nicht sehr klug, er wird dem Thema nicht gerecht.
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sicher noch nie in einem Padelcenter gelesen? Macht nichts, die Spielerinnen und Spieler sind viel zu jung für Dich, deren Musik machst Du nicht und Schwitzen liegt bei Dir auch nicht drin.
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Offenbar wollten Sie lustig / witzig sein, oder ironisch / satirisch. Was auch immer. Das sind meine 4 Interpretationen Ihrer Worte. Ich bleibe dabei und finde Ihren Kommentar unpassend für dieses Thema.
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bleiben Sie bei Stöck, Stich, Wyss, ihrem Weissen und den immer gleichen Gesprächsthemen in der Dauerschleife.
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@Napfgold, immerhin bin ich so klug keine ON-Schuhe zu tragen.
Es geht eben um Business, schnödes Business und nicht um Sport.
Oder ist der Vita Parcours etwa olympisch?
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Schlafen, sich langweilen, Unwissen verbreiten, Beleidigen: der neue olympische 4-Kampf, geschaffen für Dich. Du bist der einzige Wettkämpfer. “Das ist ja fantastisch…”
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Wenn Padel olympisch wird, müsste Pedalo auch olympisch werden.
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Unnötig und uninteressantes Thema. Was macht eigentlich KJS?
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Der ist gerade vom Seniorentee zurückgekommen
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Gummi-Twist müsste auch noch olympisch werden.
Dann könnte unser Marken- und Sportbotschafter Rodscher auch noch die alten Sohlen seiner Treter recyclieren und olympischer Nachhaltigkeits-Botschafter werden (in Gold).
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😂😂😂👌
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Stammbach war, ist und wird immer sein: Macht- und geldsüchtig.
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Dieser aufgeblasene Egomane von Swiss Tennis sollte zuerst schauen, dass endlich endlich wieder einmal junge international kompetitive Leistungsträger hervorgebracht werden mit der feudalen, teuren Infrastruktur. – Statt die kleinen Paddler zu belästigen und bedrängen !!
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Die bestehenden Herrscher wollen mit verdienen.
Das erinnert an die Zeit als es den, eigenständige Verband für den Snowboardsport in der Schweiz, die Swiss Snowboard Association (SSA) gab, jung dynamisch und Fun.
In den 1990er Jahren entbrannte ein erbitterter Verbandskrieg zwischen der rebellischen ISF und dem internationalen Skiverband (FIS) um die Hoheit über den Sport und die Olympia-Teilnahme. Nachdem das IOC die FIS als offiziellen Olympia-Dachverband anerkannte, verlor die ISF an Einfluss und ging 2002 bankrott. Der Fun Faktor war plötzlich weg
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Als nächstes wird man wohl noch Steckenpferd-Rennen als olympische Disziplin einsetzen.
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schlecht recherchierter und äusserst parteiischer Artikel. es gibt wohl einen grund, wieso alle anlagen und betreiber sich von SwissPadel und Jakober abwenden. entgegen den statuten hat jacober die GV dieses Jahr ausgesetzt, um an der Macht zu bleiben. swisstennis ist da für viele Anlagen das geringere Übel!