Donnerstag, 5. November 2026
Präsident Trump trifft im Weissen Haus Putins Gesandten Dmitrijew und kündigt ein grosses Abkommen an. Es betreffe mehr als die Ukraine, vielleicht ganz Europa, sagt er laut TASS. Die ukrainischen Vertreter traf er laut Digi24 nicht.
In Komyschuwacha (UA) meldet Präsident Selenskyj 43 bestätigte Tote. 53 Menschen gelten laut ihm noch als vermisst. Russlands Militär äussert sich laut BBC nicht.
First Lady Melania Trump empfängt im Weissen Haus Vertreter Russlands und der Ukraine.
Das Hohe Antikorruptionsgericht (UA) verlangt ein Verfahren zu Selenskyjs Fraktionschef David Arachamija. Im Fall Karthago ordnet das Gericht 60 Tage Untersuchungshaft für den Polizeibeamten Zenow an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Selenskyj sagt, Russland ziehe verschleppte ukrainische Kinder in seine Armee ein. Er hofft auf mehr US-Hilfe durch den demokratischen Kongress. Zudem hält er Online-Wahlen für möglich, wenn das Parlament Lösungen findet. Italien schnürt laut Reuters ein 13. Militärhilfepaket. Spanien sagt laut Selenskyj 437 Millionen Euro Militärhilfe zu. Unterhändler Umerow bespricht in Brüssel Sicherheitsgarantien mit den USA, Europäern und der NATO. US-Gesandter Kushner nennt die Gespräche laut Interfax produktiv.
Selenskyj sagt, jedes Kraftwerk der Ukraine sei durch russische Angriffe beschädigt. In Kiew stören Notabschaltungen die Wasserversorgung in allen Bezirken. Am Abend ist die Stadt laut Ukrinform fast völlig ohne Strom.
Das Aussenministerium (RU) meldet fünf Tote bei einem Drohnenangriff auf einen Bus der Linie Petrowka–Luhansk (UA, besetzt). Russische Truppen wehren laut Rossijskaja Gaseta einen Angriff ukrainischer Bodenroboter ab. Der Journalist Zaplijenko schreibt, die Ukraine habe bei Lyman einen Angriff nur mit Robotern versucht.
Daneben: Im Nord-Stream-Prozess nennt ein Ermittler laut TASS Sprengstoffspuren auf der Jacht «Andromeda».
Zu Petropawliwska Borschtschahiwka spricht Sacharowa auf X von einer Folterkammer der Asow-Einheit. In Kiew vermutet man laut NZZ eine russische Desinformationskampagne.
Meldungen
Kushner legt laut Kyiv Post fünf Ziele für eine europäische Sicherheitsordnung vor
US-Unterhändler Jared Kushner nennt fünf Ziele für eine breitere europäische Sicherheitsordnung. Das schreibt er laut Kyiv Post in einer Erklärung auf X vom Donnerstag. Genannt sind ständige Sicherheitskonsultationen, verlässliche Krisenkommunikation, mehr militärische Transparenz und gegenseitige Schritte gegen Eskalation. Dazu kommt ein dauerhafter Rahmen für Sicherheit und Stabilität in Europa. Jedes Land behalte die Hoheit über seine Sicherheit und Bündnisse, schreibt Kushner. Kein Land erhalte ein Veto über die Entscheide eines anderen. Die NATO bleibe zentral für die Verteidigung Europas. Russland werde in die Friedensverhandlungen einbezogen. Am 10. und 11. November sind in Abu Dhabi Dreiergespräche der USA, der Ukraine und Russlands geplant. Eine Einigung gibt es laut Kyiv Post noch nicht. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Trump trifft Dmitrijew und kündigt grosses Abkommen an, das mehr als die Ukraine betreffe
Präsident Trump hat am Donnerstag im Weissen Haus Putins Gesandten Kirill Dmitrijew getroffen. Das sagte er laut Digi24 vor Journalisten. Was besprochen wurde, wollte er nicht sagen. Es werde ein grosses Abkommen geben, das mehr als die Ukraine betreffe, vielleicht ganz Europa, sagt Trump laut TASS. Der Krieg werde ziemlich bald enden, sagt er laut Kommersant. Die ukrainischen Vertreter traf er laut Digi24 nicht. Eine Stellungnahme der Ukraine fehlt in den Quellen.
«Es wird ein grosses Abkommen sein, und es wird mehr als die Ukraine betreffen.»
«It's going to be a big agreement, and it’s going to involve more than Ukraine.»
Selenskyj: EU reagiert laut Ukrinform positiv auf zusätzliche 70 Milliarden Euro für 2027
Präsident Selenskyj spricht laut Ukrinform von einer positiven Reaktion der EU auf zusätzliche 70 Milliarden Euro. Das sagte er dem Sender TSN. Die Staats- und Regierungschefs billigten das grundsätzlich, ein Entscheid stehe aber aus. Die Summe komme zu den bereits angekündigten 45 Milliarden Euro der EU hinzu. Die Ukraine brauche das Geld 2027 für die Verteidigung, sagt Selenskyj.
Spanien sagt der Ukraine laut Selenskyj neues Militärhilfepaket über 437 Millionen Euro zu
Spanien stellt der Ukraine laut Präsident Selenskyj ein neues Militärhilfepaket über 437 Millionen Euro bereit. Das schreibt er auf X nach einem Gespräch mit Regierungschef Pedro Sánchez. Sie besprachen demnach den Inhalt und den dringendsten Verteidigungsbedarf. Selenskyj sprach Sánchez sein Beileid zum Zugunglück bei Toledo aus. Eine Bestätigung der spanischen Regierung fehlt in den Quellen.
Merz und Trump: Der Krieg gegen die Ukraine soll so rasch wie möglich enden
Bundeskanzler Merz (DE) hat am Donnerstagabend mit US-Präsident Trump über den Krieg gegen die Ukraine telefoniert. Das berichtet Ukrainska Pravda nach n-tv. Beide seien sich einig, dass der Krieg so rasch wie möglich enden müsse, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. Ein Friedensabkommen müssten auch die NATO-Partner billigen. Seit den US-Wahlen gebe es laut Kornelius eine neue Dringlichkeit. Interfax und Kommersant berichten ebenfalls über das Gespräch.
Selenskyj hält Online-Wahlen für möglich, nennt 16 Milliarden Dollar gestoppte US-Hilfe
Präsident Selenskyj hält Online-Wahlen in der Ukraine für möglich. Das Parlament müsse dafür aber Lösungen finden, sagt er laut RIA Nowosti und dem Kanal Operatyvnyi ZSU. Auf Telegram schreibt er, die Ukraine müsse nach den US-Wahlen rasch die Unterstützung beider Parteien bündeln. Die Chancen auf zusätzliche US-Hilfe könnten steigen. Aus früheren Zusagen seien 16 Milliarden Dollar gestoppt und der Ukraine nicht gegeben worden. Er äusserte sich im Fernsehmarathon «Jedyni Nowyny». Die Präsidentenwahl 2024 fand laut RIA Nowosti wegen des Kriegsrechts nicht statt.
Nord-Stream-Prozess: Ermittler nennt laut TASS Sprengstoffspuren auf der Jacht «Andromeda»
Ein Ermittler des Bundeskriminalamts (DE) sagt laut TASS im Prozess, in der Kajüte der Jacht «Andromeda» seien Sprengstoffspuren gefunden worden. Mit der Jacht sollen laut den Ermittlungen die Nord-Stream-Leitungen gesprengt worden sein. Haare, Kleidung und Fingerabdrücke könnten demnach zwei geflohenen ukrainischen Besatzungsmitgliedern gehören. Dem Angeklagten Sergej Kusnezow ordnet der Ermittler sie laut TASS nicht zu. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Kiew (UA): Stadt am Abend laut Ukrinform fast völlig ohne Strom
Kiew (UA) ist am Donnerstagabend laut Ukrinform fast völlig ohne Strom. Das meldet RIA Nowosti unter Berufung auf die ukrainische Agentur. In Teilen der rechtsufrigen Bezirke gelten demnach Not- und Havarieabschaltungen. Laut dem Journalisten Andrij Zaplijenko sind vier Bezirke dunkel. Bürgermeister Klitschko stellte den stabilen Betrieb der Versorgung zuvor laut RIA Nowosti «stark in Frage». Laut Rossijskaja Gaseta sagte Klitschko, die Stadt habe keine eigene Stromerzeugung mehr. Russland griff laut DTEK in den letzten drei Tagen 78 Mal Energieanlagen an. Der Konzern nennt veränderte russische Taktiken als Grund.
Selenskyj: Russland zieht verschleppte ukrainische Kinder laut Ukrinform in seine Armee ein
Russland schickt laut Präsident Selenskyj bereits verschleppte ukrainische Kinder, die im Krieg erwachsen wurden, in seine Armee. Das sagte er laut Ukrinform am Iberoamerikanischen Gipfel in Madrid. Russland habe Tausende Kinder entführt, sagt er. Er bat die Teilnehmer, über diese Verbrechen zu sprechen. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Italien schnürt laut Reuters 13. Militärhilfepaket für die Ukraine, Lega ist dagegen
Italien stellt ein neues Militärhilfepaket für die Ukraine fertig, das erste in diesem Jahr. Das sagt Verteidigungsminister Guido Crosetto laut Digi24 unter Berufung auf Reuters. Es ist das 13. Paket seit Beginn der Invasion. Die Regierung (IT) soll es billigen, nachdem Crosetto am 10. November den parlamentarischen Sicherheitsausschuss informiert hat. Die Lega lehnt weitere Waffenlieferungen ab. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Russische Truppen wehren laut Rossijskaja Gaseta Angriff von 28 ukrainischen Bodenrobotern ab
Russische Truppen wehren laut Rossijskaja Gaseta einen Angriff ukrainischer Bodenroboter ab. Die Ukraine habe 18 Roboter mit Panzerfäusten, zwei mit Granatwerfern und acht Kamikaze-Roboter eingesetzt. Die Angreifer seien mit FPV-Drohnen gestoppt worden. Ort und Zeit nennt der Bericht in den Quellen nicht. Der ukrainische Journalist Andrij Zaplijenko schreibt, die Ukraine habe bei Lyman einen Angriff nur mit Robotern versucht. Er habe wohl nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Eine offizielle ukrainische Stellungnahme und eine unabhängige Bestätigung fehlen.
Selenskyj erklärt im ZDF, wozu die Ukraine Taurus will: gegen russische Startrampen
Präsident Selenskyj begründet im ZDF-Interview den Wunsch nach Taurus-Marschflugkörpern, wie er auf X schreibt. Als die USA keine Abfangraketen gegen ballistische Raketen liefern konnten, sei nur die Zerstörung russischer Startrampen geblieben. Es gehe nicht um zivile Ziele, Infrastruktur oder Energieanlagen. Die Ukraine habe zudem das deutsche Luftabwehrsystem IRIS-T im Krieg verbessert. Deutschland habe nun Aufträge für 10 bis 20 Jahre. Eine Stellungnahme der Bundesregierung (DE) fehlt in den Quellen.
Militärgeheimdienst (UA) meldet laut Charter 97 Operation im Gebiet Sumy mit 29 Gefangenen
Spezialkräfte des Militärgeheimdiensts (UA) haben laut Charter 97 im Gebiet Sumy (UA) 642 Hektar zurückerobert. Die Operation «Tschebureknaja» dauerte demnach sieben Wochen. Der Geheimdienst meldet 107 getötete und 157 verwundete russische Soldaten sowie 29 Gefangene. Eine russische Stellungnahme und eine unabhängige Bestätigung fehlen in den Quellen.
Lwowa-Belowa kündigt laut TASS für November Rückkehr von neun Kindern in die Ukraine an
Die russische Kinderbeauftragte Maria Lwowa-Belowa plant im November eine weitere Rückkehr von neun Kindern zu Angehörigen in der Ukraine. Das meldet TASS auf Telegram. Laut Interfax nennt sie es eine gemeinsame Etappe mit Melania Trump und dankt ihr. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Selenskyj hofft auf mehr US-Hilfe durch demokratischen Kongress, Peskow setzt auf Trump
Präsident Selenskyj hofft nach den US-Wahlen auf mehr Unterstützung aus Washington. Das sagt er laut Meduza dem ZDF und schreibt es auf Telegram. Die Demokraten sprächen sehr klar über Hilfe für die Ukraine. Starke finanzielle Hilfe oder Waffen aus dem Kongress wären ein Vorteil, sagt er. Kremlsprecher Peskow nennt die Wahl laut Meduza eine innere Angelegenheit der USA. Er hoffe, dass Trump seine Friedensbemühungen fortsetze.
Krim (UA, besetzt): 44-jährige Ukrainerin stirbt laut Kyiv Independent in russischer Untersuchungshaft
Die 44-jährige Oleksandra Kazarovytska aus Charkiw (UA) starb in einer russischen Untersuchungshaft auf der besetzten Krim. Das berichtet Kyiv Independent gestützt auf eine Erklärung ihrer Sprachschule. Sie wurde demnach festgenommen, nachdem auf ihrem Telefon Nachrichten mit einem Freiwilligen gefunden worden waren. Sie sass laut dem Bericht drei Monate in Einzelhaft. Die Besatzungsbehörden sprechen von Suizid am 25. Oktober. Eine unabhängige Bestätigung fehlt in den Quellen.
Gebiet Kiew (UA): Drohne trifft Produktions- und Lagerbetrieb im Bezirk Butscha, zwei Verletzte
Eine russische Drohne trifft einen Produktions- und Lagerbetrieb im Bezirk Butscha im Gebiet Kiew (UA). Das meldet die Gebietsverwaltung laut Ukrainska Pravda. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die Druckwelle beschädigte ein Nachbarlager, zwei Häuser und zwei Autos. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Ukraine: Firmen mit eigener Luftabwehr dürfen nun auch andere Betriebe schützen
Die ukrainische Regierung erlaubt Firmen mit eigenen Luftabwehrgruppen, per Vertrag auch Anlagen anderer Firmen zu schützen. Das meldet Ukrainska Pravda gestützt auf das Verteidigungsministerium (UA). Mit der Luftwaffe abgestimmt dürfen Firmen Systeme untereinander weitergeben. Private Gruppen dürfen nun auch bemannte Flugzeuge einsetzen.
Selenskyj: Jedes Kraftwerk der Ukraine beschädigt, in Oleschky endete der Beschuss, als Putin wollte
Präsident Selenskyj sagt am 30. Iberoamerikanischen Gipfel, jedes Kraftwerk in der Ukraine sei durch russische Angriffe beschädigt. Das schreibt er auf X. Russland treffe auch Energieanlagen, von denen die Atomkraftwerke abhängen. Er bittet Spanien und Lateinamerika um Transformatoren, Kabel und Generatoren. Die Operation in Oleschky zeige, dass die Kämpfe enden, wenn Putin das wolle, sagt er. Das gelte auch für Gefangene und verschleppte Kinder. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Luhansk (UA, besetzt): Drohne trifft laut Aussenministerium (RU) Bus, fünf Tote und 13 Verletzte
Ein Drohnenangriff auf einen Bus der Linie Petrowka–Luhansk tötet laut Aussenministerium (RU) fünf Menschen. Das Ministerium schreibt auf Telegram und beruft sich auf örtliche Behörden. 13 Menschen wurden demnach verletzt, darunter zwei Jugendliche. Es macht die Ukraine verantwortlich. Eine ukrainische Stellungnahme und eine unabhängige Bestätigung fehlen in den Quellen.
Kriegsblogger Romanow schweigt seit seinem Beitrag zu den Oleschky-Bussen, Follower vermuten Festnahme
Der russische Kriegsblogger Wladimir Romanow publiziert laut Kyiv Post seit dem 31. Oktober nichts mehr auf Telegram. Er hatte am 30. Oktober gemeldet, 17 Busse mit Evakuierten aus Oleschky führen in die Ukraine und vier nach Russland. Die Angabe löschte er rund eine halbe Stunde später. Follower vermuten laut The Moscow Times eine Festnahme. Eine offizielle Bestätigung gibt es laut Kyiv Post nicht.
Umerow bespricht in Brüssel Sicherheitsgarantien mit USA, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland und NATO
Unterhändler Rustem Umerow (UA) bespricht in Brüssel die künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Das berichtet Ukrainska Pravda. Teilgenommen haben demnach Vertreter der USA, Frankreichs, Grossbritanniens, Deutschlands und der NATO. Die Garantien dürften nicht nur eine politische Erklärung sein, sagt Umerow. Sie müssten ein System sein, das in der Praxis funktioniert. Einzelheiten will er später nennen. Am 10. und 11. November sind in Abu Dhabi Dreiergespräche der USA, der Ukraine und Russlands geplant. Selenskyj sagt, in Brüssel seien Vertreter von EU, NATO und USA dabei. Die Gespräche sollten Antworten für die Verhandlungen in den Emiraten liefern. US-Sondergesandter Jared Kushner nennt die Gespräche laut Interfax produktiv. Die USA arbeiteten mit beiden Seiten an ernsthaften Vorschlägen für Abu Dhabi.
Dnipro (UA): Notabschaltungen ersetzen laut DTEK die Stundenpläne, Schytomyr stoppt laut Journalist Elektroverkehr
In Dnipro (UA) gelten auf Anordnung von Ukrenergo Notabschaltungen, die Stundenpläne entfallen. Das meldet laut Ukrainska Pravda der Stromkonzern DTEK. Schytomyr (UA) stoppt laut dem Journalisten Andrij Zaplijenko den ganzen elektrischen Nahverkehr. Die Strassenbeleuchtung läuft demnach im Sparmodus.
Melania Trump empfängt Vertreter Russlands und der Ukraine, hofft auf breiteren Frieden nach Oleschky
First Lady Melania Trump empfängt am Donnerstag im Weissen Haus Vertreter Russlands und der Ukraine. Russland vertreten laut RT Kirill Dmitrijew und Jana Lantratowa. Die Ukraine vertreten laut RT nach ukrainischen Medienberichten Dmytro Lubinez und David Arachamija. Melania Trump hofft laut Charter 97, die Operation in Oleschky führe zu einem grösseren Frieden. Sie sei an allen Schritten der Vorbereitung beteiligt gewesen, sagt sie laut Interfax. Sie übergab laut RBK Briefe an Putin und Selenskyj. Dmitrijew sagt laut TASS, Putin schätze Trumps Friedensbemühungen und habe die nötigen Anweisungen zur Feuerpause persönlich gegeben. Der Generalstab (UA) wirft Russland laut Kyiv Post vor, die Feuerpause zur Verstärkung seiner Truppen genutzt zu haben. Kremlsprecher Peskow weist das laut Kyiv Post zurück und beschuldigt die Ukraine.
«Jede bedeutende Veränderung beginnt mit einem kleinen Funken»
«Любая значимая трансформация начинается с маленькой искры»
Fico in Lwiw: Slowakei laut Kyiv Independent zu klein für wirksame Friedensgespräche
Der slowakische Regierungschef Robert Fico nennt sein Land zu klein, um ein Treffen mit relevanten Ergebnissen auszurichten. Das sagt er laut Kyiv Independent in Lwiw (UA) neben Regierungschef Serhij Koretskyj. Für technische Gespräche sei die Slowakei aber bereit. Beide Seiten vereinbaren demnach mehr Zusammenarbeit bei Bildung, Energie und Wirtschaft. Koretskyj und Fico unterzeichnen laut Ukrinform eine gemeinsame Erklärung. Die Slowakei liefert laut Ukrainska Pravda bis Ende Monat 54 Generatoren im Wert von 500'000 Euro. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Ukraine: Drei weitere russische Kommandeure wegen Angriff auf Kinderspital Ochmatdyt beschuldigt
Der SBU und die Generalstaatsanwaltschaft (UA) beschuldigen drei weitere russische Kommandeure in Abwesenheit. Sie sollen den Raketenangriff auf das Kinderspital Ochmatdyt in Kiew mitorganisiert haben. Das meldet Ukrainska Pravda. Beim Angriff starben zwei Menschen. Beschuldigt sind die Obersten Oleg Skitsky und Ilja Korjakin sowie Oberstleutnant Alexander Sentschenko. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Gebiet Rostow (RU): Gouverneur Sljussar nennt Hafenbetrieb laut Rossijskaja Gaseta faktisch eingestellt
Die Arbeit der Häfen im Gebiet Rostow (RU) ist laut Gouverneur Juri Sljussar faktisch eingestellt. Das meldet die staatliche Rossijskaja Gaseta. Die Hafenbranche sei nach der Landwirtschaft am zweitstärksten von ukrainischen Angriffen betroffen, sagt er. Die Branche brauche radikale Unterstützung des Bundes. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Bank von Russland verlangt laut TASS in Belgien die Beschlagnahme von Euroclear-Dokumenten
Die Bank von Russland verlangt vor einem belgischen Gericht die Beschlagnahme von Dokumenten bei Euroclear. Das meldet die staatliche Agentur TASS nach der Zeitung L'Echo. Sie wirft dem Verwahrer laut TASS Absprachen mit EU-Kommission und EU-Rat vor. Bei Euroclear sind laut TASS seit 2022 russische Vermögen von 210 Milliarden Euro blockiert, rund 193 Milliarden Franken. Eine Stellungnahme von Euroclear fehlt in den Quellen.
Verteidigungsministerium (RU) meldet Treffer auf Frachter 107 Kilometer südwestlich von Odessa (UA)
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet einen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer. Das berichtet Interfax. Das Schiff sei 107 Kilometer südwestlich von Odessa (UA) getroffen worden. Es habe militärisches Material und Güter mit doppeltem Verwendungszweck für die Ukraine geladen. Eine ukrainische Stellungnahme und eine unabhängige Bestätigung fehlen in den Quellen.
Selenskyj sagt Costa, die Ukraine wolle alle Beitrittscluster bis Jahresende schliessen
Präsident Selenskyj traf EU-Ratspräsident António Costa. Das teilt er auf X mit. Die Ukraine arbeite daran, bis Ende Jahr alle Verhandlungscluster zu schliessen. Nächstes Jahr wolle sie die Verhandlungskapitel abschliessen. Besprochen wurde laut Selenskyj auch das Dreiertreffen in Abu Dhabi (AE). Bei Sicherheitsgarantien und Wiederaufbau müssten Vertreter Europas dabei sein. Costa unterstütze diese Position, schreibt er.
«diese Fragen können nicht ohne europäische Vertreter besprochen werden»
«these issues cannot be discussed without European representatives»
Ungarns Aussenministerin Orbán hält EU-Beitritt der Ukraine bis 2030 laut LRT für unrealistisch
Ungarns Aussenministerin Anita Orbán hält einen EU-Beitritt der Ukraine bis 2030 für unrealistisch. Das sagt sie laut LRT in Vilnius (LT). Ein beschleunigtes Verfahren lehnt sie ab, unterstützt aber den Beitrittswunsch. Die Ukraine habe grosse Fortschritte gemacht, sagt sie. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Karthago: Antikorruptionsgericht (UA) ordnet 60 Tage Haft für Polizeibeamten Zenow an, Budanov fordert Konsequenzen
Das Hohe Antikorruptionsgericht (UA) ordnet im Fall «Karthago» 60 Tage Untersuchungshaft für Wolodymyr Zenow an. Das meldet Ukrinform. Zenow ist erster Stellvertreter des Leiters der Abteilung für strategische Ermittlungen der Nationalpolizei. Die Haft läuft bis zum 3. Januar 2027, die Kaution beträgt 15 Millionen Hrywnja. Sein Anwalt bestreitet eine hierarchische Struktur und nennt die Kaution überhöht. Präsidialamtschef Budanov schreibt laut Ukrainska Pravda, die Lage verlange rasches und entschiedenes Handeln. Welche Massnahmen er meint, sagt er laut dem Bericht nicht. Die Beschuldigten gelten bis zu einem Urteil als unschuldig. Das NABU beschuldigt laut Kyiv Independent fünf Mitglieder einer mutmasslichen Bande, darunter hohe Beamte von SBU und Polizei. Die Kaution ist laut einer Sprecherin des Gerichts inzwischen hinterlegt, berichtet Ukrinform.
«das Gesetz ist für alle gleich»
«the law is the same for everyone»
Antikorruptionsgericht (UA) verlangt Verfahren zu Korruptionsvorwürfen gegen Selenskyjs Fraktionschef Arachamija
Das Hohe Antikorruptionsgericht (UA) weist den amtierenden Generalstaatsanwalt Anton Kowalskyj an, ein Verfahren zu David Arachamija zu eröffnen. Das berichtet Kyiv Independent. Arachamija leitet die Parlamentsfraktion von Präsident Selenskyj. Das Gericht entschied am 4. November nach einer Beschwerde der Organisation AntAC. Sie verlangt die Prüfung einer möglichen Beteiligung am Stimmenkauf im Parlament. Laut NABU könnten Abgeordnete Bargeld für Stimmen erhalten haben. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte die Eintragung der Beschwerde laut AntAC abgelehnt. AntAC erklärt Arachamija laut seiner Anwältin nicht für schuldig. Arachamija sagt, er habe keine Zeit gehabt, sich damit zu befassen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
«habe keine Zeit gehabt, sich mit der Sache zu befassen»
«hadn't had time to look into the matter»
Meloni fordert laut Politico in einem Brief an Costa eine einheitliche EU-Linie zur Ukraine
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verlangt in einem Brief an EU-Ratspräsident Costa, dass die EU zur Ukraine mit einer Stimme spricht. Das berichtet Politico, das den Brief einsehen konnte. Sie will das Thema nächste Woche auf die Traktandenliste des informellen Treffens in Dublin (IE) setzen. Die vielen Gesprächsformate untergrüben die Glaubwürdigkeit, schreibt sie. Sie nennt Treffen in Miami und Oslo sowie das Telefonat von Stubb und Støre mit Putin. Die EU hat sich laut Politico bisher auf keinen Verhandlungsführer geeinigt. EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas stimmt Meloni laut Digi24 unter Berufung auf Reuters zu. Die EU müsse geeint auftreten, sagte sie in Lissabon.
«den Interessen jener dienen, die wollen, dass dieser Krieg weitergeht»
«serving the interests of those who want this war to continue»
Sacharowa: Russland will Kriegsziele vollständig erreichen, keine realen Fortschritte im Verhältnis zu den USA
Aussenministeriumssprecherin Maria Sacharowa sagt, Russland habe keine andere Wahl, als die Ziele der «militärischen Spezialoperation» vollständig zu erreichen. Das berichtet Kommersant von ihrem Auftritt am Donnerstag. Die Ukraine dürfe keine Bedrohung für Russlands Sicherheit schaffen. Reale Verschiebungen im Verhältnis zu den USA sieht Sacharowa laut Interfax nicht. Sie nennt fehlende Fortschritte bei beschlagnahmtem Diplomatenbesitz und Direktflügen. Dem Kongress (US) wirft sie laut Interfax einen antirussischen Konsens vor. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
«Wir haben einfach keine andere Wahl, als die Verwirklichung der Ziele und Aufgaben der militärischen Spezialoperation bis zur vollständigen Erfüllung zu bringen»
«У нас просто нет иного выбора, как довести реализацию целей и задач специальной военной операции до полного выполнения»
EU-Botschafterin Mathernova: Winterpaket für den Energiesektor der Ukraine beträgt fast 1 Milliarde Euro
Das Winterpaket der EU für den Energiesektor der Ukraine beträgt fast 1 Milliarde Euro, rund 0,9 Milliarden Franken. Das sagt EU-Botschafterin Katarina Mathernova Ukrinform. Seit Kriegsbeginn gab die EU rund 4 Milliarden Euro für Energie aus. Die Hilfe stützt etwa Ukrenergo, Gaskäufe und Reparaturen. Die Ukraine erhielt über 11'000 Generatoren und weitere Ausrüstung. Mathernova mahnt zudem, das Fenster für die EU-Erweiterung bleibe nicht ewig offen. Das Parlament müsse die zugesagten Gesetze beschliessen.
Premier Burnham (GB): Putin kommt nicht zum G20-Gipfel 2027 in Manchester (GB)
Der britische Premierminister Andy Burnham schliesst Putin vom G20-Gipfel im November 2027 in Manchester (GB) aus. Das sagt er laut Politico dem Economist. Die Gästeliste führe die G20, doch Russland sei wegen einer laufenden Sanktion nicht dabei. US-Präsident Trump hatte Putin zum G20-Gipfel im Dezember in Miami (US) eingeladen. Das löste laut Politico diplomatischen Streit aus. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Putin stellt russische Vermögen von Japan Tobacco International unter «vorübergehende Verwaltung»
Präsident Putin stellt die russischen Vermögen von Japan Tobacco International (JTI) unter «vorübergehende Verwaltung». Das berichten The Moscow Times und Ukrainska Pravda. Verwalter von vier JTI-Gesellschaften wird die Firma Industrial Assets. Laut The Moscow Times gehört sie einem früheren FSB-Offizier. JTI hält laut dem Bericht bis zu 40 Prozent des russischen Marktes. Im Herbst traf es bereits Metro, Auchan, Nestlé und FM Logistic. Putin nennt solche Schritte eine symmetrische Antwort auf westliche Sanktionen.
Litauen bestellt wegen russischer Angriffe auf die Ukraine einen russischen Diplomaten ein
Das Aussenministerium (LT) hat einen Vertreter der russischen Botschaft einbestellt. Das teilt es auf X mit, wie Ukrinform berichtet. Es verurteilt die fortgesetzten Angriffe auf Zivilisten und kritische Infrastruktur in der Ukraine. Tödliche Angriffe auf Züge, Schulen und Schutzräume seien Kriegsverbrechen. Russland müsse seine Aggression beenden und zur Rechenschaft gezogen werden. Eine russische Reaktion fehlt in den Quellen.
Selenskyj: Mehr US-Hilfe kann Putin laut Ukrinform zum Nachdenken über den Krieg bringen
Präsident Selenskyj sagt, mehr US-Hilfe könne Putin zum Nachdenken bringen. Das berichtet Ukrinform nach einem Interview mit Jan Böhmermann für ZDF Magazin Royale. Er rechne mit anhaltender Unterstützung beider Parteien in den USA. Er hoffe, dass der Sieg der Demokraten sie stärke. Die Demokraten sprächen klar von Hilfe für die Ukraine und vom Wiederherstellen der Beziehungen zu Europa. Ohne enge Zusammenarbeit der USA und Europas sei es äusserst schwer, die russische Aggression zu stoppen. Das bringe die Ukraine möglichen Verhandlungen und einem möglichen Frieden näher.
«Putin wird dann abwägen, ob es Sinn hat, weiterzukämpfen und den Krieg fortzusetzen, wenn die Unterstützung für die Ukraine zunimmt.»
«Putin will then consider whether it makes sense to keep fighting and continue the war if support for Ukraine increases.»
Ukraine erhält weitere 4,36 Milliarden Euro aus dem EU-Unterstützungsdarlehen
Die Ukraine hat weitere 4,36 Milliarden Euro aus dem EU-Unterstützungsdarlehen erhalten, rund 4 Milliarden Franken. Das schreibt Ministerpräsident Serhij Koretskyj laut Ukrainska Pravda auf Telegram. 3,7 Milliarden Euro sind Makrofinanzhilfe. 660 Millionen Euro gehen in die Verteidigung. Die Regierung (UA) will damit vorrangige Haushaltsausgaben und dringende Bedürfnisse der Streitkräfte decken. Die Auszahlung folgte auf Gesetze, die die Rada am 14. und 15. Oktober verabschiedete. Die EU hatte ihre Hilfe daran geknüpft.
Kiew (UA): Notabschaltungen stören die Wasserversorgung in allen Bezirken
In allen Bezirken Kiews (UA) gibt es Störungen bei der Wasserversorgung. Das meldet Ukrainska Pravda unter Berufung auf den Versorger Kyivvodokanal. Ursache sind die Notabschaltungen beim Strom. Die Versorgung wird laut Kyivvodokanal schrittweise wiederhergestellt. Bürgermeister Klitschko sagt laut Kyiv Independent, der Wasserdruck normalisiere sich schrittweise. Spannungsschwankungen beeinträchtigten laut dem Bericht auch den Betrieb der Metro. Am Morgen kündigte die Regierung (UA) zehn weitere Generatoren für den Wasserversorger an. 21 weitere Generatoren gehen in andere Regionen. Klitschko sagt laut der russischen Rossijskaja Gaseta, die Lebenserhaltungssysteme der Stadt seien nun sehr infrage gestellt.
UNO-Sonderberichterstatterin: Mindestens 438 Ukrainer sind in russischer Gefangenschaft gestorben
In russischer Gefangenschaft sind mindestens 438 Ukrainer gestorben. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Mariana Katzarova, die UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Russland. Folter und Misshandlung seien systematisch und Teil der staatlichen Politik des Kremls. Schläge, sexuelle Gewalt und Elektroschocks seien üblich. Medizinisches Personal in den Gefängnissen helfe laut Katzarova, Beweise zu verbergen. Russland erkenne gefangene ukrainische Soldaten nicht als Kombattanten an. Es verfolge sie massenhaft nach konstruierten Terrorvorwürfen. Die Angaben stammen aus ihrem Bericht an die UNO-Generalversammlung und einem Interview mit Ukrinform. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
«Die Folter-Maschinerie läuft auf Hochtouren, und gegen ukrainische Gefangene ist sie besonders brutal, weil die Straflosigkeit so gross ist.»
«The machinery of torture is working overtime, and it is particularly brutal against Ukrainian detainees because the level of impunity is so high.»
Antikorruptionsbehörden durchsuchen laut Dserkalo Tyschnja Polizeichef im Gebiet Kiew
Die Antikorruptionsbehörden NABU und SAPO haben im Rahmen der «Operation Karthago» den Chef der Polizei im Gebiet Kiew durchsucht. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Zeitung Dserkalo Tyschnja und deren Quellen. Er sei nicht festgenommen worden. Er gilt dem Bericht zufolge als Vertrauter des stellvertretenden Leiters des Präsidialamts, Oleh Tatarow. Die Ermittler interessierten sich wohl für seine Zeit an der Spitze der Abteilung für strategische Ermittlungen. Er leitete sie von Oktober 2022 bis Ende April 2026. Eine Bestätigung der Behörden fehlt in den Quellen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Oleschky: Hilfe erreicht Bewohner laut Militärverwaltung nicht, ehemaliger Schuldirektor durch Drohne getötet
In der besetzten Stadt Oleschky im Gebiet Cherson kommt die Hilfe laut der ukrainischen Stadtverwaltung nicht bei den Bewohnern an. Das sagt Verwaltungschefin Tetjana Hasanenko Ukrinform und Ukrainska Pravda. Wer Hilfe erhielt, bekam laut den Berichten ein minimales Lebensmittelpaket, das nicht für eine Woche reicht. Die Ukraine kann das nicht überprüfen. Nach dem Ende der Waffenruhe wurde laut Hasanenko ein ehemaliger Schuldirektor bei einem Drohnenangriff getötet. Manche Bewohner wussten laut Hasanenko nichts von der Evakuierung, weil sie in Kellern ohne Verbindung waren. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
US-Demokraten bereiten laut CNN Untersuchungen zu Starshield-Beschränkungen in der Ukraine vor
Demokraten im Senat (US) bereiten laut CNN Untersuchungen zu Einschränkungen der Satellitenkommunikation der Ukraine vor. Das berichtet die Kyiv Post. Der Aussenausschuss schickte Schreiben zur Aufbewahrung von Unterlagen, darunter an Elon Musk. Es geht um die Drosselung von Starshield in der Ukraine. Schreiben gingen auch an Banken, Häfen und private Firmen, die an russischen Dieselgeschäften beteiligt sind. Laut Kyiv Post störten die Beschränkungen im Oktober ukrainische Drohneneinsätze. Sie traten demnach in der Nacht auf den 14. Oktober ohne Vorwarnung auf.
Erdogan will laut Anadolu nach Selenskyj-Treffen auch mit Putin über die Ukraine sprechen
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will nach seinem Treffen mit Selenskyj auch mit Putin über ein Kriegsende sprechen. Das meldet Digi24 unter Berufung auf Anadolu. Auch RIA Nowosti berichtet über geplante Gespräche. Der türkische Aussenminister und weitere Vertreter bereiten das Treffen demnach vor. Datum und Format nennt Erdogan nicht.
Geheimdienst (UA): 15 von 38 grossen russischen Raffinerien Ende September ausser Betrieb
Von 38 grossen russischen Raffinerien waren Ende September 15 ausser Betrieb. Das meldet der ukrainische Militärgeheimdienst auf Facebook, wie Ukrainska Pravda und Ukrinform berichten. Weitere 12 Raffinerien produzierten weniger. Die Verarbeitungsmenge dieser Betriebe sank laut dem Geheimdienst um 55,4 Prozent gegenüber Jahresbeginn. Am schwersten betroffen sind die Föderationskreise Wolga, Zentrum und Süd. Dort fielen Kapazitäten bei Slawneft-JANOS, Kirischi, Rjasan, der Moskauer Raffinerie von Gazprom Neft und Lukoil in Perm aus. Sie machen zusammen rund 33 Prozent der russischen Raffineriekapazität aus. Raffinerien in abgelegenen Regionen laufen weiter. Eine unabhängige Bestätigung fehlt in den Quellen.
Gebiet Tschernihiw (UA): Russischer Angriff auf Energieanlage, Notabschaltungen in einem Rayon
Russland hat in der Nacht eine Energieanlage im Gebiet Tschernihiw (UA) angegriffen. Das sagt Militärgouverneur Wjatscheslaw Tschaus laut Ukrinform. Feuerwehrleute löschten den Brand. Die Lage bei der Energie ist laut Tschaus schwierig. In einem Rayon gelten Notabschaltungen. Im Rest des Gebiets gelten stündliche geplante Stromsperren. In der Gemeinde Berezna beschädigte ein Drohnenangriff private Häuser und Nebengebäude.
Russland: Im Oktober fast 34'000 Flüge verspätet oder annulliert, laut Aviatorshchina wegen Drohnenalarmen
In Russland sind im Oktober fast 34'000 Flüge verspätet oder annulliert worden. Das berichtet Digi24 nach Berechnungen von Aviatorshchina. Der Kanal führt das auf Sperrungen der Flughäfen wegen Drohnenangriffen zurück. 30'700 Flüge waren verspätet und 3000 annulliert. Das sind laut Aviatorshchina fast 49 Prozent der ausgewerteten Flüge. Laut RunAvia galten im Oktober an 49 Flughäfen 495 Beschränkungen. Das sind 27 Prozent mehr als im September. Alle Moskauer Flughäfen waren an 13 von 31 Tagen eingeschränkt.
Merz räumt laut Euromaidan Press gelegentliche Engpässe bei Lieferungen an die Ukraine ein
Bundeskanzler Friedrich Merz räumt gelegentliche Schwierigkeiten bei Militärlieferungen an die Ukraine ein. Das berichtet Euromaidan Press nach einer Mitschrift der Regierung (DE). Merz sagte es am 3. November nach einem Treffen mit Selenskyj. Er will die Engpässe am 19. November lösen, bei einem Gipfel der Koalition der Willigen in Berlin. Dort sollen die Staats- und Regierungschefs den Umfang weiterer, meist militärischer Hilfe für 2027 festlegen. Merz nennt Munition für F-16, Luftabwehr und weitere Munition als besonders hilfreich. Er fordert alle Partner auf, die NATO-Zusage von 70 Milliarden Euro Militärhilfe für 2026 zu erfüllen.
Putins Gesandter Dmitrijew unterstützt laut TASS Kushners Plan für eine europäische Sicherheitsarchitektur
Kirill Dmitrijew unterstützt laut TASS die Initiative von Jared Kushner für eine Sicherheitsarchitektur in Europa. Dmitrijew ist Sondergesandter von Präsident Putin für Investitionen und leitet den Staatsfonds RDIF. Er schreibt auf X, Witkoff und Kushner seien «Grand Peacemakers». Kushner hatte gesagt, die USA wollten erreichen, dass nach einer Lösung in der Ukraine keine neue Krise ausbricht. TASS zitiert Reuters: Kushner und Witkoff vertreten die USA am 10. und 11. November bei Dreiergesprächen in Abu Dhabi.
«Steve Witkoff und Jared Kushner sind grosse Friedensstifter»
«Steve Witkoff and Jared Kushner are Grand Peacemakers»
Kiew (UA): Notabschaltungen des Stroms in drei Bezirken nach russischem Angriff
In Kiew (UA) gelten Notabschaltungen des Stroms in den Bezirken Podilskyj, Schewtschenkiwskyj und Swjatoschynskyj. Das teilt der Energiekonzern DTEK laut Ukrainska Pravda nach einem russischen Angriff mit. Die Kiewer Militärverwaltung nennt als Grund eine Anweisung von Ukrenergo. Während der Notabschaltungen gelten die geplanten Fahrpläne nicht. In den übrigen Bezirken bleiben die Fahrpläne in Kraft. RIA Nowosti meldet die Abschaltungen unter Berufung auf DTEK.
Marhanez (UA): Russischer Artilleriebeschuss verletzt vier Frauen
Russland hat die Stadt Marhanez im Gebiet Dnipropetrowsk (UA) mit Artillerie beschossen. Vier Frauen sind verletzt. Das sagt Militärgouverneur Olexandr Hanscha laut Ukrainska Pravda. Zwei Frauen, 47 und 87 Jahre alt, kamen in mittlerem Zustand ins Spital. Zwei weitere werden ambulant behandelt. Häuser, Wohnblöcke und Autos wurden beschädigt.
EU-Kommission bewertet fünf von 33 Verhandlungskapiteln der Ukraine als beitrittsreif
Die EU-Kommission bewertet fünf der 33 Verhandlungskapitel der Ukraine als ausreichend für den Beitritt. Das berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf Europejska Prawda. Im Vorjahr waren es vier Kapitel. Die Noten reichen von eins für Anfangsstadium bis fünf für weit fortgeschritten. Vier und fünf gelten als ausreichend. Drei Kapitel stehen weiterhin bei eins. In allen grundlegenden Kapiteln stieg die Note. Die Kommission räumt laut dem Bericht ein, dass sich die Reformen deutlich verlangsamt haben.
Front: Generalstab (UA) zählt 184 Gefechte, die meisten bei Pokrowsk
Der Generalstab (UA) zählt für die vergangenen 24 Stunden bis 8 Uhr Ortszeit am 5. November 184 Gefechte. Russland setzte demnach 89 Luftangriffe mit 289 Gleitbomben, 7045 Kamikaze-Drohnen und 2449 Beschüsse ein. Am Abschnitt Pokrowsk meldet der Generalstab mit 17 die meisten Angriffe. Es folgen Kostjantyniwka (UA) mit zehn und Huljajpole (UA) mit neun. Am Abschnitt Kupjansk gab es laut Generalstab keine russischen Angriffe. Ein Kommandeur der russischen Truppengruppe Nord sagt laut TASS, seine Drohneneinheit habe im Oktober über 90 ukrainische Kommunikationsmittel zerstört. Das sei im Gebiet Charkiw (UA) gewesen, darunter Starlink-Stationen. Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zu Geländegewinnen fehlen in den Quellen.
EU-Kommission sieht laut FT Korruptionsbekämpfung als Grund für Rückstand der Ukraine hinter Moldau
Die EU-Kommission sieht die Ukraine laut Financial Times wegen mangelhafter Korruptionsbekämpfung hinter Moldau. Das berichtet Kommersant unter Berufung auf die FT und den Jahresbericht der Kommission. Moldau kann laut Kommission Anfang 2028 die Beitrittsverhandlungen abschliessen. Die Kommission nennt das ambitioniert, aber erreichbar. Kiew braucht laut dem Bericht ein weiteres Jahr und schnellere Reformen. Die Kommission lobt die Anstrengungen der Ukraine unter schwierigen Umständen. Sie verlangt aber deutliche Fortschritte gegen Korruption. Die Fahrpläne für Moldau, die Ukraine, Albanien und Montenegro legte sie laut Romania Insider am 4. November vor.
Kiew (UA): Luftwaffe meldet Strahldrohnen im Anflug, Trümmer fallen in Petscherskyj
Die ukrainische Luftwaffe meldet am Morgen Strahldrohnen im Anflug auf Kiew. Genannt werden die Stadtteile Petscherskyj, Darnyzja und Bortnytschi sowie Boryspil. Die Kiewer Militärverwaltung meldet Trümmer auf offenem Gelände im Bezirk Petscherskyj. Angaben zu Verletzten und Schäden würden geprüft. TASS und RIA Nowosti melden Explosionen in Kiew.
Zwei Tanker mit russischem Diesel für die USA ändern laut Financial Times ihr Ziel
Zwei Tanker mit russischem Diesel für die USA haben laut Financial Times ihr Ziel geändert. Das berichten Kyiv Post, Digi24 und Charter 97 unter Berufung auf die FT. Der Tanker «Leruo» steuert laut FT Brasilien an. Der Tanker «Talisman» fuhr ins Mittelmeer und meldet «for orders». Das bedeutet laut FT, dass die Ladung keinen bestätigten Käufer oder Hafen hat. Beide Schiffe stehen unter westlichen Sanktionen. Ein dritter Tanker, «Agioi Fanendes», hält laut FT vorerst Kurs auf New York. Ein Analyst von Kpler sagt laut FT, US-Käufer zögerten wegen rechtlicher und Sanktionsrisiken. Trump hatte am 9. Oktober nach einem Gespräch mit Putin die Freigabe von über 300'000 Tonnen russischem Diesel angekündigt. Der russische Gesandte Kirill Dmitrijew nennt den Bericht auf X «Fake». Die Tanker mit Ziel USA blieben auf Kurs, schreibt er. Kremlsprecher Peskow sagt laut Charter 97, der Diesel werde seine Käufer finden. Eine Verbindung zu den US-Wahlen gebe es nicht.
Generalstab (UA) zählt 1'599'390 russische Verluste, 2380 innerhalb eines Tages
Russland hat seit Beginn der Invasion rund 1'599'390 Soldaten verloren. Das meldet der Generalstab (UA). In den vergangenen 24 Stunden sind es demnach 2380. Dazu zählt er 12'454 Panzer und 25'643 gepanzerte Fahrzeuge. Der Oktober war laut Kyiv Independent der Monat mit den höchsten russischen Verlusten. Eigene Verluste nennt der Generalstab nicht.
EU streitet laut Rapporteur über zusätzliche 70 Milliarden Euro für die Ukraine
In der EU wachsen die Differenzen über zusätzliche 70 Milliarden Euro für die Ukraine. Das berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf Rapporteur. Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Bulgarien schliessen einen weiteren Kredit für die Ukraine aus. Deutschland, Schweden und die Niederlande verknüpfen die Ukraine-Finanzierung laut Rapporteur mit dem EU-Budget 2028 bis 2034. Finnland will laut TASS das Langzeitbudget kürzen, erlaubt aber eine separate Ukraine-Finanzierung.
Generalstab (UA): Russland greift mit zwei Raketen und 128 Drohnen an, 105 abgewehrt
Russland greift die Ukraine seit 18 Uhr am 4. November mit zwei Raketen Ch-35 und 128 Drohnen an. Das meldet der Generalstab (UA). 65 der Drohnen haben Strahlantrieb, dazu kommen Gerbera und Attrappen vom Typ Parodija. Bis 8 Uhr werden 105 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt, 48 davon mit Strahlantrieb. Es gibt Treffer an 18 Orten, an neun Orten fallen Trümmer. Mehrere Drohnen sind laut Generalstab noch in der Luft.
Moldau will Transnistriens Chef Krasnoselski nach Moskau-Besuch fünf Jahre lang die Ausreise verbieten
Putin hat Wadim Krasnoselski, den Chef der abtrünnigen Region Transnistrien, am 4. November ausgezeichnet. Er verlieh ihm im Kreml den Orden der Ehre. Das berichten IPN und Digi24. Putin lobte laut IPN die Entwicklung der Region. Das Büro für Reintegrationspolitik in Chisinau verurteilt den Besuch. Es nennt ihn eine Provokation Russlands, um den EU-Weg Moldaus zu behindern. Nach Krasnoselskis Rückkehr will es ihm laut IPN die Ausreise aus Moldau für fünf Jahre verbieten. Das Büro sagt, der Besuch erfolgte im Rahmen von Gesprächen der OSZE über die Gasversorgung der Region im Winter. Es will die Reaktionen so prüfen, dass es nicht zur Eskalation kommt. Krasnoselski sagte Putin laut Moscow Times, Transnistrien sei unbestreitbar Teil der russischen Welt.
Borschtschahiwka: Polizei identifiziert 130 Beteiligte, Sacharowa spricht von Folterkammer, Kiew vermutet laut NZZ Desinformation
Nach den Unruhen in Petropawliwska Borschtschahiwka identifiziert die Polizei laut Ukrainska Pravda 130 mutmassliche Beteiligte. 27 von ihnen hätten sich aktiv an den Ausschreitungen beteiligt. Asow-Kommandeur Pawlo Kurtschenko schildert der Ukrainska Prawda den Vorfall. In dem Haus seien 26 Mobilisierte untergebracht gewesen, nur zwei davon nach unerlaubter Abwesenheit zurückgebracht. Die meisten Mobilisierten kehrten laut Kurtschenko in der Nacht freiwillig zurück. TASS zitiert den Rada-Abgeordneten Fedir Wenislawski. Im Keller eines Privathauses seien 14 Menschen gewesen, vier mit gesundheitlichen Problemen. Aussenministeriumssprecherin Sacharowa spricht auf X von einem Gefängnis und einer Folterkammer der Asow-Einheit. In Kiew vermutet man laut NZZ eine russische Desinformationskampagne. Der Vorfall ist laut NZZ noch nicht restlos aufgeklärt. Das IKRK kennt laut RIA Nowosti die Berichte, äussert sich aber nicht zu Einzelfällen. Ein Kiewer Gericht schickt laut Meduza zwei Frauen in Untersuchungshaft, die die Vorwürfe verbreitet haben sollen. Das UNO-Menschenrechtsbüro sammelt laut RIA Nowosti Informationen und verlangt eine unparteiische Untersuchung.
Gebiet Kursk (RU): 189 Drohnen binnen 24 Stunden abgeschossen, ein Verletzter, laut Gouverneur
Im Gebiet Kursk (RU) werden seit 9 Uhr am 4. November 189 Drohnen abgeschossen. Das sagt Gouverneur Alexander Chinschtein laut Interfax. Es gibt 63 Artilleriebeschüsse auf geräumte Bezirke und 16 Abwürfe von Sprengsätzen aus Drohnen. In Sudscha wird ein 69-jähriger Mann verletzt, Tote gibt es nicht. In Schelesnogorsk brennt das Dach eines Lagers.
FSB meldet Festnahme im Gebiet Leningrad wegen geplanter Sabotage an einer Bahnanlage
Der FSB meldet die Festnahme eines Mannes im Bezirk Tosno im Gebiet Leningrad (RU). Das berichtet Interfax. Er soll 2024 von einem Mitglied einer Organisation unter Schirmherrschaft ukrainischer Geheimdienste angeworben worden sein. Laut FSB sammelte er Angaben zu Militärobjekten und Tankstellen und bereitete eine Sabotage an einer Bahnanlage vor. Bei der Durchsuchung fand der FSB einen Sprengsatz mit fünf Kilogramm Sprengstoff. Eine Stellungnahme aus Kiew fehlt in den Quellen.
Reuters: Demokratischer Kongress könnte im Januar direkte Ukraine-Hilfe wieder beschliessen
Der von den Demokraten kontrollierte Kongress kann im Januar die direkte Finanz- und Militärhilfe für die Ukraine wieder beschliessen. Das berichtet Charter 97 unter Berufung auf Reuters. Trump hatte diese Hilfe ausgesetzt. Laut Reuters ist sie bei Demokraten und Republikanern breit unterstützt. Eine Zweidrittelmehrheit könnte ein Veto Trumps überstimmen. Demokratische Mitarbeiter nennen die Hilfe für Kiew laut Reuters eine Priorität.
Selenskyj wirft Musk laut RIA Nowosti Einmischung in Politik Europas und der Ukraine vor
Selenskyj wirft Elon Musk Einmischung in die Politik Europas und der Ukraine vor. Das berichtet RIA Nowosti nach einem Interview des Präsidenten mit dem ZDF. Selenskyj stört sich laut RIA an Musks Äusserungen dazu, wie Europa leben soll und wer in Kiew regieren soll. Solche Aussagen eines sehr reichen Mannes hätten realen Einfluss, sagt er laut RIA. Musk forderte im Oktober laut RIA Selenskyjs Rücktritt.
«Er hat nicht das Recht, auf diese Dinge Einfluss zu nehmen. Er ist Bürger eines anderen Landes.»
«Он не имеет права влиять на эти вещи. Он гражданин другой страны»
Gebiet Odessa (UA): Angriff beschädigt im Süden Energie- und Zivilinfrastruktur, keine Verletzten
Im Süden des Gebiets Odessa (UA) werden bei einem russischen Angriff Energie- und Zivilinfrastruktur beschädigt. Das teilt die Gebietsverwaltung mit. Ein Lager eines Lieferdienstes ist teilweise zerstört. Ein Verwaltungsgebäude eines Herstellers medizinischer Produkte wird beschädigt. In einem College und einem Wohnheim gehen Fenster zu Bruch. Vorläufig gibt es keine Verletzten.
Kushner nimmt laut Politico per Fernschaltung an Ukraine-Konsultationen in Brüssel teil
Jared Kushner nimmt aus der Ferne an Ukraine-Konsultationen der EU-Kommission in Brüssel teil. Das schreibt Politico laut RIA Nowosti. Laut Rapporteur reisen die US-Vertreter nicht nach Brüssel an. Eine gemeinsame Sitzung der Delegationen findet laut Rapporteur nicht statt. Die Gespräche über Sicherheitsgarantien für Kiew sollen laut Rapporteur am Donnerstag in einem separaten Treffen im Nato-Hauptquartier folgen. Danach sind Gespräche mit Russland in Abu Dhabi geplant.
Gebiet Belgorod (RU): Fünf Tote und 13 Verletzte binnen 24 Stunden, laut Gouverneur
Im Gebiet Belgorod (RU) sterben bei ukrainischen Angriffen binnen 24 Stunden fünf Zivilisten, darunter ein Kind. Das meldet RIA Nowosti unter Berufung auf Gouverneur Alexander Schuwajew. Sie starben in den Bezirken Krasnojaruschski und Rakitjanski. 13 weitere Menschen werden verletzt. Zudem stirbt laut Schuwajew am 3. November ein Mann bei einem Angriff im Bezirk Schebekino. TASS meldet ebenfalls fünf Tote und 13 Verletzte. Schuwajew nennt laut Interfax 152 Angriffe auf 14 Bezirke. Über der Region würden 107 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt.
Verteidigungsministerium (RU) meldet Treffer auf Heizkraftwerk TEZ-2 und Lokomotiven in Charkiw
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet Treffer mit Geran-Drohnen in Charkiw (UA). Getroffen worden seien Lokomotiven, ein Produktionsgebäude des Heizkraftwerks TEZ-2 und ein Lager. In Nowyj Korotytsch im Gebiet Charkiw habe es ein Logistikterminal von Nova Poshta getroffen. Im Gebiet Dnipropetrowsk (UA) sei eine 330-kV-Unterstation getroffen worden. Die Gebietsverwaltung Charkiw meldet für den Tag sechs Verletzte und beschädigte Bahninfrastruktur in Saluschne sowie ein Postamt in Korotytsch.
Medwedew: Härtere Sanktionen gegen Russland treffen laut TASS die Amerikaner
Medwedew warnt vor härteren Sanktionen gegen Russland. Das meldet TASS. Sie würden die Amerikaner treffen, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrats. Eine Verschärfung löse eine neue Welle steigender Ölpreise in den USA aus.
Verteidigungsministerium (RU) meldet laut Kommersant 496 abgeschossene ukrainische Drohnen in der Nacht
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet laut Kommersant 496 abgeschossene ukrainische Drohnen. Die Luftabwehr habe sie zwischen 20 Uhr Moskauer Zeit am 4. November und 8 Uhr am 5. November zerstört. Betroffen waren laut dem Ministerium unter anderem die Gebiete Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk, Rostow, Rjasan und Moskau. Auch über der Krim und dem Kuban wurden Drohnen abgeschossen. Besonders massiv traf es laut Kommersant das Gebiet Rjasan. Dort brannte es auf mehreren Industriegeländen, ein Mensch wurde verletzt. Das Ministerium meldet zudem Treffer auf ein Terminal der «Nowa Poschta» bei Charkiw. Weitere Ziele waren ein Umspannwerk im Gebiet Dnipropetrowsk und ein Frachtschiff südwestlich von Odessa. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Brzezinski: Neuer US-Kongress könnte laut Kyiv Post härtere Russland-Sanktionen erzwingen
Der neue US-Kongress könnte laut Ian Brzezinski härtere Russland-Sanktionen erzwingen. Das berichtet die Kyiv Post. Brzezinski ist Senior Fellow beim Atlantic Council und ehemaliger hoher Pentagon-Beamter. Er sagt im Interview mit TVP World, ein Kongress unter Kontrolle der Demokraten könnte Gesetze verabschieden. Die Mehrheit dafür könnte gegen ein Veto reichen. Sie würden Präsident Trump zu schärferen Sanktionen gegen Russland verpflichten. Zudem könnten sie die US-Militärhilfe für die Ukraine wiederherstellen. Brzezinski nennt als weitere Möglichkeit Beschränkungen für einen möglichen Abzug von US-Truppen aus Europa. Ein Veto lässt sich nur mit zwei Dritteln in beiden Kammern überstimmen. Trump behält laut dem Bericht grosse Befugnisse in der Aussenpolitik.
Saporischschja (UA): Gebietsverwaltung meldet drei Tote und 784 russische Angriffe in 24 Stunden
Im Gebiet Saporischschja (UA) sterben nach Angaben der Gebietsverwaltung drei Menschen bei russischen Angriffen auf den Bezirk Saporischschja. Ein weiterer Mann wird verletzt. Die Besatzer greifen binnen 24 Stunden 53 Ortschaften mit 784 Schlägen an. Die Verwaltung zählt 16 Luftangriffe und 557 Drohnen, meist FPV. Hinzu kommt ein Beschuss mit Raketenwerfern. 210 Artillerieschläge treffen unter anderem Biljenke und Stepnohirsk. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Verteidigungsministerium (RU) meldet laut Interfax Treffer auf einen Frachter südwestlich von Odessa
Das Verteidigungsministerium (RU) meldet laut Interfax einen Treffer auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer. Das Schiff sei 52 Kilometer südwestlich von Odessa getroffen worden. Es habe militärische Ausrüstung geladen. Der Angriff erfolgte laut dem Ministerium in der Nacht mit einer Drohne. Eine ukrainische Stellungnahme und eine unabhängige Bestätigung fehlen in den Quellen.
Dnipro und Samar (UA): Drohnen verletzen laut Kyiv Post drei Menschen, Infrastruktur brennt
Russische Drohnen greifen am frühen Donnerstag Dnipro und Samar (UA) an. Das berichtet die Kyiv Post unter Berufung auf die Gebietsverwaltung. Gebietschef Oleksandr Hanzha schreibt auf Telegram, in Dnipro hätten das Dach eines Privathauses und Garagen Feuer gefangen. Drei Menschen seien verletzt worden. Auch auf Anlagen der kritischen Infrastruktur seien Brände ausgebrochen. Welche Anlagen betroffen sind, nennen die Behörden nicht. Die Luftabwehr schoss laut Gebietsverwaltung in der Nacht 30 Drohnen über dem Gebiet ab. Am 3. November hatte eine russische Salve laut Kyiv Post in Dnipro ein Wärmekraftwerk beschädigt. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen. In der Region Kiew trifft ein Angriff laut Kyiv Independent ein Lager im Bezirk Butscha. Ein Mann wird verletzt.
Ukraine: Luftlandetruppen melden laut Ukrinform Treffer auf Panzir-S1 für 15 Millionen Dollar
Das 8. Luftlandekorps der ukrainischen Streitkräfte meldet laut Ukrinform einen Treffer auf ein russisches Flugabwehrsystem Panzir-S1. Das Korps nennt als Einsatzraum die nördliche Slobozhanskyj-Richtung. Das System soll rund 15 Millionen Dollar kosten. Das Korps veröffentlicht ein Video des Angriffs. Laut dem Projekt Oryx wurden seit dem 24. Februar 2022 45 russische Panzir-S1 zerstört, sechs beschädigt und zwei erbeutet. Ukrinform verweist auf mindestens 30 strategische Ziele in Russland, die ukrainische Kräfte im Oktober trafen. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Kallas fordert vom neuen US-Kongress weitere Unterstützung für die Ukraine, meldet Kyiv Post
EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas fordert den neu gewählten US-Kongress laut Kyiv Post auf, die Ukraine weiter zu unterstützen. Sie spricht am 4. November in Brüssel bei der Vorstellung des jährlichen Erweiterungsberichts der EU-Kommission. Kallas hofft, dass der Kongress den Druck auf Russland erhöht. Die Wähler hätten klar entschieden, sagt sie. Die Zusammenarbeit zwischen Washington und Brüssel bleibe wesentlich. Europa und die USA seien gemeinsam viel stärker. Der neue Kongress tritt laut Kyiv Post erst im Januar 2027 sein Amt an. Trump behält laut dem Bericht grosse Befugnisse in der Aussenpolitik.
Selenskyj verleiht Melania Trump laut Guardian den Orden der Fürstin Olga
Selenskyj verleiht Melania Trump laut Guardian den Orden der Fürstin Olga erster Klasse. Das geht aus einem Dekret auf der Website des ukrainischen Präsidenten hervor. Es würdigt ihren bedeutenden persönlichen Beitrag zur humanitären Hilfe für die Ukraine. Melania Trump hatte im Oktober eine örtlich begrenzte Waffenruhe für Oleschky angekündigt. So konnten Einwohner der russisch besetzten Stadt abreisen. Nach ihren Angaben wurden fast 800 Menschen evakuiert. Die Ukraine wirft Russland laut Guardian vor, die Waffenruhe zur Stärkung seiner Stellung genutzt zu haben. Der Kreml nennt Positionsänderungen bei einer Waffenruhe laut Guardian gängige Praxis.
Rjasan (RU): Raffinerie laut Kyiv Independent mutmasslich von Drohnen getroffen
Die Ölraffinerie von Rjasan (RU) wird in der Nacht auf den 5. November laut Kyiv Independent mutmasslich von Drohnen angegriffen. Der Telegram-Kanal Exilenova+ meldet, Drohnen hätten das Industriegebiet der Raffinerie erreicht. Videos in sozialen Medien zeigen laut der Zeitung Explosionen, Flammen und dichten Rauch. Die Kyiv Independent kann das Material nicht überprüfen. Gouverneur Pawel Malkow bestätigt laut Kommersant Brände auf mehreren Industriegeländen. Ein Mensch wird verletzt. Stromleitungen sind beschädigt, in Teilen der Stadt fällt der Strom aus. In einer Schule gehen Fenster zu Bruch, der Unterricht fällt aus. Laut Malkow greifen über 200 Drohnen das Gebiet an. Die Brände sind laut Malkow gelöscht oder lokalisiert, der Strom in Rjasan ist laut RIA Nowosti wieder da. Laut Kyiv Post trifft der Angriff auch ein Logistikzentrum von Wildberries. Die Raffinerie gehört zu Rosneft und verarbeitet rund 17 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr.
Verteidigungsministerium (UA): Über 8'000 russische Drohnen und Raketen im Oktober abgefangen
Die ukrainischen Streitkräfte haben im Oktober mehr als 8'000 russische Drohnen und Raketen zerstört. Das meldet laut Kyiv Post das Verteidigungsministerium (UA) am 4. November. Hinzu kommen über 43'000 taktische Drohnen. Abgefangen wurden laut Ministerium unter anderem 14 Marschflugkörper Ch-101, 12 Kalibr und 11 ballistische Raketen Iskander-M oder KN-23. Dazu zählen 4'455 Drohnen vom Typ Shahed-131 und -136, Gerbera und Parodija sowie 2'688 Shahed-238. Das Ministerium nennt ausserdem 143 Strahldrohnen Banderol und 809 Lancet. Russland änderte laut Ministerium im Oktober wiederholt Flugrouten und Flughöhen. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Sotschi (RU): Erstmals seit neun Tagen Sirenen, Drohnengefahr auch in Anapa (RU)
In Sotschi (RU) heulen laut Rossijskaja Gaseta erstmals seit neun Tagen die Sirenen. Das berichtet der lokale Kanal «Sotschi Online» laut der Zeitung. Um 3 Uhr 26 Moskauer Zeit warnt eine Mitteilung vor einer Drohnengefahr in der Stadt. Rosawiazija meldet laut Rossijskaja Gaseta vorübergehende Einschränkungen am Flughafen. In Anapa (RU) gilt laut dem Zivilschutz der Region Krasnodar ebenfalls Drohnengefahr. Dasselbe gilt für 14 weitere Städte und Bezirke der Kuban. Später meldet die Zeitung, die Gefahr in Sotschi sei aufgehoben. Eine ukrainische Stellungnahme fehlt in den Quellen.
Russische Drohne trägt laut Kommandant Brovdi Propaganda-Flugblätter mit QR-Code nach Kiew
Ukrainische Soldaten schiessen am Abend des 4. November eine russische Drohne vom Typ Shahed ab. Sie trägt laut Robert Brovdi Propaganda-Flugblätter für Kiew. Brovdi führt die Drohnenstreitkräfte der Ukraine. Die Flugblätter enthalten laut Brovdi QR-Codes, die Daten stehlen oder Smartphones infizieren sollen. Er warnt die Einwohner, solche Codes nicht zu scannen. Die Kyiv Independent kann die Angaben nicht überprüfen. Eine russische Stellungnahme fehlt in den Quellen. Hintergrund sind laut Kyiv Independent Unruhen im Gebiet Kiew vom 2. November. Die Behörden nahmen am 4. November zwei Verdächtige wegen Falschinformationen fest.
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