UBS-Machobanker fliegen in Paris auf die Nase

Selbst NZZ sieht die Lage in Schwarzgeld-Prozess in Frankreich für die Nummer 1 der Schweiz skeptisch – Arrogant, dumm.

Heute steht Raoul Weil vor der Pariser Richterin. Der Ex-Chef der weltweiten Vermögensverwaltung der UBS will erklären, was unerklärlich bleibt.

Dass die UBS-Kundenberater aus der Schweiz in Paris, Lille, Lyon und wo auch immer im Nachbarland nur zum Plausch mit ihren dortigen Schwarzgeld-Kunden gewesen waren.

Keine Sau versteht das. Niemand kann es glauben. Ausser die UBS-Chefs Markus Diethelm, der oberste Rechtsboss des Finanzmultis, und sein Vorgesetzter, CEO Sergio Ermotti.

Diethelm und Ermotti, die beiden Alphatiere der UBS-Konzernleitung: Sie holen sich gerade eine blutige Nase in Paris. Davon ist je länger, je mehr auszugehen.

Wenn selbst die NZZ so wie heute immer mehr von Zweifeln der Richterin schreibt, ist das ein Alarmzeichen erster Güte.

„Schwer verständlich“: UBS-freundliche NZZ orakelt düster. (Quelle: NZZ)

Wie also konnten sich Diethelm und Ermotti derart in die Sackgasse manövrieren? Was sind ihre restlichen Chancen, um einigermassen heil aus der Pariser Krise herauszukommen? Und was bedeutet der stark beachtete Schwarzgeld-Prozess in Frankreich für die Bank als Ganzes?

Diethelm und Ermotti dachten, sie würden den Franzosen den Marsch blasen können. Vor allem Diethelm: Hatte er nicht vor 10 Jahren die USA besänftigt, was zu einer Minibusse für seine Bank geführt hatte?

Dass Diethelm dafür den Bundesrat zum Landesverrat drückte, indem dieser das Bankgeheimnis hergab, steht auf einem anderen Blatt.

„Landesverrat des UBS General Counsel“: Kommissionsbericht, 30. Mai 2010

Diethelm hielt sich nach seinem US-Erfolg für unbesiegbar. Allez hop, auf gegen die Franzosen.

Diese sind im Herzen Sozialisten – Président Macron hin oder her. Und Sozialisten wollen – ganz im Unterschied zu den US-Kapitalisten – keinen Deal. Sondern eine Ideologie. Ein Prinzip. Sühne und Reue.

Diethelm versteht nur Bahnhof. Nun sitzt er in der Pariser Tinte, weiss weder ein noch aus. Die UBS versucht mit viel Pressearbeit, die Hoffnung am Leben zu erhalten. Derweil sorgt die Drangsalierung einer UBS-Bankerin in Peking für neue Eruptionen.

Ein Drama der Extraklasse, das die beiden Hauptprotagonisten Ermotti und Diethelm in Paris aufführen. Wie sehr das allen auf die Nerven geht, zeigt der Kurs. Der ist gestern weiter nach unten gekracht. 13 Franken für eine UBS-Aktie – Give me a Break.

Sind also Diethelm und Ermotti wegen ihres eigenen Macho-Triebs in die Pariser Falle gerasselt, so fragen sich die beiden zusammen mit der Schweiz nun, wie ihre Chancen noch stehen?

Die Antwort, Stand heute: schlecht bis miserabel. Warum?

Die UBS betont, es habe kein Schwarzgeldsystem für reiche Franzosen gegeben. Wie sie hofft, mit dieser Version der Geschichte durchzukommen, bleibt jedem Normalo verschlossen.

Der Grund dafür heisst Raoul Weil. Der Ex-UBS-Bigshot war es, der zusammen mit seinem Kollegen, dem unglücklichen Marcel Rohner, die Initiative „TASTE for BUCKS“* ins Leben gerufen hatte.

Damit wollten Rohner und Weil die Welt erobern. Sprich: Ihre Schwarzgeldkunden in der Schweiz sollten doch auch Top-Weissgeldkunden in ihren jeweiligen Ländern werden.

Gesagt, getan. Ein Heer von UBS-Kundenberatern schwärmte nach Paris, Rom, Madrid, Brüssel, Frankfurt aus, um mit präparierten Laptops sich heimlich mit reichen Steuerflüchtlingen zu treffen.

James-Bond-Banking in den Nullerjahren. In Frankreich war der UBS-„Taste“ fürs grosse Geld besonders stark. Dort übergaben die Schwarzgeld-Berater der UBS Schweiz ihre Franzosen-Steuerflüchtlinge den Weissgeld-Beratern der UBS France.

So jedenfalls der Vorwurf der Pariser Strafermittler. Sie stützen diesen vor allem auf ein Dokument, das sie „Milchbüchlein“ nennen. Carnet du Lait.

Ein solches Heft ist im Besitz der UBS-Häscher. Es zeigt, wieviel Bonus den Schweizer Offshore-Beratern durch solche Einführungen von Schwarzgeld-Kunden bei den Kollegen in Frankreich gutgeschrieben wurde.

Mit Bonus ist hier gemeint, wie viele Assets – Bares, Wertschriften – ein wohlhabender französischer Steuerflüchtling dank der Vermittlung des Zürcher, Basler oder Genfer UBS-Beraters neu bei der UBS in Frankreich landet. Auch den gegenläufigen Weg gab es.

Diese interne Verrechnung war wichtig. Sie belohnte die Schweizer Offshore-Berater, wenn sie ihre Schwarzgeld-Kunden bei den Pariser Kollegen einführten.

Umgekehrt war das Ganze auch für die UBS-Paris-Berater gut. Sie hatten plötzlich mehr Kundenassets und konnten zeigen, dass sie mit ihrer UBS Frankreich auf dem aufsteigenden Ast waren.

Kurz: ein System. Jeder in der Bank kannte es. Jeder machte mit. Wer sich sträubte, der hatte nichts im Offshore-Banking der Nummer 1 des Landes verloren.

Heute wollen die UBS-Chefs Diethelm und Ermotti erklären, dass das alles ein grosses Missverständnis sei. Es gehe beim Milchbüchlein um ATA, ausgeschrieben Asset Transfer Agreement: eine Quartals-Excel-Datei, die netto aufzeigen würde, was den jeweiligen Kundenberatern an verschobenen Kundenassets gutgeschrieben würde. Ganz legal, völlig normal.

Klingt vernünftig. Nur: Warum wurden dann Listen mit solchen Gutschriften erstellt und später vernichtet? Die Franzosen haben ein Exemplar einer solchen Liste von einer Ex-UBS-Mitarbeiterin erhalten. Alle anderen Listen sind verschwunden.

Weshalb sind die Listen nicht mehr da, wenn sie unproblematisch sind? Wenn sie doch nur Ausdruck einer völlig korrekten Excel-Datei sein sollen?

Das macht keinen Sinn. Doch Diethelm und Ermotti halten an ihrer Version fest. Sie verbünden sich auf diese Weise mit Raoul Weil, einem Mann aus grauer Schwarzgeld-Zeit. Ihm zahlen sie sogar den ganzen Prozess. Ist ja nicht ihr Geld.

Völlig unnötig haben Diethelm und Ermotti ihre „neue“, „saubere“ UBS mit der „alten“, „dreckigen“ zusammengelegt – durch den Entscheid, in Paris vor ein Gericht zu gehen.

Die Alternative wäre eine Zahlung von 1 Milliarde Euro gewesen. Nun drohen 5.

Sollten Ermotti-Diethelm am Ende doch gewinnen, indem die Richterin ihnen recht gibt oder zumindest die Schuld der UBS nicht bewiesen sieht, stünden die UBS-Chefs als grosse Sieger da. Dass sie aber nackt auf den Himalaya stiegen, bleibt selbst dann Tatsache.

* TASTE for BUCKS stand für: „Trust“, „Advice“, „Service“, „Team“, „Emotions“; „Big Shift“ (Wechsel zu Vermögensverwaltungs-Mandaten), „Using Best Practice“, „Client Centered Offering“, „Key Clients“, „Strive for Growth“.

Kommentare

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  1. In Frankreich läuft immer alles anders. Das hat mit deren Kultur zu tun. Die UBS und deren Manager werden mehr als auf die Nase fallen. Am besten alles zugeben und die Sache ist schneller erledigt.

  2. Da hätten die wohl einem führenden Hacker nicht das Firmenkonto kündigen sollen weil er zu klein ist. Vor zwei Jahren hat er UBS mitgeteilt, dass das ziemlich teuer werden wird so arrogant zu sein. Nun haben die Ermittler wohl mehr in der Hand als die UBS glaubt. Pech gehabt – mit Schweizer Kleinfirmenkunden hätte mann wohl anders umgehen sollen.

  3. Soll noch einer sagen UBS & CS seien ein Mehrwert geschweige eine gute Visitenkarte für die Schweiz.

    Wenn man obigen Kommissionsbericht liest kriegt man nur das Kotzen. Die Swissair lässt man Hopps gehen und gleichzeitig erhält solche eine Bude noch Geld vom Staat und diese Typen bleiben in Amt und Würden.

    Wie hat mal der Cash-Guru gesagt: U B S = United Bull Shit.

  4. Herr Hässig, danke für den sehr gut und spannend geschriebenen Artikel!
    Sie sollten den Redakteuren bei der Nzz Unterricht geben!

    Gemäss nzz lebt die „neue“ UBS (unter Ermotti) in einer neuen Welt.
    Die Redaktion der nzz hat sich allem Anschein nach auch in diese Welt gerettet. Seitdem frage ich mich- was muss ich nehmen um in dieses Utopia zu gelangen?

  5. Die Banken können das illegale crossborder Banking nicht lassen, Compliance Regeln und schöne „Handbooks“ hin oder her. Die PB suchen einfach neue Formen, die sie – vorläufig und eigentlich besseres Wissen – als legal betrachten. Beispiel gefällig? Private Banker sind dazu übergegangen, „Vermittler“ für die Acquisition und für Botengänge über die Grenze zu schicken. Es wird nicht lange dauern, bis dieser Trick auch erkannt wird und zu Verfahren führt … dann wird man sich wundern, dass diese offensichtliche Gesetzesumgehung jemals allen Ernstes als „legal“ gewürdigt wurde …

    • LGT, Vaduz, hat schon seit vielen (ab 2005) Jahren einen Butler Sevice unter Vertrag. *) Flugzeug, Auto und Motorräder stehen zur Verfügung. Nachahmer sind jetzt quer Beet unterwegs. Oder: die Katze lässt das Mausen nicht. *) ab 5 Mio. Spesenfrei.

  6. Es ist eine Verhöhnung sondergleichen am CH-Steuerzahler, was sich vollkommen überflüssige und den sozialen Frieden gefährdende Finanzmultis wie die UBS (= Undercover-Bescheiss-System) mit fremdem Geld so alles leisten! Eine Bank erschafft NULL Mehrwert für die Gesellschaft, erschaft weder Güter noch nachhaltige oder gar gerechte Finanzstrukturen. Geld kann bekanntlich nicht arbeiten, es sind immer nur die Menschen, die mit Ihrer Arbeit einen Mehrwert erschaffen und für sich selbst und die Gesellschaft einen die eigene Existenz rechtfertigenden Beitrag leisten.

    Weshalb so ein überflüssiger Finanzjongleur und Selbstbedienungsladen, der offensichtlich nur mit einer Schwarzgeldstrategie überhaupt konkurrenz- und lebensfähig zu sein scheint, „too big to fail“ sein soll, bleibt mir nach wie vor ein dunkles Rätsel. Das einzige was notwendigerweise gesichert werden muss, ist der ganze Apparat des Zahlungsverkehrs. Alles andere ist Schattenspielwiese von Reichen und Superreichen, deren Schwarz- und Spekulationsgelder, sowie deren Erträge aus Ausbeutung ganz sicher nicht von der Allgemeinheit gerettet werden müssen! Wer kommt überhaupt auf solch eine abstruse Idee und warum findet diese so breite Unterstützung bei allen Nichtbeteiligten??? Die Welt steht Kopf und der Hirnschmalz ist am auslaufen…

    • @visionär
      Sie haben recht mit Ihrem Kommentar.
      Die Zahlungsinvrastruktur welche die SIX mal aufrecht erhielt wird nun scheibchenweise verhöckert.
      Die Banken halten die Bevölkerung wegen dem bedrohten Zusammenbrechen des Zahlungsverkehrs in der „big to fail“ Zange.
      Die Postfinance mit ihrem Wunsch auch noch mit der Immobilienblase unter zu gehen ist nicht hilfreich zur Stabilisierung.
      Nach der nächsten UBS- Rettung werden die Schweizer merken das es ein Vollgelgsystem braucht.

  7. All das sind noch Erbstücke aus der Ära Ospel/Kurer der UBS. Da kommen vielleicht noch weitere Leichen ans Licht. Diese beiden Herren und noch einige mehr aus jener Zeit im UBS Topmanagement sollten als Hauptverantwortliche hingestellt werden. Der Schaden für den Bankenplatz Schweiz und die Aktionäre, den sie angerichtet haben, ist unermesslich und geht in die Milliarden. Vom Schaden für das Ansehen der Schweiz nicht zu reden. S. Ermotti hat da ein tragisches Erbe angetreten.

  8. Ich habe nie verstanden, wieso Sergio’s Karriere nicht als Kleiderständer in einem Schaufenster geendet hat. Oder bestenfalls als drittklassiger Dressman.

    Und jetzt werden ihm die Franzosen wohl die Hosen runterziehen!

  9. Die französischen Behörden sind auf die Marbella-Trump-Sache aufmerksam geworden, in die, die UBS involviert ist. Und wie versucht wurde, durch politische Einflussnahme in Berlin und Washington wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Die französische Regierung wird wohl erkannt haben, dass die Macht der globalen Grosskonzerne, die Politik von Staaten beeinflussen können. Frankreich wird wohl ein Exempel statuieren und den UBS-Gnomen zeigen wer der Herr im Hause ist. Möglich, dass der Schweizer Bundesrat daraus lernen könnte, wie man wieder Herr im eigenen Haus wird.
    Gunther Kropp, Basel

  10. Man kann auch alles ins lächerliche ziehen. Die UBS wehrt sich und das ist gut so. Es geht hier doch darum, in mühseliger Arbeit Fakten aufzuarbeiten, die gesetzlichen Grundlagen zu verstehen und die notwendige Bewisführung durchzuziehen.

  11. Herr Hässig, mit diesem Artikel hätten Sie den Pulitzer Preis bekommen – wenn er in der Schweiz vergeben würde.

    Mann, habe ich den Artikel genossen, stark !

    P.S. : vor einigen Jahren kam eine Bekannte von mir, welche für diese Bank im PB arbeitete, auf die Idee, ich könnte doch aufgrund meiner Kontakte in der iberischen Halbinsel für UBS dort Gelder akquirieren. Es wurde ein Treffen mit dem PB Leiter Iberien organisiert. Der hat vor mir dann eine Karte von Spanien/Portugal ausgebreitet, welche in 32 Planquadrate unterteilt war. Jedes Planquadrat war einem PB Akquisiteur (er nannte diese «Hunter») zugeteilt und umfasste mindestens eine grössere Stadt oder Wirtschaftsgebiet. Das Ziel war, im zugeteilten Planquadrat eine Summe X pro Jahr an neuem (Schwarz) «Kundenvermögen» zu generieren – wobei mir dieser Kadermann sagte, dass die guten Wirtschaftsregionen, in denen viel Schwarzgeld generiert würde (wie Katalonien, Madrid und die Costa del Sol), bereits vergeben seien. Jedoch ein neuer Akquisiteur für die aufstrebende Region Almeria (Gemüseanbau in Plastiktreibhäuser) gesucht würde. Da dort ja bekanntlich nur jeder 4 Export Kühllastwagen voller Früchte und Gemüse versteuert werde, sei dies ein Gebiet mit grossem Potential. Die Bank erwarte von den «Hunters», dass sie eine sehr hohe Reisekadenz in das ihnen zugeteilte Planquadrat erfüllten, also quasi sich ständig dort um Neukundengelder bemühten.

    Selbstredend habe ich verzichtet, in der Halbwüste von Almeria bei neureichen Treibhausbauern um deren Schwarzgeld zu buhlen. Die Episode blieb mir jedoch prägnant in Erinnerung, da die Akquisitionssystematik mich doch stark überraschte und verblüffte.

    Das im Gespräch anwesende UBS Human Resources Tussi und der Leiter Iberien, beide in den selben lächerlichen schwarzen Anzügen gekleidet, waren sehr emotionslos und kühl, ich würde fast sagen – vor Arroganz strotzend.
    Das HR Tussi hat dann in der Folge mindestens dreimal angerufen, ob ich nicht zu einem Folgegespräch kommen wolle.

    Tempi passati, die sich nie mehr wiederholen werden.

  12. #FINanzMArktmafia #UBS

    seit der Sachverhalt klar war, dass Paris Birkenfeld du den In Genf initiierten UBS-Machenschaften befragt wurde und wohl auch umfassend Auskuft erteilte, wäre eigentlich die Annahme eines Vergleichs die einzig richtige Option gewesen… man muss effektiv die Fähigkeit und VRP Weber und CEO Ermotti hinterfragen! Es bleibt zu hoffen FINMA und Politik schauen ganz genau nach Paris!!!

  13. Ich kann nur sagen, dass das ganz schlecht in Paris, aber auch in der EU ankommt.
    Da haben ein paar Herren noch immer nichts verstanden.

  14. Am Ende wäre es wohl günstiger für die Schweiz gewesen, die UBS kräschen zu lassen. Schon alleine wegen des Reputationsschadens den diese Bank der Schweiz verursacht. Kommt dann noch der reale Schaden durch den Verlust des Bankgeheimnisses.

  15. Einfach nur peinlich und eine Schande für das Image der Schweiz! Darüber hinaus eine Frechheit, wie die beiden Angestellten Ermotti und Diethelm mit dem Geld der Aktionäre spielen!
    Die Forderung einer Abwahl an der GV ist die richtige Konsequenz!

    • Schreibt hier CS Urs Rohner als „weisse Weste“?
      Nicht auszuschliessen bei sog. Managern, welche längst jegliche Bodenhaftung verloren haben.

    • @Master oU:
      Nein – aber die gleiche Empfehlung gilt für Rohner – ab in die Wüste zu seinen Kumpels!

      Und ja: Den Ermotti könnte er gleich mitnehmen!

  16. Diethelm und Ermotti, zwei Hasardeure:
    in einer Märchenstunde â tout à l’heure!
    Beide strotzen nur so von Befangenheit,
    ab ihrer Missetaten in der Vergangenheit.

    In Paris wird endlich ein Exempel statuiert:
    Worüber Diethelm sehr bald nun kollabiert!
    Dann folgen eins, zwei, drei die nächsten;
    Länder die für Wiedergutmachung lechzen.

    Der Grössewahn-Bank bleibt nichts erspart,
    die Aktionäre trifft es mit jedem Tage hart:
    Am Hinterausgang leuchtet die rote Laterne,
    „To big to fail“ hallt es schon aus der Ferne!

    ‚Lasst uns die allerletzte Boni noch ausahlen‘,
    diese Bank leidet unter unsäglichen Qualen!
    Der Verwaltungsrat bleibt nicht mehr untätig:
    Kontakte nach Bern und SNB werden bestätigt?

    ORF

    • Omnia Ratio – Fideli,
      Poésie passt mit Paris zusammen.
      Kiki

      PS.
      „Paris ! Paris outragée ! Paris brisée ! Paris martyrisée ! Mais Paris libérée !“
      Auteur : Général Charles de Gaulle (22 nov 1890 – 9 nov 1970)

    • Liebe Kiki
      Nur für ein nächstes Mal beim deGaulle zitieren:
      Paris ist masculin. Ein é genügt.

    • Hallo Felix,

      Sehr gut gesehen aber ich dachte: La Ville de Paris.

      „Les exigences d’un grand peuple sont à l’échelle de ses malheurs.“ Charles de Gaulle in „Mémoires de guerre.“

      Deine Kiki

  17. In der Schweiz hat man einfach nicht begriffen, dass die meisten EU-Länder seit der Einführung des Euro Regierungen haben, die ihren Super-Reichen die Steuersätze massiv reduziert haben. Das war in Deutschland der Fall und auch in Frankreich.
    Diese Regierungen sind auch nicht der Ansicht, dass nur der Schweizerfranken, die einzig verbleibende Reservewährung in Europa sein muss, sondern sie verteidigen den Euro dafür.
    Von Schröder bis Merkel und auch von Sarkozy bis Macron und sogar Holland hatten und haben diese Staaten eine Politik, um ihre Reichen mit Steuerreduktionen so zu behandeln, dass es sich aus logischen Gründen eigentlich nicht mehr lohnt, Steuerhinterziehung in der Schweiz zu begehen.
    Wenn sie es trotzdem tun, sind sie eigentlich strohdumm und haben auch überhaupt nicht die Unterstützung ihrer politischen Freunde und selbst nicht ihrer superreichen Kollegen.
    Die UBS hat damals 2008/2009 nur einen guten Deal in den USA erhalten, weil die US-Administration den Zusammenbruch der UBS befürchtete und die FED, die SNB auch die EZB wollten dies unter allen Umständen vermeiden. Die CS zahlte später mehr, nicht weil sie häufiger solche Affären hatte als die UBS, sondern eher weniger, aber es Bestand nicht mehr die Gefahr ihres Bankrotts und da konnten die US-Behörden so richtig zugreifen.
    Reden die Herren Diethelm, Ermotti und vor allem Weber überhaupt über solche politischen Realitäten? Erstaunlich ist vor allem Herr Weber, er sollte sich eigentlich über europäische Politik als Bundesbanker auskennen.
    Die UBS wäre wahrscheinlich mit 1 bis 2 Mrd. SFr. bei einem Vergleich davongekommen, jetzt wird es halt 5 Mrd. SFr. kosten trotz dem bürgerlichen Präsidenten Macron.

    • Das ist der größte Müll den ich hier je gelesen habe. Hollande hat Einkommensteuersatz auf 75% für Einkommen über 1 Mio EUR in Frankreich eingeführt, Check mal Deine Fakten

    • „Erstaunlich ist vor allem Herr Weber, er sollte sich eigentlich über europäische Politik als Bundesbanker auskennen“: das ist genau das Problem. Viele von diesen Deutschen, die in der Schweiz leben, wollen der Schweizer erklären, wie die Europa, und besonders die EU, schwach sind und Arroganz gegenüber der EU sich löhne. Diese Leute müssen auch verstehen, dass die EU für sie nur Gleichgültigkeit hat – sie spielen in Brussels keine Rolle.
      Kiki

    • An Bobo. Hollande wagte es nicht einmal als Präsident wieder zu kandidieren und prüfen Sie einmal nach, wie Bernard Arnault, immerhin der zweitreichste Mann in Frankreich, darauf öffentlich reagiert hat und wo bei Macron diese Steuerabsichten von Hollande geblieben sind.

  18. Aus lauter Geldgier der Direktionsmitarbeiter laufen Banken von einem Desaster ins nächste, Bankaktien sind das Spiegelbild der tollen Arbeit der GD’s der letzten 10 Jahre. Es ist eine Frage der Zeit bis die nächste Bombe platzt.
    Gemäss Miffid II ist es den Banken und den Vermögensverwaltungsfirmen untersagt bei Anlagen für EU Kunden Retrogutschriften einzunehmen, auch wenn sich der Kunden damit einverstanden erklärt.